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Türkische Lira: Nicht nur die Zinsen machen Short-Positionen teuer

Hannes Zipfel

Veröffentlicht

am

Türkei Flagge

Wie stark der US-Präsident mittlerweile geschwächt ist, sieht man an der Machtlosigkeit gegenüber den Militäraktionen des Nato-Partners Türkei. Die neue militärische und wirtschaftliche Allianz zwischen Recep Tayyip Erdoğan und Wladimir Wladimirowitsch Putin scheint sich für beide Seiten auszuzahlen. Für die türkische Lira zeichnet sich eine Aufwertung gegenüber der Weltleitwährung ab – auch wegen der relativ hohen Zinsen.

Türkische Lira – Stärkesignale vom Bosporus

Militärstrategisch macht die Allianz zwischen Russland und der Republik Türkei absolut Sinn. Über den Bosporus erhält Putins Marine Zugang zu den Weltmeeren. Nachdem das größte Land der Welt einen so hohen Preis für die Annektierung der Krim, eine der bedeutendsten Marine-Stützpunkte der Russen, bezahlt, wäre es fatal, wenn das Nadelöhr zwischen Schwarzem Meer und Marmarameer zur Nato-Sackgasse würde. Aus Sicht Erdoğan ist Russland der natürliche Partner für alle Belange in Syrien, wo die russische Armee ebenfalls eine Marinebasis in Tartus unterhält und den Luftraum über ganz Syrien kontrolliert. Außerdem bieten die Russen Militärtechnologie, die die Türkei von der NATO unabhängig macht und die in einigen Bereichen, wie z. B. der Luftabwehr, sogar überlegen ist. Die ökonomischen Verflechtungen wachsen ebenfalls weiter, nachdem Putin die nach dem Abschuss einer seiner Piloten über der syrischen Grenzregion verhängten Sanktionen wieder aufgehoben hat. Die größte Urlaubernation in der Türkei sind mit fast 6 Millionen Gästen pro Jahr die Russen.

Der Absturz der Lira hat der türkischen Wirtschaft generell nicht nur Nachteile beschert: Der Tourismus boomte 2018 mit einem Plus von über 25 Prozent. Der Export von Waren und Gütern legte ebenfalls deutlich zu und das BIP stieg im zweiten Quartal um 1,2 Prozent an, nachdem schon das Jahresauftaktquartal ein Plus beim Wachstum bescherte. Nach einer realen Wachstumsrate von +7,4 Prozent in 2017 und einem Einbruch um -3,5 Prozent in 2018 soll die türkische Wirtschaft in diesem Jahr wieder um 0,4 Prozent wachsen. Die Inflationsrate fiel zuletzt auf 15 Prozent gegenüber dem Niveau des Vorjahres. Das ist der niedrigste Stand seit Mai 2018. Im Sommer lag die Teuerungsrate noch bei 16,65 Prozent. Auf dem Höhepunkt der Währungskrise im vergangenen Oktober war sie auf mehr als 25 Prozent explodiert – der höchsten Wert seit 15 Jahren.

Lira bleibt trotz Zinssenkungen für Short-Spekulanten teuer

Zu der wirtschaftlichen Stabilisierung trägt neben der Verbilligung türkischer Güter und Dienstleistungen der zuletzt wieder deutlich gesunkene Leitzins bei. Die Türkiye Cumhuriyet Merkez Bankası (TCMB) hat den Schlüsselzins in diesem Jahr in zwei großen Schritten von 24 auf 16,5 Prozent gesenkt.

Dennoch müssen Spekulanten, die üblicherweise mit kreditgehebelten Positionen, gegen die Türkische Lira gewettet haben, hohe Kosten tragen. In der Regel werden bis zu 95 Prozent Fremdkapital eingesetzt, um sich Lira zu leihen und im Gegenzug Dollars zu kaufen. Wer dies tut, muss für diese TRY/USD-Short-Position aktuell ca. 13 Prozent Zinsen pro Jahr zahlen. Wohingegen eine Position pro Lira vs. Dollar mit ca. 9,6 Prozent positiv verzinst wird. Daher besteht die Möglichkeit, dass im Zuge der wirtschaftlichen Stabilisierung des Landes sowie der militärischen Erfolge Erdoğans die Lira ein gutes Stück aufwerten kann. Gründe zu fallen, gab es in den letzten Monaten und Jahren genug, doch der Markt scheint mit dem Abverkauf erst einmal fertig zu sein. Gewinnmitnahmen respektive eine Short Squeeze könnten für die nächsten Monate das Wechselkursverhältnis zugunsten der Lira bestimmen.

