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Und zack, da ist er: Der globale Steuerwettbewerb, ausgelöst durch Donald Trump

Donald Trump hat es verkündet. Nicht nur bei Privatpersonen soll sich einiges tun. Vor allem geht es ihm darum den Unternehmenssteuersatz von bislang 35% auf 20% zu senken. In Deutschland liegt er derzeit…

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FMW-Redaktion

Donald Trump hat es verkündet. Nicht nur bei Privatpersonen soll sich einiges tun. Vor allem geht es ihm darum den Unternehmenssteuersatz von bislang 35% auf 20% zu senken. In Deutschland liegt er derzeit bei rund 30% (laut offiziellen Angaben 29,83%). Das bedeutet: Kommt Trump zumindest mit der Senkung der Unternehmenssteuern durch, rutschen die noch teuren USA drastisch unter das deutsche Niveau, wie auch das vieler andere Industrienationen.

Die Abwärtsspirale bei den Unternehmenssteuern wäre damit eröffnet. Eigentlich bräuchten Konzerne dann gar nichts verlagern, da sich wohl viele wichtige Standorte gegenseitig nach unten anpassen. Verlieren tun die Steuerhaushalte der Staaten, gewinnen tun die Unternehmen und ihre Aktionäre durch höhere Gewinnspannen. Oder glaubt irgendjemand, dass auch nur ein einziger Konzern die höhere Gewinnspanne für Preissenkungen bei seinen Produkten nutzen wird?

Jetzt müsste man eigentlich annehmen, dass die (besonnenen?) deutschen Wirtschaftsforscher laut rufen „hallo, nicht so schnell, diese Abwärtsspirale sollten wir nicht mitmachen“. Aber weit gefehlt. Am Ehesten ist noch zu verstehen, dass das wirtschaftsnahe ifo-Institut in diesem Zusammenhang die Absenkung deutscher Unternehmenssteuern fordert, wie aktuell geschehen durch seinen Chef Clemens Fuest gegenüber der „Welt“. Aufgrund dieses intensiven Steuerwettbewerbs müsse man (Deutschland) aufpassen, dass man bei der Unternehmensbesteuerung nicht wieder an die Spitze der Länder mit der höchsten Belastung rücke.

Auch von den Wirtschaftsverbänden BDI und DIHK ist zu hören, dass sich die deutsche Steuerpolitik diesem Wettbewerb nach fast zehn Jahren fehlender Steuerstrukturreformen endlich stellen müsse. Steuerpolitik sei Standortpolitik. Und man hört, dass sich Deutschland nicht noch einmal vier Jahre Stillstand bei den Steuern erlauben könne. Anders als in den USA seien sogar die finanziellen Spielräume für eine mutige Reform in Deutschland vorhanden.

Das alles ist ja noch nachvollziehbar. Aber auch der mit seinen Thesen doch eher sozialdemokratisch-orientierte Marcel Fratzscher vom „Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung“ wünscht sich, dass Deutschland beim Trumpschen Steuerwettbewerb mitmacht. Denn die US-Steuersenkungen würden vor allem deutsche Exporteure einem stärkeren Wettbewerbsdruck aussetzen, da die US-Senkungen ja auch die Wettbewerbsfähigkeit von US-Unternehmen verbessern würden.

Ob Trump seine Senkungen gegenfinanzieren kann, spielt wohl keine Rolle. Die US-Staatsverschuldung ist eh schon so obszön, dass Details nicht mehr ins Gewicht fallen, oder? Natürlich müsste Trump damit im Kongress durchkommen, wo es immer noch Leute geben soll, die auf die Staatsverschuldung achten. Und sonst? Jüngst gerieten die USA mit Großbritannien in einen größeren Zwist, weil drastische US-Importzölle auf kanadische Flugzeuge sich auswirken auf Fertigungsstandorte in Großbritannien. Die Briten hatten ja eh vor im Rahmen des Brexit als isolierter Standort attraktiver zu werden, und die Steuern spürbar zu senken. Nun könnten Sie im Zuge der US-Konkurrenz mehr denn je darauf abzielen Steuern zu senken. USA und UK sieht man also eventuell in absehbarer Zeit mit deutlich niedrigeren Steuersätzen für Unternehmen.

