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US-Aktienmarkt: Was ist eingepreist – und was nicht?

Redaktion

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Nach der starken Rally gibt es erste Bremsspuren an der Wall Street – der Dow Jones schloß nun den fünften Tag in Folge im Minus, der als Frühindikator geltende Dow Jones Transports verlor sogar zehn Handelstage in Folge und markiert damit die längste Verluststrecke seit Februar 2009.

Stellt sich die Frage: wie geht es weiter? Ist das nur ein kurzes Durchatmen, bevor es wieder nach oben geht? Möglich ist das – auch aus Elliott-Wellen-Sicht (hier eine sehr gute Analyse der aktuellen Lage). Allerdings sind die US-Aktienmärkte derzeit nicht gerade billig: derzeit liegen die Gewinnerwartungen für die US-Unternehmen im ersten Quartal 2019 bei -1,5%, was ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 16,5 bedeuten würde.

Die cyclically adjusted price-to-earnings ratio (CAPE), also das von Robert Shiller entwickelte inflationsbereinigte Kurs-Gewinn-Verhältnis der letzten zehn Jahre, liegt derzeit bei 30 – und damit weit über dem historischen Durchschnitt von 16,6.

Treiber der Rally war die dovishe Wende der Fed sowie die „täglich-grüsst-das-Murmeltier-Meldungen“, wonach die Verhandlungen zwischen den USA und China doch angeblich ganz fantastisch laufen würden. Aber gleichzeitg gewinnt der Abschwung der globalen Konjunktur an Intensität – und auch der amerikanische Konsument wird davon nicht verschont bleiben und zunhemend in Schwierigkeiten geraten:

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Man könnte es so sagen: die Spanne zwischen Hoffnung und Realität war selten größer als derzeit:

 

„No, this rally keeps on ticking on optimism and amid ever weakening data. At this point this rally is getting so stretched it can ill afford a misstep as massive resistance looms in the 2800-2811 area on $SPX. Indeed markets are getting so stretched that a single true reversal day would create major chart damage. See that’s the problem when you stretch things in vertical fashion to the extreme: Things can break rather quickly.“

Die massive Rally seit Weihnachten hat dabei zu einer Überkauftheit des Marktes (sichtbar im Bullisch Percent Index) geführt, wie sie zuletzt im Jahr 1987 (Bingo!) der Fall war:

(Grafik: northmantrader.com)

 

Das sogenannte „Smart Money“ scheint eher mißtrauisch:

 

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Eine sehr gute Zusammenfassung der Lage bietet im folgenden Video Bob Pisani von CNBC:

 

 

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By Arnoldius – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5716840

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Finanznews

Dax schwächer als Wall Street – Rotation vorbei? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Der Dax ist wieder erkennbar schwächer als die großen Indizes der Wall Street: während der deutsche Leitindex noch nicht einmal den Stand kurz vor dem Corona-Crash erreicht hat, steigen S&P 500 und Nasdaq auf neue Allzeithochs. Bereits gestern liefen die Tech-Werte besser als die „Corona-Verlierer“, die ab 09.November (Meldung von Pfizer) so stark steigen konnten – heute setzt sich dieses Muster weiter fort. Ist die Rotation damit schon wieder vorbei, weil der Glaube an eine schnelle Wiederauferstehung von Value-Aktien schwindet? Der Dax jedenfalls tut sich schwer im Bereich der 13400er-Marke – langsam muß der Ausbruch auf der Oberseite erfolgen, denn was nicht steigt, tendiert dann zu fallen. Ist es der starke Euro, der bremst?

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Gold/Silber

Goldpreis: Abverkauf als Vorbote für Crash der Aktienmärkte?

Markus Fugmann

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Der Goldpreis ist zuletzt stark unter Druck gekommen – hat das auch etwas für die Aktienmärkte zu bedeuten? Derzeit herrscht an den Märkten bekanntlcih Impfstoff-Euphorie – die US-Indizes mit exztrem starker Performance im November, es waren vor allem die Aktien und Indizes, die in der Coronakrise am Stärksten verloren hatten, die massiv stiegen. Daher hatte etwa der US-Nebenwerte-Index Russell 2000 (wichtigstes ETF: IWM) seinen besten Monat der Geschichte, obwohl knapp die Hälfte der in diesem Index enthalenen Unternehmen Verluste schreiben und in der Coronakrise ihre Verschuldung massiv nach oben geschraubt hatten, um die Krise finanziell zu überstehen. Nicht zufällig ist daher der Russell 2000, der die breite Wirtschaft der USA abbildet, der mit Abstand „teuerste“ Index der Wall Street.

Goldpreis und Aktienmärkte: ein seltsamer Zusammenhang

Der Goldpreis ist bekanntlich nun zweistellig im Minus seit seinem Hoch im August knapp unter der 2100-Dollar-Marke, alleine im November verlor das gelbe Edelmetall 5%. Heute folgt eine kleien Gegen-Reaktion bei Gold mit einem Anstieg über die 1900er-Marke, aber eines ist doch auffällig: die Aktienmärkte erwarten durch die Impfstoffe eine baldige Lösung der Coronakrise nach dem Motto: im Jahr 2021 wird alles so wie früher, oder sogar besser (Allzeithoch vieler Aktien-Indizes). Mit anderen Worten: die Menschen leben wie früher, die Nachfrage zieht an, wodurch tendentiell Inflation entsteht. Das ist die Sicht der Aktienmärkte.

Aber einiges ist hier ungewöhnlich! Zunächst einmal, dass der Goldpreis fällt, obwohl der Dollar schwach ist. Weiterhin ist auffällig, dass die Anleihemärkte eine andere Botschaft senden: denn hier steigen die Renditen nicht, was ja eigentlich passieren müsste, wenn die Wirtschaft wieder stark anzieht nach Ende der Coronakrise (starke Wirtschaft geht tendentiell einher mit infaltionären Tendenzen). Die Anleihemärkte also sehen diese Rückkehr in die alte Welt also offenkundig nicht – und es ist kein Geheimnis, dass die Anleihemärkte als „smarter“ gelten als die Aktienmärkte. Jene Aktienmärkte, die lange die Dimension des Corona-Problems ignoriert und verdrängt hatten, um dann plötzlich in Panik zu verfallen.

Zurück zum Goldpreis: warum fällt Gold? Offenkundig gehen die Investoren nicht davon aus, dass eine von den Aktienmärkten bereits eingepreiste Rückkehr zur Vor-Corona-Realität bald eintreten wird  – sonst müsste Gold eigentlich als bewährter Schutz vor Inflation steigen. Auch die Anleihemärkte sehen das Positiv-Szenario der Aktienmärkte offenkundig nicht.

Wenn nun der Goldpreis deutlich fällt, ist darin eine Botschaft enthalten, wie in folgendem Video von „Game of Trade“ erklärt. Das Video beginnt mit einer Analyse der Aktienmärkte, zeigt dann die derzeit euphorische Stimmung der Investoren – und erklärt dann den zentralen Aspekt: dass der fallende Goldpreis ein Vorbote ist für fallende Renditen, was wiederum absehbar auf erheblichen Streß für die Aktienmärkte hindeutet:

 

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Fallender Goldpreis als Vorbote für einen Crash der Aktienmärkte?

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Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Tesla, Zoom, Salesforce

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Tech steht heute im Fokus der Börsianer, darunter, die Aktien von Tesla, Zoom, und Salesforce.

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