Folgen Sie uns

Devisen

Türkische Lira zeigt derzeit eine wirkliche Schwäche!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt derzeit eine wirklich eigenständige Schwäche! Oft ist es ja der Fall, dass eine Währung abwertet, weil eine andere Hauptwährung gerade aus anderen Gründen stark aufwertet. Aber in diesem Fall ist dem nicht so. Der alles überschattende US-Dollar ist seit gestern ganz klar am Fallen. Das sieht man am US Dollar Index (Währungskorb gegen große Währungen wie Pfund, Euro und Yen). Der Index fällt seit gestern von 97,25 auf aktuell 96,68 Indexpunkte. Wir haben den fallenden Index im folgenden Chart in blau eingezeichnet.

Türkische Lira mit Eigenleben ganz ohne US-Dollar

Bei einem so schwächelnden US-Dollar müsste die türkische Lira doch eher aufwerten? Eigentlich schon. Aber wie man im Chart erkennen kann: Der US-Dollar (grün-rote Linie) steigt gegen die Lira an. Seit dem 16. Dezember läuft dieser Chart, und seitdem ist Dollar vs Lira von 5,80 auf fast 5,96 angestiegen. Am fallenden Dollar-Index erkennt man ganz klar, dass dieser USDTRY-Kursverlauf nicht an einem festen Dollar liegen kann, sondern dass die Lira ein schwächelndes Eigenleben führt. Die letzten Tage berichteten wir bereits über verschiedene Gründe für die schwache Lira.

Und heute ganz aktuell gibt es für die weiter abwertende Lira einen guten Grund. Laut heutigen Berichten erwarten Marktteilnehmer, dass die Inflation in der Türkei im Monat Dezember weiter ansteigen wird. Im Jahresvergleich liegt die Teuerungsrate im November bei 10,56% nach 8,55% im Oktober! Für Dezember sollen es wohl mehr als 11% sein. Das schwächt natürlich die türkische Lira. Zumal Präsident Erdogan diverse Male die letzten Wochen und Monate sagte, dass die Zinsen in der Türkei weiter zu sinken hätten. Kaum vorstellbar, dass die Zentralbanker sich ihm widersetzen? Steigende Inflation, dazu weiter sinkende Zinsen. Und die türkische Lira wertet weiter ab. Ein perfekter Mix für die Lira-Shorties am Devisenmarkt?

USD vs Türkische Lira vs Dollar Index

Im folgenden Bild sehen wir das größere Bild von US-Dollar vs Türkische Lira (Verlauf seit 12 Monaten). Der Trend ist weiter ansteigend, also eine Abwertung für die Lira. Anfang Januar vermeldet die türkische Statistikbehörde die Inflationsdaten für Dezember. Folgt dann der nächste Abwertungsschub für die Lira, wenn die Inflation für die Türkei bei 11% oder höher vermeldet wird, und Präsident Erdogan auch weiterhin nur von Zinssenkungen spricht?

US-Dollar vs Türkische Lira seit einem Jahr

10 Kommentare

10 Comments

  1. Avatar

    Yazid Fosil

    27. Dezember 2019 19:42 at 19:42

    Solange ein Wahnsinniger wie Erdogan seine privaten und persönlichen Machtfantasien ausspielt, neue Suez- oder Panama-Kanäle (der Name wäre sicher sehr originell etwas wie Erdogankanal oder Osmanenrinne) ) quer durch Istanbul graben möchte und eine eigene völlig widersinnige Notenbankpolitik betreibt, jubeln ihm vielleicht noch die devisensaugenden Türken im demokratischen Ausland zu. Märkte und Einheimische müssen dagegen viel mehr Realismus an den Tag legen. Erdo-Khan macht Krieg in Syrien, Erdo-Khan mischt in Libyen mit. Erdo-Khan bedroht die EU mit Vertragsbruch, Erdo-Khan provoziert Russland und die USA.