Türkische Lira Chart

Alle gegen den US-Dollar

Nicht nur für den US-Präsidenten Donald Trump sondern auch für die US-Währung kommt es gerade knüppeldick. Sogar Weichwährungen wie die Türkische Lira zeigen relative Stärke gegenüber dem Greenback. Generell beginnt nun eine Phase der erneuten Dollar-Schwäche. Die temporäre Stärke basierte primär auf nicht nachhaltigem und extrem schuldenfinanziertem Wirtschaftsdoping sowie der Illusion einer verkraftbaren Zinsnormalisierung. Die erst am Anfang stehende Dollar-Schwäche spiegelt zum einen den wirtschaftlichen Niedergang der USA wider und zum anderen die selbstverursachte politische Isolation. Wer so mit Partnern umgeht, wie die USA, der braucht keine Feinde mehr. Natürlich ist es legitim, dass die USA die Rolle als Weltpolizist ablegen möchten, aber das schafft natürlicherweise ein Machtvakuum, in dem sich nun u. a. die Russen und die Türkei breit machen. Auch der Devisenmarkt denkt machtpolitisch und preist derartige Entwicklungen mit ein. Eine Währung ist schließlich wie die Aktie eines Staates.

Fazit

Man mag über Recep Tayyip und seine Politik gegenüber den Kurden geteilter Meinung sein. Seine innenpolitische Schwäche und die Flüchtlingsproblematik waren nur zwei Gründe für das militärische Vorgehen in Syrien. Fakt ist aber, dass er sich mit seiner Politik aktuell durchsetzen kann und der Westen nicht mehr in der Lage ist, ihn zu stoppen. Amerika hat sich außenpolitisch selbst kastriert und Europa hat sich durch den Flüchtlingsdeal erpressbar gemacht. Erdoğans jüngster Coup sowie generell seine Zweckpartnerschaft mit Putin stärken seine Machtposition. Die Türkische Lira honoriert diesen Erfolg für den türkischen Präsidenten mit steigenden Notierungen. Für die auf fallende Lira-Kurse setzenden Spekulanten wird es auch wegen der teuren Haltekosten zunehmend unattraktiv, an ihren Positionen festzuhalten. Es könnte daher zu einer Short-Squeeze kommen, mit kurzfristig signifikantem Potenzial für die Türkische Lira. Dies ist natürlich keine Empfehlung und auch keine politische Wertung. Die wirtschaftlichen Risiken in der Türkei, v. a. die hohe Auslandsverschuldung, sowie die Staatsnähe der türkischen Zentralbank TCMB limitieren mittelfristig das Aufwärtspotenzial der Lira.

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Euro vs US-Dollar: Korrektur oder schon die große Trendwende?

Agata Janik

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am

Das Euro-Symbol

Der Euro zum US-Dollar konnte nach dem starken Fall vom Montag auch gestern keine Erholung erfahren. Der Verkaufsdruck auf den Euro ist immer noch da. Aber nicht nur der Euro gerät gegen den USD weiter unter Druck, auch die anderen Majors, wie das britische Pfund, der australischer Dollar oder der japanische Yen verlieren gegen den Greenback kräftig an Wert. Der Dollar scheint momentan seine Renaissance zu erfahren. Die Situation beim Euro zum USD ist aktuell sehr spannend. Der Major hat es bis jetzt nicht geschafft, die wichtige psychologische Grenze bei 1,20 nachhaltig zu erreichen. Darauf folgt jetzt eine starke Korrektur, die eventuell schon die große Trendwende eingeleitet hat.

In den gestrigen Morgenstunden haben die Bullen kurzfristig versucht, den Kurs nach oben zu treiben. Die Seitwärtsphase im kurzfristigen Zeitfenster, sollte somit nach oben durchbrochen werden. Der Widerstand bei 1,1767 hat sich jedoch als zu stark erwiesen. Es war ganz schnell zu erkennen, dass der Euro keine Kraft mehr hatte, den Break-Out nach oben zu erzielen. Im Bereich ab 1,1765 haben die Bären erneut angegriffen und es hat nicht lange gedauert bis der Major unter 1,1735 fiel. Der Euro wurde gegen den USD weiter abverkauft und die Abwärtsbewegung hat sich fortgesetzt. Gegen Mittag testete der Kurs von EUR/USD schon die 1,1700 „big figure“. Zwischenzeitlich wurde auch dieser Bereich unterschritten. Im tief notierte der Euro vs USD gestern bei 1,1690. Auf diesem Niveau konnte die Euro-Talfahrt vorerst gestoppt werden. Die kurzfristigen Daytrader haben ihre Short Positionen glattgestellt und schöne Gewinne realisiert. Danach ist EUR/USD in eine Seitwärtsphase übergegangen. Während der amerikanischen Session bewegte sich der Kurs nur noch sehr wenig, in einer engen Range von ca. 20 Pips. Im späten Handel notierte der Major bei ca. 1,1710.

