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Twitter-Story überzeugt – Aktie nachbörslich 9% im Plus

Von Claudio Kummerfeld

Die Aktie des Kurznachrichtendienstes Twitter hat gestern nachbörslich deutlich positiv auf die Wachstumsstory reagiert, die das Management präsentiert hat. Die Aktie schloss gestern Abend bei 41,26 Dollar. Nach Verkündung der Zahlen stieg die Aktie nachbörslich um weitere 9% auf fast 45 Dollar. In diesem Bereich wird sie wahrscheinlich heute auch in den Handel gehen.

Quartalszahlen

Obwohl erneut ein Velrust verkündet wurde (125 Mio Dollar in Q4), und obwohl die Nutzerzahl im Q4 nur um 4 Mio anstieg, konnte man ansonsten die Investoren überzeugen. Der Umsatz im Q4 2014 lag bei 479 Mio Dollar, was einer Steigerung von 97 % gegenüber dem Q4 2013 entspricht. Daran ist zu erkennen, dass die Werbemaschinerie bei Twitter letztes Jahr kräftig angesprungen ist. Noch wichtiger ist die Strategie, wie man den Traffic und die Userzahlen erhöhen will. Die alte Partnerschaft mit Google wird wieder erneuert, so dass Google Nutzer auch Twitter Tweets bei Google in Echtzeit einsehen können. Zudem werden die Promoted Tweets, die bei Twitter unter die normalen Tweets gemischt werden, auch bei externen Anbietern sichtbar gemacht. Bereits im November wurden für die eigenen Nutzer Funktionsverbesserungen verkündet, z.B. bei den privaten Nachrichten.

Die Zukunft

Entscheidend dürfte das starke Wachstum des Umsatzes von Ende 2013 auf Ende 2014 sein, dass die Anleger beeindruckt hat. Noch schreibt Twitter Verluste, aber bei weiter so stark steigenden Werbeumsätzen könnte sich das in 2015 ändern. Immer noch sind wir der Meinung, dass es möglich ist, dass Google Twitter komplett übernehmen könnte – eine reine Spekulation zum jetzigen Zeitpunkt, die aber jederzeit Realität werden kann. Google sitzt ja schließlich auf einem gigantischen Cash-Berg und hat mit Google Plus noch keine Bäume ausgerissen. Andere soziale Netzwerke und Messaging-Dienste wurden bereits von der Konkurrenz weggekauft. Behält man das Cash, und sagen wir mal Facebook würde Twitter kaufen – dann würden die Google-Aktionäre langsam anfangen sich zu wundern, wofür das ganze Cash überhaupt vorgehalten wird. Wie auch immer, die Twitter-Story bleibt auch weiterhin spannend.



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2 Kommentare

  1. Herr Fugmann, Sie sind einfach Spitze, da können die Anderen alle zu Hause bleiben, Gruß Hanny

    1. @Hanny, nur einmal interessehalber: Sie antworten auf einen 5 Jahre alten Kommentar von Claudio Kummerfeld, noch dazu, indem Sie Markus Fugmann adressieren?

      Es gibt bekanntermaßen Funklöcher und langsame Internetverbindungen. Aber das klingt nach Marsmission, nach Spirit und Opportunity. Dass Herr Fugmann nach wie vor Spitze ist, soll damit nicht in Abrede oder Zweifel gestellt werden, ganz im Gegenteil.

      Aber es wirkt irgendwie skurril…

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