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Über unsere zutreffende Prognose, warum Trump gar kein Interesse hat, die Zölle auf Autos abzuschaffen!

Wer FMW liest, ist im Vorteil..

Markus Fugmann

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Am 24.Juli, also ein Tag bevor Juncker nach Washington kam (um dort einen „Deal“ zu machen), setzte Donald Trump folgenden Tweet ab:

 

Trump forderte, dass einfach alle Zölle abgeschafft würden – aber die Europäer sicher nicht bereit dazu wären. Nun aber die plötzliche Wende gestern bei Trump: das mit den Zöllen werde nicht funktionieren, weil die Europäer ja doch lieber europäische Autos kaufen würden als amerikanische – also „no deal“, dazu müssten die Europäer schon mehr bieten („It’s not good enough … their consumer habits are to buy their cars, not to buy our cars.“)

 

Warum die plötzliche Wende? Vermutlich weil Trump inzwischen kapiert hat, was eigentlich von Anfang an klar war – dass die USA keinerlei Interesse an einer wechselseitigen Abschaffung der Auto-Zölle haben können – und genau das hatten wir in unserem Artikel „Trumps Drohung gegen die EU: Warum er gar nicht daran interessiert sein kann, die Zölle abzuschaffen!“ aufgezeigt und prognostiziert (25.06.2018)!

Hier noch einmal die Fakten im Überblick – und es sind diese Fakten, die die Wende Trumps natürlich in einem anderen Licht erscheinen lassen:

– 56% der in den USA verkauften Autos werden in den USA hergestellt

– die Zahl der in den USA hergstellten Fahrzeuge deutscher Auto-Marken ist höher als die aus Deutschland importierten

– weniger als 7% der in den USA verkauften Autos werden aus Europa importiert

– nur ca. 15% der in Europa verkauften amerikanischen Autos werden in Europa bezollt (mit 10%) – weil bei 85% der US-Autos, die in Europa verkauft werden, der Anteil der in Europa gefertigten Teile hoch genug ist, um eine Bezollung zu vermeiden!

– die USA erheben Zölle auf SUVs, light trucks (Vans, Pickups etc.) sowie SUV-Mischformen aus Europa – sie werden in den USA mit 25% bezollt. In den USA aber werden fast dreimal mehr SUVs, light trucks oder SUV-Mischformen verkauft als „normale“ Autos selbst. Das bedeutet: da wo die dicken Margen und die Volumina sind, erheben die USA Zölle von 25% – ein heftiger Nachteil für deutsche Autobauer, sodass sich Ford und General Motors diesen Markt sichern konnten und nach wie vor unbedrängt Geld verdienen können, weil faktisch durch heftige Zölle beschützt.

Also muß in der Zwischenzeit irgendetwas passiert sein, dass Trump nun von der Abschaffung der Zölle nichts mehr wissen will, nicht wahr? Und wir haben da so einen Verdacht: die US-Autobauer kennen natürlich ihren Markt, und sie werden nach Junckers Besuch und dem „Deal“ zwischen Juncker und Trump schnell ihre Lobby-Leute nach Washington geschickt haben mit der Botschaft: „Donald, wenn du diese Zölle abschaffst, gehen Jobs in den USA verloren“!

Und genau das hatten wir von Anfang an versucht, klar zu machen – so schrieben wir damals:

„Was also sollte die EU tun? Einfach Trump anbieten, dass alle Fahrzeug-Kategorien gleich oder vielleicht sogar gar nicht mehr bezollt werden – sprich Trump einfach einmal beim Wort nehmen. Und ihm damit einmal richtig auf den Zahn fühlen. Wetten, dass Trump aus den oben genannten Gründen gar kein Interesse daran hat, wirklich gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen?“

Und die EU hatte offenkundig inzwischen auch erkannt, wie die Sachlage ist – so sagte gestern EU-Wettbewerbskommissarin Malström:

„We said that we are ready from the EU side to go to zero tariffs on all industrial goods, of course if the U.S. does the same, so it would be on a reciprocal basis … We are willing to bring down even our car tariffs down to zero … if the U.S. does the same.“

Der Deal zwischen Juncker und Trump ist damit jedenfalls faktisch tot!

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Rüdiger Born: Dynamik im Nasdaq – was tun?

Rüdiger Born

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Im Nasdaq ist derzeit Dynamik vorhanden. Im folgenden Video bespreche ich ausschließlich die aktuelle charttechnische Lage im Technologieindex, und was für Trader machbar ist.