    Ein fleißiges, offenes, gastfreundliches und geostrategisch sehr wichtiges Land begibt sich freiwillig in die Hände eines Demagogen? Glaube ich nicht, nur dort, wo Armut herrscht, glaubt man dem Volksverhetzer, wie überall, wo Armut und Ungerechtigkeit herrscht.

    • Avatar

      md

      28. Dezember 2019 00:26 at 00:26

      https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=2401435936840731&id=1510114562639544
      @yazid fosil, schau dir dieses video an.
      du beantwortest deine vorurteile gegen die türkei ( warum wird alles auf erdogan reduziert ) selbst.
      zb. gesostrategisch haben wir eine sehr hohe verantwortung gegenüber unseren nachbarländern und deren einwohner. das ist politik.
      ob der kanal gebaut werden müsste oder nicht ist der frage wert. es bringt den bosporus mit den städten und menschen in sicherheit.
      lange rede kurzer sinn, du hast nicht viel ahnung, sonst hättest du diesen unsinn nicht geschrieben. aber einmal gebe ich dir recht.
      unzwar:
      Märkte (und Einheimische) müssen dagegen viel mehr Realismus an den Tag legen.
      das ist ne globale feststellung oder, falls du diesen satz nur für den erdo khan ausgepackt hast, bist du blind.

      vg md

  2. Avatar

    Kemal B

    28. Dezember 2019 09:27 at 09:27

    Momentan zahlt ein tanker dreissig dolar für die überfahrt durch Bosporus. Gefahr null verdienst. Weisst du was heul weiter. Alle wirklich alle lieben emErdoģan in der Türkei. Und den nichtsnützigen linken pack,könnt ihr gerne zu euch nach europa einladen. Passt gut zusammen. Merkt ihr idioten eigentlich gar nicht je mehr ihr eure fremdenhass an uns auskotzt,desto mehr lieben wie unseren Erdoģan. Und nochwas du Nase. Am montag stellt die Türkei sein Auto vor. Und das alles inerhalb von etwa zehn jahren. Mensch ihr lauft schon grün an. Aber es passt zu euch wirklich es passt zu euch. Euch ist natürlich auch viel lieber,wen die tanker durch den Bosporus fahren. Gefahr und praktisch null verdienst. Dreissig dolar bekommt die Türkei für die Überfahrt. Und jetzt informiere dich mal du schlaumeier wieviel man in Panama,Griechenland,Ägypten verlangt. Ech heult woanders. Bei uns verursacht ihr einfach nur übelkeit.

    • Avatar

      Yazid Fosil

      28. Dezember 2019 13:35 at 13:35

      He Zwerg Nase, nur weil jemand Erdoğan nicht mag, ist er noch längst nicht fremdenfeindlich. Wer Frau Merkel oder Cem Özdemir nicht mag, ist auch nicht automatisch deutschlandfeindlich, oder?

      Am 24. Juni 2018 wurde Erdoğan erneut zum Staatsoberhaupt gewählt. Mit den um eineinhalb Jahre vorgezogenen Wahlen überrumpelte er das gegnerische Lager. Der Wahltag wurde von Gewaltakten sowie einer Vielzahl von Meldungen über Unregelmässigkeiten, Schikanen und Einschüchterungen überschattet. Ein AKP-Wahlhelfer ist in Ankara ertappt worden, wie er abgegebene Stimmzettel entsorgen wollte. In Erzurum wurde bei einer Auseinandersetzung während der Wahl der Bezirksvorsitzende der Iyi-Partei erschossen.

      52,55 Prozent der Wähler gaben Erdoğan ihre Stimme, denn alle lieben sie ihn, naja, fast alle. Die restlichen 47,5% nichtsnutziges linkes Pack könnt ihr gerne haben. Z. B. die Terroristen und Volksverhetzer von der Presse. Erdoğan will, daran kann es keinen Zweifel geben, die freie Presse in der Türkei vollständig mundtot machen. Gegen mindestens 300 türkische Journalisten ist innerhalb der ersten 6 Monate nach der Wahl ein Haftbefehl erlassen worden. Erdogan selbst sagte, sie seien «Terroristen». Über 700 Presseausweise wurden laut «Reporter ohne Grenzen» annulliert, vielen Journalisten aus dem Ausland wird die Einreise verwehrt. Die Pressefreiheit in der Türkei – es steht nicht schlecht um sie, nein, nein: Es gibt sie nicht mehr.

