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Ukraine: Lage spitzt sich zu – Jazenjuk in der selbst gebauten 3 Mrd Dollar-Sackgasse

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Lage rund um die Krim spitzt sich wieder zu und strahlt auch auf andere entscheidende Bereiche ab. Abseits von Krim und Donbass verdüstert sich der finanzielle Himmel über Kiew immer weiter. Premierminister Jazenjuk hat sich in eine Lage manövriert, die einer Sackgasse gleicht. Die Ukraine kann bzw. will Russland keine 3 Milliarden Dollar-Schulden zurückzahlen. Premier Jazenjuk hat aber anderen Gläubigern Versprechungen gemacht, die man kaum halten kann. In dieser für ihn prekären Lage gießt er weiter Öl ins Feuer…

Ukraine Premier Arsenij Jazenjuk mit EU-Kommissarin Malmström
Ukraine-Premierminister Arsenij Jazenjuk vor Kurzem bei einem Treffen mit EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Foto: Government of Ukraine.

Nach der Sabotage von Stromleitungen aus der Ukraine auf die Krim (durch wen auch immer) zieht die Ukraine die Daumenschrauben an. Gestern wurde angeordnet, dass der Warenverkehr durch die Ukraine auf die Krim eingestellt wird. Somit kann die Krim de facto auf dem Landweg nicht mehr mit Lebensmitteln versorgt werden. Jetzt muss Russland mit Booten und Flugzeugen die Versorgung seines „neuen Staatsgebiets“ sicherstellen. Aber der ukrainische Premierminister Arsenij Jazenjuk bringt sich mit dieser neuen Eskalationsstufe selbst nur noch tiefer in eine Sackgasse, die er selbst erschaffen hat. Erst am 19. November lies Jazenjuk öffentlich verkünden, dass die Sanktionen des Westens gegenüber Russland fortgesetzt werden müssen Zitat:

„It’s very important for us to be united, work together, combat global terrorism and remain united against the Russian aggression,“ emphasised Prime Minister of Ukraine Arseniy Yatsenyuk at a meeting with the Ambassadors Extraordinary and Plenipotentiary of the Group of Seven and the EU Member States on Thursday, 19 November.“

Wird Wladimir Putin sonderlich begeistert sein über diese faktische Blockade der Ukraine für die Krim? Wer hat hier die bessere Verhandlungsposition? Eindeutig Russland, denn am 20. Dezember muss die Ukraine eine 3 Milliarden Dollar-Anleihe an Russland zurückzahlen. Mehrmals hatte Jazenjuk obskure Gründe genannt, warum die Ukraine diese Summe nicht an Russland zurückzahlen kann oder will. Zuletzt machte Russland das Angebot direkt an den IWF, dass die Ukraine die 3 Milliarden Dollar in 3 Raten a 1 Milliarde von 2016 bis 2018 zurückzahlen kann. Westliche Institutionen sollen laut russischem Vorschlag für die Zahlung bürgen, daher ging das Angebot auch an den IWF und nicht an die Ukraine. Bis zum 8. Dezember will Russland definitiv eine Reaktion sehen, ob die Ukraine diesen Vorschlag annehmen will.

Am letzten Wochenende schließlich die Antwort von Ukraine-Premier Jazenjuk auf Russlands Ratenzahlungsplan über das ukrainische Fernsehen. Der „Aggressor“ Russland müsse die selben Bedingungen des Schuldenschnitts akzeptieren wie die anderen Gläubiger (ausschließlich Private wie Franklyn Templeton Investments). Das bedeutet den Verzicht von 20% der Schuldensumme sowie eine deutlich längere Laufzeit für die Restschulden. Dem hatte Russland aber längst eine klare Absage erteilt, da dies eine Vereinbarung mit Privatgläubigern sei. Die Anleihe zwischen der Ukraine und Russland sei ein Deal zwischen zwei Staaten. Außerdem gibt es sowieso keinen Automatismus, dass man als Gläubiger an einem Schuldenschnitt teilnehmen muss, nur weil andere dies tun.

Jazenjuk sagte weiter es werde ein Moratorium geben (Aussetzung der Zahlung) bis Russland den Bedingungen für die Privatgläubiger zustimme. Direkt Richtung Russland sagte Jazenjuk „ihr bekommt keine anderen Konditionen als die sonstigen Gläubiger“.

