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Und es kracht schon wieder: italienische Banken vom Handel ausgesetzt

Redaktion

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FMW-Redaktion

Italiens Banken sind erneut in schwerem Fahrwasser – und das obwohl, wir wir heute in dem Artikel „Italien und EU-Kommission mit Deal über kaputte Banken…“ berichteten, die besonders unter faulen Krediten leidenden Banken des Landes eine Art Garantie für ihre Problemkredite bekommen haben. Aber während die Politik ihre vermeintlich ach so kluge Lösung feierte, sieht das der Markt bei zweitem Hinsehen offenkundig anders: die größte Bank Italiens, Unicredit, ebenso wie Banco Populare, UBI Banca, Finmeccanica sind vom Handel nach starken Verlusten ausgesetzt worden:

Unicredit
Unicredit, die größte Bank Italiens

Banco Populare
Banco Populare

Warum fallen diese Bankaktein so stark, obwohl doch eine so wunderbare Lösung gefunden wurde? Den veranwortlichen Politikern war es wichtig, dass die gegeben Garantien zu marktüblichen Zinsen vergütet werden – also mit deutlich höheren Kosten verbunden sind, als „normale“ Staatsgarantien. Nun sagt etwa die Citibank: das Modell der italienischen Bad Banks unterscheidet sich deutlich von den in anderen EU-Ländern. Sie sind durch die höheren Garantiekosten schlechter gestellt als die Bad Banks anderer Länder. Und genau das haben jetzt auch – wie gesagt, beim zweiten Hinsehen – die Aktionäre dieser Banken realisiert!

Und so kommt es, dass der italienische MIB 40, also der Leitindex Italiens in Mailand, deutlich schlechter performt als etwa der Dax, wie folgender 5-Minuten-Chart zeigt:

daxmib40
(MIB40 orange, Dax schwarz)

Dazu die Citi:

„A too high price [for the fees banks pay to the government for the guarantees] would make the transfer of the NPLs to the bad bank not convenient for the banks and it would potentially open up new capital shortfalls. A too-low price would violate the state-aid rules and involve losses for banks’ investors (and potentially for depositors). It is important to note that the Italian version of the “bad bank” is very different from those set up in other EU countries since 2008 (e.g., in Spain, Ireland) where banks were forced to sell part of (or all) their bad loans at a set price to the government-backed bad bank vehicle. The Italian scheme is a much lighter version and as such it is likely to have a more muted impact on banks’ balance sheets, in our view.“

Und so kann man nur den Verantwortlichen wieder aus vollem Herzen gratulieren für ihre Schlauheit: Garantien ohne staatliche Hilfe, genial. Good deal, brillant deal, Margrethe:

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Boncas

    27. Januar 2016 15:16 at 15:16

    Na gut, in China gibt’s ein paar Probleme, aber in Europa ist alles stabil – oder?

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die großen Tech-Konzerne haben gestern sehr gute Quartalszahlen gemeldet. Er geht darauf ein, welche Haare in der Suppe die Anleger dennoch fanden, weshalb die Kurse dann nachbörslich fielen.

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Experte Andre Stagge über die Tech-Zahlen, US-Wahl und EZB

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Der Tradingexperte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) bespricht im folgenden Video mehrere aktuelle Börsenthemen. Vermutlich wird die EZB ab Dezember aktiver werden in Sachen Rettungsmaßnahmen. Gestern Abend haben die vier großen Tech-Konzerne Apple, Google, Amazon und Facebook ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Andre Stagge weist darauf hin, dass alle vier zwar die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn übertroffen haben – und er geht auf die Gründe ein, warum die Aktien nachbörslich nicht entsprechend positiv reagierten. Auch wirft Andre Stagge einen Blick auf die große Wahrscheinlichkeit, dass Joe Biden die US-Wahl nächste Woche gewinnen könnte.

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Ballard Power vor gewaltigem Kursrutsch? – Werbung

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Lieber Börsianer,

da stimmen Sie mir sicherlich zu. Die Stimmung an den Börsen hat sich im Oktober eingetrübt. Vor allem das europäische Infektionsgeschehen schlägt uns aufs Gemüt. Auch im Alltag werden wir die Folgen nächstens wieder alle ganz gegenständlich spüren, wenn Deutschland in den Lockdown light geht. Das nämliche Bild bei unseren Nachbarn. In Wien werden derzeit ähnliche Maßnahmen vorbereitet, um die zweite Covid-Welle zu brechen. In Frankreich gelten sogar wieder harte Ausgangssperren. Man darf dort zur Arbeit und zum Einkauf fahren. Ansonsten gilt: Rien ne va plus.

Da überrascht es nicht, dass der DAX südwärts läuft und derweil auf Wochensicht über 8 % eingebüßt hat. Ähnlich wie im vergangenen Februar und März sind auch die Ölpreise wieder massiv rückläufig und verlieren zur Vorwoche rund 9 %. US-Aktien halten sich noch recht wacker, aber auch hier sehe ich Gefahr im Verzug.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich mache jetzt hier nicht den Pessimisten. Gleichwohl halte ich es für ratsam, kurzfristig in unseren Depots die Cashquoten zu erhöhen und den ein oder anderen Titeln zu veräußern, um dann am Ende zu günstigeren Kursen wieder in den Markt zurückzukommen.

Diese Taktik dürfte etwa bei dem Wasserstoff-Titel Ballard Power reizvoll sein, denn hier kündigt sich ein scharfer Ausverkauf an. Schauen wir uns zunächst einmal die letzten Zahlen aus dem zweiten Quartal an. Das kanadische Unternehmen meldete einen Umsatz in Höhe von 25,8 Millionen USD. Das entspricht einem recht vernünftigem Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal in Höhe von 9 %. Den Verlust konnte man spürbar eingrenzen, gleichwohl hat das…..

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