Die US-Anleiherendite mit einer Laufzeit von zehn Jahren hat vor wenigen Minuten die große runde Marke von 5,00 % erreicht. Es ist der höchste Stand seit dem Jahr 2007, als die Finanzkrise ausbrach. Viele Experten am US-Anleihemarkt meinen, dass ab diesem Niveau die Schwierigkeiten auch für den Aktienmarkt verstärkt zunehmen.
Allein binnen einer Woche ist es ein Anstieg um 0,20 Prozentpunkte. Noch vor drei Monaten waren es 4,46 %. Der Grund für den jetzigen starken Anstieg der US-Anleiherendite: Ölpreis und Gaspreis steigen seit Tagen kräftig an. Brent-Öl stieg in den letzten beiden Wochen von 90 auf jetzt über 109 Dollar. Das treibt die Inflation nach oben, wodurch Anleger eine höhere Kompensation in Form höherer Renditen sehen wollen. Und der Druck auf Zentralbanken wie die Fed steigt immer weiter, die Zinsen anzuheben (Entscheidung am Mittwoch). Und auch die massive Staatsverschuldung und Neuverschuldung der US-Regierung in Kombination mit starker Konkurrenz am Anleihemarkt durch KI-Konzerne treibt die Renditen weiter hoch. Der Anleihemarkt spiegelt diesen Auftrieb in Echtzeit wieder.
Mit der immer weiter steigenden Rendite verteuert sich nicht nur die Zinslast für die US-Regierung immer weiter. Auch für Verbraucher und Unternehmen werden Kredite zunehmend teurer, was die Wirtschaftsleistung auf Sicht mehrerer Quartale zunehmend belasten sollte – was letztlich für Schwäche am Aktienmärkt spräche. Je höher die US-Anleiherendite, desto größer das Risiko für einen Absturz am US-Aktienmarkt. Dazu kommt noch das einfache Prinzip, dass Anleihen im Vergleich zu Aktien immer attraktiver für institutionelle Investoren werden, je mehr Rendite sie abwerfen.
Chart zeigt Verlauf der US-Anleiherendite seit der Jahrtausendwende.
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Normalisierung der Geldpolitik nennt man das…wobei jetzt hohe Zinsen auf hohe Kurse treffen…
Genau wie in 2000…? Nicht ganz…Jetzt Faktor Fünf in der Bewertung im Vergleich zur Jahrtausendwende…
Dow..Nasdaq…S&P 500…alles Faktor Fünf…aber auch Faktor Fünf bei den Unternehmensanleihen ( Volumen )..
Zwei Bergsteiger stürzen ab, einer heißt Aktie, der andere Gold.
Sagt die Aktie, ich falle, aber nicht so schnell, ich kann mich vielleicht noch irgendwo anhalten.
Gold sagt, bei mir geht‘s zu schnell, ich bin zu schwer, ich stürze ab.
Ich glaube der Zinssatz ist von 5,0% nach unten auf etwa 4,9% abgeprallt. Da hat wohl jemand gegen 16:00 Uhr groß eingekauft.