Folgen Sie uns

Anleihen

Über globale Schulden und ihre Tragfähigkeit!

Wie groß sind die Gefahren durch Schulden?

Redaktion

Veröffentlicht

am

Ein Gastbeitrag von Thomas Müller

Kaum ein Wirtschaftsthema beschäftigt die Internetforen so sehr wie Schulden. Schulden sind demnach per se schlecht und die immer weiter steigenden Schulden führen uns bald in den Weltuntergang. So oder so ähnlich kann man es hier aber auch in zahlreichen anderen Foren nachlesen. Gerne wird dabei auch einfach mit absoluten Werten argumentiert. 21 Billionen USD US-Staatsschulden hören sich einfach viel an, das muss einfach eine Katastrophe sein. Gerne werden in der Diskussion auch die Staatsschulden gleichgesetzt mit den Gesamtschulden. Nun sollte allerdings klar sein, dass eine Volkswirtschaft nicht nur aus dem Staat besteht, sondern auch Haushalte und Unternehmen umfasst und dass eine Volkswirtschaft wie etwa die USA absolut mehr Schulden vertragen kann als etwa Griechenland sollte eigentlich ebenfalls einleuchten.

Dankenswerterweise sammelt McKinsey seit dem Jahr 2000 für 51 Länder die Verschuldungsquoten (also absolute Schulden im Verhältnis zum nominalen BIP) von Staat, Haushalten und Unternehmen (davon sind in diesem Artikel von 48 Staaten die Zahlen erfasst: Luxemburg, Singapur und Hongkong habe ich aufgrund der geringen Größe ausgelassen..). Eine Pauschalaussage über alle Staaten ist kaum möglich, da so unterschiedliche Länder wie die USA, Thailand oder Nigeria im Sample enthalten sind. Im Durchschnitt sind die westlichen Länder mit über 270% mehr als doppelt so hoch verschuldet wie die Schwellenländer mit rund 126%, allerdings weist etwa Irland, das am höchsten verschuldete westliche Land, mit 345% eine knapp doppelt so hohe Gesamtschuldenquote auf wie Deutschland, das am geringsten verschuldete westliche Land, auf.

Innerhalb der Gruppe der Schwellenländer sind die Unterschiede noch größer. China ist mit 256% die am höchsten verschuldete Emerging Economy, Nigeria mit 29% das am geringsten verschuldete Schwellenland. Alleine diese Zahlen sollten aber ausreichen, die vermeintliche Relevanz von Schulden bzw. Schuldenquoten zu hinterfragen. Ist Nigeria besser aufgestellt, stabiler, wohlhabender oder in irgendeiner anderen Hinsicht besser als etwa China oder als Irland?

Letztlich gibt es vier wesentliche Gründe für die mangelnde Aussagekraft von Schuldenquoten. Erstens handelt es sich immer um Bruttoschulden, die ins Verhältnis zum BIP gesetzt werden. Die Vermögensseite wird also komplett ausgeklammert. Die deutschen Privathaushalte etwa stehen mit ca. 1,75 Bio. Euro in der Kreide – verfügen aber zugleich über knapp 5,9 Bio. Geldvermögen und zusätzlich über Immobilien und weiteres Sachvermögen. Zweitens und damit zusammenhängend sagen die Quoten nichts über die Verteilung der Schulden aus. Obwohl die deutschen Privathaushalte im Durchschnitt über ein ansehnliches Nettovermögen verfügen, sind immerhin knapp 7% der Haushalte überschuldet, d.h.der Schuldner kann seine fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen und zur Deckung seines Lebensunterhaltes stehen weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung.

In den Niederlanden hingegen sind die Privathaushalte mit 107% in etwa doppelt so hoch verschuldet wie deutsche Haushalte. Die Ursache ist aber schlicht das Steuerrecht, das es erlaubt(e), Hypothekenzinsen steuerlich abzusetzen, so dass Hypotheken während der Laufzeit nicht getilgt werden. Stattdessen wird monatlich in einen gesonderten Sparvertrag eingezahlt, der dann am Ende der Laufzeit zur Tilgung eingesetzt wird. Den hohen Bruttoschulden der individuellen Haushalte steht also üblicherweise auch ein hohes Vermögen gegenüber. Die Zahl der Privatinsolvenzen ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl trotz hoher Bruttoschulden niedriger als in Deutschland.