      Wer genau wählt denn eigentlich einen Despoten und Diktator? Für die Unterschicht ist Erdoğan ein Vorbild, weil er es aus der Unterschicht ganz nach oben geschafft hat. Die Geschichte eines geprügelten Anführers, hervorragend geschrieben und vermarktet, fand ihr Echo bei den ungebildeten, armen Schichten der Gesellschaft. Für die Massen, die nach einem schützenden Hafen suchten, war Erdoğan als autoritäres „Oberhaupt“ eine Wohltat. In gebildeten urbanen Kreisen schwand die Unterstützung für die AKP beim letzten Volksentscheid, in bildungsfernen Schichten mit Hauptschulbildung dagegen lagen die Ja-Stimmen für Erdoğan bei 70 Prozent. Bei Wählern mit Hochschulabschluss fiel die Zustimmung auf 36 Prozent.

      Doch vorerst einmal haben viele Normalbürger trotz vollmundiger Versprechen mit großen Problemen zu kämpfen. Die Preise für Strom und Gas sind mehrmals kräftig angehoben worden, die Arbeitslosigkeit liegt bei 14 Prozent, die Jugendarbeitslosigkeit ist sogar doppelt so hoch. Mehrere kollektive Selbstmorde aus wirtschaftlicher Not haben die Öffentlichkeit aufgeschreckt.
      Mit allein 450 Milliarden Dollar Auslandsschulden wird das Devisenproblem zusätzlich befeuert. In normalen Zeiten ist das kein Problem – verfällt der Außenwert einer Währung aber so dramatisch wie zur Zeit in der Türkei, können Schuldendienst und Zinslast unvermittelt zu einer existenziellen Bedrohung für die Unternehmen und die Wirtschaft eines Landes werden. Doch den Internationalen Währungsfonds IWF will Erdoğan in seinem Land nicht sehen.

      • Avatar

        Lausi

        28. Dezember 2019 21:57 at 21:57

        Eine nicht zu tragende Auslandsverschuldung war schon oft der Grund für eine Hyperinflation des entsprechenden Landes. Alternativ hätte Erdogan noch die Wahl zwischen IWF-Kredit oder Staatsbankrott. Fazit: Es brodelt wahrlich in vielen Ländern dieser Welt. Vielleicht hat ja eines dieser Länder das Zeug dafür einen schwarzen Schwan aufsteigen zu lassen, oder anders ausgedrückt: Nachtigall, ick hör‘ dir trapsen ;-)

