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Urgestein im CFD-Geschäft mit Umsatzrückgang trotz Brexit – zu viele neue Anbieter am Markt?

Kann es sein, dass der Markt für CFD- und Forex-Trading so langsam überlaufen ist mit immer neuen Anbietern? Hinzu kommt noch die Schwemme der diversen zweifelhaften Anbieter von...

FMW-Redaktion

Kann es sein, dass der Markt für CFD- und Forex-Trading so langsam überlaufen ist mit immer neuen Anbietern? Hinzu kommt noch die Schwemme der diversen zweifelhaften Anbieter von „Binären Optionen“. Die Idee mit der Überschwemmung des Marktes und der eventuellen Notwendigkeit einer bevorstehenden Bereinigung von nicht überlebensfähigen Anbietern kommt einem, wenn man heute mitbekommt, dass das absolute CFD-Urgestein CMC Markets aktuell meldet, dass man im letzten Halbjahr im Jahresvergleich einen Umsatzrückgang von 4% hinnehmen musste.

Das hört sich zunächst nicht sonderlich schlimm an, aber in dieses Halbjahr fiel die Brexit-Abstimmung am 23. Juni. Und CMC´s Heimatmarkt ist dazu auch noch UK. Der 23. Juni und die Zeit danach, das war eine Art Großkampftag, wenn es um Tradingvolumen geht. Dass man in diesem Zeitraum sogar Umsatzrückgänge hinnimmt, muss kritisch aufstoßen. Aber wir wollen an dieser Stelle nicht sagen, dass nun CMC vom Markt verschwinden soll. Im Gegensatz zu zahlreichen kleinen „Broker-Buden“ machte CMC immer noch 18,8 Millionen Pfund Gewinn in diesen sechs Monaten – davon können die vielen kleinen Anbieter nur träumen. Aber auch hier: Der Gewinn geht im Vergleich zum Vorjahr um 29% zurück.

Auch andere Zahlen geben Anlass zu einer kleinen Sorge. Der Umsatz pro Kunde ging um 13% zurück, das Tradingvolumen um 18%. Aber positiv ist zu sehen: Die Anzahl aktiver Kunden stieg um 8%, und das Volumen der Kundeneinlagen stieg um satte 32%. Schlussfolgerung: Möglicherweise musste man durch die immer größer werdende Konkurrenz seine Konditionen anpassen um im Preiskampf mithalten zu können. Unsere Vermutung: In einem Preiskampf haben die Großen wie CMC, IG und Co vor allem die finanzielle Kraft und Bekanntheit am Markt, um viele kleine teils dubiose Buden überleben zu können.

Erst gestern gab der zypriotische Forex-Broker „XM.com“ bekannt mit einer neuen Lizenz für UK nun auch am britischen Markt mitzumischen. Wieder ein Konkurrent mehr! Auch viele andere Broker schießen wie Pilze aus dem Boden. Gerade die Binären Optionen scheinen viele Privatanleger, die mit Kleinstbeträgen schnelles Geld machen wollen, zu verführen die schnelle und vermeintlich einfache Wette einzugehen. Das allerdings hat dann mit Börse oder „Spekulation“ immer weniger zu tun. Und heute, im Fall CMC? Was sagt die Börse? Die war bereits durch eine Unternehmensmeldung im September auf eher maue Zahlen vorbereitet worden. CMC selbst sieht für das aktuell laufende Halbjahr eine Verbesserung, so die vorsichtige und allgemeine Formulierung.

In diesem Chart sehen Sie den Kursverlauf der CMC-Aktie seit dem Börsengang Anfang des Jahres. Im September der kräftige Kurseinbruch nach der Warnung vor den schlechten Daten. Der zweite Pfeil zeigt den heutigen kleinen Einbruch von 4%, der mit dem vorigen Absturz schon ganz gut im Kurs berücksichtigt wurde. Dennoch: CMC macht gut Gewinn, immer noch!

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10 Kommentare

  1. Stichwort CFD-Broker: Activtrades erhöht die Margin ab Freitag auf alle italienischen Indizes und Aktien auf das vierfache! Mich betrifft dies nicht wirklich, da mir diese Basiswerte egal sind….wollte aber mal nur die Frage in die Runde werfen, ob andere Broker ähnlich verfahren??
    Eine Marginerhöhung ist ja grundsätzlich kein negatives Zeichen für einen Broker, ganz im Gegenteil….

  2. Naja, falls du ins Minus läufst und dadurch eine Unterdeckung hast, gleicht Aktivtrades auf ihre kosten aus, wo gibt es so etwas? Also müssen Sie die Margen erhöhen, verständlich. Wie das andere machen, keine Ahnung.

    1. Genau so ist es…Activtrades arbeitet ohne Nachschusspflicht. Sie müssen sich daher besonders absichern.

      VG

  3. Moin, moin,
    ob die CFD Broker wirklich die Order von Privatkunden absichern müssen? Aus der Sicht eines Brokers ergibt sich M.E. folgendes. Der größere Teil der Privattrader verliert mehr oder weniger schnell seinen Einsatz. Somit ist keine Absicherung erforderlich. Diese Gelder gehen dann 1:1 ins Konto des Handelskontrahenten, des Brokers, da der Kunde sie verloren hat, fehlen sie niemanden. Erfolgreiche Trader müssen früher oder später „gekündigt“ werden, sie kosten den Brokern nur Geld.