Drittens sagen die Quoten nichts darüber aus, wo die Staaten, Unternehmen und Haushalte verschuldet sind. Der japanische Staat etwa ist mit 214% der am höchsten verschuldete Staat (also nur öffentliche Haushalte nicht Volkswirtschaft insgesamt) der Welt. Mehr als 90% der Staatsanleihen werden aber von japanischen Haushalten und Finanzinstituten gehalten, so dass die Zinsen auf diese Staatsschulden im Land verbleiben. Bei vielen Schwellenländern kommt erschwerend hinzu, dass die Auslandsschulden zumindest zum Teil nicht in eigener Währung, sondern oftmals in USD gehalten werden. Eine zunächst moderate Schuldenquote kann sich so durch eine starke Abwertung der Landeswährung schnell in eine untragbar hohe Schuldenquote verwandeln.

Und viertens sind Zinsniveau und frei verfügbares Einkommen neben der Schuldenhöhe selbst zentrale Determinanten für die Schuldentragfähigkeit. In Schwellenländern ist das Zinsniveau üblicherweise höher als in den entwickelten Volkswirtschaften, im Schnitt sicherlich mehr als doppelt so hoch, so dass die Schuldenquote auch unter sonst gleichen Bedingungen niedriger liegen muss. Die Bedingungen sind aber nicht gleich. Die Privathaushalte in ärmeren Ländern verfügen nach Abzug aller lebensnotwendigen Ausgaben nur über wenig freies Einkommen und üblicherweise über wenig verwertbare Kreditsicherheiten, eine Kreditaufnahme ist daher oft gar nicht möglich.

Letztlich lassen sich all diese Punkte auch knapp auf den Punkt bringen: Schulden müssen tragbar sein!. Darüber sagt das Niveau der Quote, wie dargestellt, wenig aus. Klar ist aber auch, die Schuldenquoten können nicht beliebig steigen. Trotz der eingeschränkten Aussagekraft kann es daher durchaus sinnvoll sein, die Entwicklung der Schuldenquoten zu beobachten.

Tatsächlich sind die Schuldenquoten in vielen westlichen Länder zunächst bis zum Ausbruch der Finanzkrise 2008/09 vor allem aufgrund wachsender privater Schulden gestiegen. Im Verlauf der Krise sanken dann zwar die Schulden der Privathaushalte, aber die Schulden der öffentlichen Haushalte stiegen umso schneller. 2014/15 kam es dann insgesamt zu einer Stabilisierung und die Gesamtschuldenquoten sinken seitdem in vielen westlichen Ländern. Der hier skizzierte Prozess gilt nicht pauschal für alle westlichen Länder, aber für viele.

Bei den Schwellenländern ist das Bild insgesamt diffuser, hier sticht vor allem China hervor (und bringt alleine mehr Wirtschaftskraft auf die Waage als die restlichen von McKinsey betrachteten Schwellenländer zusammen). Die chinesische Gesamtschuldenquote steigt seit 2009 rasant an. Verantwortlich ist insbesondere der Unternehmenssektor, wobei viele der Unternehmen sicherlich staatliche sind. Seit 2016 liegt die chinesische Gesamtschuldenquote höher als die der USA. Nun gelten natürlich die oben genannten Einschränkungen hinsichtlich der Aussagekraft. Die minimal geringere Gesamtschuldenquote der USA kann ein größeres Problem sein als die etwas höhere Quote für China. Das ist hier aber gar nicht der Punkt (auch wenn es spannend wäre). Während die US-Gesamtschuldenquote seit 2009 stabil ist, steigt die chinesische Quote stetig an und dieser Trend kann so nicht dauerhaft weitergehen. Ein ähnliches Muster, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau, lässt sich für die Türkei beobachten – und da sind die Auswirkungen der massiven Abwertung der Lira seit Frühjahr 2018 natürlich noch nicht berücksichtigt.

