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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktbericht senkt unmittelbare Rezessionssorgen – und Trump fordert QE4!

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Obwohl die US-Arbeitsmarktzahlen einen lagging indicator (nachlaufenden Indikator) darstellen, geben Sie doch einen gewissen Einblick in die US-Wirtschaft, denn es sind die konsumierenden US-Arbeiter und Angestellten, die mit ihrer Lohnsituation die Wirtschaft bei Laune halten.

Die Februar-Arbeitslosenzahlen in Amerika (+20.000 neu geschaffene Stellen) waren ein Ausreißer, im März erfolgte die Rückkehr zum Trend, knapp 200.000 Stellen/Monat.

Dies korreliert doch ziemlich zum Artikel, den ich heute Morgen geschrieben habe: „Die USA (noch) auf Wachstumskurs“

Die Kombination von deutlichem Lohnwachstum, starkem Dienstleistungsbereich und ausgabefreudigen Verbraucher hält das Wachstum noch am Laufen. Die Industriezahlen haben in den USA nicht die Bedeutung wie z.B. in Deutschland. Die Diskussion über eine baldige US-Rezession bekommt eine Verschnaufpause.

Ein Wermutstropfen war die „Labor Force Participation Rate“ von 63,0% (-0,3%). Letzte Woche lag die Wahrscheinlichkeit für eine US-Zinssenkung noch bei 60 %, diese ist in dieser Woche auf 30 % gefallen.

Die Konjunktur läuft noch, eine Frage ist die Marge, beziehungsweise die Gewinne der Firmen. Aber darüber bekommen wir ab nächster Woche mit den Quartalszahlen der US-Firmen etwas mehr Gewissheit.

Aktuell:

Aus dem Weißen Haus hingegen kommen immer aggressivere Töne von Präsident Trump in Richtung US-Notenbank. „Die Fed habe mit ihren Zinssenkungen das US-Wachstum abgeschwächt, ohne Inflation zu haben. Die Fed solle die Zinsen senken“.

Wieder ein Tabubruch in der Ära Trump, die beständigen Angriffe auf eine unabhängige Institution.
Donald Trump ist aber nicht mal mehr mit Zinssenkungen und einem Stopp der Bilanzreduzierung der Fed zufrieden. Er fordert aktuell sogar ein neues Quantative Easing, also weitere Anleihekäufe der Notenbank:

„I personally think the Fed should drop rates, I think they really slowed us down, there’s no inflation, in terms of quantitative tightening, it should really be quantitative easing…you would see a rocket ship. Despite that, we’re doing very well.“

 

Trump und Vize-Präsident Mike Pence

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leokatz1

    5. April 2019 17:22 at 17:22

    Na klar doch. Die Notenbank soll die Notenpresse erneut anwerfen? Ohne Not? Der Typ hat null Ahnung von Wirtschaft. Quantitative easing damit die Wirtschaft vollends überhitzt?
    Gehts noch? Ihm gehts nur um die kommende Wahl. Zu blöd dass sich seine Kommentare abnutzen und die Börsen auf sein nicht sehr helles blabla nicht mehr reagieren…

  2. Avatar

    Denker

    5. April 2019 17:43 at 17:43

    Klasse,…Trump weiß wie das System funktioniert.
    Das Geschäftsmodell der Banken sind Schulden,und Dumme die davon jede Menge aufnehmen gibt es genug.
    Mein Fazit : Trumps up !

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Konjunkturdaten

Aktuell: Öl-Lagerbestände +4,3 Mio Barrels (jetzt 492,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 492,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Plus von 4,3 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei +1,2 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -0,9 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -1,0.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +4,6 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (+1,2 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +6 Cents auf 37,34 Dollar. Dazu muss man aber sagen, dass der Ölpreis im Verlauf des heutigen Tage bereits deutlich gefallen war.


source: tradingeconomics.com

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Europa

Kurzarbeit sinkt langsamer – Industrie mit 19 Prozent immer noch stark betroffen

Claudio Kummerfeld

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Arbeit in einem Metallbetrieb

Die Kurzarbeit in Deutschland geht zwar weiter zurück, aber nur noch sehr langsam. Das ifo-Institut liegt mit seinen Schätzungen die letzten Monate ziemlich gut, von daher kann man auch die heutigen Zahlen ernst nehmen. Laut ifo sinkt die Kurzarbeit im Oktober um 450.000 auf 3,3 Millionen betroffene Beschäftigte. Zuvor betrug der Rückgang rund eine Million Beschäftigte pro Monat. Damit seien nun noch 10 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 11 Prozent im September. Aber in der Industrie halte sich die Kurzarbeit laut ifo besonders hartnäckig mit einem Anteil von immer noch 19 Prozent oder 1,3 Millionen Menschen. Hier weitere interessante Detailaussagen von ifo im Wortlaut:

„Vor allem bei Metall, Elektro und Maschinenbau hat es praktisch keinen Rückgang gegeben. Bei den Autoherstellern und ihren Zulieferern sehen wir eine leichte Verbesserung auf schlechtem Niveau“, fügt Link hinzu. Die Metallbranche liegt mit 29 Prozent der Beschäftigten (330.000) ganz vorn, zusammen mit dem Maschinenbau mit ebenfalls 29 Prozent (320.000). Die Elektrobranche folgt mit 23 Prozent (185.000) vor dem Fahrzeugbau mit 21 Prozent (240.000).

Bei den Dienstleistern ist die Kurzarbeit nur von 12 auf 11 Prozent der Beschäftigten gesunken. Spitzenreiter ist hier weiterhin das Gastgewerbe mit 26 Prozent der Beschäftigten oder 290.000 Menschen. Aber auch bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, wie Zeitarbeit, Reisebüros und Reiseveranstalter sowie Messeveranstalter, sind es 17 Prozent oder 390.000 Menschen.

ifo Detaildaten zur Kurzarbeit im Oktober

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen etwas schwächer, Erwartung lässt nach

Redaktion

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Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; Oktober) ist mit 100,9 etwas schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 102,0; Vormonat war 101,8, nun auf , nach 101,3 nach unten revidiert). Das ist der größte Anstieg zum Vormonat seit dem Jahr 2003!

Die Erwartung liegt bei 98,4 (Vormonat war 104,0)

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 104,6 (Vormonat war 98,5)

 

Leider die Seite des Conference Board wieder down, wie zuletzt so oft wenn die Daten frisch heraus kommen..

 

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