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Devisen

Türkische Lira wertet seit zwei Tagen auf: Nicht täuschen lassen!

Redaktion

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am

Die türkische Lira hat bis jetzt eine halbwegs akzeptable Woche hingelegt, wenn man bedenkt wie stark sie die Wochen davor abgewertet hatte. Von 5,50 Lira für einen Euro letzten Freitag Abend stieg sie langsam an bis jetzt auf 5,22 Lira für einen Euro (im Chart spiegelverkehrt als Euro-Abwertung dargestellt).


Euro vs Türkische Lira seit 21. Mai.

Was war passiert?

Man sollte sich aber nicht zu früh freuen, dass jetzt die große Trendwende einsetzt. Was war in den letzten Tagen bis heute passiert? Letztes Wochenende hatte Präsident Erdogan seine Anhänger dazu aufgerufen Euros und Dollars und ihren Kopfkissen hervorzuholen und in türkische Lira zu tauschen.

Dann am Montag erhöhte die türkische Notenbank die unwichtige Repo-Rate von 8% auf 16,5%. Dies hatte keine reale Wirkung, wurde aber offenbar als Zeichen gewertet, dass die Notenbanker weiter gewillt sind höhere Zinsen durchzusetzen. Aber über allem schwebt die Drohung von Präsident Erdogan ab 24. Juni (nach seiner Wiederwahl) die Kontrolle über die Geldpolitik zu übernehmen.

Gestern dann hielten sich der türkische Zentralbankchef sowie der türkische Vize-Ministerpräsident in London auf um mit Investoren zu sprechen. Es sollte eine Art Beruhigungs-Besuch sein um die Befürchtungen der Märkte auszuräumen, dass Erdogan die Notenbank entmachten wird. In London war viel die Rede von bevorstehenden Reformen, die man nach der Wahl beschleunigen wolle, so Zentralbankchef Simsek. Nur hat er dann überhaupt noch was zu melden? Auch sagte er, dass die Kontakte in London sehr produktiv gewesen seien. Der Prozess der Neuausrichtung der türkischen Wirtschaft habe begonnen.

Geht es noch allgemeiner und unverbindlicher? Simsek sagte zwar auch, dass die höchste Priorität im Abbau des Außenhandelsdefizits liege, sowie im Kampf gegen die Inflation. Aber nochmal: Ist er in vier Wochen überhaupt noch im Amt? Oder wenn er im Amt bleibt, ist er dann noch mehr als eine Marionette von Erodgan, welche Zinsen wider besseren Wissens senken muss?

Genau wie bei Donald Trump sollte man sich in Sachen Erdogan nie auf die Worte seiner Berater oder sonstiger untergeordneter Beamter verlassen. Denn bei Trump sieht man gut, dass er doch alles anders macht, als es noch kurz zuvor von seinen Leuten verkündet wurde. Bei Erdogan könnte es nach seiner Wiederwahl ähnlich laufen. Von daher sollte man daran ernsthafte Zweifel anmelden dürfen, dass diese allgemeinen warmen Worte ab dem 24. Juni noch etwas wert sind.

Aussicht für die Türkische Lira

Die Aufwertung der Lira fand seit Freitag Abend bis jetzt gerade mal statt von 5,50 auf 5,28 (Euro vs Lira). Viel ist das nicht. Und nein, wir wollen an dieser Stelle die türkische Lira nicht schlecht machen – wir berichten nur über die Fakten. Und wer die Historie der Währung sieht, ahnt die nachhaltige Schwäche. Dieser längerfristige Chart zeigt den Verlauf von Euro vs Lira seit Dezember 2016. Die Abwertung im Mai war schon sehr extrem.

Diese Woche dann eine kleine Abkühlung der Überhitzung. Folgt danach wie es am Devisenmarkt oft zu beobachten ist die Fortsetzung des Aufwärtstrends? (Abwertung der Lira). Das ist ein durchaus wahrscheinliches Szenario, wenn es dafür auch keine Garantie gibt. Und wie wir es schon oft genug erwähnt haben: Über allem schwebt der unberechenbare Erdogan. Was wird er tun?

Euro vs Türkische Lira seit Dezember 2017

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Devisen

Euro vs US-Dollar: Schnelle Erholung – Chance für ein Long?

Agata Janik

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50 Euro Geldscheine

Der Euro zum US-Dollar hat in der gestrigen Handelssitzung erneut seine Dominanz bestätigt. Nach der kurzfristigen starken Gegenreaktion auf der Unterseite, die durch die fundamentalen Daten (Pressekonferenz der Fed) am Mittwochabend verursacht wurde, konnte sich der Euro gestern fast gänzlich erholen. Der US-Dollar wurde nur zeitweise gegen den Euro favorisiert. Sobald die fundamentalen Nachrichten aber verdaut wurden, verlor der Greenback wieder an Attraktivität. Dieses Beispiel bestätigt erneut, dass die Wirtschaftsdaten meistens nur kurzfristig einen Einfluss auf den Devisenmarkt haben. Händler, die gerne News handeln, sollten das wissen und bereit sein, immer schnell zu reagieren. Der Euro hat am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag kräftig verloren und notierte im Tief bei 1,1735. Das hat jedoch die Euro-Bullen nicht abschrecken können. Sie haben gestern den Euro vs USD wieder gekauft und der Kurs bewegte sich fast den ganzen Tag fast nur noch in die nördliche Richtung.

Schon am Donnerstagmorgen erreichte EUR/USD kurzfristig die 1,18 „big figure“. Auf dem Niveau von 1,1813 traf der Major auf einen Widerstand, der vorerst gehalten hat. Der Kurs erfuhr eine leichte Korrektur. Bei 1,1781 war diese aber schon zu Ende. Ab diesem Zeitpunkt haben die Bullen erneut angegriffen. Die 1,18 Marke stellte für den Euro zum USD keine Hürde mehr dar. Der Kurs hat diesen Widerstand ohne Schwierigkeiten überwunden. Darüber lagen viele Stop-Loss Orders, die natürlich gezogen wurden. Dadurch hat der Euro eine zusätzliche Dynamik entwickelt. Ab dann ging es für das Währungspaar langsam aber konstant nach oben. Auch während der amerikanischen Session konnte sich der Euro klar durchsetzen. Im Bereich von ca. 1,1830 traf der Kurs auf einen doppelten Widerstand. Die beiden Moving Averages (120er und 420er) begegneten sich.

Es war unklar, ob der Euro diese Hürde brechen wird. Es hat aber geklappt, was schon eine kleine Überraschung war. EUR/USD stieg dann in den Abendstunden noch ein wenig weiter und erreichte gestern im Tageshoch die Marke von 1,1854. Die Volatilität hat dann aber nachgelassen und der Kurs ist in eine Seitwärtsphase übergegangen. Die Kerzen wurden ganz klein. Die Händler haben sich zurückgezogen. Der gestrige Tag hat bestätigt, dass der übergeordnete Aufwärtstrend bei EUR/USD noch nicht zu Ende ist. Der Euro zum USD bleibt stark. Es wird sich vermutlich in den nächsten Stunden entscheiden, ob die Bullen vor dem Wochenschluss noch einmal die 1,19 Marke angreifen werden.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Freitagmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1848. In der asiatischen Sitzung heute Nacht, gab es kaum Bewegung im Markt. Die meisten Händler halten sich noch zurück. Das wird sich aber bald ändern. Heute erwartet uns bei EUR/USD ein spannender Handelstag. Wenn es den Bullen gelingt, das letzte High von gestern bei 1,1854 zu nehmen, kann es für den Major richtig interessant werden. Die Break-Out Trader werden dann vermutlich auch ihre Chance auf der Oberseite suchen. Über 1,1855 liegen viele Stops. Das wissen die Long-Trader und werden versuchen, den Kurs dahin zu ziehen. Wenn es klappt, kann sich die Aufwärtsbewegung schnell beschleunigen. Der nächste wichtige Widerstand befindet sich bei 1,1881. Wenn diese Marke bricht, wird die 1,19 „big figure“ angesteuert werden. Es ist eher unwahrscheinlich, dass der Major diese Marke noch vor dem Wochenende erobern wird. Auf der Unterseite hat EUR/USD die erste wichtige Unterstützung bei 1,1831 und dann bei 1,1803. Der Daily Pivot Point beim Euro vs USD liegt heute bei 1,1812.

Der folgende Chart zeigt Verlauf von Euro gegen US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Interessante Möglichkeiten bei Dow, Nasdaq und Euro

Redaktion

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Interessante Tradingmöglichkeiten könnten sich ergeben bei Dow Jones, Nasdaq und Euro gegen US-Dollar. Interessant dabei ist, dass die Ideen bei den US-Indizes nicht simultan laufen. Mehr dazu im folgenden Video. Wollen Sie meine täglichen Analysen im „Trade des Tages“ erhalten? Dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei! Melden Sie sich dafür einfach hier an.

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Türkische Lira fällt spürbar auf neues Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt heute auf ein neues Rekordtief gegen den US-Dollar gefallen, nachdem sie erst Anfang der Woche weitere Schwäche zeigte aufgrund eines Downgrades einer Ratingagentur. Für einen US-Dollar musste man gestern noch 7,49 Lira bezahlen, heute sind es 7,55 Lira. Auch gegen den Euro erreicht die Lira aktuell ein neues Rekordtief bei einem EURTRY-Wechselkurs von 8,92 (gestern noch 8,89).

Dollar-Stärke drückt gegen türkische Lira

Der heutige weitere Fall für die türkische Lira begann um 7 Uhr früh. In Verbindung bringen kann man dies mit der Verkündung der US-Notenbank Federal Reserve von gestern Abend 20 Uhr. Die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell zeigen, dass die US-Konjunktur besser laufen soll als bislang angenommen. Und die Fed hat keine Andeutungen für neue eigene Stützungsprogramme für die US-Konjunktur geliefert. Diese Infos gaben dem US-Dollar über Nacht Auftrieb. Und wo der US-Dollar ansteigt, da verliert in der Regel alles, was gegen den US-Dollar gehandelt wird.

Und für die türkische Lira bedeutete das seit heute früh einen weiteren Abwertungsschub, der sich auch heute Nachmittag fortsetzt mit einem USDTRY-Anstieg auf 7,56. Zwar hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des Dollar gegen andere Hauptwährungen) heute wieder einen Teil seiner Gewinne abgegeben. Aber gegenüber der türkischen Lira legt er auch jetzt weiter zu. Dies kann man als Indiz ansehen, dass aus markttechnischer Sicht womöglich etwas passiert ist. Wurden zahlreiche Stop-Buy-Orders in USDTRY ausgelöst, welche den Dollar gegen die Lira aktuell weiter stärken? Gut möglich. Jedenfalls gab es tagelang eine Seitwärtsphase in dem Währungspaar knapp unter der Marke von 7,50. Von daher ist es gut denkbar, dass sich viele Trader Einstiegsmarken über 7,50 ausgesucht haben, die heute ausgelöst wurden, und nun für weiteren Abwertungsdruck für die türkische Lira sorgen.

Chart zeigt US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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