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Und nochmal draufhauen auf die EZB, denn die Fakten sind leider so wie sie sind…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Vorhin hatten wir ja schon über die strahlende Bilanz der EZB berichtet. Legt man den Verlauf des Bilanzwachstums der EZB in den selben Chart wie den Verlauf der Inflationsrate in der Eurozone, so müssten nach alt hergebrachter Volkswirtschaftslehre ganz grob gesagt die Linien in die selbe Richtung laufen. Sie verlaufen aber genau entgegengesetzt.

Wie wir am Mittwoch schon berichteten, wurde für April die Inflation in der Eurozone mit -0,2% verkündet. Dieses Desaster soll jetzt endgültig durch den Kauf von Unternehmensanleihen aufgefangen werden. Hierzu bedarf es evtl. noch göttlichem Beistand, aber sei es drum.

Vor den Verbraucherpreisen der Privatkonsumenten, die für die EZB als Gradmesser für ihren Erfolg entscheidend sind, kommen die „Erzeugerpreise“ der Industrie eine Art Frühindikator. Und diese Daten wurden für Deutschland heute frisch verkündet für den Monat April. Die Preise fielen auf Jahresbasis um 3,1%. Nimmt man den Energiesektor heraus, liegen die Erzeugerpreise immer noch bei -1%.

Erzeugerpreise EZB

Wie man im Chart gut sieht, ist die Entwicklung der Industrie-Erzeugerpreise in Deutschland seit Jahren rückläufig, und das nicht nur im Energiesektor. In jüngsten Briefen, die die EZB an Mitglieder des Europaparlaments verschickt hat, und die öffentlich einsehbar sind, spricht die EZB davon, wie phantastisch ihre Maßnahmen bestehend aus Anleihekäufen und Negativzinsen bereits funktionieren. Wir kommen da argumentativ immer noch nicht mit. Wenn sämtliche Zahlen selbst in der stärksten Volkswirtschaft in der Eurozone das Gegenteil belegen, wie kommen die Damen und Herren im EZB-Turm auf diese Sichtweise? Kennen SIE die Antwort? Wohl gemerkt, das Konsumvolumen der deutschen Verbraucher steigt ja, aber eben nicht die Preise! Und der EZB geht es um die Preisentwicklung, also die Inflation, die um 2% p.a. steigen soll.

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    peter hoffmann

    20. Mai 2016 14:09 at 14:09

    1. ist draghi nicht ein ex-goldman-sachs-mann ?
    2. wie sollen preise steigen, wenn die meisten branchen nach wie vor im preiskampf sind um marktanteile zu gewinnen !

  2. Avatar

    Wolfgang Koch

    20. Mai 2016 14:20 at 14:20

    Don’t panic financial boys!Die Wunderwaffen werden schon irgendwann wirken!Wenn nicht schon die V1oder die V2,dann spätestens die V3,4,oder55!Entschuldigung für den zeitlichen Rückfall.Heute heissen die ja QE1,2,3,4 bis55!Es scheint wie in der Mode:Alles kommt zurück!(zumindest dann,wenn keiner damit mehr rechnet!

  3. Avatar

    daulini

    21. Mai 2016 01:18 at 01:18

    Es reicht leider nur für Satire. Und letztlich machen wir alle bei diesem Wahn- bzw. Unsinn mit oder lassen ihn über uns ergehen. Wer ist eigentlich wirklich in der Lage dieser Politik noch wirksam begegnen zu können?

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Nullzinsphase in der Realität: BaFin entzieht zwei Pensionskassen die Betriebserlaubnis

Claudio Kummerfeld

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Nullzinsphase

Die Nullzinsphase erfreut zwar private Kreditnehmer und Staaten, die sich zum Traumkonditionen verschulden können. Aber wo Kredite für die einen nur Schulden sind, da sind sie auf der anderen Seite für Fondsgesellschaften, Rentenversicherungen und Pensionskassen nichts anderes als eine Geldanlage, die Zinsen abwerfen muss. Tut sie das nicht, geraten die Zusagen gegenüber den Kunden und die gesamten Kalkulationen der Kassen ins Wanken. Neben 20 Lebensversicherungsgesellschaften hat die BaFin derzeit auch 36 Pensionskassen unter sogenannter „verschärfter Beobachtung“.

Zwei Pensionskassen endgültig ohne Betriebserlaubnis

Schon im Jahr 2018 hatte die BaFin den Pensionskassen „Kölner Pensionskasse“ und „Pensionskasse der Caritas“ die Anordnung erteilt, dass sie nicht weiter ihrer Arbeit nachgehen dürfen (wir berichteten damals). Die beiden legten aber Widerspruch ein. Nun hat die BaFin offiziell mitgeteilt, dass die Entziehung der Betriebserlaubnis für die beiden Pensionskassen rechtskräftig ist, rückwirkend zum 31.12.2020 (hier und hier die offiziellen Mitteilungen). Beide Meldungen sind im Wortlaut identisch, daher drucken wir hier nur eine ab. Zitat:

Die BaFin hat gemäß § 304 Absatz 1 Nr. 2 Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) die Erlaubnis zum Betrieb des Versicherungsgeschäfts der Pensionskasse der Caritas VVaG mit Bescheid vom 24. Oktober 2018 widerrufen. Das Unternehmen konnte die Mindestkapitalanforderung nicht erfüllen und hat einen Finanzierungsplan zur Beseitigung dieser Unterdeckung vorgelegt, der aus Sicht der BaFin unzureichend war. Der Bescheid ist mit Ablauf des 31. Dezember 2020 bestandskräftig geworden. Der Betrieb des Versicherungsgeschäfts ohne die erforderliche Erlaubnis stellt eine Straftat dar. Gemäß § 304 Absatz 5 VAG darf die Pensionskasse der Caritas VVaG keine neuen Versicherungsverträge abschließen und bestehende Versicherungsverträge weder verlängern noch erhöhen.

In der Realität bedeutet dies, dass diese beiden Pensionskassen nur noch ihr vorhandenes Bestandsgeschäft abwickeln dürfen. Den insgesamt 55.000 betroffenen Anspruchsinhabern auf Pensionen dürften womöglich nach und nach Kürzungen ihrer Ansprüche und Auszahlungen bevorstehen. Die beiden Pensionskassen sind nun sozusagen in Liquidation. Sie werden noch solange bestehen, bis die letzten der jetzt noch eher jungen Mitglieder irgendwann sterben. Also werden diese Pensionskassen also auf Jahrzehnte hinweg Abwicklungsanstalten mit Restbeständen sein.

Man kann es sich kaum vorstellen, aber es ist, wie es ist. Das Finanzsystem und in diesem Fall das System der Pensionskassen beruht vor allem darauf, dass die eingezahlten Beiträge auch am Kapitalmarkt Zinsen abwerfen, damit die vorhandenen Vermögensbestände sich vermehren. Seit Jahren knabbert nun die Nullzinsphase an den Reserven. Womöglich sind diese beiden Kassen nur der Anfang einer Entwicklung? Denn man sieht es ja, die Zinsen in Euroland werden noch sehr lange auf der Null-Linie verharren.

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Aktuell: Citigroup und Wells Fargo melden Quartalszahlen

Claudio Kummerfeld

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Die Quartalszahlen von Citigroup und Wells Fargo wurden soeben veröffentlicht. Zunächst Citi. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 16,50 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 18,38/erwartet 16,50).

Der Gewinn liegt bei 2,08 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 2,11/erwartet 1,35).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -1,7 Prozent.

Die Kreditausfälle sinken von 1,84 vor einem Jahr auf 1,27 Milliarden Dollar im letzten Quartal. Von den Rücklagen für möglicherweise noch ausfallende Kredite wurden 197 Millionen Dollar abgebaut, was also den Gewinn erhöht.

Citigroup-Quartalszahlen

Wells Fargo

Die große Konsumentenbank Wells Fargo hat soeben auch ihre Zahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 17,93 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,86/Erwartungen 18,1).

Der Gewinn liegt bei 0,64 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,60/Erwartungen 0,59).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -5 Prozent.

Risikovorsorge für Kreditausfälle reduziert um 179 Millionen Dollar.

Wells Fargo Quartalszahlen

Wells Fargo Schriftzug
Foto: Gabriel Vanslette CC BY 3.0

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Aktien

Autonomes Fahren: Jetzt kommt Apple – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Kinder haben jetzt genug gespielt und gestümpert. Nun will es Apple machen, nachdem die Resultate bislang nicht befriedigend sind. Worum geht es?

Sicherlich haben Sie der Berichterstattung der letzten Tage entnommen, dass das US-Unternehmen aus dem kalifornischen Cupertino sich nun dem Autonomen Fahren annimmt. Offenbar plant man gemeinsam mit dem koreanischen Autobauer Hyundai den Bau eines bzw. mehrerer autonom fahrender Roboterautos. Während die konventionellen Autobauer unverändert an ihren semi-autonomen Fahrassistenten basteln, geht Apple nun aufs Ganze.

Am Markt sorgte diese Perspektive für positive Unruhe. Denn man weiß, was Apple macht hat normalerweise Hand und Fuß und wird sehr oft zur großartigen Erfolgsgeschichte. So krachte zuletzt schon einmal die Aktie der Hyundai durch die Decke. Obwohl die Korea-Aktie zuletzt wieder korrigierte, steht hier für die Aktionäre immer noch ein starker Wochengewinn von 30 % zu Buche.

Aber lassen wir Hyundai einmal Hyundai sein und untersuchen, warum dem autonomen Fahren bislang noch nicht der Durchbruch beschieden war. Das Stichwort ist hier LiDAR oder Light Detection and Ranging. Vereinfacht gesprochen misst ein LiDAR-Sensor mit einem gepulsten Laser in seinem Sichtfeld die Entfernung zwischen sich und einem Gegenstand.

Damit steht und fällt die Idee des Autonomen Fahrens mit diesen Sensoren. Die gute Nachricht: Die Technologie ist gut erforscht und funktioniert. Die schlechte Nachricht: Ein halbwegs leistungsfähiger LiDAR-Sensor kann schon einmal rund 20.000 USD pro Stück kosten. Außerdem sind die Geräte sperrig. ZU Deutsch: Mit den derzeit verfügbaren LiDAR-Sensoren wird Autonomes Fahren in diesem Jahrhundert keine Realität mehr. Folglich ist das Marktvolumen dieser…..

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