Und dann auch noch ein wahrscheinlich neuer deutscher Finanzminister aus der FDP. Mehr Vorboten einer deutlichen Senkung von Unternehmenssteuern kann es wohl kaum geben. Mehr „glückliche“ Faktoren und Argumente um hierzulande die Steuern ebenfalls zu drücken, kann es für die FDP nicht geben. Wenn nicht jetzt, wann dann? Jetzt kann Herr Lindner endlich mal zeigen, dass die FDP tatsächlich Steuern senken kann…

President Donald J. Trump speaks with Secretary of Defense James Mattis and other senior leaders of the armed forces at the Pentagon in Washington, D.C., Jan. 27, 2017. (DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr)

Donald Trump. Foto: DOD photo by U.S. Air Force Staff Sgt. Jette Carr / Gemeinfrei

12 Kommentare

12 Comments

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    Helmut Josef Weber

    29. September 2017 17:26 at 17:26

    Ach- wenn dann die Mehrwertsteuer um 5% erhöht wird, dann gleichen sich die Steuermindereinnahmen wieder aus.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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    Michael

    29. September 2017 22:04 at 22:04

    „Jetzt kann Herr Lindner endlich mal zeigen, dass die FDP tatsächlich Steuern senken kann…“
    Für die ach so leidenden großen Unternehmen und Konzerne. Prima….
    Trotz ständig sich überbietender Rekordgewinne und sich noch viel mehr überschlagender Skandale und Betrügereien diskutiert man eine Steuersenkung für die Geschwüre der sozialen Marktwirtschaft.
    Wo bleiben die Steuersenkungen für den anteilsmäßig größten Teil der Bevölkerung? Kann es sein, dass ein Bürger mit 1.000,- € monatlichem Einkommen etwa 23% Steuern zahlen muss und dieser damit weit unter die Armutsgrenze katapultiert wird, während halbkriminelle Konglomerate auf 20% Steuern mit zusätzlichen erstaunlichen Abschreibungsmöglichkeiten abgestuft werden?
    Wäre das nicht eher ein Ansatz für den deutschen Protestwähler, anstatt jegliche Schuld für die schlechte Befindlichkeit auf die bösen Flüchtlinge zu schieben?

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      rote_pille

      30. September 2017 16:37 at 16:37

      Aus Ihrer arroganten Sicht sind die Menschen wohl nichts anderes als Köter, die schön Sitz und Platz machen und nicht beißen, solange sie genügend Futter bekommen. Aber wie sagt man so schön: Hochmut kommt vor dem Fall.

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        Michael

        2. Oktober 2017 20:23 at 20:23

        @rote_pille
        Zu viel Pille, zu wenig rot?
        Ich beschwere mich darüber, dass der Unternehmenssteuersatz trotz ständig steigender Rekordgewinne auf 20% gesenkt werden soll und beklage, dass Bürger mit geringem Einkommen mehr als die Konzerne bezahlen müssen und damit gleichzeitig unter die Armutsgrenze katapultiert werden.
        Und ich wundere mich, dass der deutsche Protestwähler (an der rechten Front) dennoch weiterhin nicht wirklich die wahren Ursachen, warum es vielen Bürgern wirtschaftlich immer schlechter geht, erkennt bzw. bekämpft.
        Nochmal in einfachen Worten:
        Banken, Großunternehmen und Konzerne = Geschwüre der sozialen Marktwirtschaft
        Wo bleiben die Steuersenkungen für den größten Anteil der Bevölkerung, für die unteren und mittleren Einkommen?

        Und Sie werfen mir nun was vor?

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          Petkov

          2. Oktober 2017 22:25 at 22:25

          Die Steuersenkungen sind nicht da und abgesehen von ein paar homöopathischen Augenwischereien wird auch nichts in der Richtung kommen, Michael. Und linkspopulistische, neokommunistische, lebensunerfahrene (wenn auch relativ alte) Schafe wie Sie sind ja nicht gerade die Hoffnungsschimmer in dieser immer komplexer werdenden Welt.

          Die „Großen“ sitzen halt immer am längeren Hebel und es ist naiv zu glauben, dass es im gelobten Land ?? anders funktionieren kann. In den letzten 10.000 Jahren gab es leider keine Ausnahme von der Regel. Also kann Ihr „kleiner Mann“ lediglich hoffen, das es „nur“ bei den 23% Steuern auf seine 1000 Kröten im Monat bleibt. Was aber leider zu bezweifeln ist: auch aufgrund der 60.000.000.000€ jährlichen Kosten für überwiegend Pseudoflüchtlinge, die auch noch gefährliche Parallelgeselschaften bilden, wo Gewalt und Menschenverachtung (ggü. Frauen, Christen, Juden etc.) allgegenwärtig sind.

          Die „Geschwüre“, die Sie bemühen, haben in Wirklichkeit Ihre Fantasie befallen und manipulieren wie ein Wahn Ihre Wahrnehmung. Sie irren hektisch umher, drehen sich blind im Kreis, während die Realität an Ihnen vorbeizieht.

