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Anleihen

Über globale Schulden und ihre Tragfähigkeit!

Wie groß sind die Gefahren durch Schulden?

Redaktion

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am

Ein Gastbeitrag von Thomas Müller

Kaum ein Wirtschaftsthema beschäftigt die Internetforen so sehr wie Schulden. Schulden sind demnach per se schlecht und die immer weiter steigenden Schulden führen uns bald in den Weltuntergang. So oder so ähnlich kann man es hier aber auch in zahlreichen anderen Foren nachlesen. Gerne wird dabei auch einfach mit absoluten Werten argumentiert. 21 Billionen USD US-Staatsschulden hören sich einfach viel an, das muss einfach eine Katastrophe sein. Gerne werden in der Diskussion auch die Staatsschulden gleichgesetzt mit den Gesamtschulden. Nun sollte allerdings klar sein, dass eine Volkswirtschaft nicht nur aus dem Staat besteht, sondern auch Haushalte und Unternehmen umfasst und dass eine Volkswirtschaft wie etwa die USA absolut mehr Schulden vertragen kann als etwa Griechenland sollte eigentlich ebenfalls einleuchten.

Dankenswerterweise sammelt McKinsey seit dem Jahr 2000 für 51 Länder die Verschuldungsquoten (also absolute Schulden im Verhältnis zum nominalen BIP) von Staat, Haushalten und Unternehmen (davon sind in diesem Artikel von 48 Staaten die Zahlen erfasst: Luxemburg, Singapur und Hongkong habe ich aufgrund der geringen Größe ausgelassen..). Eine Pauschalaussage über alle Staaten ist kaum möglich, da so unterschiedliche Länder wie die USA, Thailand oder Nigeria im Sample enthalten sind. Im Durchschnitt sind die westlichen Länder mit über 270% mehr als doppelt so hoch verschuldet wie die Schwellenländer mit rund 126%, allerdings weist etwa Irland, das am höchsten verschuldete westliche Land, mit 345% eine knapp doppelt so hohe Gesamtschuldenquote auf wie Deutschland, das am geringsten verschuldete westliche Land, auf.

Innerhalb der Gruppe der Schwellenländer sind die Unterschiede noch größer. China ist mit 256% die am höchsten verschuldete Emerging Economy, Nigeria mit 29% das am geringsten verschuldete Schwellenland. Alleine diese Zahlen sollten aber ausreichen, die vermeintliche Relevanz von Schulden bzw. Schuldenquoten zu hinterfragen. Ist Nigeria besser aufgestellt, stabiler, wohlhabender oder in irgendeiner anderen Hinsicht besser als etwa China oder als Irland?

Letztlich gibt es vier wesentliche Gründe für die mangelnde Aussagekraft von Schuldenquoten. Erstens handelt es sich immer um Bruttoschulden, die ins Verhältnis zum BIP gesetzt werden. Die Vermögensseite wird also komplett ausgeklammert. Die deutschen Privathaushalte etwa stehen mit ca. 1,75 Bio. Euro in der Kreide – verfügen aber zugleich über knapp 5,9 Bio. Geldvermögen und zusätzlich über Immobilien und weiteres Sachvermögen. Zweitens und damit zusammenhängend sagen die Quoten nichts über die Verteilung der Schulden aus. Obwohl die deutschen Privathaushalte im Durchschnitt über ein ansehnliches Nettovermögen verfügen, sind immerhin knapp 7% der Haushalte überschuldet, d.h.der Schuldner kann seine fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen und zur Deckung seines Lebensunterhaltes stehen weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung.

In den Niederlanden hingegen sind die Privathaushalte mit 107% in etwa doppelt so hoch verschuldet wie deutsche Haushalte. Die Ursache ist aber schlicht das Steuerrecht, das es erlaubt(e), Hypothekenzinsen steuerlich abzusetzen, so dass Hypotheken während der Laufzeit nicht getilgt werden. Stattdessen wird monatlich in einen gesonderten Sparvertrag eingezahlt, der dann am Ende der Laufzeit zur Tilgung eingesetzt wird. Den hohen Bruttoschulden der individuellen Haushalte steht also üblicherweise auch ein hohes Vermögen gegenüber. Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl trotz hoher Bruttoschulden niedriger als in Deutschland.

