Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten besser, US-Erstanträge schwächer

Das Statistik-Wunder made in USA geht weiter..

Die US-Arbeitsmarktdaten (Mai) sind mit +4,8 Millionen Stellen besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +3,00 Millionen Stellen; Vormonat war +2,509 Millionen Stellen, nun auf nach 2,699 nach oben revidiert).

Die US-Stundenlöhne liegen bei -1,2% zum Vormonat und bei +5,0% zum Vorjahresmonat (Prognose war -0,7% zum Vormonat und +5,3% zum Vorjahresmonat; Vormonat war -1,0% und +6,6%).

Die US-Arbeitslosenquote liegt bei 11,1% (Prognose war 12,3%; Vormonat war 13,3%).

Wir analysieren die Daten in einem Folgeartikel..

Generell gilt: die non farm payrolls sind fast wertlos, viel aufschlußreicher weil gernauer sind die US-Erstanräge und die fortgesetzten Anträge (siehe unten)
—–

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 1,427 Millionen (offizielle Prognose war 1,355 Millionen, Vorwoche war 1,480 Millionen, nun aber auf 1,482 Millionen nach oben revidiert).

Damit sind alleine in den letzten sieben Wochen knapp 49 Millionen Erstanträge gestellt worden!

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 19,290 Millionen leicht über der Erwartung (Prognose war 19,00 Millionen; Vorwoche war 19,522 Millionen, nun auf , Millionen nach revidiert).



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13 Kommentare

  1. Avatar
    Marcus Schoenauer

    Hatte nicht das Arbeitsministerium sowie Powell selbst gesagt dass die Zahlen für Mai quatsch sind, und jetzt wird dieser wundersame Zuwachs noch weiter nach oben revidiert??? Da passt gar nix mehr zusammen.

    1. Ich verstehe gar nichts mehr. Kann das Mal bitte jemand aufklären? Irgendwie komme ich mir dumm vor. Denke ich falsch? An den fortgesetzten Arbeitslosen hat sich doch rein gar nichts geändert warum fällt dann die Arbeitslosenrate so krass? Herr Fugmann klären Sie uns bitte auf.

      1. @Mario Mayer, ein Teil lässt sich durch die gestiegene Beteiligungsquote erklären. Würde sich diese rein hypothetisch verdoppeln, hätte man bei gleicher Anzahl an Arbeitslosen (in absoluten Zahlen) eine nur noch halb so hohe Arbeitslosenquote.

        Dazu kommt, dass beispielsweise ein Kellner, der einen schlecht bezahlten Minijob hat, dennoch Arbeitslosenhilfe bezieht, aber nicht als arbeitslos gelistet ist. Solcher und ähnlich kreativer Rechen- und Statistiktricks bedient man sich nur allzu gerne, um das neue Jobwunder zu pushen.

  2. Dann müssten ja spätestens ab nächste Woche die „jobless claims“ und die „continuing claims“ signifikant zurückgehen, das diese Statistik bestätigt wird. Oder irre ich mich da @Markus Fugmann?

    1. @Marcus, das sind ja Daten für den Juni, die Erstanträge und continuing claims hätten also in den letzten Wochen schon längst zurück gehen müssen; für mich sind die non farm payrolls am Rande der „Fake News“

      1. @Markus Fugmann, mit den Fast-Fake-News hast du sowas von recht! Man muss sich die Informationen des Bureau of Labor Statistics ja nur einmal genauer anschauen:

        Erfassungs- und Antwortquoten liegen derart weit unter den sonst üblichen Werten, dass schon mal grundsätzlich bezweifelt werden muss, ob überhaupt ein repräsentativer Querschnitt bzw. Stichprobe befragt wurde. Beschäftigte, die weiterhin ihren Lohn oder auch nur einen kleinen Teil davon erhalten, obwohl sie nicht arbeiten, werden auch weiterhin als beschäftigt gezählt.

        Die Zahlen basieren auf einer einzelnen Referenzwoche vom 7. bis 13. Juni und nicht auf dem kompletten Monat. Der Fehler aus dem vorherigen Monat ist noch immer nicht abgestellt, auch wenn die Fehlklassifizierungen „erheblich zurückgegangen“ seien.

        Die Arbeitslosenquote läge demnach um 1% höher, als offiziell vermeldet. Immerhin, ein gewaltiger Fortschritt gegenüber dem Mai, wo man sich um 6% verschätzt, äh verrechnet, ich meine natürlich vertan hat 😉 Vielleicht sollte man einmal grundsätzlich hinterfragen, ob es allzu sinnvoll ist, den Interviewern bei der Klassifizierung einen derartig spekulativen Handlungsspielraum einzuräumen.

  3. Damit dürfte die Rezession abgehakt sein. Die USA sind zurück auf einem extrem starken Wachstumspfad. Die Märkte haben alles richtig eingepreist und Donald Trump meint zurecht, man sollte dieses Virus am besten ignorieren. Überall Hausse, frage mich was passiert, wenn der Markt erst mal die weitere Erholung einpreist. Dazu die FED. Tesla gibt zum Glück einen guten Vorgeschmack, was andere Aktien auch bald schaffen können. KGV von 300 bei Tesla, alles kein Problem, wie man sieht. Da sind noch so viele Schnäppchen, einsammeln ist angesagt.

    1. Deine Ironie gefällt mir ;)

  4. Stimmt da haben Sie recht, hatte ich verwechselt. Bestätigt ja nur einmal mehr, dass es sich hier um gefälschte Statistiken handeln muss.

  5. @Roland: Deutsche Bank, Commerzbank, Wirecard, Luckincoffee, Schnäppchen über Schnäppchen aber pst, nicht weitersagen!
    @Marcus Fugmann: Revidiert wird auch die Corona-Statistik. Es sind jetzt 2,781086 Geheilte Fälle und 1 aktiver Fall.
    Versehentlich wurden zudem „neue Fälle“ mit „Zahl der Tests“ verwechselt. Es sind nun mehr als 50.000 TESTS pro Tag vorgenommen worden. KEINE neuen Fälle bekannt.
    @Roland: Ich habe mir einen Milliardenkredit einräumen lassen und werde nun ins Kasino gehen und wetten. Bei so viel gesundem Wachstum möchte ich dabei sein. Als Sicherheiten hat die Bank unseren örtlichen Bahnhof und das örtliche Rathaus akzeptiert. Kann also nix schiefgehen.

    THE DONALD muss wiedergewählt werden. Projekt Dow 30.000.
    Infizierte, Verstorbene, Arbeitslose, Kursrückgänge stören da nur…

  6. Leute, bitte richtig lesen! Da steht doch nur das 4,8 Millionen Stellen GESCHAFFEN wurden. Da steht NICHT, das auf den Stellen auch jemand ARBEITET!

  7. Rechne ich unsere Zahlen zusammen wird mir schwindlig:
    3.6 Mio unterschäftigt (inkl arbeitslose)
    7.0 Mio geringfügig beschäftigt
    8.0 Mio kurzarbeit.
    Ergibt ca. 18 Mio. Setze ich diese in Relation zur US-Bevölkerung ergibt sich eine Vergleichswert von 72 Mio. D.h. Mit ihren 40 Mio sind die Amis doch noch sehr gut dabei. Auch unsere Statistik ist „schwierig“…

    1. @Peter, die genannten prekären Jobs müssten Sie dann aber auch bei den Amis anrechnen. Dann würden Sie vermutlich bei 200 Millionen landen.

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