Das soll keine Entwarnung für den Westen sein. Die Konsolidierung hat in den meisten Ländern gerade erst begonnen und sollte es in naher Zukunft eine Rezession geben, würden die Schuldenquoten wohl erneut auf neue Höchststände ansteigen. Die Richtung zurzeit aber stimmt, von der Seite besteht kein Grund zur Panik. Das Augenmerk sollte eher einigen Schwellenländern gelten, die sich auf einem gefährlichen Weg steigender Schuldenquoten, abwertenden Währungen und internationalem Vertrauensverlust befinden.


Spanien (alle Grafiken durch anklicken vergrößern)

 


Türkei

 


Vietnam

 


Deutschland

 


USA

 


China


Argentinien

 

 

Von Leon petrosyan – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47247002

21 Kommentare

21 Comments

  1. Avatar

    Koch

    26. September 2018 11:44 at 11:44

    Sehr schade tm!Doch nicht vom Saulus zum Paulus konvertiert.Schulden sind Schulden,da beisst die Maus keinen Faden ab.Es wäre lediglich zwischen guten und schlechten Schulden,also investigativen und konsumtiven zu unterscheiden!Und auch da ist die Gesamthöhe wichtig.Ich behaupte halt mal,dass die Weltwirtschaft wie in einem Speedy-Gonzales Comic über die Klippe hinausgerannt ist und erst noch merken wird,dass sie keinen Boden mehr unter hat!Ja und dann?(steh ich mit’m Frosch im Hals und…Spider-Murphy-Gang,irgendwann im letzten Jahrtausend)

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 12:38 at 12:38

      :-) ok, Ihre Gegenarrgumente, mit denen Sie so faktenreich udn detailliert auf meine Argumente eingehen, überzeugen mich…

      • Avatar

        Koch

        26. September 2018 13:13 at 13:13

        Das glaube ich zwar nicht,es ist aber auch nicht mein Sinn der Sache,zu missionieren.Immerhin bin ich froh,dass Ihnen mein Schreibfehler,den ich kurz nach Absenden erst bemerkt habe(Investigativen statt investiven)nicht aufgefallen ist.deswegen sehe ich auch über Gegenar(r)gumente hinweg.Ich denke,dass 2,eher wirtschaftlich höher Gebildete,parlamentar-demokratisch streiten können,ohne persönlich zu werden.Das ist es,was mich manchmal an Diskussionen auf FMW,abstösst!Zu faktenreich und detailliert möchte ich volksmässig äussern:Merke,wer klar denkt,spricht auch klar!Powerpointtabellen im Überfluss,sollen und tun dies auch in der Regel, eher ablenken, als überzeugen.Da gibt es dieses Bonmot:Langfristig sind wir alle tot und danach interessiert es keine Sau,was wir so gedacht und empfunden haben.Will heissen:Die Zukunft wird es uns weisen.Ich persönlich bin durch.60 jährig mit 3fachimmobilie und diversen Renten.Gerade das prädestiniert mich(und ich habe auch Interesse daran!)für andere,denen es nicht so abgesichert gut geht,zu kämpfen!

        • Avatar

          TM

          26. September 2018 13:25 at 13:25

          Und genau an Ihrem letzten Satz zweifel ich. ich setze mich dafür ein, dass es möglichst vielen gut geht, bei Ihnen lese ich pruen Egoismus, Besserwisserei und Arroganz heraus.

          • Avatar

            Koch

            26. September 2018 13:51 at 13:51

            Grüss Gott tm.Was soll die Äusserung von 13.25 Uhr,Woher leiten Sie das ab?Ich war beinahe 20 Jahre Betriebsrat in einem E.ON Unternehmen.Vor allem die letzten 15 Jahre der Energiewende durch die Ossitusse(nächste Einwandsmöglichkeit!)hat unseren vollen Einsatz für die Belegschaft erfordert!Und ich war nicht nur Betriebsrat um meinen eigenen Arsch zu retten,sondern Überzeugungstäter!Ich werde jetzt mal meine gute Kinderstube hintenanstellen.Solch schleimige Lobbyisten,wie Sie hatte ich 1999 gegenübersitzen,als es hiess:Das Mitarbeiteraktienprogramm der E.ON-Mitarbeiterdarf demnächst nur noch bei der Deutschen Bank erfolgen!PO.s.Ab die4sem Zeitpunkt habe ich keine Belegschaftsaktien mehr gezeichnet!

