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Über Finanzmarktwelt-Verschwörungstheoretiker – und billige Banken..

FMW-Redaktion

Gestern ereilte uns ein Kommentar einer Leserin, die uns bis ins Mark erschüttert hat:

„Liebe FMW-Redaktion: nicht böse sein, doch macht es mir von Tag zu Tag mehr den Eindruck, das sich FMW mehr und mehr in die Ecke der Verschwörungstheorie bewegt!“

Wir brauchten Stunden, um uns davon zu erholen!

Nun ist die Leserin, die uns eine Neigung zu Verschwörungstheorien vorwirft, offenkundig eine Anhängerin eines stets optimistischen Videobloggers, der sich auf bislang noch völlig ungeklärte Weise bei der FMW eingeschlichen hat und unsere schönen Verschwörungstheorien regelmäßig kaputt macht. Vermutlich ist die Leserin erst durch ihn auf uns gestoßen – sonst wüßte sie nämlich, dass wir schon immer Verschwörungstheoretiker waren, und daran hat sich natürlich kein Jota geändert.

Wir haben nämlich eine ausgeprochene Affinität zu Zahlen und anderen irrationalen Dingen, zugegeben. Und manchmal, ganz selten allerdings, haben die Finanzmärkte auch eine solche Affinität. Aber nur ganz kurz. Dann Auftritt der Notenbanken-Zauberer, und alles ist wieder gut. Und das ist natürlich gut so, sonst wäre die Stimmung ja zu schlecht. Und das kann niemand wollen .. ausser irgendwelche Verschörungstheoretiker und Baisse-Spekulanten wie der Florian Homm, die schrecklicherweise bei FMW zu Wort kommen!

Unsere Leserin schrieb weiter:

Hallo Herr Fugmann,

die Berichte sind sehr einseitig.
Wenn ich ein Buch mit Verschwörungstheorien lese, kenne ich die eine Seite.
Um mir aber selbst ein Bild machen zu wollen, muß ich auch ein Buch der Gegenseite lesen.
Und diese Gegenseite fehlt mir hier immer mehr.

Schluchz. Na gut. Hier also die Gegenseite. Banken sind billig, spottbillig. Kaufen, kaufen, kaufen. Peter Ganry erklärt, warum und weshalb – und wir Verschwörungstheoretiker halten uns dabei einfach die Ohren zu, okay, liebe Leserin?



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16 Kommentare

  1. Aber, das stimmt doch, besonders vorgestern war auffällig, dass die Südeuropärer besser liefen als DAX und Co, raten Sie mal, warum…

    Und die Deutsche Bank mit ihren CDS-Ausfallversicherungen läuft wie Griechenland dem Abgrund entgegen…
    Aber, jeder so, wie er mag… Smart-Money sammelt jetzt ein…
    Ich möchte noch viel mehr Schluchz-Kommentare hören…

  2. Gott sei Dank, daß es auch noch die verblendeten „Schweinchen“ gibt, die noch an die heile Welt glauben und daß man durch Notenbankeingriffe die Märkte dauerhaft von der Realität abkoppeln könne. Denn ohne diese „Schweinchen“ hätte man während der nächsten Baisse niemanden zum schlachten.

    Außerdem deckt sich die Meinung von FMW in großen Zügen mit Kommentaren von Investmentlegeneden wie Carl Icahn, Jim Rogers usw. Und das sind sicherlich keine Verschwörungstheoretiker.

    Wem FMW nicht passt, der soll bitte wieder „Hausfrauen-TV“ anschauen.

  3. allein diese kranke und nicht mehr nachzuvollziehende gelddrucken, pumpen und schulden mit schulden finazieren auf teufel komm raus, oder gier entfessel dich…auf der anderen seite immer größere armut….da brauchts ne verschwörungstheorie…hier haben sich schrecklich, entfesselte finanzlobbyisten und kriminelle politik mit kriegstreibern doch gut und effizient vernetzt….ähm ist das nicht genug verschwörung? machen sie das mal im familienkreis, auch kleinsten zelle des staates…der knast ruft…kopfschüttel…thomas barnett lesen…vieleicht hilfts richtig auf die hirnbeinchen….

