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Europa

UK nach dem Brexit-Vote: Verdammt finstere Wolken für den Arbeitsmarkt – ja wirklich!

Ja, ganz real verfinstern sich die Wolken am britischen Arbeitsmarkt nach dem Brexit-Vote. Und diese Info kommt von einer Seite, die es nun wirklich wissen muss. Die privaten Arbeitsvermittler…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ja, ganz real verfinstern sich die Wolken am britischen Arbeitsmarkt nach dem Brexit-Vote. Und diese Info kommt von einer Seite, die es nun wirklich wissen muss. Die privaten Arbeitsvermittler sollten es ja wirklich wissen, denn anders als die Ämter müssen sie Arbeitslose vermitteln, wenn sie Provision kassieren wollen. Der britische Verband für Personalvermittlung „REC“ hat heute früh eine Studie veröffentlicht, wonach die Zahl der neu ausgeschriebenen unbefristeten Arbeitsstellen im Juli so stark zurückgegangen ist wie zuletzt während der Finanzkrise 2009.

Verbandspräsident Kevin Green sagt dazu der Arbeitsmarkt habe im Juli einen „dramatischen“ Fall erlebt. Die wirtschaftlichen Turbulenzen nach dem Brexit-Vote seien ohne Zweifel der Grund dafür. Die Arbeitgeber würden derzeit neue Mitarbeiter nur noch befristet einstellen. Aber man muss immer noch sagen: Die offizielle (!) Arbeitslosenquote in UK ist immer noch ziemlich niedrig mit 4,9%. Aber wir haben ja schon öfters geschrieben, was wir von offiziellen Arbeitslosenzahlen halten… hier der Originalkommentar von Kevin Green zum UK-Arbeitsmarkt:

“The UK jobs market suffered a dramatic freefall in July, with permanent hiring dropping to levels not seen since the recession of 2009. Demand for staff remains strong with vacancies continuing to rise, but the sharp fall in placements suggests that businesses are highly cautious about committing to new hires. Economic turbulence following the vote to leave the EU is undoubtedly the root cause.

“The record-high employment rate and ongoing skill shortages have made it difficult for employers to find suitable candidates for the roles available in the past, and this remains the case. We’re now seeing the added problem of individuals deciding to stay put rather than change jobs in the current environment.

“While there are worrying signs, it’s important we don’t jump to conclusions from one month’s data. The truth is we don’t know what long term consequences the referendum result will have on UK jobs; with the political situation becoming more stable and the Bank of England making sensible decisions, we may well see confidence return to the jobs market more quickly than anticipated.”


Die Key Facts der REC im Original:


Permanent placements fall at steeper rate…

The number of people placed in permanent roles decreased for a second successive month in July. Moreover, the rate of contraction accelerated to the sharpest since May 2009, with panellists frequently citing Brexit-related uncertainty. A particularly marked impact was reported by consultancies based in London.

…while temp billings growth eases further

Temporary/contract staff billings continued to rise in July, with some panellists indicating that clients had shifted focus towards short-term staff amid an uncertain economic climate. However, the latest increase in billings was the weakest in ten months.

Permanent salaries rise at slowest rate in over three years

Starting salaries for successful permanent candidates increased further in July. That said, the rate of growth eased to a 38-month low. Temporary/contract staff pay meanwhile rose at the slowest rate since February.

Candidate availability remains tight

Permanent staff availability continued to fall in July. The rate of decline eased to the slowest since October 2013, although remained marked overall. Temporary/contract staff availability meanwhile decreased at the sharpest pace since February.

Regional and sector variation

The most marked decline in placements was seen in London, while falls were also recorded in the Midlands, South and Scotland. Only the North saw a rise in placements (albeit the weakest in over three years).

Higher temp billings were recorded across all regions with the exception of London, where the rate of decline was the most marked in seven years.

Growth of demand remained stronger for private sector roles than those in the public sector during July. Private sector temporary workers again registered the fastest increase overall.

Nursing/Medical/Care was the most in-demand category for permanent staff during July. On the other hand, Construction workers saw a decline in demand for their services, albeit modest overall.

Mirroring the trend seen for permanent staff, Nursing/Medical/Care was the most sought-after category for short-term employees during July. The slowest growth was signalled for Executive/Professional staff

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    sabine

    5. August 2016 21:10 at 21:10

    https://www.google.de/search?q=REC&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=hOCkV5W5BOSA8QeliJSQCA#q=Rec+UK+jobs+market+suffered+a+dramatic+freefall+in+July%2C
    Ist ja wie eine Pflichtübung, alle bringen diese Rede des REC mit genau dem Anfangssatz: –> Mirror, ft, Reuters (Amen), bbc, dw „Deutsche Welle“ auf englisch, yahoo, aol, (beidesmal deren news-Seite, sowas Ähnliches wie die gmx-Schlammseite!) heraldscotland, TheTimes, belfasttelegraph usw.
    Na brav, willkommen im Club.

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Europa

Verbraucherpreise im November: Dritter Monat in Folge Deflation

Claudio Kummerfeld

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am

Kartoffel mit Löffel und Münzen

Soeben hat das Statistische Bundesamt vorab die Verbraucherpreise für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich sind sie mit -0,3 Prozent den dritten Monat in Folge deflationär (Vormonate jeweils -0,2 Prozent im Jahresvergleich). Erwartet für heute waren ein Minus von 0,1 Prozent. Die Inflationsrate ist unter anderem durch die seit 1. Juli 2020 geltende Mehrwertsteuersenkung beeinflusst, wie die Statistiker in ihrer Headline-Mittelung erwähnen. Hier die Daten im Detail:

Datenblatt zeigt Veränderungen der Verbraucherpreise im Detail

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Europa

Aktuell: Kurzarbeit ist im November wieder spürbar angestiegen

Claudio Kummerfeld

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am

Kurzarbeit trifft besonders die Gastronomie

Die Kurzarbeit ist im November wieder spürbar angestiegen. Es ist klar, der zweite Lockdown in der Coronakrise zeigt seine Auswirkung, auch wenn er als softer Lockdown bezeichnet wird. Laut vor wenigen Minuten veröffentlichten Umfragedaten (Rückmeldungen von 7.000 Unternehmen) des ifo-Instituts ist der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Insbesondere bei Hotels stieg der Anteil von 62,9 auf 91 Prozent der Unternehmen, in der Gastronomie von 53,4 auf 71,7 Prozent, bei Reisebüros und Reiseveranstaltern von 88,0 auf 91,1 Prozent. Gerade in diesen vom Teil-Lockdown massiv betroffenen Branchen werde wieder sehr viel Kurzarbeit gefahren. Hier Details zur Umfrage im Wortlaut von ifo:

Der Anstieg zog sich durch fast alle großen Wirtschaftszweige. Bei den Dienstleistern stieg die Kurzarbeit von 24,0 auf 30,6 Prozent der Unternehmen, im Handel von 18,8 auf 20,7 Prozent und auf dem Bau von 7,4 auf 9,0 Prozent. Nur in der Industrie war ein leichter Rückgang zu verzeichnen, von 31,9 auf 30,5 Prozent.

Einzelne Branchen meldeten gegen den Trend auch kräftige Rückgänge, so die Autobranche von 50 auf 36,7 Prozent, das Verlagswesen von 42 auf 34,7 Prozent oder die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften von 64,2 auf 52,5 Prozent der Unternehmen. Das gilt auch für die Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (von 43,4 auf 34,9), für die Druckereien (von 47,6 auf 39,1 Prozent) oder für die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten (von 49 auf 38,4 Prozent).

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Europa

ifo Index mit zweitem Rückgang in Folge – Lage ok, Erwartungen schwächer

Markus Fugmann

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Soeben hat das ifo Institut den ifo Index für November veröffentlicht:

– ifo Geschäftsklimaindex 90,7 (Prognose war 90,1; Vormonat Oktober war 92,7) – das ist der zweite Rückgang in Folge nach zuvor fünf Monaten Anstieg in Folge

– aktuelle Lage 90,0 (Prognose war 87,0; Vormonat war 90,3)

– Erwartungen: 91,5 (Prognose war 93,5; Vormonat war 95,0)

Dazu Wohlrabe von ifo: Dienstleistungssektor spürbar schwächer, Industrie hat sich Abwärtsentwicklung entgegen gestemmt, Handel schwächer

Hier die Pressemitteilung des ifo:

„Die Stimmung in den deutschen Chefetagen hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im November auf 90,7 Punkte gesunken, nach 92,5 Punkten im Oktober. Der Rückgang war vor allem auf deutlich pessimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen. Auch ihre aktuelle Lage bewerteten sie etwas weniger gut. Die Geschäftsunsicherheit ist gestiegen. Die zweite Corona-Welle hat die Erholung der deutschen Wirtschaft unterbrochen.

Das Verarbeitende Gewerbe ist der Lichtblick in diesem Monat. Das Geschäftsklima hat sich verbessert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich besser. Die Auftragseingänge stiegen, wenn auch langsamer als im Vormonat. Der Ausblick auf die kommenden Monate fiel jedoch merklich weniger optimistisch aus.

Im Dienstleistungssektor hat der Geschäftsklimaindikator merklich nachgegeben. Er liegt erstmals seit dem Juni wieder im negativen Bereich. Die zuletzt gute Lageeinschätzung hat sich deutlich eingetrübt. Zudem blicken erheblich mehr Unternehmen pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Indikatoren im Bereich Hotels und Gastgewerbe sind regelrecht abgestürzt.

Im Handel hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Die Unternehmen waren mit ihrer aktuellen Lage weniger zufrieden. Auch die Erwartungen trübten sich merklich ein. Insbesondere die Einzelhändler berichteten von deutlich weniger gut laufenden Geschäften.

Im Bauhauptgewerbe hat der Index leicht nachgegeben. Die Baufirmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat. Ihre Erwartungen hingegen fielen etwas pessimistischer aus.“

Der ifo Index ist das wichtgiste deutsche Konjunkturbarometer

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