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            26. September 2018 14:00 at 14:00

            Lieber @Koch, laßt uns doch versuchen, den normalen Ton zu wahren! Es macht doch viel mehr Spaß, wenn man um die Sache streitet, als irgendwie persönlich zu werden. Sie können davon ausgehen, dass @tm keine unlauteren Motive hat und hier keine Interessen vertritt, sondern eben seine Sicht der Dinge, was ja in jeder Hinsicht legitim ist!

            Beste Grüße in den Süden der Republik!

          • Avatar

            tm

            26. September 2018 14:02 at 14:02

            Ich bin Lobbyist? Sie verbreiten doch heir nichts als Beleidigungen und unbelegte Behauptungen. Für wen sollche ich denn Lobbyist sein? Politisch stehe ich den Grünen nahe – aber vielleicht kommt als „EONianer“ daher Ihre persönliche Abneigung.

  2. Avatar

    Denker

    26. September 2018 13:13 at 13:13

    Keine Ahnung was der Autor uns hier mitteilen will… so richtig hat er das Fiatmoneyponzimindestreservesystem nicht verstanden. Macht aber auch nichts,… wenns jeder verstehen würde, gäbe es keine Menschen die davon profitieren.

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 13:25 at 13:25

      -) ich glaube besser als Sie…

      • Avatar

        Koch

        26. September 2018 13:35 at 13:35

        Wer ist für Sie der Autor?Namen nennen und Futter bei die Fische ist seit einiger Zeit abhandengekommen!

        • Avatar

          tm

          26. September 2018 13:38 at 13:38

          Ich versteh nicht, worauf Sie hinauswollen. Welchen Autor soll ich nennen? Ich habe dem Foristen „Denker“ geantwortet, wie doch auch klar zu erkennen ist.

      • Avatar

        Denker

        26. September 2018 16:06 at 16:06

        …sie haben natürlich recht, wie konnte ich nur so vorlaut sein das Gegenteil anzunehmen, ich Dummerle.

  3. Avatar

    Sabine

    26. September 2018 13:14 at 13:14

    Problem ist doch, daß viele Staaten die Riesenschulden nie zurückzahlen können und werden.
    a) Hier wurde eine Zukunft verfrühstückt, die es nie gab.
    b) Und wer zahlt das? Unter anderem die reichen Deutschen natürlich.
    c) D.h. natürlich auch, daß es dieses „Kredit“ vermögen z.B. der Deutschen gar nicht gibt. Es ist eine Luftnummer.
    Darum können die Staaten ja sogar bei Riesensteuereinnahmen und gut laufender Wirtschaft nicht ein Cent rückgezahlen. Ausnahme Norwegen und vielleicht Kuwait oder so.
    Die Schuldenschnitte zeigen dann das wahre Vermögen!
    Mal von der Derivate-Blase ganz abzusehen.

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 13:28 at 13:28

      Weshalb sollten die Schulden denn auf Null getilgt werden? Und wer sollte Ihrer Meinung nach wofür zahlen müssen? Wenn ich Sie richtig verstehe, stören Sie sich vor allem an den Staatsschulden. Wo genau sehen Sie da das Problem?

      Die Bundesrepublik hat zuletzt 46 Mrd. Staatsschulden getilgt – siehe Artikel hier bei in der FMW.

    • Avatar

      tm

      26. September 2018 13:34 at 13:34

      Die Brutto-Gesamtschuldenquote Norwegens beträgt 287%, die deutsche 179%. Die norwegischen Haushalte sidn doppelt so hoch verschuldet wie die deutschen, die Unternehmen fast dreimal so stark.

      • Avatar

        Koch

        26. September 2018 14:00 at 14:00

        Das ist das Netz.Da kann jedes A.. behaupten und hoffen,dass es möglichst viele glauben,was es will.Die brutto-gesamtschuldenquote Norwegens beträgt 287%Tm-Baby,mach ein Zehntel daraus und du bist nahe an der Realität,ein Wort,welches in deinem Geist kaum vorkommt!

        • Avatar

          tm

          26. September 2018 14:05 at 14:05

          Ach, Sie glauben also den Fakten nicht und werden dann beleidigend?