  3. Avatar

    Aydin

    28. Dezember 2019 11:55 at 11:55

    Wer st hier denn wahnsinnig bitte?Zinssenkung, würde die TR Währung zerstören. Zweimal in Folge stärker gesenkt als erwartet nichts ist geschehen. Wer hätte sich vor bis zu einem Jahr negativ Zinsen in Europa vorstellen können? Das Lebensversicherer reihenweise pleite gehen?
    Die Türken sind im Zinswahnsinn fast erstickt 1,50 – 2% Zinsen pro Monat sprich bis zu 18%-24% im Jahr waren standard. Europa sagt, weiter Zinsen anheben, wieso damit die Inflation fällt, wie bitte, was für ein Unfug. Jetzt bitte folgendes Beispiel verinnerlichen. Fırma A möchte investieren. Dazu benötigt es einen Kredit. Produkt A hat folgende Kosten.
    100.000 Euro kredit
    20% Zinsen= 120.000 Euro Selbstkosten + 20%Gewinn= 144.000 Euro. Das heisst jeder Prozent Zins verteuert die Produkte und heizt somit die Inflation=Teuerung von Produkten an.
    Wären die Zinsen nur 10% gewesen.
    100.000 Euro
    +10%=110.000Euro
    +20%Gewinn=133.000.
    Die Firmen müssen vor dem Verkauf eines Produktes die Zinsen in Ihrer Kalkulation mit einberechnen. Natürlich ist es für Europa toll, wenn der angäblich Dumme am Bosporus die Zinsen ständig steigert. Investieren alle in die Türkei, gibt ja super Zinsen, was es wo anders nicht gibt.
    Erdoğan ist klar doof, wieso? Er ließ eine eigene Drohne entwickeln, ein eigenes Elektroauto wird gebaut. Maaan ErdoWahn, sei still mache weiter wie bisher… Kaufe alles teuer oder billig ein, nachher wenn Du eine 50 Cent Schraube brauchst kostet diese 5 Euro. Kaufe Kampfflugzeuge und Raketen von Westen ein, damit man Sie bei Bedarf deaktivieren kann. Wie kommt er denn darauf S400 von den Russen zu kaufen, weil er die Zusage bekommen hat, das er die S500 mit entwickeln kann. Der Veärgerte Ami wollte zwar verkaufen aber das Knowhow für sich behalten… Wer ist nun Wahnsinnig und Vertragsbrüchig? Europa, das nicht für die Flüchtlinge bezahlt, wieviel bitte 3-5Milliarden.Leute Rechnet mal… 3,5mio Syrer. Vergessen wir, Schule, Unterbringung, Kleidung und Gesundheit rechnen wir nur sooo… Ein Syrer, ist nur dreimal am Tag drei Brezeln für drei Euro. 3,5 mio x 3 = 10,5mio Euro pro Tag. Das mal 365 Tage macht genau 3,65 Milliarden im Jahr. Seit wieviel Jahren sind diese Syrer in der Türkei? Wie lange dauert nun der Krieg in Syrien? Wie groß ist Europa ca 500mio, wie groß ist die Türkei ca, 75mio. Schämen sollten sich nun alle… Erdoğan macht alles richtig, nur ist diese Welt verlogen. Die Moderne Sklaverei ist voll im Gange nichts hat sich geändert. Früher wurden nur einige Personen verschifft und versklavt heute macht man sich diese Mühe nicht… Man versklavt ganze Länder direkt vor Ort… Die Türkei spielt dieses Spiel nicht mehr mit…. NICHT in der Nato, NICHT in der Eu und auch NICHT in der UNO uno, das ist der Verein wo der Räuber der Kirche, als Wächter eingesetzt wird. Sitzt in Amerika, größter Geldgeber ist Amerika somit bestimmt auch Amerika oder die G5 im eigenen Interesse… Erdowahn sagt, die Welt besteht nicht nur aus den großen 5 Veto Mächten die Welt ist mehr… Also, ich wäre auch sauer auf Ihn, wenn ich einer der G5 wäre… Sei doch still Du Wiedersacher, läuft doch alles super seit Jahrzenten… Überall wo es Erdöl, Gold, Diamanten gibt, gibt es Krieg… Die sind ja alle doof. Statt von den Bodenschätzen zu Leben spielen Sie lieber Krieg? … Nein, Die werden Krieg spielen und aufeinander schiessen gelassen…Solange das geht, kann man in aller Ruhe die Schätze klauen… Droht der Frieden, geht man zum Schwächerem Kriegspartner und verspricht verkauft man Ihm eine super Waffe, so endet der Krieg nie… Zahlen müssen die auch nicht….Lasst uns als Zahlung einfach weiter schürfen, Bohren Fördern… So läuft das ganze Leute… Aber dieser Artikel, wird niemals veröffentlicht… Schließlich, muss man mit dem Strom des Westens mitschwimmen um immer mehr von der Quelle der Realität zur Lüge des Meeres rausgeschwemmt zu werden. Der Kollege mit dem Preisvergleich Panama, Sues Bosporus ist Clever… Er hats kurz und Prägnannt geschildert. Ein Buss der eine der Brücken über dem Bosporus fährt, zahlt übrigens viel mehr als ein Tanker