Insgesamt war es gestern ein angenehmer Handelstag. Die Bewegungen waren konstant und relativ leicht zu erkennen. Wer gerne Trends handelt, hat gute Chancen gehabt, von der Short-Seite zu profitieren. Es gab Korrelationen zu den anderen Majors, also man konnte parallel auch das Cable oder den Aussie handeln. Der USD erholt sich schneller als gedacht. Das wird insbesondere für EUR/USD interessant werden. Es wird sich demnächst entscheiden, ob wir jetzt schon den großen Umkehrpunkt bei dem übergeordneten Aufwärtstrend gesehen haben.

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Der Tagesausblick für den Euro vs US-Dollar

Aktuell, am Mittwochmorgen, notiert der Euro zum USD bei ca. 1,1681. In der asiatischen Session heute Nacht, haben die Händler weiter den Euro verkauft und den USD favorisiert. Der Kurs hat die 1,1700 Marke unterschritten. Das zeigt jetzt schon, dass der Euro nach wie vor unter Druck steht. Der Dollar befindet sich weiter auf Erholungskurs. Es wird für den Euro schwer sein, einen Rebound zu erzielen. Die Bären wissen, dass sich der Kurs gerade in einer heißen Phase befindet und sie werden alles versuchen, um den großen Aufwärtstrend zu beenden. Wenn es ihnen gelingt, kann es für den Euro düster aussehen. Die langfristigen Trader werden ihre Long-Positionen schließen um die Gewinne abzusichern. Das wird den Euro weiter schwächen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass der Major in den nächsten Tagen noch mehr an Wert verlieren wird. Wenn sich die Abwärtsbewegung beschleunigt, kann es ganz schnell noch weiter tiefer nach unten gehen. Wer also auf der Long-Seite positioniert ist und gut im Gewinn liegt, kann über die Schließung der Positionen nachdenken. Solange EUR/USD die 1,1735 Marke nach oben nicht durchbricht, bin ich für das Währungspaar short gestimmt. Die nächste signifikante Unterstützung beim Euro zum USD liegt bei 1,1642 und dann bei 1,1604.

Die Grafik zeigt den Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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Euro vs US-Dollar: Starke Korrektur – der Major verliert über 100 Pips

Agata Janik

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am

100 Euro Geldscheine

Der gestrige Handelstag verlief für den Euro zum US-Dollar überraschend spektakulär. Ich habe in meiner gestrigen Analyse davon gesprochen, dass sich beim Euro zum USD die Energie aufgestaut hat und dass die Händler langsam ungeduldig werden und auf eine Entscheidung warten. Aber dass diese Entscheidung so deutlich ausfallen wird, hätten wohl nur die Wenigsten vermutet. Vor allem haben viele mit einem Ausbruch auf der Oberseite gerechnet. Der Kurs ist in den frühen Morgenstunden noch leicht angestiegen und hat versucht, den Widerstand bei 1,1865 zu erobern. Als dieser Widerstand aber zum wiederholten Mal gehalten hat, spürten die Bullen, dass viel mehr Dynamik benötigt wird, um diese Hürde zu nehmen. Der Euro konnte nicht genügend Kraft aufbringen und die Händler haben angefangen, den Euro gegen den US-Dollar zu verkaufen.

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Die Abwärtsbewegung war zuerst langsam. Der Kurs fiel bis 1,1845 und machte eine Pause. Plötzlich, wie aus dem Nichts, fing der Euro gegen den USD an, weiter kräftig an Wert zu verlieren. Die Unterstützung bei 1,1840 wurde durchbrochen und die Short-Bewegung hat sich beschleunigt. Im Bereich von 1,1832 lag der 420er Moving Average, der ebenfalls ohne Probleme unterschritten wurde. Darunter lagen viele Stop-Loss Marken, die der Abwärtsbewegung eine zusätzliche Dynamik verliehen haben. Gegen Mittag notierte der Euro zum USD schon unter 1,1800. Die 1,18 „big figure“ konnte die Korrektur ebenfalls nicht beenden. Kurzfristig hat der Kurs eine leichte Gegenreaktion auf der Oberseite erfahren, doch dann ab 1,1805 haben die Bären erneut die Short-Seite angegriffen. Die zweite Abwärtswelle hat begonnen und ab dann gab es für den Euro keinen Halt mehr. Am Nachmittag, während der amerikanischen Session, wurde der Euro zum USD weiter abverkauft und der Kurs rutschte unter die Marke von 1,1750. Das war schon eine große Überraschung. Im Tief notierte der Major gestern bei 1,1733. Diese Unterstützung hat dann gehalten. Die Short-Trader haben ihre Gewinne realisiert und der Euro konnte eine leichte Erholung erfahren. In den Abendstunden notierte EUR/USD bei ca. 1,1765.