          Also für Sie:
          Schuldenquote der norwegeischen Haushalte: 102%, der norwegischen Unternehmen 148% und des norwegischen Staates 37%, zusammen 287%.

          Nehmen Sie die Tatsachen doch bitte zur Kenntnis auch wenn diese Ihnen nicht passen. Unfassbar.

        • Avatar

          tm

          26. September 2018 14:07 at 14:07

          https://tradingeconomics.com/norway/households-debt-to-gdp

          Aber kann ja nicht sein, wenn der große Koch sagt, dass Norwegen fast keine Schulden hat, dann ist das auch so. Basta!

        • Avatar

          Michael

          26. September 2018 15:06 at 15:06

          @Koch, jetzt muss ich mal für @tm eine Lanze brechen, obwohl ich sein zwanghaftes Widersprechen-Müssen bei jedem Thema auch nicht immer gutheiße.
          Die Gesamtschuldenquote Norwegens kann jedes kleine Kind im Internet recherchieren. Wenn Sie den Unterschied zwischen Staatsschuldenquote und Gesamtschuldenquote nicht kennen, ist das Ihr Fehler, ebenso, wenn Sie noch immer nicht kapiert haben, dass tm auch der Autor dieses Artikels (Thomas Müller) ist ;)
          Und Ihr Ton, Ihre Ausdrucksweise in diesem Forum ist echt unterste Schublade.

  4. Avatar

    Koch

    26. September 2018 14:50 at 14:50

    Geehrter Herr Fugmann.Ich bin eigentlich kein Korinthenkacker und der grosse Koch schon mal gar nicht!Für mich stellt sich nur die Frage inwieweit Sie sich faktenmässig in die Seite Leserkommentare einmischen und sie bewerten. Mein ca.40jähriges Berufsleben hat mir gezeigt,dass man diverse Niederlagen hinnehmen muss,um dem gesamten zu dienen.Dieser Toplobbyist tm war zeit meines Berufs und Gewerkschafterlebens mein Hauptfeind.Ich möchte diese fruchtlose Systemdiskussion beenden,aber dem tm-Arbeitgeber nicht das soziale Umfeld überlassen!

  5. Avatar

    Petkov

    26. September 2018 17:37 at 17:37

    Eine gute Faktensammlung über die globale Schuldenlage momentan. Wem übrigens China und Nigeria als Beispiel zu fern und wenig greifbar sind, kann einen Blick auf den eigenen Garten werfen: da weisen die ärmsten EU-Länder (RO und BG)fast die geringste Staatsverschuldung auf (BIP Relation). Fast, weil man Estland natürlich besonders hervorheben muss.

    Jetzt fange ich an zu schwärmen :-) Was dieses Land für Vertreter der Finanzdisziplin so erfrischend anders macht, ist übrigens nicht die niedrige Schuludenquote – das ist nämlich nur die Wirkung. Die Ursache ist nämlich eine nicht nur in der EU beispiellose Finanzvernunft: sie waren schon paar Jahre in der €-Zone und immer noch durfte keine Gemeinde mehr als 60% ihrer geplanten Einkünfte ausgeben und der Finanzminister durfte maximal 20% der Steuerannahmen für den Schuldendienst aufwänden. Dabei hätten sie die Kröten einfach so raushauen können und dabei Sirtaki tanzen und toskanischen Wein trinken – wie die großen Vorbilder eben :-) :-) :-) Naja, Schluss mit dem Exkurs.

    Schulden sind eben nur Zahlen und Zahlen existieren in der Natur nicht. Die sind künstlich erschaffen. Deswegen sind sie immer mit Vorsicht zu genießen, wenn sie die Realität beschreiben sollen.

