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Steuer für Gewinne ab 130 Euro pro MWh Übergewinnsteuer von 90% auf Erneuerbare Energien

Der Bund will eine Übergewinnsteuer von 90% auf Erneuerbare Energien und Atomstrom einführen, ab Gewinnen über 130 Euro je MWh.

Solaranlagen

Die Bundesregierung hat ihren Plan dargelegt 90 % der Gewinne von einigen sauberen Stromerzeugern zurückzufordern, da man versucht ein Hilfspaket für die Verbraucher zu finanzieren. Die Regierung plant 90 % der Gewinne von Solar-, Offshore-Wind- und Atomkraftwerken abzuschöpfen, die über 130 Euro pro Megawattstunde liegen (Übergewinnsteuer) – so heißt es in einem Gesetzentwurf, der Bloomberg News vorliegt. Die Politiker versuchen, einen Teil der Gewinne zurückzufordern, die Unternehmen wie die RWE AG durch die hohen Strompreise erzielen.

Diese Übergewinnsteuer („Windfall Tax“) wird auf die Stromerzeuger in Abhängigkeit von den verwendeten Brennstoffen erhoben. Braunkohlekraftwerke werden bei Gewinnen von über 52 Euro pro Megawattstunde besteuert, Ölkraftwerke bei 28 Euro. Die Maßnahmen gelten für 10 Monate, rückwirkend ab Anfang September 2022 und bis Ende Juni 2023. Sie könnten bis Ende 2024 verlängert werden.

Deutschland hat am 22. November ein 54-Milliarden-Euro-Paket geschnürt, mit dem die Gaspreise für Unternehmen und Haushalte ab dem nächsten Jahr gedeckelt werden sollen, während für den Stromsektor mehr Geld vorgesehen ist. Die Hilfen für die Stromrechnungen werden zum Teil aus dieser Übergewinnsteuer finanziert, aus der die Regierung nach offiziellen Angaben einen zweistelligen Milliardenbetrag einnehmen will.

Die vorgeschlagene Höhe liegt unter der von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Höhe von 180 Euro pro Megawattstunde. Die Erzeuger erneuerbarer Energien in Deutschland haben davor gewarnt, dass eine solche Abgabe Investitionen abschrecken würde, die das Land benötigt, um sich von importierten fossilen Brennstoffen zu lösen.

FMW/Bloomberg



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24 Kommentare

  1. Bundesfinanzminister Christian Lindner hat sich auf einem aktuellen Süddeutsche Zeitung-Wirtschaftsgipfel gegen Steuererhöhungen ausgesprochen/n-tv-Fernsehen. Nunmehr kommt eine Übergewinnsteuer für Energieunternehmen in den Bereichen Ölindustrie, Kohlekraftwerke und Anbieter Erneuerbare Energien. Die Energiekonzerne sind im Rahmen ihrer Übergewinne aufgerufen, sich für einen Energiemix bestehend aus fossilem Erdöl, Kohleverstromung, Windenergie, Wasserkraft und Sonnenenergie auszusprechen.

  2. Das ist doch wieder totaler Quatsch, den sich die Bürokraten da ausdenken.
    Adam Smith dreht sich gerade im Grab um.

    Lasset doch den Markt entscheiden.

    Die Erneuerbaren sind jetzt schon günstiger als konventionelle. Warum sollen die Unternehmer abgestraft werden, die auf das beste Pferd setzen?

    Das führt doch nur dazu, dass die Mittelmäßigkeit und die Schlechten erhalten werden, von dem Geld, was die besten Unternehmer verdienen.

  3. Stimmen die Zahlen?
    Denn 1 MWH hat ja 1000 KWH. Würde bedeuten, über 0,13 € / KWh setzt die Steuer ein. Und bei Braunkohle bei 0,052 € und bei Öl bei 0,028 €. Ich kann nicht glauben, daß der Strom so günstig produziert wird.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stromgestehungskosten

  4. …das ist das Ende für Dach-PV Anlagen bei den momentanen Zinsen, zumindest für investiv denkende. Liebhaber und Ideologen ausgeschlossen.
    Freiflächenanlagen, bin seit einem Jahr auf einer Warteliste und freute mich bis heute sehr !, stehen auf der Investitionskippe, zumindest für den kleineren Privatinvestor. Ich könnte kotzen , die ganze Arbeit der Investitionsvorbereitung für die Katz !
    Somit ist die Zerstörungswirkung der fehlenden Planungssicherheit auch beim privaten Investor angekommen, bravo !
    Es lebe der Niedergang

  5. @jumpin1

    Ich verstehe das so: Die Steuer setzt über 0,13 € Gewinn ein, nicht bei den Gestehungskosten bzw. Verkaufspreisen. Wenn also 1 kWh zu 0,10 € produziert wird, passiert bei einer Gewinnmarge bis zu 130% (Verkaufspreis 0,23 € /kWH) gar nichts. Und erst ab dann fällt die Besteuerung an, was aber nicht die Gewinne unterhalb dieser Grenze tangiert.

