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Aktien

US-Aktien auf Jahreshoch: Öl treibt, Italien wirkt beruhigend, China gibt Hoffnung, JPM lässt durchatmen

Redaktion

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FMW-Redaktion

US-Aktien erreichen heute ein neues Jahreshoch, zumindest wenn man sich nach dem Dow richtet. Dafür gibt es aktuell mehrere Gründe. Italien, Öl, China, JP Morgan. Fangen wir mit JPM gleich mal an. Wir berichteten vorhin schon von den heute vermeldeten Zahlen. Keine Sensation, aber wichtig war den Börsianern, dass die größte Bank der USA nicht enttäuscht. Das reicht bei den derzeitigen zittrigen Erwartungen aus für ein positives Feeling – JPM ist aktuell mit 3,5% im Plus.

Dow
Der Dow seit Oktober 2015.

China

Einige US-Händler beschreiben heute ebenfalls ein positives Feeling aufgrund der heute früh vermeldeten positiven Konjunkturdaten aus China. Die Exporte für März stiegen dort um satte 11,5% bei 2,5% Erwartung. Das lässt einige Bankanalysten heute leicht jubeln, dass China die Wende schaffen könnte.

Italien

Von Seiten der italienischen Banken gibt es heute Beruhigung. Exemplarisch am Kurs der UniCredit-Aktie sieht man, dass nach der gestrigen Enttäuschung über einen Rettungsfonds mit nur 5 Milliarden Euro (für 360 Milliarden faule Kredite) heute die Kurse italienischer Banken steigen. Motto: Alles gut, wird schon irgendwie laufen. Das wirkt von Europa her beruhigend auf die US-Märkte.

Unicredit
Die Unicredit-Aktie seit Freitag früh.

Öl

Der Ölpreis treibt mit seinem allgemeinen Euphorie für das Doha-Treffen am Sonntag weiter die Aktien an.
Die Bank of America geht davon aus, dass bei einem Oil Freeze Deal in Doha am Sonntag der Ölpreis kurzfristig auf 50 Dollar steigen kann. Bei einer nicht weiter steigenden Angebotsmenge der OPEC (ohne den Iran) werde sich das Angebot im zweiten Halbjahr 2016 der Nachfrage auf 0,5 Mio Barrels pro Tag annähern, so schreibt es die BoA heute in einer Mitteilung.

John Kilduff von Again Capital, vorher eine große Nummer bei MF Global (erinnern Sie sich noch an den Broker?), sagt heute (ganz im Gegenteil zur BoA) an prominenter Stelle bei CNBC das Oil Freeze-Treffen in Doha am Sonntag sei ein großer Witz – auch wg. all der durcheinander geäußerten Meinungen der Ölminister im Vorfeld. Dieses Treffen werde für die Trader der Event schlechthin werden für den Leitsatz „kaufe das Hoffnung, verkaufe die Fakten“. Es gäbe keine Möglichkeit, dass die dort versammelten Akteure mit einem Deal aus der Konferenz kommen, der diese Rally rechtfertigt, so Kilduff. Für Montag geht er von einem Pullback im Öl aus. So oder so, am Montag dürfte es im Öl hoch her gehen!

Fazit

Insgesamt gesehen ist die gefühlte Stimmung derzeit bullisch für Aktien. Ja, wir erwähnen es nochmal kurz. Seit ihren Tiefs vor zwei Monaten sind der Dow 2.300 und der Dax 1.200 Punkte gestiegen, aber in diesem Augenblick ist der Trend noch intakt. Das kann sich schnell ändern ab Montag früh nach dem Doha-Treffen, aber Stand heute geht’s den Bullen gut!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Marko

    14. April 2016 13:28 at 13:28

    „Insgesamt gesehen, ist die gefühlte Stimmung derzeit bullisch für Aktien. Ja, wir erwähnen es nochmal kurz : Seit ihren Tiefs vor zwei Monaten sind der Dow 2.300 und der Dax 1.200 Punkte gestiegen, aber in diesem Augenblick ist der Trend noch intakt. “

    Das lief offenbar nicht so, wie geplant ?
    Insgesamt gesehen, wurden die Shorties gegrillt…
    Ich kann mich an eine Analyse erinneren , ein (Shortie) auf einer anderen Website schrieb vor ein paar Tagen (Dax 9600) : jetzt alles verkaufen – sell in May, go away“.

    Haben wir jetzt Mai ?!? :D

    Und jetzt mal Spaß beiseite : wieso ist ein steigender Ölpreis gut für die Märkte, wegen Inflation usw, wirklich ? Ich kann mit dem Level derzeit leben.
    Für einen 1 Eur Diesel tanken ist doch nicht schlecht ? Die Logistikbranche freut sich, die SUVs drüben in Amiland sind wieder gefragt ?
    Ein Ölpreis von ca. 20 USD wäre nicht so gut, da gebe ich Ihnen Recht.

    Ausserdem war das eine ganz normale Konsoldierung beim Öl auf 35/36 USD, von welcher ungerechtfertigten Rally beim Öl sprechen, die „Profis“ denn ?

    Kleiner Tip : die Forex-Jungs/Mädels sehen das ein bissl anders… ;)

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Aktien

Börse: Die Stimulus-Schecks und der große Börsen-Hype

Wiederholt sich das Muster an der Börse aus der ersten Corona-Welle? Damals stiegen Kleininvestoren ein, und nun kommen neue Schecks!

Wolfgang Müller

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Was sich im letzten Sommer durch die großzügigen Schecks der US-Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen an der Börse gezeigt hat, wiederholt sich mit den 600 Dollar-Schecks seit Jahresanfang in verschärfter Form. Man zockt mit dem staatlichen Geld immer zügelloser, in Pennystocks und in Optionen. Jetzt kommt bald die Aufstockung auf 2000 Dollar durch die Biden-Regierung – wird dies der Höhepunkt der Manie der Börse?

Börse: Corona und die Generation RobinHood

Es war ein großes Thema im Coronajahr 2020, die allein schon beim Neobroker RobinHood auf 13 Millionen, vorwiegend junger Anleger angewachsene Schar neuer und junger Investoren, die ihre Freizeit genutzt haben, um nahezu gebührenfrei an der Börse zu zocken. Zunächst mit den großen Aktien aus dem „Stay-at-Home-Umfeld“, Apple, Amazon, Alphabet, Microsoft, Nvidia, oder Zoom und natürlich Tesla. Aber da dies so gut geklappt hatte, dann auch mit Hebelprodukten aus dem Optionsbereich. Was die Stillhalter dazu genötigt hatte, teure Aktien zur Absicherung auch noch nachzukaufen, Stichwort Gamma-Absicherung. Die Hausse nährte ständig die Hausse. Dies ist natürlich den großen Häusern in den USA nicht verborgen geblieben. Goldman Sachs holte sich die Liste der meist nachgefragten Aktien bei den Billigbrokern und bei den Favoriten der Hedgefonds – und siehe da, die Lieblinge der RobinHoodies schlugen die Benchmark und die Profis um Längen.

2020: S&P 500, plus 16 Prozent – Hedgefonds plus 40 Prozent – und die RobinHooder plus 80 Prozent. Dies ist natürlich nicht die Performance der Depots, sondern die Berechnung der Performance der Favoriten.

Das neue Thema Pennystocks

Das Jahr 2021 entwickelt sich in Teilbereichen noch extremer als das Jahr 2020. Die jungen Spekulanten hatten bemerkt, dass sich nach den Wahlen im November und der großen Impfstoffstory ein Favoritenwechsel ergeben hat, weg von Big Growth und Value, hin zu kleinen Nebenwerten. Überaus deutlich ersichtlich an der Performance des Russel 2000, der allein von Anfang November bis dato von 1520 auf 2150 Punkte gestiegen ist. Ein Index, wohlgemerkt, in dem sich so viele Titel befinden, die gar keine Gewinne machen, seit Jahren „Zombies“ genannt. Manch erfahrener Börsianer wird sich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben, angesichts der Kurssprünge einiger kleiner und eigentlich unbekannter Aktien aus dem Feld der Pennystocks.

Das extremste und am meisten zitierte Beispiel ist eine Firma aus der Medizintechnik, Signal Advance. Infolge einer Verwechslung aufgrund eines Musk-Tweets: „Buy Signal“ hatte sich der Pennystocks schlicht verdreiundzwanzigfacht. Nicht ganz so extrem, aber immerhin auch schon mit 120 Prozent plus, notierte GameStop, eine Firma aus der Videobranche. Ob Energiesektor, Elektromobilität, Wasserstofftechnologie, Solar oder sogar Aktien, die sich der Pleite genähert haben, Hauptsache billig, dann wird damit herumgezockt.

Das Volumen der gehandelten Billigaktien hatte bereits im Dezember die Billionengrenze erreicht.

Stimuli, oder die staatliche Quelle für das Zocken

Wie bereits angedeutet, viele Anleger hatten anscheinend nur darauf gewartet, dass der Staat ihnen endlich die lange erwartete Unterstützung mittels der 600 Dollar-Schecks zusandte. Der Beweis für diese Annahme ist der Anstieg des Handelsvolumens bei Pennystocks – Over the counter (OTC), also außerbörslich, der sich nach dem Erhalt der Schecks glatt fast versechfacht hatte.

Was bedeutet dies für die nahe Zukunft? Der neue US-Präsident hat letzte Woche sein 1,9 Billionen Dollar schweres Stimulusprogramm angekündigt, welches noch der Billigung durch den Kongress bedarf.

Eine Aufstockung um 1400 Dollar und es könnten weit über 100 Millionen Amerikaner in den Genuss der staatlichen Stimulus-Schecks geraten.

Wird sich das Verhalten der neuen Generation Anleger ein weiteres Mal wiederholen und das Geld unmittelbar wieder an der Börse landen, bei Werten, von denen unsereins noch gar nichts gehört hat?

Ein nochmaliger kurzfristiger Boom?

Daran sieht man einmal mehr, warum statistische und saisonale Annahmen stets mit Vorsicht zu genießen sind. Jedes Jahr, jeder Zyklus ist anders und bietet ständig Überraschungen. Wer hätte vor einem Jahr daran gedacht, dass kleinste Anlegergruppen mit staatlicher Stütze einen Einfluss auf die Kurse an der Börse ausüben können?

Fazit

Wieder ein Zeichen für eine Bubble an der Börse, die aber wie immer erst dann festgestellt wird, wenn sie geplatzt ist? Jede Übertreibung ist anders als die vorherige und die aktuelle Phase ist durch Umstände befördert worden, die es in dieser Kombination auch noch nicht gegeben hat. Die Notenbanken haben durch ihre Marginalisierung des Zinses den Aktienmarkt zu einer dominanten Anlageklasse gemacht, dann haben die neuen Broker die Handelsgebühren abgeschafft und das Handeln mit ganz niedrigen Beträgen möglich gemacht und zuletzt hat Vater Staat auch noch das nötige Spielgeld zur Verfügung gestellt, ungewollt. 2020 war es die Arbeitslosenunterstützung, die in manchen Staaten über 4000 Dollar pro Monat betragen hat, mehr als der Arbeitnehmer mit seiner Arbeit verdienen konnte. Dann kamen die 600 Dollar-Schecks und jetzt die nochmalige Aufstockung durch die neue US-Regierung.

Was mich wieder einmal in meiner These bestätigt, wann der Rally an der Börse sehr deutlich der Stecker gezogen werden könnte: Wenn die Wirtschaft ohne staatliche (Not-)Versorgung läuft, das Zinsniveau nur ein wenig weiter ansteigt und zusätzlich den jungen Zockern die staatlichen Schecks verwehrt werden.

Der Einfluß der Stimulus-Schecks auf die Börse

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Aktien

Netflix-Quartalszahlen: Nutzerwachstum deutlich besser als gedacht, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

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Netflix auf Computer schauen - Beispielbild

Soeben wurden die Netflix-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 6,64 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 5,47/Erwartungen 6,6). Im aktuell laufenden Quartal soll der Umsatz bei 7,1 Milliarden Dollar liegen.

Der Gewinn liegt bei 1,19 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,30/Erwartungen 1,39). Im laufenden Quartal erwartet man 2,97 Dollar.

Die Zahl neuer Abonnenten liegt bei 8,51 Millionen (erwartet 6,5). Für das laufende Quartal gibt man ganz aktuell die Zielmarke von 6 Millionen neuen Abonnenten aus.

Netflix sagt aktuell, dass man keine externe Finanzierung mehr benötige, und über Aktienrückkäufe nachdenke. Das und das Nutzerwachstum lassen die Aktie gut da stehen. Sie steigt aktuell nachbörslich um 11 Prozent!

Grafik zeigt Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Go Big or Go Home – Janet Yellen gibt Vollgas

Redaktion

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Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Janet Yellen spricht heute ab 16 Uhr deutscher Zeit im US-Kongress. Das kann die Kurse bewegen.

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