    Viele Grüße

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Coronakrise: Größter Schuldenanstieg – aber Zinsen rutschen in Euroland

Wir erleben in der Eurozone gerade wegen der Coronakrise den größten Schuldenanstieg der Geschichte. Gleichzeitig sinken die Zinssätze. Die Vergemeinschaftung von Schulden hat begonnen

Avatar

Veröffentlicht

am

Wir erleben in der Eurozone gerade wegen der Coronakrise den größten Schuldenanstieg in seiner Geschichte. Jegliche fiskalische Zurückhaltung weicht angesichts einer pandemischen Bedrohung der Volkswirtschaften. Gleichzeitig sinken die Zinssätze in den Mitgliedstaaten in atemberaubender Geschwindigkeit in Richtung der deutschen Bunds. Der letzte Auslöser war der große Wiederaufbaufonds, den die Gemeinschaft trotz des Widerstandes der sparsamen Fünf – Dänemark, Schweden, die Niederlande, Finnland und Österreich – beschlossen hat. Wittern die Märkte angesichts der Coronakrise eine Vergemeinschaftung der Schulden?

Coronakrise: Die Einführung des Euro und die Zinsen

Die Einführung der Gemeinschaftswährung am 1. Januar 1999 brachte für einige der elf Teilnehmerstaaten zunächst eine gewaltige Erleichterung bei der Bewältigung der Staatsschulden. Im Jahr 2000 musste man für italienische Langläufer kaum mehr bezahlen, als für die deutschen „Bunds: in etwa 5,5 Prozent. Etwa sechs Jahre zuvor lag der Zinssatz für die 10-Jährigen bei fast 14 Prozent. Waren da nicht noch die so genannten Maastricht-Verträge mit den Konvergenzkriterien für eine Aufnahme, die eine Höhe der Staatsverschuldung von max. 60 Prozent und eine Neuverschuldung von höchstens drei Prozent erlaubten? Doch wenn selbst das Vorbild Deutschland diese über mehrere Jahre nicht erfüllen konnte, wie dann Disziplin einfordern von den anderen Staaten?

Kurzum: Die Zinserleichterungen wurden erfreut mitgenommen, die Schuldenstände jedoch nicht zurückgeführt. In der Staatsschuldenkrise nach 2011 weiteten sich die Spreads aus, Griechenland stand am Rande des Bankrotts, bis man sich mit Umschuldungsprogrammen und Schuldenerlass zur Rettung Griechenlands und damit auch der Eurozone durchrang. Denn auch die Zinsaufschläge von Italien, Spanien, Portugal und teilweise auch die von Frankreich waren in die Höhe gesprungen.

Bis die Europäische Zentralbank, in Gestalt ihres Chefs, Mario Draghi in Aktion trat, der die mittlerweile mehrfach kopierten und psychologisch entscheidenden Worte sprach: „Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough.” Die Folgen sind bekannt: Zinssenkungen auf null, massive Anleihekäufe bis zur erlaubten Obergrenze von 33 Prozent pro Staat und ein für nicht möglich gehaltener Verfall der Zinslandschaft, der in der Coronakrise gerade seinen Höhepunkt feiert.

Die Pandemie, PEPP und der Wiederaufbaufonds

Das Jahr 2020 wird nicht nur wegen des globalen Vormarschs eines Virus in die Geschichte eingehen als das Jahr der Coronakrise. In einer weltweiten Allianz einigten sich Staaten und Notenbanken zu bisher noch nie gesehenen und einmalig hohen Rettungsprogrammen. In Europa lautet der Name für das große Ankaufprogramm für Staatsanleihen und privater Schulden PEPP – Pandemic Emergency Purchase Programme – zunächst in Höhe von 750 Milliarden Euro, welches am 2. Juni nochmals um 600 Milliarden Euro aufgestockt wurde. Da es ausgerechnet die hoch verschuldeten südlichen Länder durch die Pandemie besonders hart getroffen hat – Italiens und Spaniens Bruttoinlandsprodukt sanken im zweiten Quartal um 13 beziehungsweise 18,5 Prozent – musste man noch einmal nachlegen, um einen Zinsanstieg für diese Länder zu verhindern. Der von Frankreich initiierte und hart umkämpfte Wiederaufbaufonds war der nächste Schritt, ein spezielles Konstrukt gemeinsamer Anleihen in Höhe von zunächst 750 Milliarden Euro.

