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Top-Event des Tages abseits vom Iran-Krieg US-Arbeitsmarktdaten heute 14:30 Uhr – die Vorschau

Um 14:30 Uhr stehen die US-Arbeitsmarktdaten für April an. Wir zeigen dazu einen kurze Vorschau mit den Markterwartungen.

USA-Flagge
Grafik: imrandk-Freepik.com

Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat April gemeldet. Läuft die US-Konjunktur weiterhin auf Hochtouren? Oder bremsen die gestiegenen Brennstoffpreise, steigt die Arbeitslosigkeit? Viel stärker als in Europa, werden Stundenlöhne, Arbeitslosenquote, und vor allem die Zahl neu geschaffener Stellen in den USA als Indikator für eine gut oder weniger gut laufende Wirtschaft betrachtet.

US-Arbeitsmarktdaten: Wie viele neu geschaffene Stellen?

Entscheidend bei der monatlichen Meldung der US-Arbeitsmarktbehörde ist für Anleger und Analysten stets die Zahl der sogenannten „Non Farm Payrolls“ (NFP), also der Zahl neu geschaffener Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Dies hat sich sozusagen so etabliert bei der Betrachtung der monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. Im März lag die Zahl neuer Arbeitsstellen in den USA bei 178.000. Für die heutige April-Meldung liegt die durchschnittliche Markterwartung bei +65.000. Die höchste Analysenschätzung liegt bei +133.000, die niedrigste bei -15.000. Trotz KI-Revolution, die bei Industrie und Baugewerbe eigentlich einen Boom auslösen sollte, sah man beispielsweise im März: Fast alle neuen Jobs stammten aus Dienstleistungsbranchen wie Bildung, Pflege, Handel, Gastronomie.

Wichtig wird wie üblich auch: Wie fallen die Revisionen der US-Arbeitsmarktdaten für die beiden Vormonate aus? Dies ist immer wieder eine Wundertüte. Oft kommt es hier zu großen Abwärtsrevisionen, bei denen man erst im Nachhinein mehr Schwäche in der Konjunktur erkennt.

Arbeitslosenquote und Stundenlöhne

Die Arbeitslosenquote in den USA lag im März bei 4,3 %, und wird auch für April bei 4,3 % erwartet. Die Stundenlöhne sind stets ein wichtiger Teil der US-Arbeitsmarktdaten, weil sie einen Inflations-Indikator für die Federal Reserve darstellen. Stark steigende Stundenlöhne würden nämlich bedeuten, dass Arbeitgeber sie über deutlich steigende Preise für ihre Produkte refinanzieren müssten, was die Verbraucherpreise antreiben würde. Im März lag die monatliche Veränderung der Stundenlöhne bei +0,2 %. Für April liegt die Erwartung bei +0,3 %. Im Jahresvergleich waren es im März +3,5 %. Für heute liegen die Erwartungen bei +3,8 %. Wir werden direkt ab 14:30 Uhr über die Details der US-Arbeitsmarktdaten berichten. Wie gesagt: Behalten Sie die Revisionen der Vormonate im Auge – sie verschieben den Blick auf die Vormonate oft deutlich!



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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