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Riskante Euphorie

Redaktion

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Aktienmärkte: Großbritanniens FTSE 100, vor einer Aufholjagd?

Wolfgang Müller

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Stehen die Aktienmärkte Großbritanniens, vor allem der FTSE 100, vor einer Aufholjagd? Knapp viereinhalb Jahre dauert das Gezerre um den EU-Austritt Großbritanniens schon, der Brexit, der mit dem Referendum vom 23. Juni 2016 eingeleitet wurde. Jetzt ist es nur noch ein Monat bis zum letzten Datum. Entsprechend gelitten haben die britischen Aktienmärkte, weil Anleger eine starke Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen auf der Insel erwarten. Eine Chance für ein Comeback international aufgestellter Titel?

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Aktienmärkte in Großbritannien: Die Einpreisung der Schwierigkeiten

Betrachtet man sich die Performance der Leitindizes verschiedener Länder, so kann man feststellen, dass die Investoren aufgrund des britischen Sonderweges einen kleinen Bogen um die Insel gemacht haben. Seit dem Referendum sahen die Entwicklungen der internationalen Aktienmärkte wie folgt aus (bis Ende November):

S&P 500 pus 73 Prozent
Dax plus 32 Prozent
CAC 40 plus 27 Prozent
FTSE 100 minus 14 Prozent

Auch die britische Währung hat unter dem Sonderweg stark gelitten, von 0,76 zum Euro auf aktuell 0,90 EUR/GBP.

Großbritanniens Schwäche ist auch ein relativ hohes Leistungsbilanzdefizit, also der Handel von Waren und Dienstleistungen mit dem Ausland. 2019 lag dieses Defizit bei 4,0 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die britische Volkswirtschaft ist auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen –  aber würde eine Abwertung des britischen Pfunds nicht auch Vorteile für die Exportwirtschaft generieren?

Gibt es ein Comeback britischer Aktien?

Die ersten Fondsmanager rechnen mit einem Aufschwung des britischen „Footsies“, denn britische Aktien haben im Vergleich zu den internationalen Märkten ein 50-Jahrestief erreicht. Es gibt viele Aktien, die in der Skepsis gegenüber der eigensinnigen Politik von Premier Boris Johnson über Gebühr verloren haben. Ob aus dem Pharmasektor – es gibt auch noch andere Werte als AstraZenecca -, dem Bankensektor (mit niedrigsten Kurs/Buchverhältnissen) oder aus dem Energiebereich, der an der Wall Street gerade so ein gewaltiges Comeback gefeiert hat. BP und Shell sind Energieriesen, die aber sehr von der Entwicklung des Ölpreises abhängen.

Für 2021 sind Fondsmanager der Hoffnung, dass die Bewertungslücke zu Europa wieder etwas geschlossen wird. Vor allem wenn es zu einem Handelsabkommen mit der EU kommen sollte. Außerdem darben derzeit viele britische Aktien im Sammelindex FTSE 100, die als Global Player ihre Gewinne außerhalb Großbritanniens einfahren. Mitgefangen, mitgehangen – aber wie schnell sich die Aktienmärkte umorientieren können, haben wir in letzter Zeit bei der Branchenrotation zwischen Growth und Value beobachten können. Auf der anderen Seite gilt es zu bedenken, dass Empfehlungen von Investmentbanken wie Morgan Stanley eigentlich nur bedeuten können: man hat schon einen Fuß in der Tür.

Fazit

Die Aktienmärkte und damit zahllose Investoren hatten Zeit genug, um die wirtschaftlichen Konsequenzen des britischen Sonderwegs in die Kursentwicklung einfließen zu lassen.

Was ist also, wenn es doch nicht so schlimm kommt, wie man es vorsorglich bedacht hat? Oder wenn es doch noch eine Lösung auf den letzten Drücker gibt? So oder so dürfte der 31. Dezember nicht mehr viel an großen negativen Überraschungen liefern, die Zeit bis zum Jahresende bleibt aber spannend. Beim Kampf um die Impfstoffzulassung, beim Fight um eine Jahresendrally für die Aktienmärkte – und um die Jahresperformance in der aktiven Fondsbranche und beim ersten Vortasten auf aussichtsreiche Investments für das Jahr 2021.

Die Aktienmärkte Großbritanniens: Potential für den FTSE 100 nach dem Brexit?

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