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Unglaublich: 18 Worte, ein kurzer Tweet – Snapchat-Aktie zeigt wie anfällig sie wirklich ist

Die Snapchat-Aktie (Kürzel SNAP) verlor gestern bis zu 8,5%. Das Tagesminus lag dann bei 6% und einem Kurs von 17,51 Dollar. Das sagt aber vor allem etwas aus über die Stabilität des…

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FMW-Redaktion

Die Halbschwester von Kim Kardashian, It-Girl und Model Kylie Jenner, hat es geschafft gestern am US-Aktienmarkt so richtig für Furore zu sorgen. Die intensive Nutzerin der Snapchat-App zeigt sich offensichtlich frustriert über ein Software-Update, das eigentlich die Benutzerfreundlichkeit verbessern sollte. Lustigerweise beschwert sie sich darüber nicht auf Snapchat, sondern über dem für solche Zwecke offensichtlich besser geeigneten Nachrichten-Ticker „Twitter“.

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Der Tweet von vorgestern hat bis jetzt 312.000 Likes und 63.000 Kommentare. Das zeigt, wie viele ihrer Follower sich davon angesprochen fühlen. Sie fragt in diesem Tweet, ob es außer ihr auch noch andere Nutzer gibt, die (seit dem Update) Snapchat nicht mehr nutzen. Sowas kann bei einem Social Media-Unternehmen mit nur einem Produkt (die Snapchat-App), und bei dem leicht beeinflussbaren jungen Publikum, schon zu ernsthaften Problemen führen. Denn die Social Media-Gemeinde zieht schnell weiter zum nächsten gehypten Tratsch-Tool.

Snapchat-Aktie verliert drastisch

Die Snapchat-Aktie (Kürzel SNAP) verlor gestern bis zu 8,5%. Das Tagesminus lag dann bei 6% und einem Kurs von 17,51 Dollar. Das sagt aber vor allem etwas aus über die Stabilität des Unternehmens und der Aktie. Gut, Kylie Jenner ist in den USA der absolute Mega-Star, und online erst recht. Aber herje, sollte nicht eigentlich ein breiterer logischer Gesamtblick auf die Aktie genommen werden, als ein Blick nur auf Kylie´s Twitter-Meinung? Denn schon kurz danach twitterte sie, dass sie Snapchat doch eigentlich immer noch möge.

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Meine Güte, wenn alle Aktienkursbewegungen durch einzelne Menschen doch immer so gut steuerbar wären… wie leicht wäre die Börsenkurs-Entwicklungen zu verstehen! Übrigens: Im folgenden Chart sieht man, wie die Aktie Anfang Februar extrem kräftig anstieg nach Quartalszahlen, die zum ersten Mal seit dem Börsengang im März 2017 etwas Optimismus versprühten (Pfeil nach oben). Dann der kleinere Pfeil nach unten rechts daneben, der geht auf das Konto von Kylie Jenner. Die hätte wohl selbst nicht mal ansatzweise gedacht, welches Erdbeben sie auslöst.

Bitte nicht beschweren

Aktuell macht in einigen Medien die Zahl von 638 Millionen Dollar die Runde, welche Snapchat-Chef Evan Spiegel letztes Jahr verdiente. Gut, mit der Performance der Aktie (erfolglos) und der Größe des Unternehmens ist das nicht in Einklang zu bringen. Aber die Aktionäre, die am freien Aktienmarkt seit dem 1. März 2017 in die Aktie eingestiegen sind, dürfen sich nicht beschweren. Denn Snap hatte ja ausschließlich Vorzugsaktien herausgegeben, wodurch alle diese Aktionäre kein Stimmrecht in der Hauptversammlung haben. Sie können also über sein Gehalt nicht mit bestimmen. Das sollte jedem Aktionär bewusst sein. Aktie kaufen Ja, mitbestimmten Nein!


Die Snapchat-Aktie seit Anfang Januar.


Die Snapchat-Aktie (SNAP) mit ihrem gestrigen Absturz und der leichten Erholung.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Kuperkopf

    23. Februar 2018 19:03 at 19:03

    Das nenne ich mal eine Influencerin. Wow, allein 104 Millionen Follower auf Instagram. Da hat man mit einem Post heutzutage mehr Gewicht als Aussagen von Buffet, Soros und Konzerten.
    Ich glaube davon träumt Herr Fugmann Nachts auch. ;-)

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Februar 2018 19:16 at 19:16

      @Kupferkopf, ich träume in der Nacht von nichts Anderem!!! Ohne 100 Millionen Follower, zu dieser Erkenntnis bin ich ultimativ gelangt, macht das Leben doch überhaupt keinen Sinn, oder? :)

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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Achtung Trader: Deutsche Börse führt „Xetra Trade-at-Close“ ein

Claudio Kummerfeld

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Achtung Trader! Ab 24. November bietet die Deutsche Börse für Trades über Xetra eine neue Handelsmöglichkeit an, die „Xetra Trade-at-Close“ Order. Sie bietet laut aktueller Aussage der Deutschen Börse eine zusätzliche Möglichkeit für Handelsteilnehmer zum offiziellen Schlusskurs zu handeln. Der Service steht dann für alle Wertpapiere im Xetra-Handel zur Verfügung. Hier die Details zu dem neuen Angebot im Wortlaut von der Deutschen Börse:

„Schlussauktionen gelten als Säule der Marktstabilität und des Anlegerschutzes. Sie bündeln die Liquidität pro Wertpapier zu einem Zeitpunkt und gewährleisten eine effiziente Preisbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen. Xetra Trade-at-Close adressiert die wachsende Nachfrage nach Orderausführungen am Ende des Handelstages“, sagt Michael Krogmann, Geschäftsführer der Frankfurter Wertpapierbörse.

Der neue Service bietet verschiedene Vorteile: Mit Xetra Trade-at-Close können Marktteilnehmer Aufträge auch nach Ende der Schlussauktion auf Xetra eingeben. Sie profitieren davon, zu einem festen Preis zu handeln, ohne an der Preisbildung in der Schlussauktion teilzunehmen. Außerdem erhalten sie eine zusätzliche Möglichkeit, Positionen vor Ende des Handelstages zu schließen und dabei mit zusätzlicher Liquidität im börslichen Handel zu interagieren.

Wird die Option Trade-at-Close für eine Order ausgewählt, werden Aufträge, die in der Schlussauktion nicht ausgeführt wurden, automatisch in die Trade-at-Close-Phase übertragen. Während der Trade-at-Close-Phase können auch neue Orders eingegeben werden. Der Schlusskurs wird vor allem von Buy-side-Kunden wie Pensionskassen oder Investmentfonds zur Berechnung von Portfoliorenditen, zur Bewertung von Investmentfonds und als Grundlage für viele Derivategeschäfte verwendet.

Xetra-Bildschirme der Deutschen Börse
Xetra-Bildschirme. Foto: Deutsche Börse AG

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