Die Zinsen in der Eurozone – Limes gegen null

Der viel umkämpfte Wiederaufbaufonds hat eindeutig das Ziel gerade den Staaten zu helfen, die einerseits hoch verschuldet aber andererseits besonders schwer betroffen von der Coronakrise in Not geraten sind. Durch die Emission gemeinsamer Anleihen werden Schulden finanziert, die die EU aufnimmt und für die alle Mitglieder gemeinsam geradestehen. Zweifellos ist das der Einstieg in eine Vergemeinschaftung von Schulden im Euro-Raum. Investoren jubelten, speziell auch aus dem Ausland, weil man sich jetzt sicher ist, dass man die Eurozone unter allen Umständen beisammen halten will, auch wenn man früher beschlossenen Festlegungenzuwider handelt. Die Folge ist ein Absturz der Zinsen in Tiefen, die nichts mehr mit der Bepreisung von Risiko zu tun haben.

Es wurde in letzter Zeit schon öfters berichtet, wie tief die Zinsen für länger laufende Anleihen im Süden gefallen sind, zum Beispiel in Italien mit 0,78 Prozent für die 10-Jährigen – die also inzwischen genauso hoch stehen, wie die bisher sicherste Staatsanleihe der Welt, die 10-jährige US-Treasury. Aber es geht noch extremer: Für griechische Anleihen mit einer Laufzeit von sechs Monaten werden schon Minuszinsen bezahlt, in Italien akzeptieren Sparer schon vier Jahre Laufzeit mit Zinsen nahe null, in Spanien und Portugal muss man für eine positive Rendite schon Langläufer mit acht Jahren Laufzeit wählen. Dabei stellt sich die Frage: Ist ganz Europa durch die Notenbankpolitik in der Coronakrise auf dem Weg zu Nullzinsen, also zur Schuldenaufnahme zum Nulltarif? Wenn man sich eine Übersicht betrachtet, die die Zinsdifferenz auflistet, die europäische Staaten zu den abnorm niedrigen deutschen 10-jährigen Bund (circa minus 0,60 Prozent) zahlen müssen, so kann man nur zu dieser Schlussfolgerung gelangen.

Zinsaufschläge zu deutschen Langläufern, in Prozent:

Niederlande plus 0,11
Österreich plus 0,17
Belgien plus 0,25
Slowakei plus 0,26
Frankreich plus 0,29
Irland plus 0,37
Portugal plus 0,78
Spanien plus 0,80
Zypern plus 1,00
Italien plus 1,34
Griechenland plus 1,45

Nochmal, die Vergleichsbasis ist nicht null, sondern deutlich darunter.

Fazit

Die Politik der Notenbanken in der Coronakrise hat eine Situation geschaffen, in die wohl niemand jemals geraten wollte. „Point of no return?“ Staatsfinanzierung durch die Notenbanken?

Ist diese Entwicklung nicht auch der Einstieg in eine gemeinsame europäische Schuldenunion? Vermutlich ja, denn die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, zugleich Ex-Finanzminsterin von Frankreich, hat gerade erst in einem Interview mit der Tageszeitung „Le Monde“ den Gedanken geäußert, man müsse über ein dauerhaftes konjunkturelles Stützungsinstrument nachdenken. Der Fonds in Höhe von 750 Milliarden Euro solle erhalten bleiben – damit er immer wieder verwendet werden kann, wenn außergewöhnliche Umstände eintreten. Wer soll eigentlich die auslaufenden und zu ersetzenden Anleihen von Italien und Griechenland kaufen, Staaten, die demnächst mit 200 beziehungsweise 160 Prozent zum BIP verschuldet sind, deren Staatsanleihen aber bereits fast keine Rendite mehr abwerfen?

Wie wird man dieses Programm wohl abkürzen?

 

Die Coronakrise lässt die Schulden explodieren, aber die Zinsen fallen

weiterlesen

Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

weiterlesen

Anleihen

Anleihen und Zinsen – eine weltweite Vernichtung der Anlegergelder

Avatar

Veröffentlicht

am

Für viele Großanleger gibt es seit Jahrzehnten eigentlich nur zwei große Anlageklassen – Anleihen oder Aktien: Um das Anlagekapital langfristig zu vermehren, oder um regelmäßig Zinsen oder Dividenden einzunehmen, wie es zum Beispiel Pensionsfonds tun, um die Kunden im Alter zu versorgen. Und gerade dieser ehemals so sichere und zuverlässliche Renditebringer ist durch die Interventionen der Notenbanken geradezu marginalisiert worden. Dabei müssen viele Institutionelle wie Versicherungen sogar ihren Hauptanteil der Finanzanlagen in Anleihen positionieren. Dort geschieht derzeit weiterhin viel Absurdes mit weitreichenden Konsequenzen.