    @Markus Biegler

    Warum sollte das das Ende von PV-Dachanlagen sein? Die Einspeisevergütung bei Volleinspeisung liegt je nach Anlagengröße zwischen 6,2 und 13,4 Cent.
    https://www.wegatech.de/ratgeber/photovoltaik/foerderung-finanzierung/einspeiseverguetung/#aktuelle-verguetungssaetze-
    Selbst wenn Sie als Direktvermarkter an der Börse verkaufen würden, lag dort der Preis vor einem Jahr bei 14 Cent. Und seit diesem Zeitpunkt stehen Sie doch auf der Warteliste und freuen sich seitdem bis heute sehr, oder?

    Aktuell befindet sich der Börsenpreis auf ähnlichem Niveau. Die Gestehungskosten für Freiflächenanlagen dürften bei etwa 3 bis 6 Cent liegen. Der Mechanismus der Übergewinnsteuer greift also bei solchen Kosten erst bei Börsenpreisen von 16 bis 19 Cent, und dann auch nur für den Anteil, der über dieser Grenze liegt.
    https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/studien/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien/jcr:content/contentPar/sectioncomponent/sectionParsys/textwithinlinedimage/imageComponent1/image.img.4col.large.jpg/1627979908410/Abb1-LCOE2021-web.jpg
    Das eröffnet Ihnen Gewinnmargen von 120 bis 330% ohne Übergewinnsteuer. Kaum ein Grund, um von Zerstörungswirkung und Niedergang zu reden.

  6. Bei angenommenen Gestehungskosten von 10 Cent ist ein Verkaufspreis von 23 Cent ohne die Besteuerung möglich. Wer für 33 Cent an der Börse verkaufen kann (wann ist das schon mal der Fall?), muss lediglich die oberen 10 Cent versteuern. Davon bleibt dann noch 1 Cent, somit insgesamt ein Gewinn von 14 Cent.

    Die maximale Einspeisevergütung beträgt rund 13 Cent und ist damit nicht von der Maßnahme betroffen. Herr Habeck macht sich doch nicht die eigene Energiewende kaputt. Die Gilde seiner Kritiker versucht ihn zwar ständig als dämlich darzustellen. In Wirklichkeit sind sie es, die sich dieses Attribut hart erarbeitet haben und alles dafür tun, damit sich das auch bloß nicht ändert.

    Leider ist es immer dieselbe Leier. Die eine Hälfte schreit entrüstet auf, wenn die Erzeuger von grünem Strom von hohen Börsenpreisen und außerirdischen Gewinnen profitieren. Die andere Hälfte beginnt ihr Lamento, sobald Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Einen vernünftigen Mittelweg, Kompromisse, Synthesen scheint es nicht mehr zu geben.

    Langsam aber sicher dreht sich mir bei 90 Prozent aller Kommentare der Magen um. Und die wenigen rühmlichen Ausnahmen, die sich um Sachinhalte, Argumente und eine wissenschaftliche Herangehensweise bemühen, unterliegen nicht selten einem unwürdigen und hemmungslosen Auswuchs an Mobbing und Bashing. Was ist nur schiefgelaufen in vielen unserer Gesellschaften?

    1. …..sorry, Michael und Anna Luisa eure Argumente fußen nicht auf unternehmerischem Denken, auf jeden Fall nicht auf erfolgreichen.
      Das Verharmlosen dieses Eingriffs, um den vorherigen Merit-Order-Prinzip Eingriff auszugleichen, zeigt mir euer falsches Grundverständnis. Das Etablieren eines Gewinnkorridors ist sozialistisch und wird das Marktverhalten ändern, bedauernswerterweise in Richtung Mangelwirtschaft.
      Hört sich ja gar nicht so schlimm an, Einspeise-mindest-vergütung nicht betroffen, ..Das eröffnet Ihnen Gewinnmargen von 120 bis 330% ohne Übergewinnsteuer. Ist ja nur für 10 Monate (oder auch nicht). Welches Risiko deckt ein Unternehmer denn mit 120% Gewinnmarge ab Michael ? Was ist ein Gewinnkorridor bis 330% bei einer Inflation von 4-10% über eine Laufzeit von 30-40 Jahren wert ?

      …ein sehr schön formulierter Absatz kopierst du diesen ans Ende all deiner Kommentare ?
      „Langsam aber sicher dreht sich mir bei 90 Prozent aller Kommentare der Magen um. Und die wenigen rühmlichen Ausnahmen, die sich um Sachinhalte, Argumente und eine wissenschaftliche Herangehensweise bemühen, unterliegen nicht selten einem unwürdigen und hemmungslosen Auswuchs an Mobbing und Bashing. Was ist nur schiefgelaufen in vielen unserer Gesellschaften?“

      meine Antwort in deiner Sprache sieht so aus… die Dreistigkeit mit der sachinhaltslose Argumente mit pseudowissenschaftlicher Herangehensweise begründet werden hat so stark zugenommen, dass geerdete Menschen nicht mehr schweigen können und korrektiv eingreifen müssen.
      Am besten hierzu passt wohl eine Argumentationskette, die in folgendem Buch beschrieben wird.
      Lest mal: Sozialismus: Die gescheiterte Idee, die niemals stirbt von Kristian Niemietz.
      Einem Pragmatiker genügt diese Beobachtung !

      1. @Markus Biegler

        Leider glänzen auch Sie hier nicht unbedingt mit Konkretem und beschränken sich doch sehr auf Allgemeinplätze. Was wäre denn etwa ein Gewinnkorridor, mit dem Sie leben könnten?

        Was ist ein Gewinnkorridor bis 330% bei einer Inflation von 4-10% über eine Laufzeit von 30-40 Jahren wert ?
        Wenn Sie davon ausgehen, dass wir nun 40 Jahre lang eine Inflationsrate von 10% haben werden, und gleichzeitig auch die Übergewinnsteuer diesen Zeitraum ohne Anpassungen an die allgemeine Strompreisentwicklung abdeckt, haben Sie natürlich völlig recht. Fast zumindest.

        Umso mehr kann ich mich als Eigentümer einer Dach-PV-Anlage mit batterieelektrischem Speicher, hohem Eigenverbrauch und Autarkiegrad freuen, dass meine Stromkosten für den Zeitraum von 30-40 Jahren minimal und planbar bleiben. Des einen Leid, des anderen Freud. Ich weiß, das klingt jetzt egoistisch und unsozial, aber es fußt auf erfolgreichem unternehmerischen Denken und fundierter Kalkulation.

        Was ich noch immer nicht verstanden habe: Sie freuen sich seit einem Jahr auf Ihre Investition, als der Direktvermarktungspreis bei 0,14 €/kWh lag. Und plötzlich ist genau diese Gewinnmarge nichts mehr wert?
        Überdies verdienen Sie doch auch zusätzlich an höheren Preisen über 0,13 € Gewinn noch 10%, was alleine schon die genannte Inflation mehr als ausgleichen würde. Verbleiben in unserem Rechenbeispiel noch mindestens die genannten 330% Marge, die nicht von der Inflation betroffen sind.
        Bei den absoluten Spitzenpreisen von 0,68 €, wie im August 2022, wären das dann 13 Cent + 5,2 Cent = 18,2 Cent. Das entspricht einer Gewinnmarge von bis zu 507% (abzüglich Inflation).
        Sie investieren nur einmal zu einem bestimmten Zeitpunkt. Danach haben Sie keine relevanten laufenden Kosten mehr, die der Inflation unterworfen wären. Zudem mindern steigende Betriebskosten durch Inflation Ihren Gewinn, indem die Gestehungskosten steigen. Was wiederum zu höheren Grenzen bei der Ermittlung des Verkaufspreises führt, ab dem die Übergewinnsteuer zu greifen beginnt.

        Basiert Ihre Planungs“sicherheit“ tatsächlich auf dauerhaften Börsenpreisen von 200 €/MWh und mehr?
        Wie verhält es sich mit Ihrer Kalkulation, wenn sich die Börsenpreise über langfristige Zeiträume gerade wegen Merit-Order und des Ausbaus erneuerbarer Energien beispielsweise auf ein Niveau um oder unter 160 bis 190 €/MWh einpendeln würden? Das markiert etwa Grenze für die Übergewinnsteuer, je nach Gestehungskosten. Oder was wäre bei unter 100 €? Vielleicht sogar nur 50 €?
        Immerhin hatten wir nun eine 20-jährige Phase, in der das Preisniveau so um die 40 € pendelte, Tendenz eher gleichbleibend.
        https://www.bricklebrit.com/cgi-bin/spotmarktpreise.pl?VONDTE=2000-1-1&BISDTE=2021-4-30&BASE=1&PEAK=0&OFFPEAK=0&200TageLinie=1&VONH=-1&BISH=-1&NAVG=0&ZUFALL=0.03904906511768047

        Da diese meine Rechnung sicherlich eine pseudowissenschaftliche Herangehensweise darstellt, und ich jetzt auch keine Lust habe, ein Buch über gescheiterten Sozialismus zu lesen, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie Ihre wissenschaftliche Kalkulation von November 2021 und 2022 nachvollziehbar und verständlich darlegen würden. Im Idealfall mit der Begründung, warum 14 Cent sowohl Anlass zur Freude, als auch für tiefste Verärgerung sind.

        1. @Michael
          Genau der gleiche Gedankengang ging mir auch durch den Kopf. Ein Jahr Investitionsvorbereitung inkl. Planungssicherheit, die auf utopischen vorübergehenden Mondpreisen basiert, hervorgerufen durch eine damals noch unvorhersehbare Krise.
          Mir kam sofort die Frage in den Sinn, warum sich dann aber tausende andere Freiflächenanlagen seit vielen Jahren rentieren, die mit einem Bruchteil der Börsenpreise oder der Einspeisevergütung von um die 10 Cent klarkommen müssen.
          Vermutlich fehlt auch mir das unternehmerische Denken, zumindest das erfolgreiche 🤑

          1. Vermutlich fehlt er dir, zumindest zeigt mir dein Kommentar, dass du etwas zu kurz denkst. Tut euch das Buch mal an :-) !, danach bringt ihr Arne und mir etwas Verständnis entgegen. Eure Kalkulation stimmt ja im Basisansatz, aber was denkt ihr wie es den ganzen Investoren, von denen Jan redet ging, als sie mit den Übergewinnen ihr damals eingegangenes Risiko (bei Nullzins und ohne Preisdeckel) etwas reduzieren konnten, jetzt rückwirkend abführen müssen…natürlich wissen sie alle, dass es nicht immer „diese Mondpreise“ geben wird, aber so eine Übergewinnperiode mitnehmen zu dürfen muss dazugehören. @ Michael, mal den Preisdeckel durchgedacht für deinen Fall: Du willst doch auch, dass deine Anlage für dich Stromkosten spart. Wenn die kWh mal 1€ kostet sagt unser Minister: der gute Michael hat ja richtig gehandelt, darf jetzt aber nur noch 13c sparen, den Rest der virtuellen Ersparnis durch cleveren Eigenverbrauch zahlt er jetzt an mich.
            Während ein Beamter beim Wort Übergewinnsteuer Glückseligkeit aus seinem Gerechtigkeitsgedanken heraus empfindet, läuft es dem Unternehmer eiskalt den Buckel runter.
            Arne hat ja seine Kalkulation umrissen. Von mir noch etwas konkretes: Was wird z.B. mit einem PVA-Vermittler wie solar Direktinvest passieren, deren Geschäftsmodell auf aggressiven Strompreisen basiert, vollzieht mal eine Kalkulation von denen durch.

          2. @Markus Biegler

            Natürlich kann ich Ihre Verärgerung gut nachvollziehen und verstehen. Rückwirkende Überraschungen sind immer ein absoluter Albtraum.
            Allerdings verhält es sich doch so, dass die Übergewinnsteuer nur rückwirkend bis 1. September 2022 gilt. Die Zeiträume der größten Zufallsgewinne sind also gar nicht betroffen. Wie auch die Gewinne seit etwa Mitte Oktober 2022 bis dato, seitdem sich die Börsenpreise wieder auf ein Niveau unterhalb dieser Gewinngrenze eingependelt haben.
            https://www.bricklebrit.com/cgi-bin/spotmarktpreise.pl?VONDTE=2022-7-1&BISDTE=2022-10-30&BASE=1&PEAK=0&OFFPEAK=0&200TageLinie=0&VONH=-1&BISH=-1&NAVG=0&ZUFALL=0.03904906511768047

            Alleine in den 12 Monaten von August 2021 bis Juli 2022 dürfte Arne mindestens etwa den Gewinn von 4 Jahren eingefahren haben.
            https://www.bricklebrit.com/cgi-bin/spotmarktpreise.pl?VONDTE=2021-8-1&BISDTE=2022-7-31&BASE=1&PEAK=0&OFFPEAK=0&200TageLinie=0&VONH=-1&BISH=-1&NAVG=0&ZUFALL=0.03904906511768047

            Und im Monat August 2022 nochmal ein ganzes weiteres Jahr.
            https://www.bricklebrit.com/cgi-bin/spotmarktpreise.pl?VONDTE=2022-8-1&BISDTE=2022-8-31&BASE=1&PEAK=0&OFFPEAK=0&200TageLinie=0&VONH=-1&BISH=-1&NAVG=0&ZUFALL=0.03904906511768047

            Das ist doch eher ein Grund zur Freude, verglichen mit den paar Euro über der Grenze, die ihm nun für den Zeitraum September bis Mitte Oktober durch die Lappen gehen.

            Solar Direktinvest beschreibt ihr Geschäftsmodell auf der Internetseite so:
            In Photovoltaik investieren in Form eines Solar Investment auf einer gepachteten Dachfläche oder eines Solarparks zählt in Deutschland aufgrund millionenfach bewährter Technik, der staatlich garantierten Vergütung und den enormen Steuervorteilen zu einer der kalkulierbarsten, sichersten und lukrativsten Investitionen überhaupt.
            Die entscheidende Passage ist aufgrund … der staatlich garantierten Vergütung und den enormen Steuervorteilen. Das klingt jetzt nicht nach aggressiven Strompreisen. Das Unternehmen ist mit diesem Geschäftsmodell seit 16 Jahren erfolgreich, und das, obwohl hauptsächlich außerhalb von Bayern und BW – den sonnenscheinreichsten Bundesländern – investiert wird.
            Mehr muss ich zu diesem Argument nicht schreiben.

            Mich hat vor allem Ihre und Arnes drastische Ausdrucksweise gestört. Muss immer gleich von Liebhabern und Ideologen, Zerstörung, Niedergang, Sozialismus, Enteignung, Umverteilung und Mangelwirtschaft die Rede sein?
            Das klingt für mich eher nach den Narrativen von Sozialdarwinisten und Marktradikalen. Statt dieser beiden Extreme (Sozialismus und Marktradikale) sollten wir lieber einen gesunden Mittelweg einschlagen. Finde ich.

            Daher erlaube ich mir, neben Ihre Buchempfehlung eine weitere zu stellen: Das Buch „Auslaufmodell Staat?“ von Erhard Eppler.
            Oder alternativ einen kurzen Essay darüber, der die entscheidenden Kernpunkte gut zusammenfasst:
            https://www.boeckler.de/de/magazin-mitbestimmung-2744-die-marktradikale-welle-ebbt-ab-11262.htm

          3. Sozialistische Elster

            “ Die Zeiträume der größten Zufallsgewinne sind also gar nicht betroffen. Wie auch die Gewinne seit etwa Mitte Oktober 2022 bis dato, seitdem sich die Börsenpreise wieder auf ein Niveau unterhalb dieser Gewinngrenze eingependelt haben.“

            Na dann sind ja alle fein raus.

            ????

            Der Staat braucht / Politiker brauchen Geld zur Gegenfinanzierung seiner Umverteilungspläne und zwar von euch Vermögenden!

            Wenn die Übergewinnsteuern keinen nennenswerten Beitrag zur Gegenfinanzierung des „Doppelwumms“ oder sonstiger Umverteilungen liefern wird, was meint ihr denn woher das Geld dann kommen soll???

            Wenn Übergewinnsteuer nicht genug einbringt, dann muss halt eine andere Steuer kommen.

            Zahlen werdet ihr aber so oder so und wenn es schlecht läuft, steigt euch irgendwann der Nachbar auf’s Dach.

          4. @Sozialistische Elster

            Ich hatte schon irgendwie befürchtet und erwartet, dass mein überzeugendes sachliches Argument letztendlich nur zu inhaltsleerem Fundamentalgekreische führen kann und wird. Was wäre auch die einzige Alternative gewesen? Si tacuisses…

            Nachdem laut einhelliger Meinung Dekaden lang die Kluft immer weiter auseinanderdriftete, indem zugunsten der oberen 5% „umverteilt“ wurde, ist es doch ganz schön, wenn ausnahmsweise auch einmal die restlichen 95% ein bisschen profitieren. Sie können selbstverständlich gerne den vollen Strom- und Gaspreis bezahlen und freiwillig auf die Preisbremse verzichten, wenn Ihnen diese nicht zusagt.

            Ansonsten finde ich es sehr interessant, wie fast schon schizophren anmutend Sie völlig gespalten nur von irgendwelchen anderen reden, von „den“ Politikern, von „euch“ Vermögenden und „dem“ armen unterdrückten Nachbarn, der „uns“ aufs Dach steigen wird. Ist das nun Klassenkampf 2.0? Oder eher Klassenkrampf 4.0?

            Allerdings ist mir nicht klar, zu welcher Kategorie Sie sich selber zählen.
            Die der Neidischen Krähe?
            Oder der des ständig Unzufriedenen Gockels?
            Oder einfach doch nur Spottdrossel?

          5. Sozialistische Elster

            Im Sozialismus sind wir doch alle gleich.

            Und die Vermögenden werden halt gleich gemacht.

            Da freut es mich zu hören, dass Sie gerne abgeben und wie Sankt Martin zwar nicht Ihren Mantel sondern ihr Geld teilen werden.

            „Allerdings ist mir nicht klar, zu welcher Kategorie Sie sich selber zählen.
            Die der Neidischen Krähe?
            Oder der des ständig Unzufriedenen Gockels?
            Oder einfach doch nur Spottdrossel?“

            Ich zähle mich zur Kategorie der spottenden, neidischen und unzufriedenen Schnapsdrossel die sich im Suff ein paar Späßchen erlaubt und das Gelage mit dem noch in Ihrem Besitz befindlichen Geld bezahlen wird.

            Wir sind doch eine lustige Gesellschaft die zusammenhält.

          6. P.S.

            „….und „dem“ armen unterdrückten Nachbarn, der „uns“ aufs Dach steigen wird.“

            Sie können ja schon einmal einen Kaffee aufsetzten für Ihren lieben armen unterdrückten Nachbarn.

            https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/solaranlagenklausachsen-100.html

  7. Die meisten habe wahrscheinlich noch keine größere PV Anlage auf einer Pachtfläche errichtet. Der bürokratischen Aufwand ist so imenz, das Allagenzertifikat, der Aufwand mit dne Bankken die zinsen, Versicherungen, Grundgebühr für die Vermarktung, der Bezugsstrom und die Grundkosten, die Wartung, die Pacht, Kontoführungsgebühr, Ersatzteile, Redispachment, Onlinedatengeühr, der Steuerberater etc. Das sind zusammen sehr viele Kosten die einen Betrieb einer Anlage unter 10 Cent nicht erstrebenswert machen. Alleine der Bezugsstrom für meine PVA mit Travo 450KwP ca. 200€ grundgebühr für einem RLM Zähler zzgl den Stromwohlgemertkt der dann für 50 Cent gezahlt werden muß. Da kommen ca. 1000 Euro Kosten Monat, 2000,- Tilgung + 1000,- Zins am Anfang zusammen, bei 38k Euro Umsatz bei 7,5 Cent. Der Bürokratischen Aufwand lässt die ersten 3 Jahre es nicht zu die Anlage ans Netz zubringen, in der Zeit muß aber der Kapitaldienst geleistet werden. Wenn die eigenen Zeit mit Mindestlohn eingerechnet würde die hierbei verbraten würde sind 30 Jahre betrieb nicht ausreichen um das Geld zu drehen. Von Verdienst mal ganz zu schweigen. Gemacht haben wir das nur weil die CO2 Bepreisung und die Kraftwerke abgeschalte werden und es klar war das es zu höheren Strompreisen kommen muss. Dafür müssen wir ja auch imsense Summen und Aufwand investieren um am markt zu handeln. Ich schlage mal vor das die die sich hier äußern mal einen Pachtanlage für 5-700K€ errichten und mit der Bank finanzieren und dann sich dazu äußern. Ist wie eine teure Immobile zum vermieten erwerben und dann im Nachgang einen Mietdeckel einführen. wer investiert dann noch. Ich sicher nicht mehr und die Bank wird das auch nicht mehr finanzieren wenn nach politischem Wind einfache enteignet wird. Umverteilen ist kein Geld verdienen. Das macht man einmal, das war`s dann. Dann ist die Bereitschaft hier ins Risiko zu gehen für sehr lange Zeit tot. Freiheitsenengie die wir eigentlich brauchen so zu zerstören. Wie kann man nur so blöd sein. Aber wehr nur Gedichte und Kinderbücher schreibt glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann.

    1. @Arne

      Ich kann mich ständig nur gebetsmühlenartig wiederholen, in der Hoffnung, dass meine Argumente irgendwann einmal wenigstens ein Gehirn erreichen.

      Wir reden nach wie vor von der vorübergehenden Übergewinnsteuer zur Entlastung von 99,9% der Bevölkerung.
      Sie schreiben: 38k Euro Umsatz bei 7,5 Cent. Damit meinen Sie vermutlich die Einspeisevergütung, deren garantierte Höhe und Planungssicherheit sich trotz aller geopolitischen und innenpolitischen Entwicklungen nie geändert hat.
      Ich beziehe mich die ganze Zeit aber auf das Thema des Artikels: Die Übergewinnsteuer über 13 Cent Gewinn.
      Als Investor kennen Sie hoffentlich den Unterschied zwischen Gewinn und Umsatz?

      7,5 Cent Umsatz vs. 13 Cent Gewinn sind zwei völlig verschiedene Paralleluniversen. Bei 4.000 € monatlichen Kosten, die von Anfang an bekannt waren, bedeuten 13 Cent Gewinn eine Vergütung von 54.240 € für Ihre 450 kWp, die nicht von der Übergewinnsteuer betroffen sind.

      Ihr Lamento klingt so, als hätten Sie bereits einige Zeit vor dem Regierungswechsel geplant und investiert. Sie geben sogar zu, dass Sie auf den großen Reibach mit Erneuerbaren gehofft hatten, der sich durch CO2-Bepreisung und Abschaltung fossiler Kraftwerke ergeben könnte.
      Mit anderen Worten, Sie beginnen langsam zu begreifen, dass Sie die grundlegenden Marktmechanismen, das Merit-Order-Prinzip und die politisch unmissverständlich kommunizierten Ziele von Anfang an nicht verstanden haben. Und einem politischem Umfeld vertrauten, das so stabil, zuverlässig, glaubhaft und berechenbar war, wie ein Papierfähnchen im Hurrikan.

      Wieso hätten die Stromkosten steigen sollen, wenn teure durch günstige Kraftwerke ersetzt werden?
      Strom ist wie Luft und Wasser ein elementares Gut für Wirtschaft und Gesellschaft. Ein Gut, das jederzeit zum absolut günstigsten Preis verfügbar sein muss. Strom ist kein Markt für Spekulanten, die sich hier den schnellen Reibach erhoffen. Und darf es auch niemals werden.

      Die Investitionskosten, Zinssätze, Nebenkosten und laufenden Kosten sind und waren nie ein Geheimnis und sollten jedem Investor oder seinem Berater bekannt sein. Die garantierten Abnahmepreise ebenfalls. Investitionen in Erneuerbare garantieren bei guter Planung und Umsetzung bis etwa Mitte 2021 langfristig zwischen 3% und 7% Rendite. Mehr hatte nie jemand versprochen. Das ist und war seit jeher vergleichsweise solide, nicht spektakulär, und natürlich nicht auf Putins gasbefeuerte Inflation ausgerichtet.
      Sie sind – wie wir alle anderen Bundesbürger – ein Opfer Schwarz-Gelber Energiepolitik und fataler Fehler auf dem Strommarkt seit 2010.

      Die neue Regierung steht – wie eine ganze Gesellschaft und Volkswirtschaft – vor einen unvorstellbaren Scherbenhaufen, einem Vermächtnis an bürokratischem, technischem und verfilztem Mist der unfähigen Vorgänger, der selbst den Mount Everest zu einem netten flachen Hügel nebenan macht.

      Von den paar kleineren zusätzlichen Kriegs- und Gasproblemen seit einem Jahr einmal abgesehen, auf die Sie in Ihrer Investitionsplanung hoffentlich nie gehofft haben: Was hat Ihr Gejammere alles nun mit Enteignung, Umverteilung, Freiheitsenergie, Risikobereitschaft und Weihnachtsmännern zu tun?

      1. @Michael
        Sind Sie ein Besserwisser, also echter Deutscher so wie man ihn im Ausland als Klischee kennt ?
        Jetzt wollen Sie Arne belehren was er falsch gemacht, falsch steuert, falsch gedacht hat.
        Ich finde Arnes Darstellung nachvollziehbar und ernüchternd. Jedenfalls ist das Fazit klar herausgearbeitet : NIE mehr !!
        Allein, wenn einem so eine Investition schon durch den Bürokratismus verleidet wird.

        1. @ottonorma
          Es geht bei diesem Artikel einzig und alleine um die Übergewinnsteuer ab einem GEWINN über 13 Cent.
          Michael hat das völlig richtig erkannt und auch nur dazu konsequent Stellung bezogen.
          Es geht nicht um UMSÄTZE, und schon gar nicht aus der garantierten Einspeisevergütung, wie sie von Arne ins Feld geführt werden.
          Das ist eine komplette Themaverfehlung, setzen, Sechs!

          Laut Arnes Angaben kämpft er mit Gestehungskosten zwischen 9 und 10 Cent pro KWh. Dass erscheint für eine 450 kWp-Freiflächenanlage massiv zu hoch. Mein Schwager ist in zwei solcher Anlagen mit investiert, dort liegen die Gestehungskosten inzwischen nach 9 Jahren bei 3,8 Cent/kWh. Es mag sein, dass es in den ersten paar Jahren bei Vollfinanzierung tendenziell in die Richtung geht, wie von Arne berechnet. Aber am Ende handelt es sich um eine Investition von 35 bis 40 Jahren Laufzeit, nicht um kurzfristige Zockergewinne. Die steuerlichen Vorteile werden übrigens von Arne komplett unter den Tisch gekehrt.

          Völlig unabhängig davon, heben anfänglich höhere Gestehungskosten auch die Grenze der Übergewinnbesteuerung an.
          In Arnes Fall würde diese dann ab 22,5 Cent/kWh UMSATZ greifen, bei meinem Schwager ab 16,8 Cent/kWh. Und das natürlich erst seit 1. September 2022.
          Michael hat ebenfalls sehr nachvollziehbar und wenig ernüchternd ausgerechnet, dass Arne im Zeitraum August 2021 bis August 2022 mindestens den GEWINN von 5 „normalen“ Durchschnittsjahren eingefahren haben dürfte, sofern er seinen Strom direkt an der Börse vermarktet. Völlig ohne Übergewinnsteuer, wohlgemerkt. Bei meinem Schwager war es noch einiges mehr.

          Keine Frage, Bürokratie und Bankgespräche sind anstrengend und nervtötend. Wer dem nicht gewachsen ist, sollte sich auch nicht ins Risiko einer Investition begeben. An deutlich schnelleren Genehmigungsverfahren wird allerdings aktuell gearbeitet, die lange Wartezeit muss Arne fairerweise schon an die Vorgängerregierung adressieren. 16 Jahre Misswirtschaft und Komplettversagen lassen sich nicht in 16 Monaten voller Krisen abstellen.

          Jetzt frage ich mich ernsthaft, sind nicht eher Sie der Besserwisser, das Klischee?
          Oder haben Sie zum Thema auch etwas beizusteuern, das diese Ansicht entkräften kann?

          1. @Jan
            ich hab den ganzen Salm gar nicht durchgelesen nur die erste drei Sätze. hat gereicht.
            Erklär MIR nicht wa 1+1 ist.

          2. @ottonorma
            Das scheint ohnehin Ihr Ding zu sein, dass Sie sich nichts durchlesen, sondern gleich immer mit Ihren vorhersehbaren Phrasen loslegen. Ihnen geht und ging es noch nie um Inhalte, sondern um die Bekämpfung Ihres politischen Feindbildes. Die Mittel und Wege dabei sind anscheinend völlig nebensächlich.

            Und weil ich gerade eben Ihre Antwort an @Michael von 15:43 Uhr etwas weiter unten sehe, mit der Aufforderung „Nehmen Sie sich ein Beispiel an Arne !!“
            Bei Arne gefällt Ihnen sicherlich der Schluss am besten, damit können auch Sie etwas anfangen:
            „Wenn nach politischem Wind einfache enteignet wird. Umverteilen ist kein Geld verdienen … Wie kann man nur so blöd sein. Aber wehr nur Gedichte und Kinderbücher schreibt glaubt wahrscheinlich auch an den Weihnachtsmann.“

            Womit dann auch der Urheber vom „Enteignungsgequatsche“ geklärt wäre.
            Und wir wieder vor dem Problem stehen, dass Sie sich nichts durchlesen. Noch nicht einmal von Arne, den Sie doch so sehr bewundern.

    2. @Arne
      Interessante Expertise aus eigener Erfahrung, vor allem mit den nötigen Zahlen angereichert und nicht mit schönen Worten eines Journalisten geschmückt.

  8. @Sozialistische Elster
    @ottonorma

    Das Thema wurde bisher umfassend und mit der gebotenen Sachlichkeit auf Basis von nachprüfbaren Fakten und Zahlen diskutiert. Da es ganz offensichtlich keine neuen Erkenntnisse mehr dazu gibt, beende ich den Thread von meiner Seite.

    Sie dürfen selbstverständlich auf Kindergartenniveau mit fundamentalistischer Empörung, Sozialismus- und Enteignungs-Gequatsche und haltlosen klischeehaften Unterstellungen weiter hetzen, wenn Ihnen dabei warm ums Herz wird.
    Das kann ja bei den Temperaturen nicht schaden und spart eine Menge Heizenergie 😉

    P.S. Ich habe eben auf dem Dach eine Selbstschussanlage gegen diebische Sachsen installiert 😅
    P.P.S. Ist eigentlich jeder, der seiner Muttersprache mächtig ist, auch Journalist?

    1. @ Michael
      Geschwätz ist das,
      außer verleumden wie im 2. Absatz bleibt Ihnen nichts, das macht Sie unsgesamt nicht unbedingt glaubwürdig.
      „Enteignungsgequatsche“ ??? phantasierten Sie sich was zusammen ?

      Als Gesprächspartner kann man Sie vergessen.
      Nehmen Sie sich ein Beispiel an Arne !!

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