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Und zack, da ist er: Der globale Steuerwettbewerb, ausgelöst durch Donald Trump

Donald Trump hat es verkündet. Nicht nur bei Privatpersonen soll sich einiges tun. Vor allem geht es ihm darum den Unternehmenssteuersatz von bislang 35% auf 20% zu senken. In Deutschland liegt er derzeit…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Donald Trump hat es verkündet. Nicht nur bei Privatpersonen soll sich einiges tun. Vor allem geht es ihm darum den Unternehmenssteuersatz von bislang 35% auf 20% zu senken. In Deutschland liegt er derzeit bei rund 30% (laut offiziellen Angaben 29,83%). Das bedeutet: Kommt Trump zumindest mit der Senkung der Unternehmenssteuern durch, rutschen die noch teuren USA drastisch unter das deutsche Niveau, wie auch das vieler andere Industrienationen.

Die Abwärtsspirale bei den Unternehmenssteuern wäre damit eröffnet. Eigentlich bräuchten Konzerne dann gar nichts verlagern, da sich wohl viele wichtige Standorte gegenseitig nach unten anpassen. Verlieren tun die Steuerhaushalte der Staaten, gewinnen tun die Unternehmen und ihre Aktionäre durch höhere Gewinnspannen. Oder glaubt irgendjemand, dass auch nur ein einziger Konzern die höhere Gewinnspanne für Preissenkungen bei seinen Produkten nutzen wird?

Jetzt müsste man eigentlich annehmen, dass die (besonnenen?) deutschen Wirtschaftsforscher laut rufen „hallo, nicht so schnell, diese Abwärtsspirale sollten wir nicht mitmachen“. Aber weit gefehlt. Am Ehesten ist noch zu verstehen, dass das wirtschaftsnahe ifo-Institut in diesem Zusammenhang die Absenkung deutscher Unternehmenssteuern fordert, wie aktuell geschehen durch seinen Chef Clemens Fuest gegenüber der „Welt“. Aufgrund dieses intensiven Steuerwettbewerbs müsse man (Deutschland) aufpassen, dass man bei der Unternehmensbesteuerung nicht wieder an die Spitze der Länder mit der höchsten Belastung rücke.

Auch von den Wirtschaftsverbänden BDI und DIHK ist zu hören, dass sich die deutsche Steuerpolitik diesem Wettbewerb nach fast zehn Jahren fehlender Steuerstrukturreformen endlich stellen müsse. Steuerpolitik sei Standortpolitik. Und man hört, dass sich Deutschland nicht noch einmal vier Jahre Stillstand bei den Steuern erlauben könne. Anders als in den USA seien sogar die finanziellen Spielräume für eine mutige Reform in Deutschland vorhanden.

Das alles ist ja noch nachvollziehbar. Aber auch der mit seinen Thesen doch eher sozialdemokratisch-orientierte Marcel Fratzscher vom „Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung“ wünscht sich, dass Deutschland beim Trumpschen Steuerwettbewerb mitmacht. Denn die US-Steuersenkungen würden vor allem deutsche Exporteure einem stärkeren Wettbewerbsdruck aussetzen, da die US-Senkungen ja auch die Wettbewerbsfähigkeit von US-Unternehmen verbessern würden.

Ob Trump seine Senkungen gegenfinanzieren kann, spielt wohl keine Rolle. Die US-Staatsverschuldung ist eh schon so obszön, dass Details nicht mehr ins Gewicht fallen, oder? Natürlich müsste Trump damit im Kongress durchkommen, wo es immer noch Leute geben soll, die auf die Staatsverschuldung achten. Und sonst? Jüngst gerieten die USA mit Großbritannien in einen größeren Zwist, weil drastische US-Importzölle auf kanadische Flugzeuge sich auswirken auf Fertigungsstandorte in Großbritannien. Die Briten hatten ja eh vor im Rahmen des Brexit als isolierter Standort attraktiver zu werden, und die Steuern spürbar zu senken. Nun könnten Sie im Zuge der US-Konkurrenz mehr denn je darauf abzielen Steuern zu senken. USA und UK sieht man also eventuell in absehbarer Zeit mit deutlich niedrigeren Steuersätzen für Unternehmen.

Und dann auch noch ein wahrscheinlich neuer deutscher Finanzminister aus der FDP. Mehr Vorboten einer deutlichen Senkung von Unternehmenssteuern kann es wohl kaum geben. Mehr „glückliche“ Faktoren und Argumente um hierzulande die Steuern ebenfalls zu drücken, kann es für die FDP nicht geben. Wenn nicht jetzt, wann dann? Jetzt kann Herr Lindner endlich mal zeigen, dass die FDP tatsächlich Steuern senken kann…

President Donald J. Trump speaks with Secretary of Defense James Mattis and other senior leaders of the armed forces at the Pentagon in Washington, D.C., Jan. 27, 2017. (DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr)

Donald Trump. Foto: DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr / Gemeinfrei

12 Kommentare

12 Comments

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    Helmut Josef Weber

    29. September 2017 17:26 at 17:26

    Ach- wenn dann die Mehrwertsteuer um 5% erhöht wird, dann gleichen sich die Steuermindereinnahmen wieder aus.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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    Michael

    29. September 2017 22:04 at 22:04

    „Jetzt kann Herr Lindner endlich mal zeigen, dass die FDP tatsächlich Steuern senken kann…“
    Für die ach so leidenden großen Unternehmen und Konzerne. Prima….
    Trotz ständig sich überbietender Rekordgewinne und sich noch viel mehr überschlagender Skandale und Betrügereien diskutiert man eine Steuersenkung für die Geschwüre der sozialen Marktwirtschaft.
    Wo bleiben die Steuersenkungen für den anteilsmäßig größten Teil der Bevölkerung? Kann es sein, dass ein Bürger mit 1.000,- € monatlichem Einkommen etwa 23% Steuern zahlen muss und dieser damit weit unter die Armutsgrenze katapultiert wird, während halbkriminelle Konglomerate auf 20% Steuern mit zusätzlichen erstaunlichen Abschreibungsmöglichkeiten abgestuft werden?
    Wäre das nicht eher ein Ansatz für den deutschen Protestwähler, anstatt jegliche Schuld für die schlechte Befindlichkeit auf die bösen Flüchtlinge zu schieben?

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      rote_pille

      30. September 2017 16:37 at 16:37

      Aus Ihrer arroganten Sicht sind die Menschen wohl nichts anderes als Köter, die schön Sitz und Platz machen und nicht beißen, solange sie genügend Futter bekommen. Aber wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall.

      • Avatar

        Michael

        2. Oktober 2017 20:23 at 20:23

        @rote_pille
        Zu viel Pille, zu wenig rot?
        Ich beschwere mich darüber, dass der Unternehmenssteuersatz trotz ständig steigender Rekordgewinne auf 20% gesenkt werden soll und beklage, dass Bürger mit geringem Einkommen mehr als die Konzerne bezahlen müssen und damit gleichzeitig unter die Armutsgrenze katapultiert werden.
        Und ich wundere mich, dass der deutsche Protestwähler (an der rechten Front) dennoch weiterhin nicht wirklich die wahren Ursachen, warum es vielen Bürgern wirtschaftlich immer schlechter geht, erkennt bzw. bekämpft.
        Nochmal in einfachen Worten:
        Banken, Großunternehmen und Konzerne = Geschwüre der sozialen Marktwirtschaft
        Wo bleiben die Steuersenkungen für den größten Anteil der Bevölkerung, für die unteren und mittleren Einkommen?

        Und Sie werfen mir nun was vor?

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          Petkov

          2. Oktober 2017 22:25 at 22:25

          Die Steuersenkungen sind nicht da und abgesehen von ein paar homöopathischen Augenwischereien wird auch nichts in der Richtung kommen, Michael. Und linkspopulistische, neokommunistische, lebensunerfahrene (wenn auch relativ alte) Schafe wie Sie sind ja nicht gerade die Hoffnungsschimmer in dieser immer komplexer werdenden Welt.

          Die „Großen“ sitzen halt immer am längeren Hebel und es ist naiv zu glauben, dass es im gelobten Land ?? anders funktionieren kann. In den letzten 10.000 Jahren gab es leider keine Ausnahme von der Regel. Also kann Ihr „kleiner Mann“ lediglich hoffen, das es „nur“ bei den 23% Steuern auf seine 1000 Kröten im Monat bleibt. Was aber leider zu bezweifeln ist: auch aufgrund der 60.000.000.000€ jährlichen Kosten für überwiegend Pseudoflüchtlinge, die auch noch gefährliche Parallelgeselschaften bilden, wo Gewalt und Menschenverachtung (ggü. Frauen, Christen, Juden etc.) allgegenwärtig sind.