  4. Ich bin heilfroh, dass man auf »finanzmarktwelt.de« auch Nachrichten und Kommentare abseits des Wirtschafts- und Börsen-Mainstreams erhält. Bei den zahlreichen Daueroptimisten, die den Zentralbankern alles von den Lippen ablesen und glauben, könnte man sonst angesichts der weltweiten Überschuldung und der schon negativen Wirtschaftsdaten aus der Realwirtschaft an sich zweifeln.
    Allen Daueroptimisten empfehle ich dringend das gerade erschienene Buch »Eiszeit in der Weltwirtschaft: Die sinnvollsten Strategien zur Rettung unserer Vermögen« von Dr. Daniel Stelter zur Lektüre. Das ist wirklich ein exzellenter „Rundumschlag“ zu unseren derzeitigen und kommenden Wirtschafts- und Börsenproblemen.

  5. Liebe Redaktion,
    warum denn gleich jemanden bloßstellen? Und dann auch noch Top story?
    Es ist doch gut, dass sich Ihre Leser auch kritisch mit Ihnen auseinandersetzen und nicht sofort den Rücken kehren. Schließlich wollen Sie doch als Journalisten eine Diskussion anregen mit Ihren Artikeln. Sie müssen doch niemandem beweisen, dass Sie Recht haben.

  6. Um ehrlich zu sein, da war ich auch etwas überrascht, das hätte man anders machen können, liebe Finanzmarktwelt-Redaktion.

    Mir persönlich wäre es egal gewesen, aber die Polemik hätte ich weggelassen.
    Aber egal, Top-Story war doch ein wenig übertrieben, so wie wir Menschen übertreiben an den Märkten…

    „Top-Story“ fand ich übrigens interessant, sehr schön…liebe Finanzmarktwelt-Redaktion…

  7. Mit solchen Beiträgen wird FMW zur Quasselbude.

  8. Lieber Herr Fugmann,

    mich wundert es schon sehr, dass Sie die Ihnen und Ihrer Seite entgegengebrachte Kritik hier zur Diskussion stellen. Die Frage nach dem Warum sei hier erlaubt? Bekommen Sie so wenig kritische Anmerkungen, dass Sie bei so einer harmlosen Äußerung schon gekränkt sind? Ein souveränerer Umgang wäre hier wünschenswert. Das Verstricken in ironischen Formulierungen tut der Hauptintention Ihrer Seite meiner Meinung nach nicht gut:

    „Im Zeitalter der für alle zur gleichen Zeit verfügbaren Information will finanzmarktwelt.de nicht nur Informationen liefern, sondern aus der Fülle von Informationen das Wesentliche herausfiltern. Ziel ist, nicht nur den an den Finanzmärkten Interessierten Orientierung zu geben, das Geschehen einzuordnen und verständlich zu erklären. Wer das Geschehen besser versteht, wird von kommenden Entwicklungen nicht überrascht und hat die Chance, rechtzeitig die Weichen für eine finanziell erfolgreiche Zukunft zu stellen.“

    Ich verfolge finanzmarktwelt.de seit mehreren Jahren und war von der Seite sehr angetan. Auch ihre subjektive Beurteilung der Geschehnisse gefiel mir sehr gut. Allerdings muss ich in letzter Zeit feststellen, dass Sie sich etwas verrannt zu haben scheinen. Ihre Seite wandelt sich mehr und mehr von einem mit fundierten Kommentaren angereicherten Informationsportal hin zu einem Blog, in dem der Blogger zynisch seine Meinung verkündet.

    Ich bin selbst ein großer Freund der Ironie, allerdings ist es selten das richtige journalistische Stilmittel. Einen Hauptteil Ihrer Beiträge formulieren Sie mittlerweile ironisch, fast schon zynisch. Die eingangs erwähnte Veröffentlichung der Ihnen entgegengebrachten Kritik stellt nun einen bitteren Höhepunkt dessen dar.

    Sicherlich erwarten Sie sehnlichst den großen Börsencrash, damit Ihr jetzt schon seit einigen Jahren zur Schau getragenen Pessimismus endlich bestätigt wird. Bisher ist aber objektiv festzustellen, dass Sie mit Ihren Einschätzungen in der Regel daneben lagen.

    1. Lieber Herr @Heine,
      a) es wurde niemand lächerlich gemacht! Oder wissen Sie jetzt den Namen? Kennen Sie jetzt die Person? Email-adresse?
      b) Andererseits: Das wissen Sie eigentlich selbst, alles ja anonym, so dumm werden Sie nicht sein. Warum also dann Ihr Kommentar? Wollen Sie Ihre Sichtweise durch Ihr Schluchzen bei uns durchdrücken? Scheint so.
      c) Wer hier öffentlich argumentiert, dessen Argumente dürfen öffentlich diskutiert werden. Und da hat sich Herr Fugmann mal exemplarisch so’nen Troll geschnappt und ist auf dessen politisch-korrekte Argumente eingegangen. Und er hats mit Humor gemacht und nicht mit Häme, oder mit agressiven Schlagworten, wie die Leipziger Massenschlachtung bei den Massenmedien.
      d) Macht doch Focus, Speigel und Co genauso: ab wann haben sie von den Köln-Vergewaltigungen geschrieben? Als es bei Faxbook und Twitter zu offensichtlich wurde. Und da wurde nur so zitiert!!! Wie böse.
      e) Außerdem werden die Situation und die Medien immer irrer. Folge jeder Medien-Diktatur ist und bleibt die Ironie. Schon mal was von Facharbeitern oder Kulturbereicherung gehört? Mittlerweile Schimpfwörter in Ironiebeiträgen. Wegen der Mediendiktatur.
      p.s. Ich bin Sabine, und nicht der. Außerdem ist es wurscht, wer was wie wo. Bei dwn hat jemand Troll mein Kürzel verwendet für die politisch-korrekte Postings, also genau mein Gegenteil. Da dwn mittlerweile auch Mainstream ist, da aufgekauft …

  9. Aber das liegt wohl an der Redaktion – das war nix.
    Punkt.
    So kann man natürlich auch Aufmerksamkeit erzeugen, die „Bild“ usw, kann das auch…
    Aber sowas sollte nicht das Niveau hier sein und ich glaube nicht, dass das Absicht war.
    Herr Fugmann & Co machen das wirklich toll, wir Menschen machen Fehler, das kann eben passieren.. Schwamm drüber…

  10. Ohne Verschwörungstheoretiker wäre die Welt immer noch eine Scheibe und die rothaarigen Hexen gehören verbrannt .

    Wer es heutzutage zum Verschwöringstheoretiker geschafft hat darf sich geadelt fühlen .
    Nur wer sich ausreichend nonkonform zum Verbrechersystem äussert , bekommt „deren“ Aufmerksamkeit .

    Ich bin ein Verschwörungstheoretiker !

  11. PS …auch diese „Keule“ wird sich abnutzen !

  12. Hallo Markus Fugmann,

    hervorragend gekonntert, ich liege am Boden vor Lachen…:-)…….und nicht beirren lassen, ihr liegt da im Momment schon sehr richtig mit euren Analysen.

    Viele Grüße

    GN

  13. @Heine
    „Sicherlich erwarten Sie sehnlichst den großen Börsencrash, damit Ihr jetzt schon seit einigen Jahren zur Schau getragenen Pessimismus endlich bestätigt wird. Bisher ist aber objektiv festzustellen, dass Sie mit Ihren Einschätzungen in der Regel daneben lagen.“

    Tja, so unterschiedlich sind die Sichtweisen. Die Beurteilung in Ihrem letzten Satz würde ich genau anders herum dargestellt haben. Allerdings verfolge ich die Berichte von Herrn Fugmann und Finanzmarktwelt.de auch erst seit einem Jahr. Und seitdem fiel der DAX nur von rd. 12000 auf rd. 8500. Wer spricht schon über schlappe 30% Minus.

    An @Herrn Fugmann: bitte nicht vergessen, ein sog. Verschwörungstheoretiker ist beileibe kein schlechter Mensch oder jemand mit schlechten Eigenschaften oder wie auch immer.
    Er stellt ja lediglich eine Theorie auf – wie auch Wissenschaftler das mitunter tun (z.B. Einstein mit seiner Relativitätstheorie). Wenn, dann ist ggf. derjenige der Missetäter, welcher die Verschwörung tatsächlich im Schilde führt.
    Und zudem bekundet der Verschwörungstheoretiker vom Wortstamm her zunächst mal nur eine „Theorie“ – keine „These“.
    So gesehen wäre die Nachricht der Dame an Sie lediglich eine Feststellung, noch nicht mal eine Kritik.
    Ich weiß bloß nicht, ob die Dame das selber auch weiß.
    viele Grüße

    1. Seit Ende 2013 (FMW geht online) hat man aber auch die Rallye von 8.500 bis 12.000 Punkte verpasst.

  14. Das war doch nicht etwa die (etwas zu sehr emotionsgebundene) Sabine, oder?

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