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Gründe für den heftigen Euro-Sturz

Viele Trader fragten sich gestern, warum der Euro vs USD so abgestraft wurde. Es gibt natürlich, wie immer, viele unterschiedliche Meinungen der Händler und Analysten. Ich glaube es war eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, die den Euro zum USD so geschwächt haben. Zum einen war das der DAX, der gestern ebenfalls stark gefallen war (über 4,0%). Auch das Gold hat eine starke Korrektur erfahren, die den USD insgesamt wieder gestärkt hat. Wenn das Gold fällt, steigt meistens der USD. Zusätzlich befand sich EUR/USD sowieso kurz vor der nächsten Entscheidung und ein Ausbruch war zu erwarten. Der Widerstand bei 1,1865 hat gehalten, also haben die Händler angefangen, sich short zu positionieren. Alle diese Impulse haben die Abwärtsbewegung bei EUR/USD ausgelöst und beschleunigt. Solche Tage gibt es immer wieder am Devisenmarkt. Es ist deswegen sehr wichtig, dass man immer diszipliniert handelt und ein striktes Money-Management besitzt. Wer gestern die Long-Seite gewählt hat und ohne Stops arbeitete, hatte nicht viel zum Lachen gehabt. Es sind gestern mit Sicherheit, wie immer an solchen Tagen, viele Handelskonten an die Wand gefahren worden und manche Trader werden noch etwas Zeit brauchen, um ihre Wunden zu lecken.
Trading ist spannend und macht viel Spaß, man darf den Markt aber niemals unterschätzen. Nur dann kann man dauerhaft mit Freude und Enthusiasmus diese Tätigkeit ausüben.

Chart zeigt Kursverlauf des Euro gegen den US-Dollar

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Aktuell: Türkische Lira Opfer des US-Dollar – Donnerstag wird ein wichtiger Tag!

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira wertet immer weiter ab. Schon die letzten Tage legte sie ein neues Rekordtief nach dem anderen hin. So auch heute. So wie es aussieht, wird es für die Lira das siebte Tagestief in Folge!

US-Dollar drückt kräftig gegen die türkische Lira

Während letzte Woche eine Abstufung von Moody´s für die Türkei schon übel auf die Stimmung drückte, läuft heute am globalen Kapitalmarkt ein Risk Off Trade (siehe aktuelle Entwicklungen hier). In unsicheren Zeiten (Corona-Restriktionen weltweit nehmen zu) flieht heute gefühlt der ganze Planet in den US-Dollar, und der steigt kräftig an, egal ob gegen Euro, Pfund oder Franken. Und da ist die türkische Lira als anfällige Schwellenländerwährung natürlich mit dabei, in Form eines neuen Allzeittiefs gegen den US-Dollar.

Für 1 US-Dollar muss man aktuell 7,61 türkische Lira aufbringen. Letzten Freitag waren es noch 7,55 Lira. Eine Woche davor waren es noch 7,45, und Mitte August noch 7,25. Die Lira-Abwertung geht immer weiter. Sie wird aktuell neben der Dollar-Stärke noch angeheizt durch die zunehmende Nervosität in Sachen Leitzins. Denn die türkische Zentralbank entscheidet diese Woche Donnerstag (wahrscheinlich 13 Uhr deutscher Zeit) über den Leitzins. Es wird erwartet, dass er unverändert bleibt. Dies wäre einmal mehr eine Verschärfung des Problems, dass die Inflation in der Türkei deutlich höher liegt als der Leitzins. Kein schönes Umfeld für ausländisches Geld, das angelegt werden möchte!

Zu niedriger Leitzins

Man darf davon ausgehen, dass die Zentralbank in Ankara weiterhin agiert, wie Präsident Erdogan es wünscht. Nämlich die Zinsen möglichst immer weiter senken oder zumindest nicht erhöhen (aktuell 8,25 Prozent), um die türkische Wirtschaft mit möglichst günstigen Krediten versorgen zu können. Unter den zu niedrigen Leitzinsen leidet die türkische Lira, sowie unter dem stärkeren US-Dollar!. Und nicht vergessen, Augen auf für Donnerstag Mittag, wenn die Zentralbank in Ankara entscheidet. Derzeit scheint die Lira sich immer weiter von Rekordtief zu Rekordtief zu bewegen.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira
Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen Türkische Lira in den letzten 12 Monaten.

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