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UK besser als Eurozone? Von wegen – Deflation heißt die Parole…

FMW-Redaktion

Seit Monaten hört man, dass die Konjunktur auf der Insel besser läuft als in der Eurozone. Die britische Notenbank verkündete mehrmals die Stoßrichtung zusammen mit den Amerikanern den Leitzins sogar anheben zu wollen. Mit dieser Idee dürfte, sofern die Herrschaften ihre sieben Sinne beisammen haben, erstmal Schluss ein.

Die heute für September verkündete Inflationsrate für Großbritannien weist ein Minus von 0,1% aus (annualisiert), also Deflation! Zusammen mit den Daten aus April diesen Jahres ist das die schlechteste Preisentwicklung seit 1960. Aktuell verantwortlich für die Misere macht die britische Statistikbehörde die Bereiche Kleidung und Treibstoff. Nichts mit steigenden Preisen, von daher auch keine Gefahr einer Inflation. Bei fallenden Preisen ist eine gefährliche Abwärtsspirale der ganzen Wirtschaft eher realistisch. Anders als Zinsen zu erhöhen sollte die Bank of England jetzt ernsthaft über das „Allheilmittel“ aller Notenbanker nachdenken, wie zuletzt die EZB mal ein kräftiges Anleihekaufprogramm (QE) einzuschmeißen, um überhaupt wieder Inflation zu erzeugen, sei es auch nur um ein paar Prozentpunkte hinter dem Komma.

Vertreter der Bank of England reagieren auf diese Daten in der Tat mit der Aussage man könne die Zinsen senken, falls es notwendig werde, und man könne mit der Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms beginnen. Bei den Zinsen hat man ja immerhin noch ein halbes Prozent Luft nach unten. Noch spricht die Notenbank von globalen ökonomischen Einflüssen, die die Wirtschaft in UK mit runterziehen. Das neue Notenbankmitglied Vlieghe sagte heute er sei nicht sicher, dass die Inflation in den nächsten Jahren überhaupt Richtung Inflationsziel 2% steigen werde. Eine Notwendigkeit zur Zinsanhebung sei daher wohl in den nächsten Quartalen nicht gegeben.



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1 Kommentar

  1. Die Engländer sollten sich eben auch ein paar Flüchtlinge holen, dann klappt das auch mit der Kunjunktur.

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