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Über Goldminen-Glücksritter und andere Traumtänzer – es hört nie auf!

Dass es diese „Community“ immer noch gibt! Goldminen-Buzzen werden im Freiverkehr in Deutschland gelistet. Dann werden diese kleinen völlig illiquiden Aktien mit mehr als fragwürdigen Geschäftsmodellen und oft kaum vorhandenen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Dass es diese „Community“ immer noch gibt! Goldminen-Buzzen werden im Freiverkehr in Deutschland gelistet. Dann werden diese kleinen völlig illiquiden Aktien mit mehr als fragwürdigen Geschäftsmodellen und oft kaum vorhandenen Umsätzen an der Börse hoch gepusht. Dazu bedarf es natürlich leichtgläubiger Anleger, die man leicht beeinflussen kann. Ob Manipulatoren direkt hinter diesen dubiosen Glücksritter-Buzzen stecken, oder sich nur auf eine illiquide Aktie eingeschossen haben, ist von außen oft schwer zu beurteilen.

Aber oft ist es so, dass über diverse Kanäle (Social Media, Emails, Newsletter, Börsenbriefe) diese Aktien beworben und empfohlen werden. Sind die Kurse dann dank leichtgläubiger Käufer gut gestiegen, verkaufen die Pusher, die selbst viel niedriger eingestiegen waren, zu hohen Kursen. Später folgt dann der Zusammenbruch des Aktienkurses, weil reale wirklich interessierte Langfristinvestoren nicht vorhanden sind. Ob dieses „Geschäftsmodell“ auch auf die Firma „Goldex Resources Corp.“ zutrifft, können wir nicht beurteilen. Aber die BaFin warnt bezüglich dieser Aktie genau vor solchen Vorgängen. Zitat:

Nach Informationen der BaFin werden derzeit die Aktien der Goldex Resources Corp. (ISIN: CA3813663018) durch E-Mail-Börsenbriefe zum Kauf empfohlen. Die BaFin hat Anhaltspunkte, dass im Rahmen der Kaufempfehlungen unrichtige oder irreführende Angaben gemacht werden und/oder bestehende Interessenskonflikte pflichtwidrig verschwiegen werden. Sie hat hinsichtlich des betroffenen Wertes eine Untersuchung wegen des Verdachts der Marktmanipulation eingeleitet.

Die Aktien der Gesellschaft sind in Deutschland an den Börsen Frankfurt am Main, Stuttgart, München, Berlin und Tradegate in den Freiverkehr einbezogen. Die BaFin rät allen Anlegern, vor Erwerb von Aktien dieser Gesellschaft sehr genau zu prüfen, wie seriös die Angaben sind, und sich über die betroffene Gesellschaft auch aus anderen Quellen zu informieren. Hinweise dazu, wie sie sich vor unseriösen Anlageempfehlungen schützen können, finden Anleger in den Broschüren der BaFin.

Glücksritter im Annehmen von Einlagen

Es ist ein Dauerthema. Dubiose Einzelpersonen oder Kleinstfirmen nehmen Geld entgegen, und versprechen Anlegern hohe Zinsen. Das alles läuft oft mit einfachen aus einem DINA4-Blatt bestehenden Darlehensverträgen, wo auch eine Verzinsung genannt wird. Dass die „Anleger“ bei solchen Geschäften nur eine sehr schwammige Chance auf Rückzahlung haben, sollte eigentlich klar sein – eigentlich! Denn diese Anbieter müssen die Renditen ja auch irgendwie erwirtschaften! Da sie aber mit diesem Darlehensverträgen eine Rückzahlungsgarantie aussprechen, betreiben sie das Einlagengeschäft der Banken, nur eben unlizensiert, und im Kleinstformat.

Denn wenn eine Bank zum Beispiel Sparguthaben annimmt, verspricht sie dem Einleger unbedingt die Rückzahlung zuzüglich Zins. Aber solche Mini-Buzzen oder Einzel-Glücksritter haben keine Lizenz, und wohl auch sonst nichts im Hintergrund. Es geht darum irgendwie an Geld von Anlegern zu kommen. Im aktuellen Fall der „Global Infopool UG“ hatte man an Anleger „Vinkulierten Namens-Teilschuldverschreibungen“ ausgegeben. Das hört sich so gut an, da musste man einfach kaufen? (Scherz). Die BaFin macht dem aktuell ein Ende. Zitat BaFin:

Die BaFin hat der Global Infopool UG (haftungsbeschränkt), Königsbach-Stein, mit Bescheid vom 15. Februar 2018 aufgegeben, das Einlagengeschäft unverzüglich abzuwickeln. Die Gesellschaft nahm Gelder gegen Ausgabe von „Vinkulierten Namens-Teilschuldverschreibungen“ entgegen und versprach den Anlegern die unbedingte Rückzahlung. Hierdurch betreibt sie das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin. Die Gesellschaft ist verpflichtet, die Gelder per Überweisung vollständig an die Geldgeber zurückzuzahlen.

Die Pflicht zur Rückzahlung der Gelder gilt auch, soweit die Gesellschaft mit denselben Anlegern zwischenzeitlich Verträge über die Ausgabe von Inhaber-Teilschuldverschreibungen geschlossen hat, die die Verträge über „Vinkulierte Namens-Teilschuldverschreibungen“ ersetzen sollen. Die Anordnung der BaFin ist von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.

Glücksritter
Her mit dem Geld! Foto: Avarice (2012), by Jesus Solana / Wikipedia (CC BY 2.0)

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Denker

    1. März 2018 18:08 at 18:08

    Liebe FMW-Redaktion,
    naja mathematisch betrachtet ist Lottospielen noch viel schlechter in der Wahrscheinlichkeit zu gewinnen. Im Grunde legaler Betrug.
    Wer mit Pennystock Goldminen handelt weiß um das Risiko. Allerdings kann ich persönlich nichts negatives darüber sagen. Gewinne bis 300% konnte ich selbst schon realisieren.
    Allerdings gehe ich direkt über Toronto mit CAD.
    Die Goldex Resources Corp habe ich mir charttechnisch angeschaut,… ehrlich gesagt, ich kann nichts ungewöhnliches entdecken außer einen Minispike nach oben.
    Die Aktie kostet 0,88 CAD und liegt am Boden wie der komplette Sektor.
    Es gab im Februar 2018 innerhalb von 5 Tagen eine Verdoppelung,… auch nichts ungewöhnliches. Im Februar 2011war der Höchstkurs 19,50 CAD ,…
    Das die BaFin warnt ist gerade zu lächerlich,… vielleicht sollte sie sich mal den Bondmarkt anschauen oder das Derivatekonto der Deutschen Bank,… ;-)

  2. Avatar

    Bademeister

    1. März 2018 20:16 at 20:16

    „Goldex Resources Corp is in the process of exploring mineral interests. The company is principally engaged in the acquisition and exploration of gold exploration and evaluation assets. Its projects include El Pato properties located in Guatemala which targets gold, nickel, tin and other light materials and La Chorrera project which is located in Guatemala.“

    Marktkapitalisierung „solide“ 6,12 Mio. ….CAD!

    Viel geschrieben für nichts. In einem guten Casino könnte das eine gute Tageslosung sein. Die BaFin bzw. die darüber erfolgte Berichterstattung
    sind lächerlich. Früher Aprilscherz? Abklopfen und sensibel machen wofür?
    Die Aktie ist Schrott, kann sich aber noch locker verdoppeln, sollte der Goldpreis mitspielen….danke BaFin für die Warnung!.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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