Anleihen: Lage an den Rentenmärkten wird immer skurriler

In Europa schütteln viele Ökonomen nur noch den Kopf über die Kapitalmarktzinsen, speziell im Bereich der Staatsanleihen.

Zinsen um die ein Prozent für Langläufer in hoch verschuldeten Ländern, wie Griechenland oder Italien, liegen auf Höhe mit den amerikanischen Pendants. Einem Land (USA), welches trotz der eminent hohen aktuellen Verschuldung in seiner 244-jährigen Geschichte noch nie einen Staatsbankrott erleben musste und welches noch einen absoluten Ausnahmestatus innehat, da der US-Dollar als Weltreservewährung einen Sonderbonus genießt.

Aber auch für die am längsten laufenden Anleihen der Staaten im Zentrum Europas – Österreich, Schweiz und Deutschland – müssen für die 30- oder 50-jährigen Staatsanleihen fast keine Zinsen mehr gezahlt werden.

Die ultimative Begründung für die derzeitige Ausnahmestellung der Aktienmärkte

Diese wird von einer Erhebung durch die US-Großbank JPMorgan geliefert:

Weltweit gibt es für 17 Billionen Dollar an Anleihen keine oder sogar Minuszinsen
Berücksichtigt man die jeweiligen Inflationsraten, so beträgt die Summe der Anleihen, die eine negative Realrendite abwerfen 32 Billionen Dollar, oder 76 Prozent aller Staatsanleihen von Industrieländern
Woher sollen die vielen Kapitalsammelstellen, die auf Einnahmen angewiesen sind, eine Rendite erwirtschaften?

Fazit

Die Zinslandschaft in großen Teilen der Welt ist fast schon als brutal zu bezeichnen – für die Halter der Papiere.

Man kann täglich hundert Indikatoren heranziehen, um die Überbewertung der Aktienmärkte zu begründen. Vom Shiller-KGV, dem Buffett-Indikator, historischen Vergleichen zur Bewertung von Aktien zur Gesamtwirtschaft und vieles mehr. Aber wir haben auch eine historisch einmalige Situation. Wenn allein die drei großen Notenbanken (Fed, EZB, BoJ) in ihren Bilanzen schon über 20 Billionen Dollar stehen haben, die zum großen Teil von Käufen von Anleihen herrühren, kann es das Regulativ Anleihemarkt zu Aktienmarkt in alter Form nicht mehr geben.

Anders ausgedrückt: Was juckt ein KGV der Aktienmärkte von 20 bis 30, wenn selbst die großen Anleihemärkte ein mindestens dreistelliges aufweisen?

Und noch sieht es nicht nach einer Wende aus – weder bei den Käufen von Anleihen, noch bei den Kapitalmarktzinsen. Die Kapitalsammelstellen stehen täglich vor dem Problem, einerseits neue Gelder anlegen zu müssen, andererseits ihren Auszahlungsverpflichtungen nachzukommen. Dies ist für mich der Hauptgrund dafür, warum die Aktienmärkte einfach nicht größer korrigieren wollen. „There is no alternative!“ (TINA).

Zwar gab es den brutalen Einbruch wegen Corona im Februar/März, aber damals musste jeder Aktieninvestor mit dem Schlimmsten rechnen und seither hat die „Zerstörung“ der Zinsmärkte erst so richtig Fahrt aufgenommen. Wie könnte dieser Zustand sich zumindest etwas ändern? Schon öfters erwähnt: Ein substanzieller Anstieg der Inflation, der zu einem Anstieg der Kapitalmarktzinsen führt – nicht zu einem Anstieg der Leitzinsen.

Werden neue Schuldenprogramne 2021 bei einer Erholung der Wirtschaft dazu führen? Wenn es zumindest wieder etwas positive Realzinsen gibt? Wir werden es sehen, zunächst an den Zins-Charts.

Die absurde Entwicklung bei Anleihen - oder warum die Aktienmärkte so hoch stehen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen