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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten besser, US-Erstanträge schwächer

Das Statistik-Wunder made in USA geht weiter..

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Die US-Arbeitsmarktdaten (Mai) sind mit +4,8 Millionen Stellen besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +3,00 Millionen Stellen; Vormonat war +2,509 Millionen Stellen, nun auf nach 2,699 nach oben revidiert).

Die US-Stundenlöhne liegen bei -1,2% zum Vormonat und bei +5,0% zum Vorjahresmonat (Prognose war -0,7% zum Vormonat und +5,3% zum Vorjahresmonat; Vormonat war -1,0% und +6,6%).

Die US-Arbeitslosenquote liegt bei 11,1% (Prognose war 12,3%; Vormonat war 13,3%).

Wir analysieren die Daten in einem Folgeartikel..

Generell gilt: die non farm payrolls sind fast wertlos, viel aufschlußreicher weil gernauer sind die US-Erstanräge und die fortgesetzten Anträge (siehe unten)
—–

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 1,427 Millionen (offizielle Prognose war 1,355 Millionen, Vorwoche war 1,480 Millionen, nun aber auf 1,482 Millionen nach oben revidiert).

Damit sind alleine in den letzten sieben Wochen knapp 49 Millionen Erstanträge gestellt worden!

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 19,290 Millionen leicht über der Erwartung (Prognose war 19,00 Millionen; Vorwoche war 19,522 Millionen, nun auf , Millionen nach revidiert).

13 Kommentare

13 Comments

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    Marcus Schoenauer

    2. Juli 2020 14:39 at 14:39

    Hatte nicht das Arbeitsministerium sowie Powell selbst gesagt dass die Zahlen für Mai quatsch sind, und jetzt wird dieser wundersame Zuwachs noch weiter nach oben revidiert??? Da passt gar nix mehr zusammen.

    • Avatar

      Mario Mayer

      2. Juli 2020 15:07 at 15:07

      Ich verstehe gar nichts mehr. Kann das Mal bitte jemand aufklären? Irgendwie komme ich mir dumm vor. Denke ich falsch? An den fortgesetzten Arbeitslosen hat sich doch rein gar nichts geändert warum fällt dann die Arbeitslosenrate so krass? Herr Fugmann klären Sie uns bitte auf.

      • Avatar

        Michael

        2. Juli 2020 17:08 at 17:08

        @Mario Mayer, ein Teil lässt sich durch die gestiegene Beteiligungsquote erklären. Würde sich diese rein hypothetisch verdoppeln, hätte man bei gleicher Anzahl an Arbeitslosen (in absoluten Zahlen) eine nur noch halb so hohe Arbeitslosenquote.

        Dazu kommt, dass beispielsweise ein Kellner, der einen schlecht bezahlten Minijob hat, dennoch Arbeitslosenhilfe bezieht, aber nicht als arbeitslos gelistet ist. Solcher und ähnlich kreativer Rechen- und Statistiktricks bedient man sich nur allzu gerne, um das neue Jobwunder zu pushen.

  2. Avatar

    Marcus

    2. Juli 2020 14:44 at 14:44

    Dann müssten ja spätestens ab nächste Woche die „jobless claims“ und die „continuing claims“ signifikant zurückgehen, das diese Statistik bestätigt wird. Oder irre ich mich da @Markus Fugmann?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      2. Juli 2020 14:48 at 14:48

      @Marcus, das sind ja Daten für den Juni, die Erstanträge und continuing claims hätten also in den letzten Wochen schon längst zurück gehen müssen; für mich sind die non farm payrolls am Rande der „Fake News“

      • Avatar

        Michael

        2. Juli 2020 15:24 at 15:24

        @Markus Fugmann, mit den Fast-Fake-News hast du sowas von recht! Man muss sich die Informationen des Bureau of Labor Statistics ja nur einmal genauer anschauen:

        Erfassungs- und Antwortquoten liegen derart weit unter den sonst üblichen Werten, dass schon mal grundsätzlich bezweifelt werden muss, ob überhaupt ein repräsentativer Querschnitt bzw. Stichprobe befragt wurde. Beschäftigte, die weiterhin ihren Lohn oder auch nur einen kleinen Teil davon erhalten, obwohl sie nicht arbeiten, werden auch weiterhin als beschäftigt gezählt.

        Die Zahlen basieren auf einer einzelnen Referenzwoche vom 7. bis 13. Juni und nicht auf dem kompletten Monat. Der Fehler aus dem vorherigen Monat ist noch immer nicht abgestellt, auch wenn die Fehlklassifizierungen „erheblich zurückgegangen“ seien.

        Die Arbeitslosenquote läge demnach um 1% höher, als offiziell vermeldet. Immerhin, ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Mai, wo man sich um 6% verschätzt, äh verrechnet, ich meine natürlich vertan hat 😉 Vielleicht sollte man einmal grundsätzlich hinterfragen, ob es allzu sinnvoll ist, den Interviewern bei der Klassifizierung einen derartig spekulativen Handlungsspielraum einzuräumen.

  3. Avatar

    Roland

    2. Juli 2020 15:04 at 15:04

    Damit dürfte die Rezession abgehakt sein. Die USA sind zurück auf einem extrem starken Wachstumspfad. Die Märkte haben alles richtig eingepreist und Donald Trump meint zurecht, man sollte dieses Virus am besten ignorieren. Überall Hausse, frage mich was passiert, wenn der Markt erst mal die weitere Erholung einpreist. Dazu die FED. Tesla gibt zum Glück einen guten Vorgeschmack, was andere Aktien auch bald schaffen können. KGV von 300 bei Tesla, alles kein Problem, wie man sieht. Da sind noch so viele Schnäppchen, einsammeln ist angesagt.

    • Avatar

      Besserwisser

      2. Juli 2020 21:13 at 21:13

      Deine Ironie gefällt mir ;)

  4. Avatar

    Marcus

    2. Juli 2020 15:09 at 15:09

    Stimmt da haben Sie recht, hatte ich verwechselt. Bestätigt ja nur einmal mehr, dass es sich hier um gefälschte Statistiken handeln muss.

  5. Avatar

    Macwoiferl

    2. Juli 2020 16:02 at 16:02

    @Roland: Deutsche Bank, Commerzbank, Wirecard, Luckincoffee, Schnäppchen über Schnäppchen aber pst, nicht weitersagen!
    @Marcus Fugmann: Revidiert wird auch die Corona-Statistik. Es sind jetzt 2,781086 Geheilte Fälle und 1 aktiver Fall.
    Versehentlich wurden zudem „neue Fälle“ mit „Zahl der Tests“ verwechselt. Es sind nun mehr als 50.000 TESTS pro Tag vorgenommen worden. KEINE neuen Fälle bekannt.
    @Roland: Ich habe mir einen Milliardenkredit einräumen lassen und werde nun ins Kasino gehen und wetten. Bei so viel gesundem Wachstum möchte ich dabei sein. Als Sicherheiten hat die Bank unseren örtlichen Bahnhof und das örtliche Rathaus akzeptiert. Kann also nix schiefgehen.

    THE DONALD muss wiedergewählt werden. Projekt Dow 30.000.
    Infizierte, Verstorbene, Arbeitslose, Kursrückgänge stören da nur…

  6. Avatar

    thinkSelf

    2. Juli 2020 16:03 at 16:03

    Leute, bitte richtig lesen! Da steht doch nur das 4,8 Millionen Stellen GESCHAFFEN wurden. Da steht NICHT, das auf den Stellen auch jemand ARBEITET!

  7. Avatar

    Peter

    2. Juli 2020 19:02 at 19:02

    Rechne ich unsere Zahlen zusammen wird mir schwindlig:
    3.6 Mio unterschäftigt (inkl arbeitslose)
    7.0 Mio geringfügig beschäftigt
    8.0 Mio kurzarbeit.
    Ergibt ca. 18 Mio. Setze ich diese in Relation zur US-Bevölkerung ergibt sich eine Vergleichswert von 72 Mio. D.h. Mit ihren 40 Mio sind die Amis doch noch sehr gut dabei. Auch unsere Statistik ist „schwierig“…

    • Avatar

      Johannes

      2. Juli 2020 21:50 at 21:50

      @Peter, die genannten prekären Jobs müssten Sie dann aber auch bei den Amis anrechnen. Dann würden Sie vermutlich bei 200 Millionen landen.

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen Uni Michigan für August veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (1.Veröffentlichung für August) ist mit 72,8 etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose 72,0; Vormonat war 72,5).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 82,5 (Vormonat war 82,8)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 66,5 (Vormonat war 65,9)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet:

Consumer sentiment remained largely unchanged in early August from the July reading (+0.3 points) or the April low (+1.0). Two significant changes since April have been that consumers have become more pessimistic about the five-year economic outlook (-18 points) and more optimistic about buying conditions (+21). Lower interest rates by the Fed prompted more favorable buying, especially for homes, and the DC policy gridlock was responsible for the weaker outlook. The overall confidence in economic policies fell to the lowest level since Trump first entered office (see the chart). The policy gridlock has acted to increase uncertainty and heightened the need for precautionary funds to offset lapses in economic relief programs and to hedge against fears about the persistence and spread of the coronavirus as the school year gets underway. Bad economic times are anticipated to persist not only during the year ahead, but the majority of consumers expect no return to a period of uninterrupted growth over the next five years. Consumers anticipate declines in the national unemployment rate to significantly slow and expect a rising rate of inflation during the year ahead. While a positive growth rate in consumption is anticipated in the 2nd half of 2020, it will hardly herald the end of the coronavirus recession.

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Konjunkturdaten

Aktuell: Daten zur US-Industrieproduktion im Juli veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Soeben wurden Daten zur US-Industrieproduktion veröffentlicht. Im Juli ist sie im Monatsvergleich um 3,0 Prozent gestiegen (erwartet +3,0/Vormonat +5,7).

Die Kapazitätsauslastung liegt bei 70,6 Prozent (erwartet 70,3/Vormonat 68,5).


source: tradingeconomics.com

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einzelhandelsumsätze Juli veröffentlicht

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Die US-Einzelhandelsumsätze (Juli) sind mit 1,2% schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,9%; Vormonat war +7,5%, nun auf +8,4% nach revidiert). Zum Vorjahresmonat liegen die Umsätze bei 2,74% (Vormonat war +2,12%).

Die control group (also der Teil der US-Einzelhandelsumsätze, der direkt in die Berechnung des US-BIP einfließt) liegt bei 1,4% (Prognose war +0,8%; Vormonat war +5,6%, nun auf 6,0%+% nach revidiert).

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