Folgen Sie uns

Devisen

Türkische Lira wertet ab: Notenbankchef gefeuert, Erdogans unglaubliche Zins-Logik!

Avatar

Veröffentlicht

am

Die türkische Lira wertet aktuell zum Wochenstart stark ab. Gegenüber dem US-Dollar fällt sie gegenüber Freitag deutlich. USD vs türkische Lira steigt von 5,62 auf 5,75. Am Wochenende hat Präsident Erdogan nämlich den Zentralbankchef Murat Cetinkaya entlassen. Dies wurde im türkischen Staatsanzeiger veröffentlicht. Dass dies keine „übliche einvernehmliche Trennung war“, sieht man an folgendem Umstand. Auf der Webseite der türkischen Zentralbank wurde die Entlassung mit keinem Wort erwähnt! Normalerweise gibt es eine Mitteilung + netten Aussagen zum Abschied. Aber in diesem Fall gab es kein Wort, keine Info, nichts.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Zins-Logik

Was es auf der Webseite der Zentralbank gibt, ist eine Mitteilung, in der ausschließlich die Ernennung des neuen Zentralbankchefs Murat Uysal bekanntgegeben wird. Diese kalte Entlassung ohne jegliche Erwähnung auf der Zentralbank-Webseite lässt schon tief blicken. Die „Hürriyet“ gibt einen weiteren Einblick in ihrer aktuellen Berichterstattung. Dort erfährt man, dass Präsident Erdogan gesagt habe, dass er dem nun entlassenen Zentralbankchef Murat Cetinkaya immer wieder gesagt habe, dass der doch endlich mal die Zinsen senken solle. Denn so Erdogan laut Hürriyet, wenn die Zinsen sinken, dann sinke ja auch die Inflation. Aber Cetinkaya habe die Zinsen nicht gesenkt.

Anmerkung unsererseits: Der Mechanismus funktioniert genau umgekehrt. Sinkende Zinsen bringen in der Regel steigende Inflation. Mit steigenden Zinsen kann man in der Regel die Inflation eindämmen, so wie es in der Türkei in den letzten Monaten ja auch geschehen ist (siehe hier).

Türkische Lira vor doppeltem Problem

Jetzt wird der Devisenmarkt wie gebannt auf den 25. Juli schauen. Dann findet die nächste reguläre Zinsentscheidung der Zentralbank in Ankara statt. Wird der neue Chef wie von Erdogan gewünscht die Zinsen senken? Das dürfte die türkische Lira womöglich noch weiter zum Abwerten bringen! Das Vertrauen des Marktes in die Unabhängigkeit der Zentralbank ist seit diesem Wochenende fast komplett dahin. Auch wenn der neue Chef in seiner Mitteilung explizit die Unabhängigkeit der Zentralbank betont!

Gibt es schon vor dem 25. Juli eine außerordentliche Zinsentscheidung? Oder sonst, wie wird der Neue am 25. Juli entscheiden? Will er wie sein Vorgänger enden? Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung ist doch recht hoch nach diesem Personalwechsel. Hatten wir noch in den letzten Tagen davon gesprochen, dass die Raketen-Krise zwischen der Türkei und den USA derzeit das größte Problem für die türkische Lira darstellt, so kommt jetzt noch als größeres Problem die Politik der Zentralbank und der Einfluss Erdogans hinzu!

Präsident Erdogan entlässt Zentralbankchef- Türkische Lira fällt

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Aktuell: Neuer Corona-Fall in USA – Goldpreis rauf, Aktien runter

Avatar

Veröffentlicht

am

Gold Barren Beispielfoto

Vor wenigen Minuten wurde bekannt, dass es in den USA einen weiteren bestätigten Fall einer mit dem Corona-Virus infizierten Person gibt. Es geht um eine Frau in Chicago. 63 weitere Personen werden beobachtet. Was hatten wir gestern und heute in einem Marktüberblick zu verschiedenen Assetklassen noch erwähnt? Der Schweizer Franken steigt zwar, und Öl fällt immer weiter (wie es in so einem Angst-Szenario sein sollte). Aber der Goldpreis, der kam nicht aus den Puschen. Aber jetzt, mit dieser Veröffentlichung des zweiten Falls in den USA, da scheint der Knoten ganz frisch geplatzt zu sein.

Der Goldpreis springt seit einer Stunde von 1.562 Dollar auf bis zu 1.575 Dollar in der Spitze (aktuell 1.573 Dollar). Der Markt ist nervös. Parallel dazu fällt der Ölpreis immer weiter. WTI-Öl notiert aktuell nur noch bei 54,37 Dollar. Der Dow 30 sackte vorhin zur Bekanntgabe des zweiten Corona-Falls um 125 Punkte ab, Tendenz weiter fallend. Der Dax verliert parallel dazu 35 Punkte. Also, kurz vor dem Wochenende steigt die Nervosität. Noch schnell fliehen (Risk Off Trade) in die Sicheren Häfen namens Gold und Schweizer Franken? Ganz aktuell wirkt es so. Im Chart sieht man den Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh.

Goldpreis vs Dow 30 seit heute früh

weiterlesen

Devisen

Rüdiger Born: Dax, Dow, S&P 500 und Euro am Chart besprochen

Avatar

Veröffentlicht

am

Dax und Dow schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart an. Sprechen die Charts für Long oder Short? Bei Euro vs USD jetzt noch short zu gehen, könnte zu spät sein. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

weiterlesen

Devisen

Ölpreis und Schweizer Franken reagieren auf Virus, Gold und Aktien nicht

Avatar

Veröffentlicht

am

Ölpreis Quelle Beispielfoto
Wir wollen an dieser Stelle kurz darauf eingehen, wie sich Ölpreis, Goldpreis, Schweizer Franken und die Aktienindizes im Zuge des Corona-Virus nun unmittelbar vor dem Wochenende verhalten. Und da fällt uns schon etwas Komisches auf. Da gibt es nämlich eine merkwürdige Zweiteilung.

Ölpreis weiter mit Abwärtstendenz, Schweizer Franken weiter bergauf?

Ölpreis und Schweizer Franken reagieren nämlich „mustergültig“ im Sinne von zunehmender Angst vor einer Ausweitung des Corona-Virus. Wird es schlimmer, dann dürften Reisefreudigkeit und Konsum stark nachlassen. Das betrifft die gesamte Volkswirtschaft eines Landes. Ganz aktuelle Meldungen zeigen, dass in China nun 13 Städte mit 43 Millionen Menschen abgeriegelt sind, um zu versuchen den Virus zu isolieren. Der Ölpreis reagiert dementsprechend schon die ganze Woche mustergültig (Angst vor sinkender Öl-Nachfrage). WTI-Öl zeigt sich mit aktuell 55,46 Dollar weiter in einer Abwärtstendenz, wie es der folgende Chart zeigt (Linie in rot-grün). Parallel dazu haben wir das Währungspaar Euro vs Schweizer Franken eingebaut. EURCHF notiert aktuell bei 1,0718 (gestern absolutes Tief 1,0702). Der Schweizer Franken wertet also auf, besonders seit Mittwoch. Es ist also eine gewisse Bewegung in den „Sicheren Hafen“ namens Schweizer Franken vorhanden.

WTI Ölpreis und Euro vs Schweizer Franken seit 10 Tagen

Goldpreis tritt auf Stelle, Aktien frohen Mutes?

Während Öl und Franken sich im Sinne der Angst vor dem Corona-Virus verhalten, scheint der Goldpreis immer noch in einer Art Warte-Modus zu laufen. Will der Markt erst warten, ob es mit dem Virus noch viel schlimmer wird, bevor der Goldpreis kräftig steigen könnte? Gestern nahm er einen kleinen Anlauf von von 1.557 auf 1.567 Dollar. Aber bis heute Mittag ist er wieder auf 1.558 Dollar zurückgekommen. Im Gold ist aktuell kein Risk Off-Szenario erkennbar. Wie bereits gestern unsere Frage heute erneut: Verschärft sich die Virus-Krise, holt der Goldpreis dann die Reaktion nach, die andere Märkte wie Öl schon (auf der Abwärtsseite) gezeigt haben? Geht es dann ruckartig nach oben im Gold? Nun steht das Wochenende vor der Tür, und niemand weiß jetzt, ob es bis Montag besser oder schlechter wird mit dem Corona-Virus.

Die Aktienmärkte hatten im Verlauf dieser Woche einen Schwäche-Anfall bezüglich des Virus. Heute aber, da schauen die Aktienmärkte auf die Einkaufsmanager-Indizes, die heute Vormittag für viele europäische Länder veröffentlicht wurden. Sie waren besser als erwartet. Auch die deutschen Auftragseingänge am Bau waren sensationell gut. Die Aktienkurse steigen seit 9:30 Uhr daher an. Der Dax konnte mehr als 100 Punkte gewinnen, der Dow gut 60 Punkte. Noch nicht die Welt. Aber während Franken und Öl sich vom Corona-Virus beeinflussen lassen, schauen die Aktienmärkte offenkundig eher auf die Konjunkturdaten. Bis jetzt zumindest.

Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage
Der Goldpreis im Verlauf der letzten zehn Tage.

weiterlesen

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen