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Weitere Eskalation droht Ukraine-Krieg: Lawrow – Kriegsziele Russlands haben sich erweitert – Dax und Euro fallen

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Neue Wendung im Ukraine-Krieg: Aussagen von Russlands Aussenminister Lawrow sorgen für fallende Kurse beim Dax und den Fall des Euro zum Dollar unter die Marke von 1,02.

Lawrow begründet neue Ziele im Ukraine-Krieg mit westlichen Waffenlieferungen

Laut Aussagen von Lawrow seien die Kriegsziele Russlands im Ukraine-Krieg nun nicht mehr nur auf den Donbas begrenzt:

Welche Städte oder Regionen in der Ukraine Lawrow meint, bleibt unklar. Klar ist hingegen, dass die westlichen Waffen-Lieferungen die Erweiterung der Eroberungs-Pläne Russlands begründen sollen. Da der Westen wohl kaum diese Waffenlieferungen einstellen wird, ist davon auszugehen, dass die Kriegsziele Russlands im Ukraine-Krieg nun vor allem im Süden der Ukraine liegen dürften – bis hin zu dem Versuch, auch die so wichtige Hafenstadt Odessa einzunehmen.

Amerikanische Geheimdienste – die bekanntlich den Beginn des Ukraine-Kriegs durch Russland exakt vorhergesagten – hatten die Erweiterung der Kriegsziele Russlands im Ukraine-Krieg angekündigt. Demnach plane Moskau, in den besetzten Gebieten der Ukraine Referenden abzuhalten nach dem Muster des russischen Vorgehens 2014 auf der Krim.

Nach Nord Stream 1-Erleichterung – droht weitere Eskalation im Ukraine-Krieg?

Gestern waren die Aktienmärkte nach der Meldung stark gestiegen, dass Russland weiter Gas durch Nord Stream 1 schicken dürfte. Die Aussicht auf eine weitere Eskalation im Ukraine-Krieg mit dann weiteren Sanktionen des Westens ist jedoch eine schlechte Nachricht sowohl für den Dax als auch für den Euro – Anleger fliehen dann zunehmend in vermeintlich sichere Assets (zum Beispiel den Dollar – je stärker wiederum der Dollar, umso schwächer die Aktienmärkte, so die derzeitige Logik).

Dass Dax und Euro nach den zuletzt starken Anstiegen nun eine Pause einlegen, ist hingegen nicht verwunderlich – beide waren kurzfristig überkauft..

 



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5 Kommentare

  1. Die Russen machen es, wie erwartet: Unsicherheiten erzeugen. Dies verunsichert in hohem Ausmaß die Bevölkerung.
    Sie schlagen dann zu, wenn es Alle nicht mehr für möglich halten. Eben, ein offenes und somit unkalkulierbares Rennen

  2. Wie war das noch? Man soll keine Waffen liefern, Russland den Donbass und die Krim geben dann ist alles gut und der Krieg vorbei? Russland wird nicht aufhören, dort erkennt man die Ukraine nicht als unabhängigen Staat an, das hat man klar und deutlich so formuliert.

  3. Meiner Meinung nach will Putin die gesamte Ukraine erobern und dazu noch Moldawien. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das im Westen schon alle verstanden haben. Sanktionen sind schnell verhängt, aber wie will man eigentlich die Schäden in der europäischen Wirtschaft zumindest lindern? Ein paar Zinserhöhungen der EZB (wenn sie denn kommen) werden da nicht reichen. Aus meiner Sicht stehen wir vor erheblichen sozialen Spannungen.

    1. Stimme Ihnen zu, das steht für mich fest das es darauf hinauslaufen soll. Nur das wollen viele immer noch nicht begreifen.

  4. Stiller User

    Erfahrungsgemäß dürfen Sie die Russen beim Wort nehmen. Sie wissen, dass es sehr schwierig ist, ein Land gegen den Willen der Bevölkerung dauerhaft zu besetzen. Wäre Minsk umgesetzt worden, hätten wir das Problem nicht. Wäre in den ersten 14 Tagen ein rascher Waffenstillstand zustande gekommen, wäre das Ergebnis gewesen: der Osten geht an Russland, die Krim bleibt russisch und die Ukraine wird neutral.
    Jetzt geht es weiter gegen den Süden und die Mitte und militärische Infrastruktur. Solange bis der Westen einlenkt. Russland wird nicht nachgeben.

    Das ist nur meine Einschätzung. Ich habe kein Eigeninteresse und verurteile moralisch ausdrücklich ALLE Beteiligten.

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