Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten besser als erwartet – Fed bleibt unter Druck

US-Arbeitsmarktdaten

Die US-Arbeitsmarktdaten (Juni) sind mit 372.000 Stellen besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +268.000 Stellen; Vormonat war 390.000 Stellen, nun jedoch auf 384.000 leicht nach unten revidiert).

Die US-Stundenlöhne liegen mit +0,3% zum Vormonat wie erwartet, und mit +5,1% zum Vorjahresmonat etwas höher als erwartet (Prognose war +0,3% zum Vormonat und +5,0% zum Vorjahresmonat; Vormonat war +0,3% und +5,2%).

Die US-Arbeitslosenquote liegt bei 3,6% (Prognose war 3,5%; Vormonat war 3,6%). Die Beteiligungsquote (participation rate) liegt bei 62,2% (Vormonat war 62,3%).

Marktreaktion: Dollar stärker, US-Renditen steigen deutlich (10-jährige 3,07%), US-Futures etwas tiefer. Die Fed bleibt damit unter Druck, die Zinsen weiter anzuheben!

So lagen die Schätzungen der Analysehäuser:



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3 Kommentare

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Die FED hat den ganz klaren Auftrag gekriegt, die Inflation zu bekämpfen. Das ständige Narrativ der Bullen,die Inflation sei temporär, nervt.
    Eine Inflation von über 8,5 Prozent ist nicht temporär,sondern gefährlich.
    Die FED hat das ganz klar kommuniziert. Es folgen in diesem Jahr noch mindestens 5 weitere Zinsanhebungen.
    Im nächsten Jahr dann weitere 5.
    Der Leitzins dürfte dann bei über 5 Prozent stehen, vielleicht sogar höher.
    Die Reduktion der Bilanzsumme wird so richtig am 01.September beginnen, mit monatlich 95 Milliarden.
    Das alles wird die Renditen zwangsläufig nach oben treiben.
    Wir werden Renditen von über 5 Prozent sehen.
    Never fight the FED!

    1. @Dr. Sebastian, Sie zeigen eine erstaunliche Felixibilität in Ihren Ansichten! Noch nicht lange her, da riefen Sie: die Fed wird niemals die Zinsen anheben und die Bilanz reduzieren! Jetzt auf einmal schwelgen Sie in Zins-Superlativen.
      Ich war hawkish, weil die Fed hawkish war – und die Märkte das noch nicht kapiert hatten. Das war teuer für die Märkte, aber gut für Short-Positionen. Jetzt bin ich deutlich weniger hawkish – ich bin kein Bulle, aber dennoch ist jetzt die Inflation dabei zu peaken. Davor hatte ich immer gewarnt, dass der Peak noch nicht erreicht sei – als die Märkte das schlußendlich realisierten, kam es zum Abverkauf.
      Mir scheint, dass auch diesmal Ihr Timing nicht optimal ist, vorsichtig formuliert – sind Sie short?

  2. Ich kann Herrn Fugmann nur beipflichten, liegt es an den Titeln oder an der Wissenschaftlichkeit, dass man seine Ansichten bei gleichbleibender Gemengenlage so schnell ändern kann? Ein anderer Doktor hat ein solches Vorgehen schon mit dem Argument begründet , dass intelligente Leute die Meinung auch ändern können.Da verkehre ich lieber mit weniger Intelligenten die verlässlich sind. Man kann ja seine Richtung leicht ändern oder anpassen ,aber man sollte nicht gerade 180 Grad umdrehen und zum Geisterfahrer werden. Bei Sebastian Wendehals ist ist es natürlich besonders auffallend ,da er Fugi mit seinen messerscharfen Einschätzungen oft kritisiert hat.
    1. Fugi hat immer Recht ,
    2. Wenn es ausnahmsweise nicht stimmt, tritt automatisch Regel 1 zur Anwendung

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