Mitarbeiter des russischen Finanzminsteriums sagten dazu die Rückzahlung an Russland könnte gut im Rahmen des IWF-Programms für die Ukraine stattfinden wg. der Schwierigkeiten der Ukraine überhaupt zurückzahlen zu können. Solange keine andere Lösung gefunden sei, erwarte man die volle Rückzahlung der 3 Milliarden Dollar durch die Ukraine am 20. Dezember. Wohl als Seitenhieb wurde auch darauf hingewiesen, dass es einem Schuldner obliege mit einem Rückzahlungsvorschlag auf den Gläubiger zuzukommen, wenn man merke, dass man seine Schulden nicht wie geplant zurückzahlen kann.

Jazenjuk´s Problem: Wie er selbst vor einigen Tagen betonte, hat er den Privatgläubigern beim Schuldenschnitt zugesichert, dass man „den anderen Gläubigern“ (also Russland) keine abweichenden Konditionen anbieten werde; d.h. er hat sich selbst gezwungen von Russland einen identischen Schuldenschnitt zu verlangen. Details sind nicht näher bekannt, aber möglich wäre, dass der Schuldenschnitt mit den Privatgläubigern platzt bzw. rückabgewickelt werden muss, wenn die Ukraine am 20. Dezember die volle Schuldensumme an Russland überweist – denn das käme ja einer Art Ungleichbehandlung gleich, zumindest aus Sicht der Privatgläubiger, die ja schon auf 20% ihrer Forderungen verzichtet hatten.

So hat sich Premier Jazenjuk in eine Sackgasse manövriert. Etwas mehr Diplomatie und zurückhaltende Äußereungen seinerseits wären angebracht gewesen und mehr Verhandlungsbereitschaft mit Russland in dieser Sache. Aber natürlich ist das leicht gesagt, wenn man selbst nicht vor Ort ist und nicht den Bürgerkrieg in der Ostukraine und die Krim-Annektion vor Augen hat. Dennoch bleibt der Fakt: Jazenuk hat die Ukraine was ihre Zahlungsfähigkeit angeht jetzt in eine extrem schwierige Lage manövriert. Eigentlich bleibt ihm nur noch der Ausweg über den IWF, EU-Kommission und die US-Regierung. Der IWF z.B. kann nicht „mal eben so“ extra Geld locker machen um die Ukraine rauszuhauen, aber mit genug Druck seitens der USA geht da immer was. Irgendwer muss Jazenjuk Geld geben um es an Russland zurückzahlen zu können, aber das will er ja gar nicht, wie er öffentlich verkündete. Und irgendwer muss seine Privatgläubiger beruhigen, falls es doch zur vollen Rückzahlung an Russland kommen sollte. Aber das hat Jazenjuk ja selbst ausgeschlossen. So steuert er wutentbrannt am 20. Dezember auf die offizielle Staatspleite der Ukraine zu.

Die Folgen: Der internationale Kapitalmarkt wird einen weiten Bogen um die Ukraine machen, und EU-Kommission + US-Regierung werden es extrem schwer haben immer neue Hilfskredite an die Ukraine zu rechtfertigen, wenn der Staat ganz offiziell seine Schulden nicht zurückzahlen kann.


11 Kommentare

11 Comments

  1. Avatar

    Gabriel Scheer

    24. November 2015 13:44 at 13:44

    Das Bild ist trefflich. Zwei vom selben Schlag – besser gehts nicht.

    • Avatar

      Gabriel Scheer

      24. November 2015 18:21 at 18:21

      Jetzt fällt es mir ein, ich dachte noch das Bild kennst du doch:
      Dick und Doof

  2. Avatar

    Thomas

    24. November 2015 14:30 at 14:30

    Kleine Korrektur: die Krim-Annektion war keine. Es handelte sich um eine völkerrechtliche Se­zes­sion, siehe UN-Charta, auch wenn uns die Mainstream Propaganda das Gegenteil einreden möchte

    • Avatar

      KK

      24. November 2015 15:48 at 15:48

      Genau – und: genau weil dieser Unterschied entscheidend ist, wird er immer wieder vertuscht.

  3. Avatar

    KK

    24. November 2015 16:00 at 16:00

    Und man muss ja auch wissen, aus welcher Pandorabüchse der Jazenjuk aufgetaucht ist – und woher die „Schatzmeisterin“ – und wie diese Letztere zu Ihrem ukrainischen Pass und davor zu Ihrem Schutz-/ Schatzengel S o r o s ….

  4. Avatar

    willi

    24. November 2015 22:25 at 22:25

    Tja Adolf Putin hat die Krim Anektiert ,jetzt soll er auch dafür sorgen, das durch seine agression zumindesten die unterdrückten Krimbewohner versorgt werden.

    • Avatar

      Gabriel Scheer

      25. November 2015 08:20 at 08:20

      @willi:
      Entweder hast du Dich im weltweiten Netz verirrt (bei den gleichgeschalteten Medien bist du besser aufgehoben) oder du bist im Geiste nicht reif, dann wird´s Zeit das du Dich informierst.

    • Avatar

      Ronald Reschke

      10. Dezember 2015 02:10 at 02:10

      die „unterdrückten Krimbewohner“ lachen sich kaputt über solch hilflose Ignoranz.
      Es ist einfach nicht möglich, raffiniert auf Raffinesse verzichten zu müssen. Das fängt bei A wie Adolf an und endet bei Z wie aggressiv-anektierter Unterzersorgung….

  5. Avatar

    0177translator

    24. November 2015 23:04 at 23:04

    Liebe Bandera-Faschisten, liebe Kiewer Kleptokraten und Oligarchen – ihr solltet noch mehr Waffen an ISIS verkaufen als bisher. Dann seid ihr auch wieder flüssig.

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Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

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Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

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So sichern Sie Ihr Depot optimal ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Aktienmärkte eilen von einem Rekord zum nächsten. Das Virus wühlt zwar weiterhin, und tatsächlich eilt auch die Anzahl der Covid-Neuinfektionen weltweit von einem Rekord zum nächsten. Wir vertrauen allerdings auf die Kraft des Impfstoffes und sehen die Volkswirtschaften dieser Welt nächstens befreit.

Bei so viel Euphorie beschleicht allerdings den ein oder anderen Börsianer ein ungutes Gefühl. Sie haben also das Bedürfnis Ihr Depot, Ihre Buchgewinne einmal zumindest teilweise abzusichern. Im Folgenden erkläre ich Ihnen, welche drei goldenen Regeln Sie berücksichtigen müssen, damit die Absicherung auch wirklich greift.

Das Absichern oder Shorten eines Depots ist kein Hexenwerk. Allerdings sind wir als Börsianer natürlich eher geeicht auf steigende Kurse und Chancen. Mit anderen Worten: Shorten zählt bei den meisten von uns nicht zur ersten Begabung.

Das sind die drei goldenen Regeln:

– Fassen Sie immer punktuell und kurzfristig zu!
– Definieren Sie Ihren Depotschwerpunkt und vergessen Sie Einzelaktien!
– Legen Sie eine prozentuale Absicherungsquote fest!

Was sagen uns diese Regeln konkret?

Zu 1. Ein Short – ganz gleich ob als Optionsschein, Short-ETF oder Zertifikat – ist kein Pkw-Anschnallgurt, den wir fortwährend zur Anwendung bringen. Erfolgreiches Shorten verlangt eine kurzfristige Marktmeinung. Solche Instrumente kaufen wir immer punktuell und lediglich für wenige Wochen oder Monate. Andernfalls verzichten wir auf Geld und Rendite. Dabei sind weniger die laufenden Kosten eines Short-ETFs oder eines Optionsscheins das Problem. Sondern: Shorts – egal in welcher Form – bringen uns Verluste, wenn der Markt entgegen unserer Prognose doch steigt. Zudem fehlt uns das Kapital für den Short auf der Aktienseite. Zu Deutsch: Ein unsauber gesetzter Short wird schnell zum doppelten Renditekiller.

Zu 2. Das ist offensichtlich: Wenn von 20 Ihrer Depotpositionen 15 aus dem DAX stammen, sichern Sie nicht gegen den S&P 500 oder NASDAQ-Index ab, sondern natürlich gegen den DAX. Als kluger Börsianer kennen Sie den Schwerpunkt Ihres Depots und erwerben dazu passend einen Short. Ganz wichtig: Vergessen Sie…..

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