Drittens sagen die Quoten nichts darüber aus, wo die Staaten, Unternehmen und Haushalte verschuldet sind. Der japanische Staat etwa ist mit 214% der am höchsten verschuldete Staat (also nur öffentliche Haushalte nicht Volkswirtschaft insgesamt) der Welt. Mehr als 90% der Staatsanleihen werden aber von japanischen Haushalten und Finanzinstituten gehalten, so dass die Zinsen auf diese Staatsschulden im Land verbleiben. Bei vielen Schwellenländern kommt erschwerend hinzu, dass die Auslandsschulden zumindest zum Teil nicht in eigener Währung, sondern oftmals in USD gehalten werden. Eine zunächst moderate Schuldenquote kann sich so durch eine starke Abwertung der Landeswährung schnell in eine untragbar hohe Schuldenquote verwandeln.

Und viertens sind Zinsniveau und frei verfügbares Einkommen neben der Schuldenhöhe selbst zentrale Determinanten für die Schuldentragfähigkeit. In Schwellenländern ist das Zinsniveau üblicherweise höher als in den entwickelten Volkswirtschaften, im Schnitt sicherlich mehr als doppelt so hoch, so dass die Schuldenquote auch unter sonst gleichen Bedingungen niedriger liegen muss. Die Bedingungen sind aber nicht gleich. Die Privathaushalte in ärmeren Ländern verfügen nach Abzug aller lebensnotwendigen Ausgaben nur über wenig freies Einkommen und üblicherweise über wenig verwertbare Kreditsicherheiten, eine Kreditaufnahme ist daher oft gar nicht möglich.

Letztlich lassen sich all diese Punkte auch knapp auf den Punkt bringen: Schulden müssen tragbar sein!. Darüber sagt das Niveau der Quote, wie dargestellt, wenig aus. Klar ist aber auch, die Schuldenquoten können nicht beliebig steigen. Trotz der eingeschränkten Aussagekraft kann es daher durchaus sinnvoll sein, die Entwicklung der Schuldenquoten zu beobachten.

Tatsächlich sind die Schuldenquoten in vielen westlichen Länder zunächst bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2008/09 vor allem aufgrund wachsender privater Schulden gestiegen. Im Verlauf der Krise sanken dann zwar die Schulden der Privathaushalte, aber die Schulden der öffentlichen Haushalte stiegen umso schneller. 2014/15 kam es dann insgesamt zu einer Stabilisierung und die Gesamtschuldenquoten sinken seitdem in vielen westlichen Ländern. Der hier skizzierte Prozess gilt nicht pauschal für alle westlichen Länder, aber für viele.

Bei den Schwellenländern ist das Bild insgesamt diffuser, hier sticht vor allem China hervor (und bringt alleine mehr Wirtschaftskraft auf die Waage als die restlichen von McKinsey betrachteten Schwellenländer zusammen). Die chinesische Gesamtschuldenquote steigt seit 2009 rasant an. Verantwortlich ist insbesondere der Unternehmenssektor, wobei viele der Unternehmen sicherlich staatliche sind. Seit 2016 liegt die chinesische Gesamtschuldenquote höher als die der USA. Nun gelten natürlich die oben genannten Einschränkungen hinsichtlich der Aussagekraft. Die minimal geringere Gesamtschuldenquote der USA kann ein größeres Problem sein als die etwas höhere Quote für China. Das ist hier aber gar nicht der Punkt (auch wenn es spannend wäre). Während die US-Gesamtschuldenquote seit 2009 stabil ist, steigt die chinesische Quote stetig an und dieser Trend kann so nicht dauerhaft weitergehen. Ein ähnliches Muster, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, lässt sich für die Türkei beobachten – und da sind die Auswirkungen der massiven Abwertung der Lira seit Frühjahr 2018 natürlich noch nicht berücksichtigt.

Das soll keine Entwarnung für den Westen sein. Die Konsolidierung hat in den meisten Ländern gerade erst begonnen und sollte es in naher Zukunft eine Rezession geben, würden die Schuldenquoten wohl erneut auf neue Höchststände ansteigen. Die Richtung zurzeit aber stimmt, von der Seite besteht kein Grund zur Panik. Das Augenmerk sollte eher einigen Schwellenländern gelten, die sich auf einem gefährlichen Weg steigender Schuldenquoten, abwertenden Währungen und internationalem Vertrauensverlust befinden.


Spanien (alle Grafiken durch anklicken vergrößern)

 


Türkei

 


Vietnam

 


Deutschland

 


USA

 


China


Argentinien

 

 

Von Leon petrosyan – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47247002

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Koch

    26. September 2018 11:44 at 11:44

    Sehr schade tm!Doch nicht vom Saulus zum Paulus konvertiert.Schulden sind Schulden,da beisst die Maus keinen Faden ab.Es wäre lediglich zwischen guten und schlechten Schulden,also investigativen und konsumtiven zu unterscheiden!Und auch da ist die Gesamthöhe wichtig.Ich behaupte halt mal,dass die Weltwirtschaft wie in einem Speedy-Gonzales Comic über die Klippe hinausgerannt ist und erst noch merken wird,dass sie keinen Boden mehr unter hat!Ja und dann?(steh ich mit’m Frosch im Hals und…Spider-Murphy-Gang,irgendwann im letzten Jahrtausend)

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 12:38 at 12:38

      :-) ok, Ihre Gegenarrgumente, mit denen Sie so faktenreich udn detailliert auf meine Argumente eingehen, überzeugen mich…

      • Avatar

        Koch

        26. September 2018 13:13 at 13:13

        Das glaube ich zwar nicht,es ist aber auch nicht mein Sinn der Sache,zu missionieren.Immerhin bin ich froh,dass Ihnen mein Schreibfehler,den ich kurz nach Absenden erst bemerkt habe(Investigativen statt investiven)nicht aufgefallen ist.deswegen sehe ich auch über Gegenar(r)gumente hinweg.Ich denke,dass 2,eher wirtschaftlich höher Gebildete,parlamentar-demokratisch streiten können,ohne persönlich zu werden.Das ist es,was mich manchmal an Diskussionen auf FMW,abstösst!Zu faktenreich und detailliert möchte ich volksmässig äussern:Merke,wer klar denkt,spricht auch klar!Powerpointtabellen im Überfluss,sollen und tun dies auch in der Regel, eher ablenken, als überzeugen.Da gibt es dieses Bonmot:Langfristig sind wir alle tot und danach interessiert es keine Sau,was wir so gedacht und empfunden haben.Will heissen:Die Zukunft wird es uns weisen.Ich persönlich bin durch.60 jährig mit 3fachimmobilie und diversen Renten.Gerade das prädestiniert mich(und ich habe auch Interesse daran!)für andere,denen es nicht so abgesichert gut geht,zu kämpfen!

        • Avatar

          TM

          26. September 2018 13:25 at 13:25

          Und genau an Ihrem letzten Satz zweifel ich. ich setze mich dafür ein, dass es möglichst vielen gut geht, bei Ihnen lese ich pruen Egoismus, Besserwisserei und Arroganz heraus.

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            Koch

            26. September 2018 13:51 at 13:51

            Grüss Gott tm.Was soll die Äusserung von 13.25 Uhr,Woher leiten Sie das ab?Ich war beinahe 20 Jahre Betriebsrat in einem E.ON Unternehmen.Vor allem die letzten 15 Jahre der Energiewende durch die Ossitusse(nächste Einwandsmöglichkeit!)hat unseren vollen Einsatz für die Belegschaft erfordert!Und ich war nicht nur Betriebsrat um meinen eigenen Arsch zu retten,sondern Überzeugungstäter!Ich werde jetzt mal meine gute Kinderstube hintenanstellen.Solch schleimige Lobbyisten,wie Sie hatte ich 1999 gegenübersitzen,als es hiess:Das Mitarbeiteraktienprogramm der E.ON-Mitarbeiterdarf demnächst nur noch bei der Deutschen Bank erfolgen!PO.s.Ab die4sem Zeitpunkt habe ich keine Belegschaftsaktien mehr gezeichnet!

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            26. September 2018 14:00 at 14:00

            Lieber @Koch, laßt uns doch versuchen, den normalen Ton zu wahren! Es macht doch viel mehr Spaß, wenn man um die Sache streitet, als irgendwie persönlich zu werden. Sie können davon ausgehen, dass @tm keine unlauteren Motive hat und hier keine Interessen vertritt, sondern eben seine Sicht der Dinge, was ja in jeder Hinsicht legitim ist!

            Beste Grüße in den Süden der Republik!

          • Avatar

            tm

            26. September 2018 14:02 at 14:02

            Ich bin Lobbyist? Sie verbreiten doch heir nichts als Beleidigungen und unbelegte Behauptungen. Für wen sollche ich denn Lobbyist sein? Politisch stehe ich den Grünen nahe – aber vielleicht kommt als „EONianer“ daher Ihre persönliche Abneigung.

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    Denker

    26. September 2018 13:13 at 13:13

    Keine Ahnung was der Autor uns hier mitteilen will… so richtig hat er das Fiatmoneyponzimindestreservesystem nicht verstanden. Macht aber auch nichts,… wenns jeder verstehen würde, gäbe es keine Menschen die davon profitieren.

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 13:25 at 13:25

      -) ich glaube besser als Sie…

      • Avatar

        Koch

        26. September 2018 13:35 at 13:35

        Wer ist für Sie der Autor?Namen nennen und Futter bei die Fische ist seit einiger Zeit abhandengekommen!

        • Avatar

          tm

          26. September 2018 13:38 at 13:38

          Ich versteh nicht, worauf Sie hinauswollen. Welchen Autor soll ich nennen? Ich habe dem Foristen „Denker“ geantwortet, wie doch auch klar zu erkennen ist.

      • Avatar

        Denker

        26. September 2018 16:06 at 16:06

        …sie haben natürlich recht, wie konnte ich nur so vorlaut sein das Gegenteil anzunehmen, ich Dummerle.

  3. Avatar

    Sabine

    26. September 2018 13:14 at 13:14

    Problem ist doch, daß viele Staaten die Riesenschulden nie zurückzahlen können und werden.
    a) Hier wurde eine Zukunft verfrühstückt, die es nie gab.
    b) Und wer zahlt das? Unter anderem die reichen Deutschen natürlich.
    c) D.h. natürlich auch, daß es dieses „Kredit“ vermögen z.B. der Deutschen gar nicht gibt. Es ist eine Luftnummer.
    Darum können die Staaten ja sogar bei Riesensteuereinnahmen und gut laufender Wirtschaft nicht ein Cent rückgezahlen. Ausnahme Norwegen und vielleicht Kuwait oder so.
    Die Schuldenschnitte zeigen dann das wahre Vermögen!
    Mal von der Derivate-Blase ganz abzusehen.

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 13:28 at 13:28

      Weshalb sollten die Schulden denn auf Null getilgt werden? Und wer sollte Ihrer Meinung nach wofür zahlen müssen? Wenn ich Sie richtig verstehe, stören Sie sich vor allem an den Staatsschulden. Wo genau sehen Sie da das Problem?

      Die Bundesrepublik hat zuletzt 46 Mrd. Staatsschulden getilgt – siehe Artikel hier bei in der FMW.

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 13:34 at 13:34

      Die Brutto-Gesamtschuldenquote Norwegens beträgt 287%, die deutsche 179%. Die norwegischen Haushalte sidn doppelt so hoch verschuldet wie die deutschen, die Unternehmen fast dreimal so stark.

      • Avatar

        Koch

        26. September 2018 14:00 at 14:00

        Das ist das Netz.Da kann jedes A.. behaupten und hoffen,dass es möglichst viele glauben,was es will.Die brutto-gesamtschuldenquote Norwegens beträgt 287%Tm-Baby,mach ein Zehntel daraus und du bist nahe an der Realität,ein Wort,welches in deinem Geist kaum vorkommt!

        • Avatar

          tm

          26. September 2018 14:05 at 14:05

          Ach, Sie glauben also den Fakten nicht und werden dann beleidigend?

          Also für Sie:
          Schuldenquote der norwegeischen Haushalte: 102%, der norwegischen Unternehmen 148% und des norwegischen Staates 37%, zusammen 287%.

          Nehmen Sie die Tatsachen doch bitte zur Kenntnis auch wenn diese Ihnen nicht passen. Unfassbar.

        • Avatar

          tm

          26. September 2018 14:07 at 14:07

          https://tradingeconomics.com/norway/households-debt-to-gdp

          Aber kann ja nicht sein, wenn der große Koch sagt, dass Norwegen fast keine Schulden hat, dann ist das auch so. Basta!

        • Avatar

          Michael

          26. September 2018 15:06 at 15:06

          @Koch, jetzt muss ich mal für @tm eine Lanze brechen, obwohl ich sein zwanghaftes Widersprechen-Müssen bei jedem Thema auch nicht immer gutheiße.
          Die Gesamtschuldenquote Norwegens kann jedes kleine Kind im Internet recherchieren. Wenn Sie den Unterschied zwischen Staatsschuldenquote und Gesamtschuldenquote nicht kennen, ist das Ihr Fehler, ebenso, wenn Sie noch immer nicht kapiert haben, dass tm auch der Autor dieses Artikels (Thomas Müller) ist ;)
          Und Ihr Ton, Ihre Ausdrucksweise in diesem Forum ist echt unterste Schublade.

  4. Avatar

    Koch

    26. September 2018 14:50 at 14:50

    Geehrter Herr Fugmann.Ich bin eigentlich kein Korinthenkacker und der grosse Koch schon mal gar nicht!Für mich stellt sich nur die Frage inwieweit Sie sich faktenmässig in die Seite Leserkommentare einmischen und sie bewerten. Mein ca.40jähriges Berufsleben hat mir gezeigt,dass man diverse Niederlagen hinnehmen muss,um dem gesamten zu dienen.Dieser Toplobbyist tm war zeit meines Berufs und Gewerkschafterlebens mein Hauptfeind.Ich möchte diese fruchtlose Systemdiskussion beenden,aber dem tm-Arbeitgeber nicht das soziale Umfeld überlassen!

