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Türkische Lira wertet auf – Zentralbank in Ankara mit Zinsentscheidung!

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Die türkische Lira wertet aktuell deutlich auf! Grund dafür ist die vor wenigen Augenblicken verkündete Zinsentscheidung der türkischen Zentralbank. Sie hat den Leitzins soeben von 19,75% (Ende Juli schon von 24% gesenkt) um 3,25% auf 16,50% zu senken. Laut Zentralbank setze sich die „moderate Erholung“ der türkischen Wirtschaft fort. Die Leistungsbilanz der Türkei solle sich verbessern. Die Inflationsaussichten hätten sich weiter gut entwickelt. Angesichts der jüngsten Entwicklungen erwarte man, dass die Inflation in der Türkei bis Jahresende leicht unter den Erwartungen aus Juli liegen werde.

Hier der Leitzins-Verlauf in der Türkei seit 2010:


source: tradingeconomics.com

Türkische Lira springt nach oben

Bei so einer kräftigen Zinssenkung (zum zweiten Mal nach Ende Juli) müsste die türkische Lira eigentlich deutlich abwerten? Nein, offenbar hatte der Markt eine viel kräftigere Zinssenkung erwartet. Präsident Erdogan sprach jüngst erst von Zinsen, die zügig in den einstelligen Bereich sinken sollen. Aber daraus wird heute erst mal nichts. Mit nun 16,50% ist man davon noch weit entfernt. Ist der Devisenmarkt aktuell deswegen so erleichtert? Die türkische Lira wertet seit 13 Uhr auf. US-Dollar vs Türkische Lira fällt von 5,74 auf 5,67. Im Chart sieht man USDTRY seit dem 3. September. Ganz rechts sieht man aktuell den fallenden Dollar, also die steigende türkische Lira.

USD vs Türkische Lira seit 3. September

Hier der Originaltext der türkischen Zentralbank im Wortlaut:

Recently released data indicate that moderate recovery in economic activity continues. In the first half of the year, the contribution of net exports to economic growth continued, while investment demand remained weak and the contribution of private consumption gradually increased. Goods and services exports continue to display an upward trend despite the weakening in the global economic outlook, indicating improved competitiveness. In particular, strong tourism revenues support the economic activity through direct and indirect channels. Leading indicators point to a partial improvement in the sectoral diffusion of economic activity. Looking forward, net exports are expected to contribute to economic growth and the gradual recovery is likely to continue with the help of the disinflation trend and the improvement in financial conditions. The composition of growth is having a positive impact on the external balance. Current account balance is expected to maintain its improving trend.

Recently, advanced economy central banks have started to adopt more expansionary policies as global economic activity weakened and downside risks to inflation heightened. While these developments support the demand for emerging market assets and the risk appetite, rising protectionism and uncertainty regarding global economic policies are closely monitored in terms of their impact on both capital flows and international trade.

Inflation outlook continued to improve. In addition to the stable course of the Turkish lira, improvement in inflation expectations and mild domestic demand conditions supported the disinflation in core indicators. In August, consumer inflation displayed a significant fall with the contribution of core goods, energy and food groups. Domestic demand conditions and the level of monetary tightness continue to support disinflation. Underlying trend indicators, supply side factors, and import prices lead to an improvement in the inflation outlook. In light of these developments, recent forecast revisions suggest that inflation is likely to materialize slightly below the projections of the July Inflation Report by the end of the year. Accordingly, considering all the factors affecting inflation outlook, the Committee decided to reduce the policy rate by 325 basis points. At this point, the current monetary policy stance, to a large part, is considered to be consistent with the projected disinflation path.

The Committee assesses that maintaining a sustained disinflation process is the key for achieving lower sovereign risk, lower long-term interest rates, and stronger economic recovery. Keeping the disinflation process in track with the targeted path requires the continuation of a cautious monetary stance. In this respect, the extent of the monetary tightness will be determined by considering the indicators of the underlying inflation trend to ensure the continuation of the disinflation process. The Central Bank will continue to use all available instruments in pursuit of the price stability and financial stability objectives.

It should be emphasized that any new data or information may lead the Committee to revise its stance.

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Devisen

Aktuell: Warum Schweizer Franken und Gold deutlich fallen könnten

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Wieder mehr Risiko eingehen, wenn Brexit-Deal steht?

Der vorhin verkündete Deal für den Brexit bringt die Börsenkurse derzeit kräftig in Bewegung. Bevor wir uns Schweizer Franken und Gold widmen, erst nochmal ein ganz kurzer Blick auf das eigentliche Thema. Laut EU-Juncker und UK-Johnson steht nun der Brexit-Deal. Aber die britische DUP-Partei sagt, dass sich an ihrer Position nichts geändert habe. Auch muss der Deal noch zügig durch das britische Parlament, was keinesfalls sicher ist. Die Unsicherheit bleibt also, aber die Gesamtstimmung bleibt weiter euphorisch. Nach der Jubelmeldung haussierte vorhin verständlicherweise das Pfund gegen den US-Dollar mit +170 Pips. Allerdings ist die erste Euphorie verflogen, und es hat von der Spitze bis jetzt schon wieder 100 Pips verloren. Der Dax stieg um 137 Punkte, und hat nun schon wieder gut die Hälfte eingebüßt.

Schweizer Franken

Was hat das alles mit dem Schweizer Franken und Gold zu tun? Wir hatten es schon gestern angesprochen, und tun es heute erneut. Sieht der Kapitalmarkt Lösungen für die beiden Hauptprobleme namens Brexit und Handelskrieg, gibt es kaum noch einen Grund in den Sicheren Häfen das den Investmentmanagern anvertraute Geld zu parken. Und der Schweizer Franken wie auch Gold sind nun mal die beiden Sicheren Häfen schlechthin. Auch die Spekulanten pushen dann wieder verstärkt die Risiko-Assets.

So konnte der Schweizer Franken die letzten Tage schon gut abwerten gegen den Euro in Erwartung des Brexit-Deals. Heute stieg Euro vs Franken dann sprunghaft von 1,1016 auf bis zu 1,1059 aufgrund der Brexit-Euphorie. Raus aus dem Franken, rein in den Euro. Wieder mehr Risiko fahren! Aber inzwischen ist diese Franken-Abwertung schon wieder futsch. Der Markt erkennt aktuell die noch offenen Probleme rund um die Brexit-Einigung. Dennoch: Dieser Move vorhin zeigt, wie sprunghaft die Kurse sein können. Steht der Deal Richtung Wochenende fest, dann könnten/sollten die Ausschläge eindeutiger und kräftiger ausfallen? Dann könnte der Franken weitaus stärker verlieren, und EURCHF deutlich steigen, weil der Gesamtmarkt wieder verstärkt in Risiko-Assets wie Aktien, Schwellenländerwährungen, High Yield Bonds etc anlegt. (Chart EURCHF seit heute früh). Übrigens ist der heutige Chartverlauf von Pfund vs Franken praktisch identisch zu Euro vs Franken.

Euro vs Schweizer Franken Verlauf seit heute früh

Gold

Ähnlich sieht die Lage im Gold aus. Der Chart zeigt den Kursverlauf seit heute früh. Gold in verlor schnell 6 Dollar, um kurz darauf diesen Verlust wieder aufzuholen. Aber man bedenke auch im Gold wie beim Schweizer Franken: Werden in den nächsten Tagen die sonstigen Probleme aus dem Weg geräumt, und dieser Deal kommt wirklich durch, könnten die beiden „Sicheren Häfen“ deutlich verlieren, weil Geld wieder in risikoreichere Anlagen fließt.

Gold in US-Dollar

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Barnier: Haben Übereinstimmung gefunden in Brexit-Deal

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Der Chefunterhändler der EU in Sachen Brexit, Michel Barnier, hat laut Angaben eines EU-Offiziellen verlautbart, dass ein Deal mit der Regierung Johnsons fast fertig sei:

Unklar ist, was mit „fast“ gemeint ist. So oder so: Johnson ist jetzt wohl genau da, wo Theresa May schon einmal war, dann aber mit ihrer mit der EU getroffenen Vereinbarung im brtischen Parlament gescheitert war! Stehen die Chancen diesmal besser?

Eigentlich sollte die Regierung Johnson bis heute Morgen einen Textvorschlag schicken, was aber offenkundig bisher nicht passiert ist:

Nun sollen die Gespräche auf höchster Ebene ab 15.30Uhr deutscher Zeit fortgesetzt werden:

Möglicherweise werde Ende Oktober ein erneuter EU-Gipfel in Sachen Brexit stattfinden:

Das britische Pfund steigt, der Dax erklimmt die 12700er-Marke..


By European Parliament from EU – #Brexit: the time has come for the UK to clarify its position 🇪🇺🇬🇧., CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75960456

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Aktuell: Britisches Pfund springt nach oben – aktuelle Brexit-News – UPDATE 14:43 Uhr

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Puhhhhhhh! Die Nachrichten rund um den Brexit überschlagen sich. Ganz aktuell gibt es Meldungen, dass Probleme für eine Brexit-Einigung aus dem Weg geräumt sein sollen. Wirklich gesichert ist das aber nicht. Das britische Pfund springt jedenfalls gegen den US-Dollar gerade nach oben um mehr als 100 Pips auf bis zu 1,2839 in der Spitze. Aktuell gibt es schnelle Trades um die Marke von 1,28 herum. Die Lage bleibt weiter brisant!

UPDATE 14:43:

So schnell geht das, die DUP dementiert (siehe folgender Tweet). Das Pfund kommt ein wenig zurück. Was für ein Brexit-Chaos so kurz vor der Deadline!

Pfund vs USD seit Montag
Pfund vs USD seit Montag.

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