Der Blick auf die US-Anleiherenditen ist für den Börsenexperten Andre Stagge in diesem Jahr am wichtigsten. Derzeit sehen wir eine steigende Tendenz, trotz Zinssenkungen der Fed. In den letzten drei Monaten legten die Renditen mit zehn Jahren Laufzeit um 7,4 % zu. Höhere Renditen sind eine Belastung für den Aktienmarkt und für die Konjunktur, weil dadurch Kredite für Unternehmen und Verbraucher in den USA teurer werden.
Eine Reihe von Gründen wäre zu nennen, warum die US-Anleiherenditen weiter steigen könnten in 2026. Die US-Staatsverschuldung explodiert. Trump will sein Verteidigungsbudget massiv erhöhen, auch die Steuersenkungen erhöhen die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben. Auch der Debasement Trade – das schwindende Vertrauen ausländischer Anleger in den Kapitalmarkt USA – hält Anleger vom Kauf von US-Anleihen ab. Andre Stagge bespricht die Gemengelage im folgenden Video.
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Die steigende Staatsverschuldung der USA findet nicht in 10jährigen Staatsanleihen statt, sondern in Kurzläufern. Zumindest wenn sich da genug Käufer finden lassen. Sollte die FED da auch wieder aktiv werden, wäre auch das kein Argument mehr. Was noch unbeantwortet ist, ist ob das Folgen für den Wechselkurs zum Dollar haben wird. Wobei das nicht das Problem der Amerikaner sein wird.
Die Renditen durch alle Zeitreihen der US- Anleihen sind sicherlich nicht unter den Tisch zu kehren. Sollten die Gläubiger von US- Schulden kalte Füße bekommen,wird man das schnell in USA zu spüren bekommen. Ob das dann kurz- oder mittelfristig wieder behoben werden kann wird entscheidend für den Fortbestand der Regierung. Ich lehne mich da zwar weit aus dem Fenster und auch der Wechselkurs ist bis zu einem bestimmten Punkt auch ein positiver Effekt für Amerika. Aber eben nur bis zu einem bestimmten Punkt. Wenn der Kredit… nämlich das Vertrauen erschüttert wird, kann mehr zerstört werden, als nur eine bröckelnde Allianz.