  4. Avatar

    Hadschi Halef Omar Ben Hadschi Abul Abbas Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah

    22. Januar 2020 19:46 at 19:46

    @md, @Aydin, @Kemal, @Hakan, @Eren, @Mehmet und alle neugeborenen, noch nie dagewesenen Osmanen-Trolle:

    Der regierungsnahe Sender A Haber ging so weit, ein Gerücht zu streuen, wonach irgendwo auf der Route des geplanten Kanals zehn Schiffe vergraben seien, voll mit Gold von den Kreuzrittern.

    Die Zeche zahlen wie immer die türkischen Steuerzahler. Wie auch für die 2016 fertiggestellte Yavuz-Sultan-Selim-Brücke, die dritte über den Bosporus, berappen sie laut der Tageszeitung „Cumhuriyet“ allein für das vergangene Jahr über 500 Millionen US-Dollar. Grund: Die Maut-Einnahmen sind weit hinter der Summe zurückgeblieben, die Erdogan dem Betreiberkonsortium garantiert hatte.

    Der grandiose Flughafen stottert ebenfalls: Seit April haben die Piloten in fast 180 Fällen die Landung ihrer Flugzeuge auf dem neuen Flughafen abbrechen und durchstarten müssen. Zu den Gründen zählten unter anderem die schwierigen Windverhältnisse. Auch darauf hatten Kritiker des Projektes vor Baubeginn vergeblich hingewiesen. Häufiger Nebel im Herbst gehört ebenfalls zu den Problemen. Minister Turhan räumte auf Anfrage der Oppositionsabgeordneten Gamze Akkus Ilgezdi ein, besonders im Frühling und im Herbst seien lange Wartezeiten für die Passagiere, Durchstarte-Manöver und andere Unannehmlichkeiten zu erwarten.

    Die Hast beim Bau und Beschwerden von Reisenden über lange Fußwege sowie über schmutzige Toiletten, bröckelnde Fußbodenplatten und andere Schlampereien nur wenige Monate nach Eröffnung schrecken viele Passagiere ab. Gleichzeitig erfreut sich der Flughafen Sabiha Gökcen im asiatischen Teil Istanbuls steigender Beliebtheit. Das Projekt Mega-Flughafen sei gründlich danebengegangen, schrieb der Oppositionsabgeordnete Aygun auf Twitter. „Die Skandale nehmen kein Ende.“

    https://www.nzz.ch/mobilitaet/luftfahrt/flughafen-istanbul-mammut-bauwerk-der-langen-wege-ld.1503363
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/Erdogans-Kanal-Plan-wird-immer-verrueckter-article21522650.html

    • Avatar

      itutfel

      22. Januar 2020 22:17 at 22:17

      Seit wann ist der BER im Betrieb, habe ich was verpasst?

      • Avatar

        Yazid Fosil

        23. Januar 2020 12:15 at 12:15

        Geht es hier um den BER, habe ich was verpasst? Der einzige Unterschied ist, dass der eine Flughafen wegen all der Mängel und Pannen nicht eröffnet wurde, der andere trotz der Mängel und Pannen schon, zum Ruhme des größenwahnsinnigen und verantwortungslosen Diktators.

    • Avatar

      Lausi

      22. Januar 2020 23:57 at 23:57

      @Hadschi Halef usw. – ich verneige mich vor Ihrem wahrhaft respekteinflößenden Namen, der allerdings auch ein leichtes Schmunzeln provoziert! Und was das Durchstarten der Flugzeuge betrifft: Wer hat schon was gegen ein bisschen Nervenkitzel in diesen langweiligen Zeiten von heute!?

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Schweizer Franken: Warum die Aufwertung erst einmal unterbrochen ist

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Eine Franken-Münze

Der Schweizer Franken soll doch bitte nach Möglichkeit schön abwerten. So lautet jedenfalls seit Jahren die Hoffnung und das Drängen der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Denn je höher der Franken notiert, desto teurer werden Schweizer Produkte im Ausland, und desto teurer wird der Urlaub für Ausländer in der Schweiz. Beides ist natürlich Gift für die schweizerische Volkswirtschaft. Und so versucht die SNB seit Jahren mit gigantischen Summen an selbst gedruckten Schweizer Franken etwas zu tun. Sie verkauft diese Franken und kauft dafür vor allem den Euro, aber auch den US-Dollar.

So will die SNB die Aufwertung des Schweizer Franken verhindern. Aber der Devisenmarkt war mit Blick auf die letzten Jahre stärker als die SNB, und der Franken blieb zu stark. So druckte die SNB immer weiter. Dann kam die Coronakrise. Und die Welt suchte unter anderem ihr Heil in der Flucht in die schweizerische Währung, die als einer der letzten sicheren Fluchthäfen gilt. Laut jüngsten Meldungen hat die SNB geäußert, dass sie alleine im ersten Halbjahr 2020 eine Summe von 90 Milliarden Schweizer Franken einsetzte um die Aufwertung zu bremsen.

Schweizer Franken als Spielball der Coronakrise

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken in den letzten zwölf Monaten. Man sieht bis Mai den fallenden Euro (von 1,08 bis 1,05), also eine klare Franken-Aufwertung. Dies zeigte in der schlimmsten Corona-Krisenzeit den Drang der Märkte in Richtung Schweiz. In den Monaten danach folgte der Rückgang der Corona-Infektionszahlen, und der Euro konnte sich wieder erholen – der Franken wertete wieder ab auf Niveaus um die 1,08. Aber im Oktober sieht man im Chart den Rückgang im EURCHF, korrespondierend mit dem Aufkommen der zweiten Corona-Welle.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende 2019

Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit dem 27. Oktober. Nicht zu übersehen ist der EURCHF-Anstieg am 9. November von 1,07 auf 1,0820. An diesem Tag gab es die erste richtige Corona-Impfstoff-Meldung von Biontech und Pfizer. Die Aktienmärkte und der Ölpreis stiegen kräftig, in Hoffnung auf eine deutlich schnellere Konjunkturerholung. Der Goldpreis (sicherer Hafen) fiel drastisch um mehr als 100 Dollar, und auch der Schweizer Franken als sicherer Hafen in Krisenzeiten reagierte genau an diesem Tag mit einer Abwertung. Sie hält (wie der Chart zeigt) bis heute an. Fürs Erste scheinen die seit drei Wochen anhaltenden guten Impfstoff-Meldungen sowie die nun doch geregelte Amtsübergabe zwischen Donald Trump und Joe Biden die Anleger weltweit dazu zu bringen, mehr Risiko eingehen zu wollen (Risk On-Szenario). Das schwächt erst einmal die Save-Haven-Assets wie Gold und Schweizer Franken. Die SNB dürfte fürs Erste ein wenig aufatmen.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro vs Schweizer Franken seit Ende Oktober

Nie den Drang hin zum Fränkli unterschätzen

Das größere Bild zeigt, dass der Schweizer Franken seit dem Jahr 2018 in einem klaren Aufwertungstrend liegt (EURCHF damals noch bei 1,20). Dieser Trend wurde erst ab Juni diesen Jahres gebremst. Es kann jetzt zu einer weiteren Franken-Abwertung kommen im Zuge der Impfstoff-Verteilung in den nächsten Monaten. Aber den globalen Drang hin zum Fränkli, den sollte man langfristig im großen Bild gesehen nicht unterschätzen.

weiterlesen

Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt 30 Dollar nach guten US-Daten

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis fällt in den letzten Minuten von 1.867 auf 1.837 Dollar. Gleichzeitig springt der US-Dollar nach oben. Der Dollar-Index (Währungskorb) steigt von 92,10 auf 95,49 Indexpunkte. Der Grund dahinter ist zu finden in den vorhin veröffentlichten Einkaufsmanager-Daten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet (hier die Details). Die veröffentlichten Preise zeigen einen Rekordanstieg – dadurch, so die Logik, entsteht Inflations-Druck, was wiederum die US-Notenbank perspektivisch zu Zinsanhebungen zwingen könnte!

Im Chart sehen wir den Goldpreis-Verlauf seit Freitag in rot-grün gegen den US-Dollar in blau. Die negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar ist mehr als eindeutig. Beim Klick an dieser Stelle finden Sie unsere Bericherstattung von heute Mittag über Gold, und welche Faktoren bis 15:45 Uhr den Goldpreis bewegt hatten.

Chart zeigt Verlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

weiterlesen

Devisen

Türkische Lira verliert spürbar – warum das kein gutes Zeichen ist

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Türkei Flagge

Die türkische Lira verliert heute spürbar gegenüber US-Dollar und Euro. US-Dollar vs Lira steigt gegenüber Freitag Abend von 7,62 auf 7,78. Euro vs Lira steigt von 9,02 auf 9,24. Das entscheidende bei diesen Kursbewegungen ist: Die Kursgewinne für die türkische Lira, die seit letztem Donnerstag entstanden, sind jetzt wieder verpufft. Denn wir erinnern uns: Am letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank den Leitzins um gigantische 4,75 Prozentpunkte auf 15 Prozent angehoben, um endlich die Inflation in der Türkei einzudämmen. Gut, genau diese Höhe der Zinsanhebung war erwartet worden – aber sie war durch die steigende türkische Lira in den beiden Wochen vorher schon gut eingepreist worden. Dennoch dürfte es aktuell für die Lira-Bullen am Devisenmarkt deprimierend sein, dass diese drastische Zinsanhebung nicht in einer schnell weiter aufwertenden Lira mündet.

Im folgenden Chart sehen wir den Kursverlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen. Die aktuelle Lira-Abwertung ist derzeit auch deswegen so auffällig, weil gerade heute der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) im Chartverlauf ganz klar verliert, und ein Tief aus den letzten Tagen nach unten durchbrochen hat. Also: Der US-Dollar ist heute ganz eindeutig der Verlierer, kann aber gegen die türkische Lira klar gewinnen. Daran sieht man, dass es sich wohl um eine eigenständige Schwäche der Lira handelt!

Türkische Lira immer noch unter Druck durch physische Verkäufe im Inland?

Das andere schlechte Zeichen für die türkische Währung ist, dass türkische Bürger und Unternehmen die Lira-Stärke der letzten Tage offenbar dafür nutzen um ihre Bestände in US-Dollar und Euro weiter aufzubauen, wofür natürlich die türkische Lira verkauft werden muss. Denn nur mit Markttechnik und Gewinnmitnahmen aus den letzten Tagen ist diese aktuelle Lira-Abwertung nur schwerlich zu erklären. Laut aktuellen Berichten bestehen jetzt 57 Prozent aller Bankguthaben in der Türkei aus Fremdwährungen – im Juli seien es noch 50 Prozent gewesen. Und die türkischen Sparer würden immer noch relativ geringe Zinserträge in Lira erhalten in Relation zur hohen Inflation.

Das würde natürlich erklären, dass man die Flucht in Fremdwährungen weiter bevorzugt. Die Umsätze in der Lira am internationalen Devisenmarkt waren heute Vormittag eher dünn. Von daher liegt die Vermutung nahe, dass Bürger und Unternehmen in der Türkei eben diese Lira-Stärke seit letztem Donnerstag nutzten um auch heute am Montag türkische Lira gegen US-Dollar und Euro zu tauschen. Ist kaum großes Volumen am internationalen Devisenmarkt in der Lira vorhanden, kann so ein physischer Kaufdrang den Kurs spürbar beeinflussen. Es ist gut möglich, dass die Lira deswegen heute diese Abwertung vollzieht.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar vs Türkische Lira in den letzten 30 Tagen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage