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Märkte

UK-Ölindustrie könnte Investitionen bis 2018 um 80% zurückfahren

Redaktion

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FMW-Redaktion

Der britischen Öindustrie bläst der Wind eines desaströsen Ölpreises eiskalt ins Gesicht. Das kann man aus dem aktuell veröffentlichten Statement des britischen Verbandes der Öl- und Gasindustrie „Oil and Gas UK“ entnehmen. Obwohl solche Lobbygruppen ja immer alles total blumig und toll formulieren, kann man auch hier nichts mehr wirklich beschönigen.

So sollen im Zuge der Geldknappheit in den nächsten drei Jahren die Investitionen der Branche drastisch zurückgefahren werden, um 2-4 Milliarden Pfund pro Jahr, also maximal 12 Milliarden Pfund bis 2018, und das bei einem Ausgangsniveau von 14,8 Milliarden – also grob gesagt maximal 80% Rückgang, Zitat:

“This great industry of ours is facing very challenging times. Last year, more was spent than was earned from production, a situation which has been exacerbated by the continued fall in commodity prices. This is not sustainable and investors are hard-pressed to commit investment here because of cash constraints. Exploration for new resources has fallen to its lowest level since the 1970s and with so few new projects gaining approval, capital investment is expected to drop from £14.8 billion (2014) by £2-4 billion in each of the next three years.“

Der Lobbyverand legt aber auch Wert darauf, dass die Branche bereits enorme Anstrengungen unternommen habe um im laufenden Förderbetrieb die Kosten zu senken. Die Kosten bei bestehenden Projekten sollen bis zum nächsten Jahr um 22% oder 2 Milliarden Pfund gesenkt werden, Zitat:

„The annual report, published by the UK oil and gas industry’s leading trade association, finds that the sector has been particularly challenged by the drop in commodity prices due to production decline and the sharply rising cost base, but that concerted action by the industry to improve efficiency across the sector is leading to an estimated 22 per cent – over £2 billion – reduction in the cost of operating existing assets by the end of 2016.“

Seit Anfang 2014 seien 15% der Arbeitsplätze in der Industrie verloren gegangen. Die Investitionen bis dato in neue Ölfelder sind auf das Niveau der 1970er zurückgefallen, so der Verband. Harte Zeiten für die Ölindustrie in UK. Von den US-Förderern hört man derart offene Worte dieser Tage nicht. Dort läuft immer alles Bestens, bis wieder eine Firma pleite geht oder seine Anleihen nicht pünktlich bedienen kann.

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Finanznews

Aktien: Generation Z und die Spekulation! Marktgeflüster (Video)

Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht wieder Schlagzeilen und pusht auch heute wieder bestimme Aktien nach oben. Das böse Ende aber wird kommen..

Markus Fugmann

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Die Generation Z (ab 1995 Geborene) macht auch heute wieder Schlagzeilen und pusht wieder Aktien wie Gamestop oder Beyond Meat nach oben. Diese Generation Z wird nicht nur den Klimawandel ausbaden müssen, sondern ahnt auch, dass sie seit langer Zeit die erste Generation sein wird, für die der Kuchen nicht größer, sondern vermutlich kleiner sein wird. Und diese Generation Z wähnt sich nun durch die Fed und andere Notenbanken in einem Casino, in dem man ohne Risiko zocken könne – weil Aktien angeblich immer steigen. Aber an der Börse hat die Mehrheit schon immer verloren, und das wird diesmal nicht anders sein..

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Devisen

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Rüdiger Born

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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