  5. Avatar

    Petkov

    26. September 2018 17:37 at 17:37

    Eine gute Faktensammlung über die globale Schuldenlage momentan. Wem übrigens China und Nigeria als Beispiel zu fern und wenig greifbar sind, kann einen Blick auf den eigenen Garten werfen: da weisen die ärmsten EU-Länder (RO und BG)fast die geringste Staatsverschuldung auf (BIP Relation). Fast, weil man Estland natürlich besonders hervorheben muss.

    Jetzt fange ich an zu schwärmen :-) Was dieses Land für Vertreter der Finanzdisziplin so erfrischend anders macht, ist übrigens nicht die niedrige Schuludenquote – das ist nämlich nur die Wirkung. Die Ursache ist nämlich eine nicht nur in der EU beispiellose Finanzvernunft: sie waren schon paar Jahre in der €-Zone und immer noch durfte keine Gemeinde mehr als 60% ihrer geplanten Einkünfte ausgeben und der Finanzminister durfte maximal 20% der Steuerannahmen für den Schuldendienst aufwänden. Dabei hätten sie die Kröten einfach so raushauen können und dabei Sirtaki tanzen und toskanischen Wein trinken – wie die großen Vorbilder eben :-) :-) :-) Naja, Schluss mit dem Exkurs.

    Schulden sind eben nur Zahlen und Zahlen existieren in der Natur nicht. Die sind künstlich erschaffen. Deswegen sind sie immer mit Vorsicht zu genießen, wenn sie die Realität beschreiben sollen.

    Viele Grüße

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Anleihen

Deutsche Neuverschuldung in Corona-Zeiten: Kein Problem, es ist sogar ein Profitgeschäft!

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Brandenburger Tor in Berlin

Der deutsche Staat nimmt wegen der Coronakrise und den explodierenden Rettungskosten viele neue Schulden auf. Erste frohe Kunde: Die Neuverschuldung stellt finanztechnisch schon mal gar kein Problem dar. Man sehe die folgende Grafik aus dem Hause Finanzagentur Deutschland GmbH, dem Institut, dass als Vehikel des Bundesfinanzministeriums Anleihen am Kapitalmarkt verkauft.

Neuverschuldung läuft ohne Probleme ab

Heute wurden für den deutschen Staat sieben Jahre laufende Bundesanleihen ausgegeben im Volumen von 4 Milliarden Euro. Die Nachfrage der institutionellen Investoren lag bei 7,26 Milliarden Euro. So war es auch bei den vorigen Emissionen, wie die Übersichtstafel gut zeigt. Die Nachfrage in den letzten Monaten reichte jedes Mal weit über das Angebotsvolumen hinaus, und erreichte manchmal fast das doppelte Volumen. Verkauft wurden heute übrigens nicht 4, sondern nur 3,28 Milliarden Euro Volumen. So läuft das jedes Mal. Ein Teil der Emission wird nicht tatsächlich verkauft, sondern wandert in die sogenannte „Marktpflegequote“, um den Börsenmarkt für diese Anleihe in den nächsten sieben Jahren liquide halten zu können.

Also, Deutschland kommt am Kapitalmarkt spielend leicht an frisches Geld. Und die Emissionsrendite zeigt: Der Bundesfinanzminister verdient mit dem Aufnehmen neuer Schulden jedes Mal sogar Geld. Die heutige Rendite liegt bei minus 0,62 Prozent. Bei den vorigen Emissionen waren es -0,60, -0,62, -0,62, -0,47 Prozent usw. Diese Negativrendite bei der deutschen Neuverschuldung kommt zustande, weil die Anleihen mit einem Kurs über dem Nennwert der Anleihen von 100,00 Prozent verkauft werden (Anleihekurse notieren in Prozentpunkten). Heute zum Beispiel lag der Verkaufspreis bei 104,52 Prozent.

Deutsche Staat macht Gewinn – und warum machen die Anleger freiwillig Verlust?

In sieben Jahren, wenn der deutsche Staat die Anleihe an deren Inhaber zurückzahlt, überweist er aber nur den vereinbarten Nennwert von glatt 100,00 Prozent zurück. Zinsen gab es für die Anleger auch keine mit 0,00 Prozent Zinskupon. Tja, der Staat erhält jetzt 104,52, und zahlt in sieben Jahren nur 100,00 zurück. So macht man Geld. Und wie so oft kann man sich fragen: Warum machen die Anleger das, wieso verschenken die Geld, wieso machen sie wissentlich und freiwillig Verlust?

Nun, da wäre natürlich das Argument, dass bei einer vermuteten weiter sinkenden Rendite die Kurse der Anleihen natürlich automatisch weiter steigen. Dann könnten die Investoren nach der Emission am freien Anleihemarkt höher verkaufen, und einen Gewinn einstreichen. Oder man weiß nur zu gut, dass die EZB immer mehr Anleihen aufkauft, und dass man auch dorthin (mit anständigem Gewinn?) weiterverkaufen kann. Denn die EZB, die will ja unbedingt aufkaufen. Und wer unbedingt kaufen will, zahlt am freien Markt höhere Preise als in der Erstauktion des Bundes?

Und dann wären da noch langfristig denkende, große institutionelle Investoren, die überlegen, wo sie ihre gigantischen Geldmengen unterbringen sollen. Will man nicht alles in Aktien packen, oder darf man es gar nicht, muss man sich nach „sicheren“ Anlagen umschauen. Banken reichen gerade bei größeren Kontoguthaben inzwischen eigentlich immer den Negativzins der EZB an die Kunden weiter. Also würden große Pensionskassen, Fonds, Versicherungen etc mit sehr großen Geldsummen wohl 0,5 Prozent Strafzins bei ihrer Hausbank zahlen. Also dann lieber das Geld in Anleihen investieren? Aber halt. Bei dieser deutschen Staatsanleihe liegt die Rendite ja sogar bei -0,62 Prozent. Also steht man nochmal 0,12 Prozentpunkte schlechter da als auf dem Bankkonto. Hier könnte nur noch das Argument ziehen, dass man deutsche Staatsanleihen (im großen Bild betrachtet) als deutlich besseren Parkplatz für große Geldsummen erachtet, als eine einzelne Bank, die immer pleite gehen kann.

Grafik zeigt Neuverschuldung Deutschlands mit 7 Jahren Laufzeit

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Allgemein

Wirtschaft in Italien stürzt ab – warum das den Markt nicht interessiert

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Italien-Flagge in Rom

Die Wirtschaftsleistung in Italien ist im zweiten Quartal im Vergleich zum 1. Quartal um 12,8 Prozent abgestürzt, wie offizielle Daten zeigen, die heute veröffentlicht wurden. Vorläufige Daten von minus 12,4 Prozent wurden damit nach unten revidiert. Im Jahresvergleich zum zweiten Quartal 2019 ist es ein Absturz von 17,7 Prozent. Dies ist laut Trading Economics der stärkste Einbruch der Wirtschaftsleistung in Italien seit den 60er-Jahren. Im folgenden Chart sehen wir die prozentuale Veränderung der Wirtschaftsleistung in Italien seit den 90er-Jahren. Man erkennt, dass der Absturz in der Finanzkrise 2008 mit -3 Prozent im Vergleich zu heute verschwindend klein war.


source: tradingeconomics.com

Und was macht der Kapitalmarkt? Die Rendite für Staatsanleihen ist hier immer das beste Barometer. Eigentlich gäbe es da noch die Währung eines Landes. Aber da Italien den Euro hat, kann man hier keinen Gradmesser für Italien mehr erkennen. Wenn ein Investor in Anleihen eines Landes investieren möchte, bei denen die Rückzahlungswahrscheinlichkeit der Anleihen wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten gefährdet ist, dann erwartet dieser Anleger einen Risikoaufschlag – nämlich für sein Risiko, dass er sein Geld nicht wieder sieht. Daher sind Länder mit großen wirtschaftlichen Problemen automatisch bereit deutlich höhere Renditen für ihre verkauften Staatsanleihen zu bezahlen, um ausländisches Kapital anzulocken.

Warum die Renditen für Italien nicht steigen

Italien stand schon vor der Coronakrise sehr schlecht da. Hohe Schulden erstickten das Land, und eine Wirtschaft die sich nie von der Finanzkrise 2008 erholt hatte. Und dann kam die Coronakrise. Die wirtschaftliche Lage verschärft sich daher dramatisch. Der obige Chart zeigt dies eindrucksvoll. Und was macht die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen? Sie notiert aktuell mit 1,11 Prozent genau da, wo sie am letzten Freitag lag, vor der Veröffentlichung der heutigen BIP-Daten. Der folgende Chart zeigt den Rendite-Verlauf für Italien in den letzten zwölf Monaten. Man sieht, dass die Rendite kurz vor der Coronakrise genau ebenfalls da war, wo sie jetzt notiert. Zwar lag sie im März kurzzeitig bei 2,39 Prozent. Aber mit den umfangreichen Rettungsmaßnahmen von Staaten und EZB wurde schnell klar, dass alles „gerettet“ wird, und die Rendite sank schnell wieder in den Keller.

Also: Die Wirtschaftsleistung in Italien ist brutal abgestürzt. Die Risikoprämie für Anleger, die italienische Schulden kaufen wollen, hat sich per Saldo aber nicht erhöht. Was sagt uns das? Dem Markt ist klar, dass wohl kaum ein echtes Ausfallrisiko für Italien besteht. Denn das Land ist im Euro und als drittgrößte Volkswirtschaft im Euro-Raum schlicht und einfach „Too big to fail“. Die EZB hat schon jahrelang in gigantischem Ausmaß italienische Staatsanleihen aufgekauft und zuletzt neue gigantische Kaufprogramme aufgelegt, und würde wohl (das darf man vermuten) noch viel, viel mehr kaufen. Hauptsache Italien bleibt im Spiel.

Rendite für zehnjährige Staatsanleihen aus Italien

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Allgemein

Staatsbankrott: Was passiert da eigentlich? Argentinien zeigt es!

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Wenn ein Staat seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, ist das eine Katastrophe für seine Bürger, die Unternehmen im Land und natürlich auch für die Gläubiger, die auf einen Großteil ihres Geldes verzichten müssen. Doch wie genau ist der Ablauf eines Staatsbankrotts? Da Argentinien gerade wieder zahlungsunfähig ist (schon im Februar forderte der IWF einen Schuldenschnitt) und sich in Verhandlungen mit seinen Gläubigern befindet, können wir an diesem Beispiel lernen, wie der Vorgang abläuft!

Die Insolvenz eines Staates ist ein häufiges Ereignis. In den vergangenen 200 Jahren kam es statistisch gesehen zu mehr als einem Staatsbankrott pro Jahr weltweit. Seit der Abschaffung der Golddeckung und der weitgehend unregulierten Schöpfung ungedeckten Fiatgeldes nahm die Frequenz der Staatsbankrotte sogar deutlich zu. So gab es zwischen 1980 und 2010 pro Jahr durchschnittlich drei insolvente Staaten auf der Erde.

Es gibt kein gesetzlich geregeltes Insolvenzverfahren für den Staatsbankrott

Umso interessanter ist es, dass es zwar gesetzliche Regelungen für den Fall eines Staatsbankrottes gibt, die aber im Falle zum Beispiel der Bundesrepublik Deutschland eine Insolvenz, genauer gesagt ein Insolvenzverfahren, explizit NICHT vorsehen. Doch Papier ist geduldig. Wenn Deutschland seine Schulden nicht mehr bedienen kann, ist das Land insolvent – Gesetz hin oder her.keine gesetzlichen Regelungen für den Fall eines Staatsbankrotts gibt. Zwar mag es dann kein Insolvenzverfahren wie bei Unternehmen oder Privatpersonen geben. Doch eine Art von Insolvenzverfahren findet dennoch statt: die Verhandlung mit den Gläubigern. Zwar kann ein Staat die Zahlungen an seine Gläubiger einstellen. Doch bis es keine Einigung mit diesen gab, wird das Land auch keine neuen Kredite bekommen. Zumindest keine Auslandskredite. Kredite in der heimischen Währung könnte sich ein Staat theoretisch über die Zentralbank selbst geben, wie es zum Beispiel in den USA und der Eurozone schon seit geraumer Zeit nur wenig versteckt stattfindet.

Kann ein Staat keine Devisen mehr beschaffen, leidet darunter die heimische Bevölkerung und die Unternehmen. Importe sind dann nur noch in dem Umfang möglich, in dem Devisen mittels Exporten erwirtschaftet werden. Um einen Ausgleich zwischen Importen und Exporten herzustellen, muss die Währung gegenüber den ausländischen Währungen abwerten. Die dann in der Regel herrschende Devisenknappheit zwingt die Menschen dazu, ihre Ersparnisse in der heimischen Währung zu halten, die im Falle eines Staatsbankrotts jedoch zu hoher Inflation neigt. Die Währungsabwertung heizt die Inflation zusätzlich an, da Importwaren teurer werden. Haben die Menschen und Unternehmen Zahlungsverpflichtungen in Fremdwährung, sind zahlreiche Privat- und Unternehmensinsolvenzen zu erwarten. Selbst wenn die Schuldner in der Lage wären, Devisen zu beschaffen, wären die Kredite durch die Währungsabwertung deutlich teurer als zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme.

Gläubiger müssen auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten, bekommen aber teils noch Geld zurück

Eine Einigung mit den Gläubigern und der daraufhin wieder mögliche Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten ist daher ein vordringliches Ziel der Regierung nach einem Staatsbankrott. Den meisten Gläubigern ist bewusst, dass eine vollständige Rückzahlung ihrer Forderungen unwahrscheinlich ist. In der Regel kauften die Gläubiger die Schuldtitel bereits mit deutlichen Preisabschlägen an der Börse und kassierten hohe Zinsen bis zum Zeitpunkt der Zahlungseinstellung. Eine Einigung, die in der Regel einen teilweisen Schuldenerlass, niedrigere Zinsen und gestreckte Zahlungsziele beinhaltet, wird daher relativ schnell gefunden. Interessant ist, dass die Insolvenzquoten bei Staatsbankrotten oft relativ hoch sind. Bei Unternehmens- und Privatinsolvenzen ist in der Regel für die Gläubiger ein Totalverlust anzunehmen. Bei Staatsbankrotten sind 30% oder auch fast 50% Rückzahlungsquoten möglich. Das Beispiel Argentinien zeigt jedoch, dass sich inzwischen auch einige Hedgefonds darauf spezialisierten, die Anleihen praktisch bankrotter Staaten zu Schnäppchenpreisen aufzukaufen und dann auf vollständige Tilgung des Nennwerts zu pochen.

Bis es zu einer Einigung mit den Gläubigern kommt, können diese auch den Besitz des säumigen Staates im Ausland beschlagnahmen lassen. So ließ ein US-Hedgefonds ein argentinisches Marineschiff beschlagnahmen, weil Argentinien sich weigerte, die vom Hedgefonds gehaltenen Anleihen zum vollen Nennwert zu tilgen.

Beispiel Argentinien: Bankrott seit Ende Januar

Argentinien erklärte am 29. Januar 2020, dass es plane, den Gläubigern ein Programm zur Schuldenrestrukturierung zu präsentieren. Mit anderen Worten: Argentinien könnte zwar seine Schulden noch bedienen, weigert sich aber, es zu tun. Am 19. Februar bestätigten Prüfer des Internationalen Währungsfonds, dass die Staatsschulden Argentiniens in der Tat nicht mehr tragbar seien. Am 21. April präsentierte Argentinien schließlich seinen Plan zur Restrukturierung von 69 Milliarden US-Dollar Auslandsschulden und setzte den Gläubigern eine Frist bis zum 8. Mai, um diesen Plan zu akzeptieren.

Die dachten natürlich nicht daran, den Plan einfach durchzuwinken. In persönlichen Treffen und Videokonferenzen versuchte Argentinien, die größten Gläubiger zu überzeugen. Schließlich musste jedoch am 7. Mai verkündet werden, dass man für Gegenvorschläge der Gläubiger offen sei. Die Frist zur Annahme des Restrukturierungsangebots wird in den kommenden Wochen mehrfach verlängert. In der Zwischenzeit wurden auch die ersten Zinszahlungen fällig, die Argentinien nicht bezahlte. Das Land ist damit offiziell zahlungsunfähig und hat damit bereits den neunten Staatsbankrott seiner Geschichte erklärt.

Nach Wochen des Wartens präsentieren erste große Gläubiger ihre Vorschläge zur Restrukturierung der Schulden. Sie bieten einen Schuldenerlass von rund 45% an, was Argentinien zu wenig ist. Schließlich einigt sich Argentinien am 2. August doch noch auf einen Schuldenerlass von 45,2% mit dem Großteil seiner Gläubiger.

Im Endeffekt dauerte der Staatsbankrott also nur rund ein halbes Jahr. Für Argentinien wird es nach der Einigung noch nicht sofort so sein wie vor der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit. Investoren werden noch eine Weile merkliche Risikoaufschläge für neue Kredite verlangen. Und vermutlich wird es auch wieder den einen oder anderen Gläubiger geben, der auf vollständige Tilgung seiner Anleihen besteht. Der Wechselkurs des argentinischen Peso wird sich aller Voraussicht nach auch nicht erholen, solange Argentinien nicht das grundlegende Problem der negativen Zahlungsbilanz löst. Der teilweise Schuldenerlass gab dem Land nur eine Atempause.

Der Obelisco als Smybol für Argentinien - Staatsbankrott lähmt das Land
Der Obelisco in Buenos Aires. Foto: Gobierno de la Ciudad Autónoma de Buenos Aires CC BY 2.5 ar

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