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US-Arbeitsmarktdaten: Interessant, was für neue Jobs denn geschaffen werden…

Redaktion

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FMW-Redaktion

195.000 neue Arbeitsplätze in der US-Privatwirtschaft im März. Ein solider Wert, und wir werfen diesmal einen kleinen Blick hinter die Kulissen der heute vermeldeten US-Arbeitsmarktdaten. Was genau wurde da geschaffen? Ist der Trend der Deindustrialisierung der USA nur ein Gerücht? Die heutigen Daten zeigen eine eindeutige Umschichtung. Wir haben hierzu mal eine aktuelle Übersicht der US-Behörde für Arbeitsmarktstatistik „BLS“ hervorgezaubert und wichtige Stellen rot markiert.

Die Entwicklung von immer weniger Industriearbeitsplätzen und immer mehr Gastronomiearbeitsplätzen setzt sich kurz- und auch langfristig fort. Bei einem Nettozuwachs von +195.000 privaten Stellen gingen in der Detailbetrachtung (rot umrandet ganz rechts der Monat März) 29.000 Industriearbeitsplätze verloren. Weiter unten sieht man, wo neue Jobs geschaffen wurden. +47.700 im Einzelhandel, +44.000 in Pflegeheimen etc, und nicht zu verachten +40.000 im Bereich „Leisure und Hospitality“, also Gastronomie.

US-Arbeitsmarktdaten 1
Daten/Grafik: US BLS/finanzmarktwelt.de

Nichts gegen die Menschen, die hier eine Arbeit finden, aber Industriearbeitsplätze sind nun mal deutlich besser bezahlt als wenn man kellnert. So geht den einzelnen Menschen, die vom Fließband zum Kellnern wechseln, ein guter Teil ihrer bisherigen Lohnbezüge verloren, wenn sie einen viel schlechter bezahlten neuen Gastronomiejob annehmen. Und so geht auch der US-Volkswirtschaft nach und nach Kaufkraft verloren, was beim simplen Betrachten der Gesamtzahlen (super +195.000 neue Jobs) nicht auffallen kann.

Bürger wie auch der Staat können diese Geldverluste nur auffangen, in dem sie im Zuge von weniger Einnahmen auch weniger ausgeben. Oder man entscheidet sich mehr Schulen zu machen um die Deckungslücke zu schließen. Staat und Konsument in den USA entscheiden sich auch nach der Finanzkrise für Variante 2. So ist es fast schon ein passender Kommentar des Weißen Hauses heute kurz nach Verkündung der US-Arbeitsmarktdaten, als man verlautbaren ließ ein stärkeres Wachstum bei den Löhnen in den USA ist nötig (heute verkündet Stundenlöhne +0,28% bei 0,3% Erwartung). Na klar, denn immer mehr Geringverdiener können sich tendenziell immer weniger neue Autos, Fernseher und Häuser leisten. Dazu aktuell zwei Zahlen, auch wenn es natürlich nur Momentaufnahmen sind: Die Autoverkäufe von GM steigen aktuell nur um 0,6%, wobei +5% erwartet wurde. Fiat Chrysler verkaufte nur +8,1%, wobei +14% erwartet wurde. Die Konsummaschine darf nicht zum Erliegen kommen, der Konsument muss mehr Geld verdienen… oder eben notfalls neue Schulden machen.

Eine Betrachtung seit 2007. Oben in grün die Entwicklung der Arbeitsplätze in der Gastronomie, unten die Industriearbeitsplätze.

Man kann es drehen und wenden wie man will. Weniger Industriearbeitsplätze bedeuten für jede Volkswirtschaft zwangsläufig einen sinkenden Lebensstandard. Man kann das kurz- und mittelfristig kompensieren über mehr Verschuldung, aber eben nur bis die Schuldenblase platzt (2008 waren es die Immobilienkredite).

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Zinskosten: So gigantisch sind die Ersparnisse für Kreditnehmer im Langzeitvergleich

Claudio Kummerfeld

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Dass Kreditnehmer in einem jahrelangen Umfeld immer weiter fallenden Zinsen die großen Gewinner sind, das ist kein Geheimnis. Aber es ist mal interessant zu sehen, wie viel Zinsen ein Häuslebauer vor 20 Jahren gezahlt hat, im Vergleich zu einem heutigen Abschluss, bei selber Kreditsumme und Tilgungshöhe. Die Interhyp AG hat aktuell einen Vergleich veröffentlicht, der die tatsächliche Dimension aufzeigt, wie viel Geld man heutzutage spart.

Hat man im Jahr 2000 abgeschlossen, entstanden bei einer Darlehenssumme für einen Immobilienkredit über 300.000 Euro und 2 Prozent Tilgung in 10 Jahren insgesamt 172.000 Euro an Zinskosten. Damals lagen die Zinsen bei 6,5 Prozent. Mit heute nur noch 0,8 Prozent hat man gerade mal noch 22.000 Euro Zinskosten! Das lohnt sich natürlich besonders für Häuslebauer, weil die Darlehenssummen hier so hoch sind, so möchten wir anmerken – aber die Sache hat einen Haken. Wo man als Kreditnehmer für Häuschen oder Eigentumswohnung extrem stark bei den Zinskosten spart, da zahlt man auf der anderen Seite drauf bei den in den letzten Jahren explodierten Immobilienpreisen.

Sicherlich sind die aktuellen Informationen der Interhyp AG auch eine schlecht versteckte Eigenwerbung, aber sei es drum. Die Experten sagen, auszugsweise im Wortlaut:

Auch wenn vielerorts die gestiegenen Immobilienpreise höhere Darlehenssummen erfordern, bleiben die Raten für viele Menschen leistbar. Der Zinsvorteil ermöglicht in vielen Fällen eine höhere Tilgung als früher. Die Expertin rät Eigenheimbesitzern, die Sparchancen für ihre Anschlussfinanzierung zu nutzen und sich schneller zu entschulden. Bauherren und Käufer sollten die Finanzierung wohlüberlegt angehen. Wichtig sei, bei der Finanzierung einen möglichen Zinsanstieg in Zukunft einzukalkulieren und mit langen Zinsbindungen und hohen Tilgungen vorzusorgen.

Hier auszugsweise weitere Aussagen von Interhyp. Zitat:

Im März 2020 sind die Zinsen auf ein neues Allzeittief von rund 0,7 Prozent im Mittel gefallen und auch jetzt liegen sie nur knapp darüber, berichtet Interhyp. Zum Teil sind sogar Bestzinsen von unter 0,5 Prozent möglich. Die Monatsrate für einen Musterkredit über 300.000 Euro (0,8 Prozent) beträgt im Herbst 2020 bei einer zweiprozentigen Anfangstilgung nur noch 700 Euro. Die Zinskosten über 10 Jahre liegen dafür heute nur bei 22.000 Euro – einem Bruchteil der Kosten bei Abschluss im Jahr 2000.

Rat der Experten: Sparchancen für schnelle Entschuldung nutzen

Um die Zinsersparnis zu verdeutlichen, hat Interhyp in der Beispielrechnung immer mit der gleichen Anfangstilgung gerechnet. Der Rat der Finanzierungsexperten ist jedoch, heute eine höhere Tilgung zu wählen. Das sei möglich mit Raten, die nicht wesentlich über denen früherer Jahre liegen. Mirjam Mohr: „Unsere Daten zeigen, dass Kreditnehmer ihre Entschuldung im Blick behalten. Die anfängliche Tilgung bei Bauherren und Käufern ist in den vergangenen zwei Jahrzehnten von unter zwei im Mittel auf über drei Prozent gestiegen. Bei der Anschlussfinanzierung ist sie sogar von unter drei Prozent auf rund sechs Prozent gestiegen.“ Viel sparen im Vergleich zu früher könnten vor allem Eigenheimbesitzer mit Bedarf für eine Anschlussfinanzierung. Bauherren und Käufer sollten mit Blick auf hohe Kaufpreise und Darlehenssummen auf Sicherheit achten, zum Beispiel, indem sie günstige Zinsen mit langen Zinsbindungen festschreiben oder viel tilgen. „Der Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sich das Zinsniveau über die Jahre deutlich ändern kann“, sagt Mirjam Mohr.

Grafik zeigt im Langfristvergleich sehr stark gesunkene Zinskosten

Chart zeigt langfristig extrem stark sinkende Zinsen

Grafiken und Daten: Quelle Interhyp

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

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Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Aktuell: Pelosi schürt wieder Stimulus-Optimismus, Aktienmärkte mit Erholung

Markus Fugmann

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Soeben Nancy Pelosi auf ihrer Pressekonferenz: man habe Fortschritte gemacht bei den Gesprächen mit den US-Repubikanern, man sei fast am Ziel („progress has been made this week“; „we are just about there“).

Und die Aktienmärkte wieder mit einer Erholung, nachdem der Leitindex S&P 500 das Tief vom Montag unterschritten hat..

Aber Vorsicht: möglich ist, dass sich Pelosi nicht auf das gesamte Stimulus-Paket bezieht, sondern nur auf einen kleinen Teil davon:

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