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            Michael

            4. Oktober 2017 18:25 at 18:25

            @Petkov, da können wir uns nur glücklich schätzen, dass es rechtspopulistische, neonazistische junge (Leit)Hammel mit bereits großer Lebenserfahrung gibt, denen die alten dummen Schafe bedenkenlos folgen können.
            Was Sie als Parallelgesellschaft definieren, könnte man soziologisch betrachtet mit viel gutem Willen und wenig Fähigkeit zur Differenzierung bestenfalls als Subkultur bezeichnen, wobei bereits dieser Ausdruck ein gewisses Maß an gemeinsamen Werten und Weltanschauungen voraussetzt, welches nicht im Ansatz vorhanden ist.
            Ihre sog. „Parallelgesellschaft aus Pseudoflüchtlingen“ setzt sich aus einer Vielzahl von Menschen unterschiedlicher, grundverschiedener, teilweise gegensätzlicher (inkompatibler) ethnischer, kultureller und v. a. sozialer Herkunft zusammen.
            Frauen, Christen, Juden etc. gehören laut Ihrer Definition nicht dazu. Was ist übrigens etc.? Viele afrikanische Flüchtlinge sind Christen, dürfen wir damit bereits ein paar Milliarden Kosten in Ihrer (Ab)Rechnung wieder abziehen?

            Es gibt jedoch tatsächlich gefährliche Parallelgesellschaften oder zumindest Parallelwirtschaften in Schland, die Gewalt und Menschenverachtung zum Geschäftsmodell gemacht haben: Geschaffen, zusammengesetzt und geformt aus zahlreichen legalen „Flüchtlingen“ aus dem ehemaligen „Ostblock“. Gebildet aus dubiosen menschen-und lebensverachtenden Individuen, die das steuern, regieren und aufrecht erhalten, was landläufig unter Russenmafia „firmiert“: Die organisierte Kriminalität. Gewalttätige Schläger- und Mörderbanden, die in einer Schattenwirtschaft Drogenhandel, Menschenhandel, Uran-, Plutonium- und Waffenschmuggel, (Kinder)Prostitution und Börsenmanipultaionen betreiben.

            Aber was weiß ich als altes, unerfahrenes und dummes Schaf schon vom wirklichen Leben?

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            Petkov

            4. Oktober 2017 22:52 at 22:52

            Vielen Dank für die Bestätigung und sogar Verstärkung meiner Thesen, Michael. Das ist die zweite Genugtuung zum Thema, die ich seit gestern verspüren darf, nachdem der !!!SPDler!!! Steinmeier ausgerechnet am Nationalfeiertag ein Umdenken in der Flüchtlingsfrage gefordert hat: nämlich die Unterscheidung zwischen politischen und Wirtschaftsflüchtlingen. Der Anteil der Ersterwähnten ist so gering, dass in einem Land wie Deutschland kaum die derbe Flüchtlingsdiskussion entstanden wäre und die AfD hätte nie ihre heutige Kraft schöpfen können.

            Und ja, natürlich finde ich das Erstarken der AfD bedauerlich, aber leider, leider ist diese Schocktherapie für die GroK.O. notwendig geworden. Ich hoffe, es bleibt bei der 13%-Dosis. Insbesondere weil es mit den anderen populistischen Parteien (Grüne, Linke) der politische Bodensatz im Land einfach viel zu hoch ist (angesichts der Herausforderungen der modernen Welt).

            Und da sieht man den großen Unterschied zwischen Ihnen und mir. Ich kann differenzieren, ich kehre unbequeme Themen nicht unter den Teppich, ich spreche aus eigener Erfahrung und nicht aus zwanghaft anerzogenen Verhaltensmustern, ich argumentiere mit Fakten und nicht mit pseudo politisch korrekten Parolen.

            Und Sie? Argumentativ hoffnungslos unterlegen, greifen Sie in Ihrer Wut zu den üblichen primitiven Waffen aller ekelhaften Populisten, egal ob links oder rechts:

            — Aggressivität: sie nennen völlig unreflektiert einen im deutschsprachigen Raum lebenden Ausländer Neonazi! Wie jämmerlich schäbig! Schauen Sie sich meine Deutschkenntnisse an. Ich habe sie mir selbstdidaktisch als erwachsener Mann neben Studium und Arbeit angeeignet. Keine Kurse, keine Unterstützung. Welchen Intellekt versuchen Sie hier zu bekämpfen? Ich verabscheue aus eigener leidvoller Erfahrung Faschisten aller Art, aber ich habe die Reife um zu erkennen, dass man nur durch Trockenlegung des günstigen Nährbodens die Entwicklung von Nationalismus und Faschismus stoppen kann. Und genau das Gegenteil hat die GroK.O. erreicht. Die Voraussetzungen für die sumpfartige Ausbreitung der Parallelgesellschaften wachsen wie nach einer dunklen Flut und die politische Elite erklärt, dass es in Wirklichkeit Heilerde ist (das bringt uns blühende Landschaften oder so).

            — Undifferenziertheit: In Ihrer Wut versuchen Sie blind und somit völlig wirkungslos eine empfindliche Stelle bei mir zu finden und tippen auf die Russenmafia… Buahahaha… Süß! Oja, die Russenmafia gibt es, aber was ist mit den Mafias aus Albanien, Libanon, Maghreb etc. Die subjektiv wahrgenommene Gefahrenpotential hier ist erheblich höher. Befragen Sie 100 Passanten, was sie sich unter Clans vorstellen. Kazachok tanzende junge Männer würden höchstwahrscheinlich kein einziges Mal genannt. Und auch die Antänzer wird keiner Osteuropa zuordnen. Michael, Ihre Äußerungen sind undifferenziert und das hinterlistige Verschweigen weiter Teile der Wahrheit macht Ihnen keine Ehre.

            — Überheblicher Sarkasmus: Ihr Land hat zwar seit Jahrzehnten keine adäquate Antwort auf die genannten und ähnliche Missstände gefunden, trotzdem sehen Sie sich selbst auf einem hohen Roß, obwohl Sie in Wirklichkeit auf einem Steckenpferdchen mitten im Schlamassel reiten und wie ein Bub trotzen, wenn man Sie darauf hinweist, dass das Spiel todernst ist.

            Sie fürchten Parallelgesellschaften? Dann sorgen Sie dafür, dass sie keinen unnötigen Nachschub bekommen.

            Mit viel weniger Geld kann man viel mehr Menschen helfen ohne die eigenen Probleme zu verschärfen und den öffentlichen Frieden zu riskieren.

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            PK

            5. Oktober 2017 07:55 at 07:55

            @Michael
            Es ist sicher ok eine andere Meinung als Petkov zu haben, aber ich finde es ziemlich schwach, in welcher beleidigenden Art und Weise Sie hier auf das Posting von Petkov antworten.
            Man kann in Ihrer Reaktion tatsächlich genauso viele Stereotypen ablesen (Nazikeule, rechtspopulistisch, das Böse kommt aus dem Osten).
            Daß Parallelgesellschaften ab einer kritischen Masse an Einwanderung entstehen gilt als ziemlich sicher, dazu braucht man nur in die Banlieues in Frankreich zu schauen was uns da erwartet.
            Zu erwarten, daß das bei uns in 20 Jahren anders aussehen wird kann man bestenfalls als naiv bezeichnen.
            Und die Ansicht des ARD Korrespondenten teile ich zu 100%.
            https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9947914-nordafrika-schirmbeck-wirft-linken-skandaloese-islamverharmlosung
            Viele aus dem links-grünen Lager sind völlig blind was diese Probleme betrifft. Schulz hat ja gesagt es wäre eine Schande, wenn die AFD in den Bundestag einzieht.
            Eine Schande ist es, daß die GroKO diese Partei groß gemacht hat aufgrund völliger Konzeptlosigkeit.
            Und Konzepte, wie man einer neuen Einwanderungswelle begegnen will, gibt es nach 2 Jahren immer noch nicht, geschweige denn irgendeiner Umsetzung. Man schafft es auch heute nicht ansatzweise, illegale Immegration zu verhindern oder Leute wieder ausser Landes zu bringen.
            Das sind alles Fakten und dann wundern sich doch wirklich Leute, daß 13% die AFD wählen ?
            Ich hab die AFD nicht gewählt, weil Leute wie Gauland für mich völlig unwählbar sind, aber ich kann sehr gut nachvollziehen wieso es Menschen gibt, die sich nicht mehr verstanden fühlen und dieser Partei die Stimme geben.
            Die etablierten Parteien haben sehr viel Glück gehabt, daß mit der AFD eine so schwache Konkurrenz entstanden ist, die sich wahrscheinlich demontieren werden, sonst wäre das Wahlergebnis noch ganz anders ausgegangen.

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            Michael

            5. Oktober 2017 10:30 at 10:30

            @Petkov, @PK,
            Erstens habe ich lediglich die drei Begrifflichkeiten und den Vergleich mit einem dummen Tier „linkspopulistische, neokommunistische, lebensunerfahrene (wenn auch relativ alte) Schafe wie Sie“ verwendet, die @Petkov direkt an mich gerichtet hat und habe diese auf die andere politische Seite „gedreht“. Nebenbei: Er hat mir in anderen Kommentaren noch viel schlimmere persönliche Beleidigungen an den Kopf geworfen. Ich habe dabei aber nicht ihn direkt angesprochen, sondern allgemein alle gemeint, auf die diese Attribute zutreffen. Ob er sich dazu zählt oder angesprochen fühlt, bleibt alleine seine Sache.
            Das gilt ebenso für die Parallelwirtschaft und -gesellschaft der organisierten Kriminalität aus dem Osten. Diese lassen sich nun mal nicht wegleugnen, v. a. nicht angesichts der Tatsache, dass man die Umsätze, die dort getätigt werden, etwa genauso hoch schätzt, wie das BIP im Lande. Hier sehe nun einmal ich die wahre Gefahr und Bedrohung, das mag auch an den ständigen Belästigungen, sexuellen Übergriffen, Schlägereien und Messerstechereien russischer Banden hier in der Region liegen.
            Keinesfalls habe ich @Petkov hier eine Zugehörigkeit unterstellt. Ich weiß doch nicht einmal, ob er in Deutschland geboren ist, oder aus Russland, Bulgarien, Rumänien, Georgien, Aserbaidschan oder sonst woher stammt. Wenn er sich auch hier angesprochen fühlt, lässt das vielleicht gewisse Rückschlüsse auf seine Persönlichkeit zu, es lag jedoch nie in meiner Absicht.

  3. Avatar

    Steve

    3. Oktober 2017 09:05 at 09:05

    Herrschaft der Privatwirtschaft nimmt formen
    An. (FB über nimmt Zensur . unternehmen bewirtschaften strassen ,wasserprivatisierung)

    Politik wird zu dem was alle schon vermuten .
    Zu Handpuppen der Wirtschaft .

  4. Avatar

    Andreas

    5. Oktober 2017 12:15 at 12:15

    @Michael

    Vielen Dank. Wir haben verstanden, sie hassen Russen. Wurden sie einmal von einem vermöbelt oder hat ein Russe ihnen die Frau/Freundin weggespannt?

  5. Avatar

    Michael

    5. Oktober 2017 13:08 at 13:08

    @Andreas, vollkommener Blödsinn, was Sie mir da unterstellen! Ich hasse per se weder Russen, noch Syrer, weder Amis, noch Menschen aus Afrika oder welcher ethnischen Herkunft auch immer.
    Ich verabscheue allerdings gewalttätige Menschen, Betrüger, Diebe und Einbrecher, Vergewaltiger, Menschenhändler, Kindesmissbraucher, Waffenschmuggler, Umweltverbrecher, Rassisten usw. Und zwar unabhängig, welcher Couleur: Ob diese Subjekte aus Deutschland, Australien, der Mongolei oder aus Feuerland stammen, ist mir vollkommen egal.
    Und ich habe ursprünglich geschrieben: „aus dem ehemaligen Ostblock…was landläufig unter Russenmafia firmiert„, wozu ich auch kriminelle Banden aus Serbien, Albanien, Bulgarien uvm. zähle.

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Immobilien: Nach der Coronakrise wird es einen Gewinner geben!

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Mieter von gewerblichen Immobilien sind wohl die Gewinner nach der Krise

Alle Bereiche des Lebens und der Wirtschaft sind derzeit von der Coronakrise betroffen, so auch die Immobilien. So hört man die letzten Tage, dass zahlreiche gewerbliche Großmieter wie Adidas, Deichmann und Co einfach Mietzahlungen für ihre Ladengeschäfte aussetzen. Aber wie wird die Lage bei Immobilien nach der Coronakrise aussehen? Wird alles weitergehen wie bisher? Ich möchte hier ein Szenario besprechen, dass nicht mit hundertprozentiger Garantie so eintreten muss. Aber die im folgenden Text beschriebene Auswirkung der Coronakrise auf die Branche scheint mir logisch.

Die Lage am Markt für Immobilien wird sich nach der Krise ändern

Bislang war es so: Die Eigentümer von Immobilien waren die Gewinner. Egal ob gewerblich oder privat, wer besitzt und vermietet, konnte jahrelang immer höhere Mieten kassieren. Und die jahrelange Flutung der Märkte mit Notenbankgeld und die abgeschafften Zinsen trieben Assets wie Aktien und Immobilien immer weiter nach oben. Die Käufer von Wohnungen und Projektentwickler von Gewerbeimmobilien mussten immer höhere Grundstückspreise und Erstellungskosten zahlen – und waren somit gezwungen die Mietpreise immer weiter hochzuschrauben, wenn sie denn noch eine nennenswerte Rendite auf ihren Kapitaleinsatz erzielen wollten. Aber jetzt wird sich einiges ändern. Womöglich nicht für private Mieter.

Aber die Mieter von Gewerbeimmobilien im Bereich Einzelhandel und in der Gastronomie, die werden nach der Coronakrise die großen Gewinner sein. Natürlich meine ich diejenigen Mieter, die diese aktuelle Durststrecke finanziell überleben werden, und auch danach ihre Cafes, Restaurants und Bekleidungsgeschäfte weiter betreiben. Bisher war es so: Der Immobilien-Eigentümer konnte bei Auslauf des Mietvertrags für den nachfolgenden Zeitraum stets kräftige Mietpreissteigerungen verlangen. Aber was passiert jetzt? Selbst nach gigantischen Rettungspaketen und KfW-Kreditprogrammen werden zahlreiche Gastronomen und Bekleidungsgeschäfte nicht überleben. By the way… viele kleine Unternehmer werden diese Kredite wohl gar nicht erhalten (mehr dazu hier). Entweder gehen zahlreiche Unternehmer in den nächsten Monaten pleite, oder dank der KfW-Kredite werden sie vielleicht erst in einem Jahr überschuldet aufgeben und ihren Laden dicht machen.

Angebot und Nachfrage

Dadurch, dass zahlreiche dieser Mieter aus dem Markt ausscheiden, verschiebt sich das Machtgefüge zwischen Mietern und Vermietern bei Immobilien im gewerblichen Bereich. Es wird viel Leerstand geben. Die Entwicklung hatte ja schon vor der Coronakrise in Innenstädten und Einkaufszentren eingesetzt. Zu viel Fläche, zu hohe Ladenmieten und immer mehr Online-Konkurrenz machen den Mietern schon seit Jahren zunehmend das Leben schwer. Nach und nach gaben einige auf und machten ihre Läden dicht. Dieser Trend wird nun durch die Coronakrise massiv beschleunigt werden. Der Leerstand wird deutlich zunehmen. Und die Eigentümer der Flächen werden auf einmal den bestehenden Mietern entgegenkommen. Ja, diese Prognose wage ich, auch wenn ich selbst kein Experte für Immobilien bin. Es geht um das Grundprinzip von Angebot und Nachfrage.

Mieter werden nach Auslauf der Verträge womöglich günstigere Anschlussverträge aushandeln können, weil die Vermieter sehen, wie links und rechts schon Flächen leer stehen. Da hat man Angst seinen noch vorhandenen Bestandsmieter zu verlieren, denn der hat nun die freie Auswahl. Und ganz schnell werden wohl auch die Neuvermietungspreise für Flächen im gewerblichen Bereich purzeln. Wer also die Coronakrise finanziell überlebt, und/oder wer nach der Krise ganz neu mit einer Geschäftsidee im Einzelhandel oder in der Gastronomie startet, der wird womöglich spürbar geringere Mietkosten erwarten dürfen, oder aushandeln können! Vielleicht noch nicht Ende April oder im Mai. Aber wohl in sechs Monaten, wenn nach und nach andere Gewerbemieter pleite gehen und ihre Läden dicht machen. Die letzten Tage haben Restaurantketten wie Maredo und Vapiano bereits Insolvenz angemeldet. Ob und wie viele dieser Läden fortbestehen werden nach einer möglichen Restrukturierung? Unklar, aber die Pleitewelle wird wohl kommen. Was man jetzt in Einzelfällen sieht, ist erst der Anfang.

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Schwellenländer drohen durch die Pandemie im Chaos zu versinken

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Christus-Statue in Rio - Schwellenländer hart getroffen durch Pandemie

Aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung schauen die Märkte zur Zeit vor allem auf die dramatischen Entwicklungen in den USA und Europa. Doch für die Schwellenländer, die bereits vor der Pandemie angeschlagenen waren, droht nun der ökonomische Super-GAU.

Schwellenländer leiden bereits unter dem Abzug von Kapital

Wie wir schon vor der Pandemie berichteten, bewegten sich wichtige Schwellenländer bereits vor der Pandemie in schwerem Fahrwasser. Einige Länder, wie Argentinien, Brasilien, die Türkei, Venezuela, Südafrika oder Chile haben bereits Schlagseite. Die sich jetzt bereits in Ansätzen abzeichnenden globalen Verwerfungen drohen diese Staaten ökonomisch zum Kentern zu bringen. Die Schwellenländer sind besonders abhängig von Mittelzuflüssen aus den Industriestaaten und reagieren in einer Krise wie jetzt sehr sensibel auf eine Umkehr der Kapitalströme. Doch genau das passiert bereits, wie das Institute of International Finance (IIF) berichtet: Seit Ende Januar 2020 sind 95 Mrd. USD aus Aktien und -Anleihen der Emerging-Markets von ausländischen Investoren abgezogen worden.

Damit sind in dieser relativ kurzen Zeitspanne deutlich mehr Gelder rapatriiert worden als in der Finanzkrise ab September 2008. Die Kapitalflucht der Investoren aus Nordamerika und Europa aus den Schwellenländer-Märkten ist in weltweit unruhigen Zeiten ein bekanntes Phänomen. Gerade dann stellen stark überschuldete und politisch instabile Länder ein besonderes Verlustrisiko dar, das es zu meiden gilt. Kommt es zeitgleich zu Turbulenzen an den großen Finanzmärkten in New York, Tokio und London, wird die Liquidität dringend zu Hause benötigt, um Vermögenslöcher zu stopfen oder Margin-Calls zu bedienen.

Für eine Pandemie schlecht gewappnet

Im speziellen Fall der COVID-19-Pandemie befürchten die Investoren wahrscheinlich zu Recht, dass die Gesundheits- und Sozialsysteme einiger Schwellenländer mit der Seuche überfordert sein könnten. Eine Befürchtung, die in Indien bereits Realität ist. Dort sind soziale Sicherungssysteme kaum vorhanden, das Gesundheitssysteme ist extrem fragil und die Bevölkerungsdichte sehr hoch. Die jetzt eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz der Menschen verursachen Chaos im indischen Verkehrssystem und bringen die Menschen ohne jeden Schutz noch dichter zusammen. In Brasilien, wo das Virus mittlerweile ebenfalls angekommen ist, folgte die Regierung um Präsident Jair Bolsonaro zunächst der Strategie Londons und Washingtons und verharmloste das Virus. Jetzt rudert die Staatsführung in Brasília zurück, wahrscheinlich wie in den USA und England viel zu spät.

Die bereits getätigten und sich aktuell verstärkenden Kapitalabflüsse werden die fiskalpolitischen Möglichkeiten in den Schwellenländern stark beeinträchtigen. Zum einen wird weniger Geld für die Seuchenbekämpfung und zur Abmilderung der ökonomischen und sozialen Folgen mobilisiert werden können. Zum anderen steigen die Kosten für die Kreditaufnahme ausgerechnet jetzt deutlich an. Gleichzeitig schwinden auch die Devisenreserven, die nicht nur für die hohen Zinslasten der zum Teil hoffnungslos in US-Dollar überschuldeten Länder benötigt werden, sondern auch für den Ankauf von Schutzkleidung, Test-Kits und teuren medizinischen Geräten. Staaten wie Venezuela, Brasilien, Südafrika oder Argentinien sind zudem wichtige Rohstofflieferanten. Die Preise für natürliche Ressourcen waren in den letzten Wochen stark rückläufig, was die Ökonomien dieser Staaten zusätzlich belastet. Außerdem müssen viele Förderstätten zum Schutz der Arbeiter vorübergehend stillgelegt werden. In Südafrika für mindestens drei Wochen. Es ist daher zu befürchten, dass die Schwellenländer die Pandemie noch schwerer werden bewältigen können als die Industriestaaten.

Schwellenländer bekommen den Stress im Finanzsystem zu spüren

Seit Mitte März bekommen die Schwellenländer die Krise bereits an den Finanzmärkten zu spüren. Die Zinsaufschläge, die Entwicklungsländer aktuell gegenüber zehnjährigen US-Staatsanleihen zahlen müssen, sind seitdem stark angestiegen. Besonders hart trifft es die Ukraine. Der osteuropäische Pleitestaat muss nun statt 400 Basispunkten Zinsaufschlag über 1.200 Basispunkte mehr bezahlen. Der Risikoaufschlag türkischer Staatsanleihen hat sich von 352 Anfang März auf aktuell über 700 erhöht. Russland steht trotz des Ölpreisverfalls mit 350 Basispunkten aufgrund der niedrigen Staatsverschuldung von lediglich 12,5 Prozent des BIP noch vergleichsweise gut da. Deutlich dramatischer stellt sich die Lage für den afrikanischen Ölproduzenten Nigeria dar, der nach einer Verdreifachung der Zinsaufschläge nun ebenfalls bei über 1.200 Basispunkten Zinsaufschlag gegenüber US-Anleihen angekommen ist. Auch Südafrika ist mit in den Aufwärtssog bei den Renditen geraten und muss aktuell 1.120 Basispunkte Zinsaufschlag bezahlen. Argentinien, dass seinen Schuldendienst bereits ausgesetzt hat, ist sogar gezwungen, für seine stark ausfallgefährdeten Anleihen (S&P-Rating: CCC-) Mehrkosten in Höhe von 2.640 Basispunkten am Kapitalmarkt zu akzeptieren. Das Land ist bereits de facto bankrott.

Die Kapitalflucht und die steigenden Risikoprämien werden auch in den Währungsentwicklungen der Schwellenländer sichtbar. Seit der verstärkten Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus Anfang Februar über die Landesgrenzen Chinas hinaus, kam es auch an den Devisenmärkten zu heftigen Bewegungen. Der mexikanische Peso verlor seitdem 23 Prozent, der russische Rubel über 20 Prozent (was übertrieben scheint), der argentinische Peso von niedrigem Niveau aus nochmals 5 Prozent und der südafrikanische Rand 16 Prozent.

Fazit und Möglichkeiten der Stabilisierung

Die bereits sichtbaren Folgen für die Schwellenländer sind wahrscheinlich nur der Beginn schwerer ökonomischer, sozialer und politischer Verwerfungen. In den kommenden Wochen und Monaten könnten sich die Turbulenzen infolge der Rezession in den USA und Europa, der zunehmenden Anzahl von COVID-19-Fällen auch in den Schwellenländern, einer fortschreitenden Unterbrechung der Lieferketten und einer sinkenden Nachfrage nach Rohstoffen, Waren und Dienstleistungen noch vergrößern. Der für viele Entwicklungsländer als Devisenquelle enorm wichtige Tourismus ist bereits weitgehend kollabiert.

Ein Großteil der Schwellenländer hat keine ausreichenden Rückstellungen oder fiskalischen Spielräume, um die heimische Wirtschaft mit großen Konjunkturpaketen á la USA oder Deutschland zu unterstützen. Würde die Zentralbank Argentiniens vergleichbar der US-Notenbank Fed eine staatliche Schuldensause von 10 Prozent des BIP durch Gelddrucken finanzieren, würde sich der Restwert des argentinischen Peso in Luft auflösen. Der makroökonomische Handlungsspielraum der Schwellenländer ist generell im Vergleich zu fortgeschrittenen Volkswirtschaften aufgrund der begrenzten Glaubwürdigkeit ihrer Währungen stark limitiert. Selbst Staaten mit niedriger Verschuldung, wie Russland, bekommen dies bereits durch die massive Abwertung ihrer Währung zu spüren. Daher sind die Schwellenländer auf externe Hilfe mittels harter Devisen angewiesen.

Die Fed hat diesem Bedürfnis bereits Rechnung getragen und ihre Dollar-Swap-Linien geografisch stark ausgeweitet und bietet nun auch Entwicklungsländern über diesen Weg einen Zugang zu US-Dollar-Liquidität. Bereits 80 Länder haben zudem den Internationalen Währungsfonds (IWF), gemäß dessen Direktorin Kristalina Georgiewa, um finanzielle Hilfe gebeten. Der supranationalen Institution stehen zur Zeit dafür 1 Billion US-Dollar zur Verfügung. Dieser Betrag muss dringend in Anbetracht der Vielzahl der Hilfegesuche aufgestockt werden.

Auf Ebene der G20-Staaten wurde beim jüngsten virtuellen Sondergipfel ebenfalls über Hilfen für Entwicklungsländer diskutiert – allerdings sehr abstrakt. So sollen Handelsbeschränkungen abgebaut und die Entwicklungshilfe ggf. aufgestockt werden. Dem Rest der Welt sollten die Schwellenländer nicht egal sein. Wenn diese im Zuge der jetzt bevorstehenden Weltrezession noch tiefer in finanziellem Chaos versinken, würde dies für die gesamte Weltwirtschaft einen zusätzlichen Schock bedeuten. Eine schnelle wirtschaftliche Erholung exportorientierte Länder wie Deutschland nach dem Abebben der Pandemie wäre dann unwahrscheinlich.

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Dirk Müller über die dramatischen Folgen der Corona-Krise

„Unser Finanzsystem hat fertig“

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Die Corona-Krise nimmt immer dramatischere Foolgen für die Wirtschaft an – der Einbruch ist heftiger als in der Weltwirtschaftskrise im Jahr 1929, sagt Dirk Müller. Eigentlich sollte „Mr. Dax“ bei einer Finanzmesse auftreten – aber da das aufgrund der Corona-Krise nicht möglich ist, hielt Dirk Müller seinen Vortrag von zuhause aus per Video.

Corona-Krise schlimmer als Weltwirtschaftskrise 1929

Der Crash der Aktienmärkte passierte sogar schneller als in der Weltwirtschaftskrise der Jahre 1929 (und folgende). Und das wird bedeuten, dass da viele Finanz-Player erwischt wurden – daher sind viele Pleiten im Finanzsektor wahrscheinlich, von denen wir in den nächsten Wochen und Monaten erfahren werden. Das gilt auch und vor allem für Banken – Dirk Müller erwartet daher Banken-Pleiten. Wenn aber Banken pleite gehen, werden auch die Gelder auf deren Konten in Gefahr sein, sagt Dirk Müller – denn faktisch ist ein Kontoguthaben bei einer Bank eine Art Kredit, den man der Bank gibt.

Dirk Müller über den Crash des Kreditsystems

„Unser Finanzsystem hat fertig“, so Dirk Müller – wir erleben jetzt einen reset des Systems. Das Coronavirus sei nur der Auslöser für diesen reset – und die Ausrede zugleich, warum eben dieser „reset“ nun vermeintlich nötig sei. Bisher haben die Notenbanken es nicht geschafft, die Märkte zu beruhigen, was aber eigentlich durch das „plunge protection team“ der Amerikaner möglich gewesen, aber eben nicht erfolgt sei, meint Dirk Müller.

Das eigentliche Problem könnten die Notenbanken so oder so nicht lösen, so „Mr. Dax“: den „Credit Crunch„. Alle brauchen nun Liquidität, um Kredite und Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Cash ist King im deflationären Schock.

Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Gesellschaft

Was fast noch schlimmer ist: die Menschen haben Angst um ihre Jobs und damit um ihre Zukunft. Dazu kommt noch die Angst um die Gesundheit der eigenen Familie – Müller spricht daher von einer so noch nie dagewesenen „Angstkombination“, die massive und bisher unkalkulierbare Auswirkungen auf die psychische Verfassung der Gesellschaft haben dürfte. Es könne daher zu sehr häßlichen Szenen kommen, die wir bisher nicht für möglich halten. Diese „Angstkombination“ in der Gesellschaft verstärke dann die Neigung der Menschen, Sündenböcke zu suchen – vielleicht die Flüchtlinge, die mit der einheimische Bevölkerung etwa um Arztbesuche konkurrieren?

Sehen Sie hier das Szenario von Dirk Müller über die Auswirkungen der Corona-Krise:

Dirk Müller über die Folgen der Corona-Krise

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