    Somit ergibt sich für mich das Bild eines Restaurants. Im Gästeraum wird mit frischen Spezialitäten geworben, in der Küche ist die Microwelle und das 8,50 Euro Stundenlohnpersonal im Einsatz. Das Bild passt auch auf Fondsgesellschaften etc., Fassade ist alles. Wer aber gerne Glauben mag, der mag gerne weiter seinem Glauben nachhängen.

    1. @asyoulike, das stimmt so nicht ganz. Hier ein Artikel, der die Vorgehensweise der CFD-Broker erklärt: „Was läuft bei einem Broker ab? Antworten auf Fragen, die Sie nie gestellt haben..“

      „Das gleich gilt auch für den CFD-Handel: entweder der Broker „matched“ die Überhänge oder nimmt die Position „aufs Buch“. Bei angelsächsischen Brokern werden die Kunden analysiert und dann in ein sogenanntes A-Book und ein B-Book eingeteilt. Im B-Book sind diejenigen, die überwiegend am Markt verlieren, also die klare Mehrheit. Im A-Book sind diejenigen, die überwiegend Gewinne machen. Hier würde es nachvollziehbarerweise keinen Sinn machen, die Positionen der Trader „aufs Buch zu nehmen“. Daher hedgen die Broker die Trader, die im A-Book enthalten sind: geht der im A-Book befindliche Kunde long etwa im Dax, geht der Broker diese Position mit ein (in diesem Fall über den Dax-Future).“

      1. Das ist richtig Markus,

        eine Sache sollte hierbei gesagt werden , es gibt 2 Arten von Brokern:

        1. Die Dealing-Desk Broker, Dealing Desk bedeutet, der Broker „macht“ den Markt (der Markt ist dann „indikativ“), mit anderen Worten, der Broker „sieht“ Ihre Positionen, z.B: gewisse Stopps, ein anderes Wort für diese Broker ist ein „Bucketshop“.

        2. Die Non-Dealing-Desk-Broker, wie der Name schon sagt, sind das Broker „direkt“ am Interbankenmarkt verbunden sind.
        D.h. nätürlich, dass der ganze Kram Geld kostet, die Kosten werden weitergegeben, dazu gibt es noch gewisse Swap Kosten usw, der Broker weist Ihnen gegenüber seine Tradingkosten auf, während man beim Dealing-Desk sagt, der Trade im Dax sei „kostenlos“ – es sei denn, ich halte einen Trade beispielsweise beim Dax Übernacht, dann kommen die Finanzierungskosten dazu..

        Dann gibt es sogenannte Long/Short Swaps, die ihnen gebenfalls abgezogen oder gutgeschrieben werden, alles nicht ganz so einfach…;)

        VG
        Marko

        1. Ob mit oder ohne Dealing Desk Bekenntnis. Was genau der CFD Broker treibt, ist für den Kunden nicht ersichtlich. Vermutlich können nur die wenigsten Anbieter der Versuchung, auf kreative Art und Weise zu bescheissen, widerstehen.

  4. Ja, machen sie, die Broker haben aus dem Schweiz-Event gelernt..

    „Das Ergebnis der Umfrage wird voraussichtlich noch am späten Sonntagabend und damit ggfs. vor der Wiedereröffnung unserer Märkte erwartet. In der Folge können bestimmte Märkte erhebliche Kurslücken aufweisen. Wir raten Ihnen daher, Ihre Positionen gut im Auge zu behalten und für ausreichend Deckung auf Ihrem Konto zu sorgen. “

    Italien ist egal, aber absichern, das tut den Brokern gut…

    VG
    Marko

  5. Das ist leider nicht die Realität, tut mir leid…

    „ob die CFD Broker wirklich die Order von Privatkunden absichern müssen? Aus der Sicht eines Brokers ergibt sich M.E. folgendes. Der größere Teil der Privattrader verliert mehr oder weniger schnell seinen Einsatz. Somit ist keine Absicherung erforderlich. Diese Gelder gehen dann 1:1 ins Konto des Handelskontrahenten, des Brokers, da der Kunde sie verloren hat, fehlen sie niemanden. Erfolgreiche Trader müssen früher oder später „gekündigt“ werden, sie kosten den Brokern nur Geld.“

    Sie sichern sich über erhöhte Marginanforderung, warum habe, ich schon erklärt.

    Diese „Kurslücken“ wenn sie denn,kommen, könnten manche Broker „killen“, siehe Alpari, beim „Schweiz-Event“, siehe Probleme bei Saxo, siehe IG, siehe FXCM, noch Fragen ?

    VG

    Marko

  6. Bei Swissquote (SWX: SQN ; Forex etc. – keine CFD) gab es heute eine Gewinnwarnung.

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