Folgen Sie uns
  • Club der Trader
  • Börsenseminar
  • marketsx

Devisen

Türkische Lira vor neuem Sturz? Erdogan äußert sich zu Zentralbank und Zinsen

Veröffentlicht

am

Steht die Türkische Lira vor einem neuem Sturz? Vielleicht sogar vor einem kräftigen Sturz? Das ist durchaus denkbar. Denn Präsident Erdogan hat sich aktuell zu Wort gemeldet mit der Aussage, dass der von ihm letztes Wochenende entlassene Zentralbankchef Cetinkaya entlassen wurde, weil der sich nicht an Erdogans Anweisungen gehalten habe, nämlich die Zinsen zu senken.


Werbung: Trade.com bietet einen der geringsten Spredas aller CFD-Broker beim Germany 30 CFD. Vollständiger Kunden-Support in deutscher Sprache! Und wir bieten Ihnen ein umfangreiches und kostenloses Ausbildungspaket für Ihr zukünftiges Trading. Handeln Sie zum Beispiel Google, Apple, GBP/USD, EUR/GBP, Gold, FTSE, DAX und über 2.100 weitere globale CFDs, einschließlich den neuen Cannabis-Aktien Mehr dazu erfahren Sie beim Klick an dieser Stelle.

Damit (so darf man es formulieren) spricht Erdogan der Zentralbank jegliche Eigenständigkeit ab. Und somit ist Tür und Tor geöffnet für eine rein politische Zentralbank, die in Kürze wie in den letzten Tagen schon befürchtet die Zinsen deutlich senken könnte. Das mag auf den aller ersten Blick zwar nett für die Verbraucher und Unternehmer sein, die so günstiger an Kredite kommen.

Türkische Lira reagiert aktuell merkwürdig

Aber die Inflation dürfte daraufhin wieder anspringen. Die Türkische Lira reagiert ganz aktuell noch nicht negativ auf Erdogans Aussage. Aber bei so einem glasklaren Statement gegen die Unabhängigkeit der Notenbanker kann es durchaus möglich sein, dass eine weitere klare Abwertung für die türkische Lira bevorsteht. Übers Wochenende gab es schone eine spürbare Abwertung (USDTRY stieg von 5,62 auf 5,80). Aktuell notiert das Währungspaar mit 5,71 sogar leicht schwächelnd nach 5,74 vor einer Stunde. Die türkische Lira wertet also leicht auf.

Dies verwundert. Aber halt, Achtung bitte. Der Markt ist nicht plötzlich überzeugt von der politischen Stärke Erdogans, welche Lira, Aktien, Inflation etc in den Griff bekommt. Nein, die ganz aktuell kleine Aufwertung der Lira liegt nur an dem glücklichen Umstand, dass ziemlich zeitgleich zu Erdogans Äußerung auch Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Federal Reserve, sich zur Geldpolitik der USA äußerte. Seine Äußerungen lassen aktuell den Dollar gegen alles schwächeln, was gegen ihn gehandelt wird. Also haben wir aktuell eine Dollar-Schwäche dank der Fed. Die möglicherweise bevorstehende Lira-Abwertung wird somit aktuell überlagert. Kommt schon bald die Zinssenkung in der Türkei? Wann, wie hoch genau? Das ist unklar. Die nächste reguläre Zinsentscheidung findet jedenfalls am 25. Juli in Ankara statt. Wohin die Reise grundsätzlich geht, dürfte nach dieser Äußerung Erdogans klar sein!

USD vs Türkische Lira seit Anfang Juli
USD vs Türkische Lira seit Anfang Juli.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Salahaddin

    18. Juli 2019 08:03 at 08:03

    das ist der anfang der Ende der Diktator Erdogan und sein Schmutziges rigim dir T lira wird noch mehr sein wert verlieren wenn der Blöde Küh (Erdogan) auf der regierung weiter bleiben bis kommt bis gleich 00.00

    • Veysel Kurt

      18. Juli 2019 20:02 at 20:02

      md sagt aber dass alle Türken den Erdogan lieben wie die Ungarn den Orbán.
      Ist md jetzt göt yüzlü oder tam geri zekâlı? Oder nur saf?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

China – Zentralbankaktionismus vor rundem Geburtstag

Veröffentlicht

am

Am 1. Oktober beginnen die Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Volksrepublik China. Auch die bereits siebzigjährige chinesische Zentralbank tut ihr Bestes, damit das nationale Jubiläum ein Erfolg wird. Ihr Geschenk: noch mehr Kredite.

Renditekiller Kosten Quirion

Werbung

China – alles unter staatlicher Kontrolle

Anders als in den meisten westlichen Volkswirtschaften agiert die Zentralbank in China nicht unabhängig. Die Chinesische Volksbank gehört dem Staatsrat und ist in Sachen Geld- und Währungspolitik Weisungsempfänger der zentralen Volksregierung. Der Zentralbankvorsitzende Yi Gang sowie seine sechs Stellvertreter werden direkt vom Staatsratsvorsitzenden Li Keqiang, der Nummer zwei in China, ernannt und bei Bedarf auch wieder abberufen. Eine Konstellation, von der US-Präsident Trump bereits öffentlich schwärmte.

Doch trotz aller staatlicher Kontrolle und Planung erlebt China quasi zur Unzeit zum 70. Geburtstag einen wirtschaftlichen Abschwung auf breiter Front. Das Wirtschaftswunder Chinas und sogar die Erholung der gesamten Weltwirtschaft fußten bis zu Beginn des Jahres 2018 zu großen Teilen auf der Verschuldungsorgie chinesischer Unternehmen. Die Dimension und die Geschwindigkeit der Kreditexpansion allein durch den offiziellen Banken-Sektor ist atemberaubend.

China vs USA Unternehmensschulden

Daher ist es auch kein Wunder, dass parallel zu dem Zeitpunkt, an dem der Zenit der chinesischen Kreditexpansion überschritten war, auch die Exportnationen Deutschland dynamisch in den Abschwungmodus überging.

Der Versuch, den Ballon weiter aufzublasen

Am vergangenen Freitag beschloss die Chinesische Volksbank, den Mindestreservesatz (RRR) für alle Banken mit Wirkung zum 16. September um 0,5 Prozent zu senken. Für kleinere Banken wir der Satz zusätzlich in zwei Schritten zum 15. Oktober und zum 15. November um 1 Prozent abgesenkt. Mit dieser Maßnahme soll es den Kreditinstituten ermöglicht werden, zusätzlich Darlehen im Volumen von 900 Mrd. Yuan (115 Mrd. Euro) zu gewähren.

Banken Kredite in China

Die jüngste Senkung der Mindestreservesätze ist bereits die dritte in diesem Jahr. Schon im Januar beschloss die Zentralbank auf Weisung des Staatsrats in zwei Stufen die Freisetzung von zusätzlichen 1,28 Billionen Yuan (164 Mrd. Euro) für die Kreditvergabe der Geschäftsbanken. Noch im Mai erklärte der Zentralbankvorsitzende Yi Gang, dass „China keine flutartigen geldpolitischen Anreize einführen wird“ und dass es seine „umsichtige“ Geldpolitik fortsetzen wird, um „die Liquidität auf angemessenem Niveau zu halten“ und gleichzeitig „die antizyklische Anpassung zu verstärken“. Nach dem die bisherigen Maßnahmen gleichwohl verpufft sind, ist eine neue „antizyklische Anpassung“ offensichtlich kurzfristig notwendig geworden.

Fazit

Noch ist unklar, ob der Chinesischen Volksbank das gelingt, was ihre japanischen und europäischen Pendants seit Jahren vergeblich versuchen: den Kreditzyklus künstlich zu verlängern. Noch hat die Zentralbank Munition, um zu handeln. Aber wie heißt es so schön: Man kann das Pferd zur Tränke führen, saufen muss es aber von allein. Ob überschuldete Unternehmen oder Verbraucher den Drang verspüren, in einem allgemeinen Umfeld der wirtschaftlichen Abkühlung noch mehr Geld zu leihen, bleibt abzuwarten. Da hilft selbst eine Weisung von ganz oben nicht, denn auch den Chinesen ist das Hemd näher als die Hose.

weiterlesen

Devisen

Schweizer Franken gibt Zeichen zwei Tage vor Zinsentscheidung

Veröffentlicht

am

Der Schweizer Franken gibt der Schweizerischen Nationalbank (SNB) aktuell ein Zeichen. Das ist gerade jetzt sehr wichtig, denn übermorgen um 9:30 Uhr wird die SNB ihre Zinsentscheidung bekanntgeben. Noch vor der EZB-Zinssenkung letzte Woche vermuteten nicht nur wir, dass die SNB vielleicht zeitnah, aber spätestens übermorgen am 19. September ebenfalls den Leitzins senken würde. Vielleicht von -0,75% auf -0,85%, oder gleich auf -1,00%?

Schweizer Franken hilft die Lage für die SNB zu entspannen

Aber die Lage hat sich geändert. Am letzten Donnerstag nach der Zinsentscheidung der EZB und vor allem nach der folgenden PK vergrößerten sich die Zweifel des Devisenmarktes an der Durchführbarkeit der Anleihekäufe. Es trat eine gewisse Enttäuschung ein. Und nachdem sich der Euro gegen den Schweizer Franken weiter abgeschwächt hatte (Tief im folgenden Chart), stieg EURCHF dann wieder zügig an. Unterm Strich notiert Euro vs Schweizer Franken mit aktuell mit 1,0974 gut 50 Pips höher als vor der Verkündung der EZB letzte Woche.

Somit hat sich der Schweizer Franken abgeschwächt. Alleine heute gab es eine Abwertung von 50 Pips gegenüber dem Euro. Das ist nur zwei Tage vor dem SNB-Entscheid nochmal ein wichtiges Signal (wenn der Kurs sich denn halten kann) in Richtung der Entscheider rund um Thomas Jordan. Sie könnten sagen (rein fiktive Annahme): „Puhhhh, der Fränkli ist nach dem EZB-Entscheid nicht gestiegen, sondern sogar noch etwas gefallen. Gerade nochmal gut gegangen. Dann haben wir jetzt nicht den Druck den Einlagenzins weiter senken zu müssen“.

Es bleibt wohl bei -0,75%

Wird das sinngemäß die Denkweise der Notenbanker sein? Dass der Euro nicht in den Keller rutsche, ist entscheidend für die SNB. Denn sie versucht alles um zu verhindern, dass ein immer stärker werdender Schweizer Franken heimische Produkte im Ausland immer teurer macht, und Urlaub für Ausländer in der Schweiz immer unbezahlbarer. Die Mehrzahl der Analystengemeinde rechnet derzeit damit, dass die SNB übermorgen den Leitzins unverändert bei -0,75% belassen wird. Dieses Szenario ist gut nachvollziehbar.

Könnte es in den Wochen danach zum Beispiel durch den Brexit oder durch eine Verschärfung der Saudi-Iran-Krise zu einer erneuten Flucht in die „Sicheren Häfen“ kommen? Dann gäbe es erneut neben dem Run auf Yen, Gold und Bundesanleihen wohl vermehrt Käufe des Schweizer Franken, unabhängig von dem was die EZB oder SNB tut. Also, der Aufwertungsdruck für den Franken bleibt im Hintergrund vorhanden, und damit auch latent die eventuelle Notwendigkeit, dass die SNB außerplanmäßig die Zinsen weiter senkt, oder im laufenden Devisenhandel interveniert. Aber für den Moment, für diese Woche, da stehen nach aktuellem Stand (!) die Zeichen auf Beibehaltung des aktuellen Zinssatzes.

Euro vs Schweizer Franken seit 11. September

weiterlesen

Devisen

Euro fällt dank Öl und EZB – neuer Anlauf Richtung 1,0925?

Veröffentlicht

am

Von

Der Euro schwächelt seit heute früh. Es ist kein gigantischer Absturz, aber er fällt gegen den US-Dollar von 1,1075 auf jetzt 1,1006. Derzeit schwächt der aktuelle Öl-Schock den Euroraum. Europa importiert massenweise Öl. Und das hat sich übers Wochenende massiv verteuert. Das bedeutet unterm Strich: Es fließt deutlich mehr Geld aus Europa ab Richtung Produktionsländer. Somit dürfte sich die Handelsbilanz von EU und Eurozone spürbar verschlechtern. Der höhere Ölpreis drückt auch tendenziell auf die Konjunktur in Europa. Dieses Schockereignis belastet somit insgesamt den Euro. Für die Dimension des Ölpreis-Anstiegs (größter Sprung seit 1991) verliert der Euro bislang nur sehr mäßig.

Aber da ist aktuell noch mehr. Der EZB-Chefvolkswirt Philip R. Lane meldet sich aktuell zu Wort und verkündet, dass die vor Kurzem von Mario Draghi verkündeten neuen Anleihekäufe im Volumen von 20 Milliarden Euro pro Monat auf lange Sicht keine Probleme für die Kauflimits darstellen würden. Damit ist gemeint, dass die EZB gemäß ihrer eigenen Vorgaben nicht mehr als 33% der von einem Land ausgegebenen Anleihen kaufen darf. Aber oft ist man schon an der Kante angeschlagen. Aber der gute Mann wird es schon besser wissen? Dieser Kommentar lässt vermuten: Ja, die EZB hat weiter Drang gen Süden (weitere geldpolitische Lockerung). Auch diese Aussage hat den Euro in den letzten Minuten ein wenig weiter geschwächt. Man schaue auf diesen Chart. Wird der Euro binnen weniger Tage zum zweiten Mal versuchen das Tief vom 3. September bei 1,0925 anzulaufen? Das Chartbild ist zumindest interessant.

Euro vs USD seit 1. September
Euro vs USD seit 1. September.

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen