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Tesla-Aktie: Die Musk-Euphorie und eine Rekord-Shortquote verdrängen alle Probleme

Redaktion

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FMW-Redaktion

Keine Luft mehr nach unten in der Tesla-Aktie? Kapitulieren die Bären? Ist Elon Musk so gut und so überzeugend, dass alles an ihm abprallt? Anscheinend. Erst vorgestern berichteten wir über die desaströsen Absatzzahlen von Tesla. Dann machte die Aktie etwas tiefer auf (Abwärtspfeil im Chart). Jede „normale“ Aktie würde bei rückläufigen Verkaufszahlen von 7% drastisch einbrechen. Aber bei Tesla hielt dieser Schock nur wenige Augenblicke an. Wie man sieht: Seitdem ist die Aktie von 240 auf gestern Abend 265 Dollar gestiegen.

Wir sind von dieser Entwicklung genau so überrascht (Hut ab Elon Musk) wie so mach Fundamentaldaten-Analyst. Zwei Gründe gibt es für diesen 25 Dollar-Anstieg der letzten beiden Tage. Erstens: Telsa-Chef Elon Musk betreibt so eine Art fotlaufende Hoffungszufuhr für die Vorbestellungszahlen des neuen Modell 3. Musk hat ein Update zu die Vorbestellungen angekündigt, und die große Herde der Long-Trader wettet wohl auf neue sensationelle Daten.

https://twitter.com/elonmusk/status/717890728748167168

Und zweitens wäre da noch die Tatsache, dass Stand 15. März die Short-Quote in der Tesla-Aktie mit 25% aller Aktien ein Rekordhoch erreicht hat. Nicht mehr ganz aktuell die Zahl, mag sein – aber schon mal eine Hausnummer diese Info. Wer diese Zahl hört, denkt automatisch: Mist, so viele Trader sind bereits short in der Hoffnung auf einen großen Einbruch – die müssen ja alle irgendwann einmal glattstellen, also besser die Aktie kaufen. Daher werden wohl viele Shorties aus Angst glattstellen. Die Tesla-Aktie ist (warum auch immer) erstaunlich robust. Es bleibt wie in den letzten Monaten ein fast einzigartiges Phänomen, das Elon Musk da prodziert! Am Dienstag fragte ein Twitter-User Elon Musk, was er davon halte die Aktie zu shorten. Antwort: „Unklug“.

Auch dass Barclays jüngst auf einige Fundamentaldaten hinweist mit einem Kursziel von nur noch 165 Dollar, interessiert den Markt nicht. So sagen die Analysten das neue Modell 3 könne in ausreichender Stückzahl nicht vor 2019 ausgeliefert werden. Wir fragen: hat die Konkurrenz bis dahin schon aufgeschlossen oder Tesla überholt? Auch weist Barclays darauf hin, dass das neue Modell 3 als massentaugliches Auto mit einem offiziellen Preis von „nur“ 35.000 Dollar in der tatsächlichen Auslieferung wohl eher um die 50.000 Dollar kosten wird. Auch wird darauf hingewiesen, dass der Steuervorteil durch die US-Regierung für Elektroautos beim Modell 3 wohl wegfallen wird, weil er nur bis zu einer gewissen maximalen Verkaufsmenge gewährt wird.

Aber egal, Hut ab, diese Aktie ist irgendwie ein Phänomen. In Elon they trust…

Tesla-Aktie
Die Tesla-Aktie seit 31. März.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Karl

    8. April 2016 15:20 at 15:20

    Long in Tesla / short in Daimler – krass
    Irgendwann dreht der Kurs – Ihr Junkies – Ich warte

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Stimulus-Hoffnung

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Börse lebt ganz aktuell von der neuen Stimulus-Hoffnung. Ein neues Rettungspaket in den USA könnte bald kommen. Wer traut es sich da schon auf fallende Kurse zu setzen?

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Neu: Warum Disruptoren für Sie so lukrativ sind – Werbung

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Lieber Börsianer,

US-Investoren lieben diese neue Aktiengattung. Die Rede ist von den sogenannten Disruptoren. Was ist das? Den Begriff des Disruptors prägte vor einigen Jahren der US-Ökonom Clayton M. Christensen.

Er meint damit Unternehmen, die das bestehende Marktgleichgewicht in aller Regel mit großer Dynamik kreativ zerstören. Anders formuliert: Hier werden Erfolgsserien bereits bestehender Technologien oder etwa Produktionsverfahren unterbrochen (englisch: to disrupt). Im deutschsprachigen Raum sprechen wir dann von disruptiven Technologien.

Landläufig verstehen viele Anleger darunter vor allem Neuerungen im Bereich Software oder Internet. Tatsächlich ist das faszinierende Feld dieser Disruptoren vieler größer. Auch nicht-technische Innovationen können einen Markt erheblich verändern.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Nach dem Zweiten Weltkrieg startete ein Einzelhändler, den wir heute unter dem Namen Aldi kennen, ein gänzlich neues Geschäftsmodell. Man setzte nicht mehr auf Frischprodukte wie Obst und Gemüse, sondern lang haltbare Konserven und ähnliches. Das Modell des Lebensmittel-Discounters war geboren.

In der jüngeren Vergangenheit etwa sorgte die US-Kaffeehauskette Starbucks für Furore und konstruktive Unruhe im Markt. Die Performance dieser Disruptor-Aktie in den vergangenen 10 Jahren: über 2.200 % Kursplus. Tatsächlich machte diese US-Aktie viele Anleger wohlhabend, einige unter uns machte die Starbucks-Aktie sogar zu kleinen Millionären.

Es muss nicht immer Internet sein

Wie gesagt: Es muss nicht immer Internet sein. Trotzdem gilt natürlich, dass aus dieser Branche in den vergangenen Jahren sehr viele Disruptoren erwachsen sind. Dafür stehen Namen wie Alphabet, Amazon oder etwa in China Tencent oder Alibaba.
Nun kennen wir natürlich alle die Disruptoren der Vergangenheit. Aber was sind die Disruptoren der nächsten Jahren? In meinem Börsendienst RENDITE TELEGRAMM befasse ich mich schwerpunktmäßig genau mit dieser Aktiengattung. Anhand eines aufwendigen Prüfschemas…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York- „Biden vorne, aber das Volk verliert“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden lässt ihn das Fazit ziehen, dass Joe Biden zwar besser abschnitt, dass aber nach dieser Schlammschlacht das ganze amerikanische Volk verloren hat.

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