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Ukraine: Totales Chaos bei der Nationalbank

Von Claudio Kummerfeld

Totales Chaos herrscht bei der Nationalbank der Ukraine. Wie wir gestern bereits im Videoausblick berichteten, geht es dort gerade drunter und drüber.

1024px-National_Bank_of_Ukraine Die Nationalbank der Ukraine. Foto: Wikipedia / Alexander Noskin /Voevoda (CC BY-SA 3.0)

Devisen

Am Mittwoch hatte die Nationalbank veranlasst Kapitalverkehrskontrollen zu verhängen. Das bedeutet konkret, dass der Ankauf von Devisen über ukrainische Banken eingeschränkt wird. Diese Maßnahme gilt für einen kurzen Zeitraum von Mittwoch bis Freitag. Das Interessante hierbei: Ministerpräsident Jazenjuk wusste davon anscheinend gar nichts und fühlt sich jetzt peinlich überrumpelt. Er unterstellt der Nationalbank „systemische Spekulation“ und hat Präsident Poroschenko aufgefordert die Leitung der Nationalbank auszutauschen. Unsere Meinung: Mit nur noch 5 Milliarden US-Dollar an Devisenreserven kann man nicht mehr viel spekulieren.

Banken in der Ukraine dürfen länger leben

Notleidende Banken in der Ukraine wurden von der Nationalbank nicht in die Insolvenz geschickt – man hat sich entschieden Notfall-Kreditlinien, die im März ausgelaufen wären, einfach bis Juni 2015 zu verlängern. Das Zitat der Notenbank hierzu lautet: „The decision to extend loan repayment holidays for banks was made given a difficult political and economic situation in Ukraine that takes its toll on the banking industry. By maintaining liquidity at the required level, we ensure banks‘ ability to meet their obligations to depositors and other creditors,“ said First Deputy Governor of the National Bank of Ukraine Oleksandr Pysaruk.“

Die Chefin

Gegen die Notenbankchefin Valeriia Gontareva soll eine Klage am Laufen sein wegen der Manipulation von Devisenkursen. Bisher hat die Nationalbank hierzu noch nicht offiziell Stellung bezogen. Dazu muss man sagen: Es soll sich um die Klage eines einzelnen Anwalts handeln, und abgesehen davon ist es eine der Aufgaben von Notenbanken in Devisenkurse einzugreifen. Also hier ist Vorsicht angebracht, was dahinter steckt.

Blei als Gold angemalt

Seit Ende 2014 laufen polizeiliche Ermittlungen, weil die Nationalbank es offenbar fertiggebracht hatte als Gold angemaltes Blei zu kaufen. Darüber hinaus fehlen 11 kg Gold schlicht und einfach. Ermittlungen führten bisher zu keinen konkreten Ergebnissen. Über Vorkommnisse beim Pensionsfonds der Notenbank berichteten wir bereits. Auch hier bleiben wir weiter am Ball, wie sich dieser Fall entwickelt.

 

 

Quelle: National Bank of Ukraine



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1 Kommentar

  1. Die Nationalbank der Ukraine soll Mitte des Jahres 2014 der Bank des derzeit mächtigsten Oligarchen und sehr engen Verbündeten von Poroschenko und Jazenjuk US Dollars zu einen günstigeren Kurs verkauft haben, als der am Markt zu haben ist. Die Bank brauchte weniger Hryvnia für einen $ bezahlen, als üblich. Die Bank hat die Dollar dann wieder zu Marktpreisen verkauft um von den Hryvnia wieder $ zu den Subventionierten Kurs zu kaufen. Die Bank hat sich damit auf Kosten der Nationalbank und damit des Steuerzahlers Saniert. Unter Poroschenko und Jazenjuk hat sich bei der Korruption und Veruntreuung nichts zum besseren geändert. Die beiden hängen bei den krummen Geschäften sicherlich voll mit drinnen. Bei einen erneunten Umsturz dürfte die alle Ermittlungsverfahren bekommen und damit sich ins Exil im Westen flüchten.

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