          Die „Geschwüre“, die Sie bemühen, haben in Wirklichkeit Ihre Fantasie befallen und manipulieren wie ein Wahn Ihre Wahrnehmung. Sie irren hektisch umher, drehen sich blind im Kreis, während die Realität an Ihnen vorbeizieht.

          • Avatar

            Michael

            4. Oktober 2017 18:25 at 18:25

            @Petkov, da können wir uns nur glücklich schätzen, dass es rechtspopulistische, neonazistische junge (Leit)Hammel mit bereits großer Lebenserfahrung gibt, denen die alten dummen Schafe bedenkenlos folgen können.
            Was Sie als Parallelgesellschaft definieren, könnte man soziologisch betrachtet mit viel gutem Willen und wenig Fähigkeit zur Differenzierung bestenfalls als Subkultur bezeichnen, wobei bereits dieser Ausdruck ein gewisses Maß an gemeinsamen Werten und Weltanschauungen voraussetzt, welches nicht im Ansatz vorhanden ist.
            Ihre sog. „Parallelgesellschaft aus Pseudoflüchtlingen“ setzt sich aus einer Vielzahl von Menschen unterschiedlicher, grundverschiedener, teilweise gegensätzlicher (inkompatibler) ethnischer, kultureller und v. a. sozialer Herkunft zusammen.
            Frauen, Christen, Juden etc. gehören laut Ihrer Definition nicht dazu. Was ist übrigens etc.? Viele afrikanische Flüchtlinge sind Christen, dürfen wir damit bereits ein paar Milliarden Kosten in Ihrer (Ab)Rechnung wieder abziehen?

            Es gibt jedoch tatsächlich gefährliche Parallelgesellschaften oder zumindest Parallelwirtschaften in Schland, die Gewalt und Menschenverachtung zum Geschäftsmodell gemacht haben: Geschaffen, zusammengesetzt und geformt aus zahlreichen legalen „Flüchtlingen“ aus dem ehemaligen „Ostblock“. Gebildet aus dubiosen menschen-und lebensverachtenden Individuen, die das steuern, regieren und aufrecht erhalten, was landläufig unter Russenmafia „firmiert“: Die organisierte Kriminalität. Gewalttätige Schläger- und Mörderbanden, die in einer Schattenwirtschaft Drogenhandel, Menschenhandel, Uran-, Plutonium- und Waffenschmuggel, (Kinder)Prostitution und Börsenmanipultaionen betreiben.

            Aber was weiß ich als altes, unerfahrenes und dummes Schaf schon vom wirklichen Leben?

          • Avatar

            Petkov

            4. Oktober 2017 22:52 at 22:52

            Vielen Dank für die Bestätigung und sogar Verstärkung meiner Thesen, Michael. Das ist die zweite Genugtuung zum Thema, die ich seit gestern verspüren darf, nachdem der !!!SPDler!!! Steinmeier ausgerechnet am Nationalfeiertag ein Umdenken in der Flüchtlingsfrage gefordert hat: nämlich die Unterscheidung zwischen politischen und Wirtschaftsflüchtlingen. Der Anteil der Ersterwähnten ist so gering, dass in einem Land wie Deutschland kaum die derbe Flüchtlingsdiskussion entstanden wäre und die AfD hätte nie ihre heutige Kraft schöpfen können.

            Und ja, natürlich finde ich das Erstarken der AfD bedauerlich, aber leider, leider ist diese Schocktherapie für die GroK.O. notwendig geworden. Ich hoffe, es bleibt bei der 13%-Dosis. Insbesondere weil es mit den anderen populistischen Parteien (Grüne, Linke) der politische Bodensatz im Land einfach viel zu hoch ist (angesichts der Herausforderungen der modernen Welt).

            Und da sieht man den großen Unterschied zwischen Ihnen und mir. Ich kann differenzieren, ich kehre unbequeme Themen nicht unter den Teppich, ich spreche aus eigener Erfahrung und nicht aus zwanghaft anerzogenen Verhaltensmustern, ich argumentiere mit Fakten und nicht mit pseudo politisch korrekten Parolen.

            Und Sie? Argumentativ hoffnungslos unterlegen, greifen Sie in Ihrer Wut zu den üblichen primitiven Waffen aller ekelhaften Populisten, egal ob links oder rechts:

            — Aggressivität: sie nennen völlig unreflektiert einen im deutschsprachigen Raum lebenden Ausländer Neonazi! Wie jämmerlich schäbig! Schauen Sie sich meine Deutschkenntnisse an. Ich habe sie mir selbstdidaktisch als erwachsener Mann neben Studium und Arbeit angeeignet. Keine Kurse, keine Unterstützung. Welchen Intellekt versuchen Sie hier zu bekämpfen? Ich verabscheue aus eigener leidvoller Erfahrung Faschisten aller Art, aber ich habe die Reife um zu erkennen, dass man nur durch Trockenlegung des günstigen Nährbodens die Entwicklung von Nationalismus und Faschismus stoppen kann. Und genau das Gegenteil hat die GroK.O. erreicht. Die Voraussetzungen für die sumpfartige Ausbreitung der Parallelgesellschaften wachsen wie nach einer dunklen Flut und die politische Elite erklärt, dass es in Wirklichkeit Heilerde ist (das bringt uns blühende Landschaften oder so).

            — Undifferenziertheit: In Ihrer Wut versuchen Sie blind und somit völlig wirkungslos eine empfindliche Stelle bei mir zu finden und tippen auf die Russenmafia… Buahahaha… Süß! Oja, die Russenmafia gibt es, aber was ist mit den Mafias aus Albanien, Libanon, Maghreb etc. Die subjektiv wahrgenommene Gefahrenpotential hier ist erheblich höher. Befragen Sie 100 Passanten, was sie sich unter Clans vorstellen. Kazachok tanzende junge Männer würden höchstwahrscheinlich kein einziges Mal genannt. Und auch die Antänzer wird keiner Osteuropa zuordnen. Michael, Ihre Äußerungen sind undifferenziert und das hinterlistige Verschweigen weiter Teile der Wahrheit macht Ihnen keine Ehre.

            — Überheblicher Sarkasmus: Ihr Land hat zwar seit Jahrzehnten keine adäquate Antwort auf die genannten und ähnliche Missstände gefunden, trotzdem sehen Sie sich selbst auf einem hohen Roß, obwohl Sie in Wirklichkeit auf einem Steckenpferdchen mitten im Schlamassel reiten und wie ein Bub trotzen, wenn man Sie darauf hinweist, dass das Spiel todernst ist.

            Sie fürchten Parallelgesellschaften? Dann sorgen Sie dafür, dass sie keinen unnötigen Nachschub bekommen.

            Mit viel weniger Geld kann man viel mehr Menschen helfen ohne die eigenen Probleme zu verschärfen und den öffentlichen Frieden zu riskieren.

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            PK

            5. Oktober 2017 07:55 at 07:55

            @Michael
            Es ist sicher ok eine andere Meinung als Petkov zu haben, aber ich finde es ziemlich schwach, in welcher beleidigenden Art und Weise Sie hier auf das Posting von Petkov antworten.
            Man kann in Ihrer Reaktion tatsächlich genauso viele Stereotypen ablesen (Nazikeule, rechtspopulistisch, das Böse kommt aus dem Osten).
            Daß Parallelgesellschaften ab einer kritischen Masse an Einwanderung entstehen gilt als ziemlich sicher, dazu braucht man nur in die Banlieues in Frankreich zu schauen was uns da erwartet.
            Zu erwarten, daß das bei uns in 20 Jahren anders aussehen wird kann man bestenfalls als naiv bezeichnen.
            Und die Ansicht des ARD Korrespondenten teile ich zu 100%.
            https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9947914-nordafrika-schirmbeck-wirft-linken-skandaloese-islamverharmlosung
            Viele aus dem links-grünen Lager sind völlig blind was diese Probleme betrifft. Schulz hat ja gesagt es wäre eine Schande, wenn die AFD in den Bundestag einzieht.
            Eine Schande ist es, daß die GroKO diese Partei groß gemacht hat aufgrund völliger Konzeptlosigkeit.
            Und Konzepte, wie man einer neuen Einwanderungswelle begegnen will, gibt es nach 2 Jahren immer noch nicht, geschweige denn irgendeiner Umsetzung. Man schafft es auch heute nicht ansatzweise, illegale Immegration zu verhindern oder Leute wieder ausser Landes zu bringen.
            Das sind alles Fakten und dann wundern sich doch wirklich Leute, daß 13% die AFD wählen ?
            Ich hab die AFD nicht gewählt, weil Leute wie Gauland für mich völlig unwählbar sind, aber ich kann sehr gut nachvollziehen wieso es Menschen gibt, die sich nicht mehr verstanden fühlen und dieser Partei die Stimme geben.
            Die etablierten Parteien haben sehr viel Glück gehabt, daß mit der AFD eine so schwache Konkurrenz entstanden ist, die sich wahrscheinlich demontieren werden, sonst wäre das Wahlergebnis noch ganz anders ausgegangen.

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            Michael

            5. Oktober 2017 10:30 at 10:30

            @Petkov, @PK,
            Erstens habe ich lediglich die drei Begrifflichkeiten und den Vergleich mit einem dummen Tier „linkspopulistische, neokommunistische, lebensunerfahrene (wenn auch relativ alte) Schafe wie Sie“ verwendet, die @Petkov direkt an mich gerichtet hat und habe diese auf die andere politische Seite „gedreht“. Nebenbei: Er hat mir in anderen Kommentaren noch viel schlimmere persönliche Beleidigungen an den Kopf geworfen. Ich habe dabei aber nicht ihn direkt angesprochen, sondern allgemein alle gemeint, auf die diese Attribute zutreffen. Ob er sich dazu zählt oder angesprochen fühlt, bleibt alleine seine Sache.
            Das gilt ebenso für die Parallelwirtschaft und -gesellschaft der organisierten Kriminalität aus dem Osten. Diese lassen sich nun mal nicht wegleugnen, v. a. nicht angesichts der Tatsache, dass man die Umsätze, die dort getätigt werden, etwa genauso hoch schätzt, wie das BIP im Lande. Hier sehe nun einmal ich die wahre Gefahr und Bedrohung, das mag auch an den ständigen Belästigungen, sexuellen Übergriffen, Schlägereien und Messerstechereien russischer Banden hier in der Region liegen.
            Keinesfalls habe ich @Petkov hier eine Zugehörigkeit unterstellt. Ich weiß doch nicht einmal, ob er in Deutschland geboren ist, oder aus Russland, Bulgarien, Rumänien, Georgien, Aserbaidschan oder sonst woher stammt. Wenn er sich auch hier angesprochen fühlt, lässt das vielleicht gewisse Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit zu, es lag jedoch nie in meiner Absicht.

  3. Avatar

    Steve

    3. Oktober 2017 09:05 at 09:05

    Herrschaft der Privatwirtschaft nimmt formen
    An. (FB über nimmt Zensur . unternehmen bewirtschaften strassen ,wasserprivatisierung)

    Politik wird zu dem was alle schon vermuten .
    Zu Handpuppen der Wirtschaft .

  4. Avatar

    Andreas

    5. Oktober 2017 12:15 at 12:15

    @Michael

    Vielen Dank. Wir haben verstanden, sie hassen Russen. Wurden sie einmal von einem vermöbelt oder hat ein Russe ihnen die Frau/Freundin weggespannt?

  5. Avatar

    Michael

    5. Oktober 2017 13:08 at 13:08

    @Andreas, vollkommener Blödsinn, was Sie mir da unterstellen! Ich hasse per se weder Russen, noch Syrer, weder Amis, noch Menschen aus Afrika oder welcher ethnischen Herkunft auch immer.
    Ich verabscheue allerdings gewalttätige Menschen, Betrüger, Diebe und Einbrecher, Vergewaltiger, Menschenhändler, Kindesmissbraucher, Waffenschmuggler, Umweltverbrecher, Rassisten usw. Und zwar unabhängig, welcher Couleur: Ob diese Subjekte aus Deutschland, Australien, der Mongolei oder aus Feuerland stammen, ist mir vollkommen egal.
    Und ich habe ursprünglich geschrieben: „aus dem ehemaligen Ostblock…was landläufig unter Russenmafia firmiert„, wozu ich auch kriminelle Banden aus Serbien, Albanien, Bulgarien uvm. zähle.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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