Die wichtigsten Eckpunkte
- Heute um 14:30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten für September veröffentlicht.
- Andere vorab gemeldete Daten zeigten Optimismus.
- Es wird mit 90.000 neuen Arbeitsplätzen gerechnet.
- Starke Beschäftigungsdaten könnten die Fed zu einer restriktiveren Geldpolitik bewegen.
Heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat September gemeldet. Für den globalen Kapitalmarkt ist es das wichtigste Ereignis in dieser Woche. Gold, Währungen, Aktien und und Anleihen könnten ab 14:30 Uhr deutlich in Bewegung geraten. Also Augen auf!
US-Arbeitsmarktdaten: Indikatoren machen Hoffnung?
Die am Mittwoch gemeldeten privat erhobenen ADP-Arbeitsmarktdaten zeigten 90.000 neue Jobs im September bei einer Erwartung von +70.000. Gestern zeigten weitere Daten, dass die angekündigten Stellenstreichungen in den USA im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 % zurückgingen. Jüngste wöchentliche Daten zeigten zudem, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den tiefsten Stand seit Juli sank und die Zahl der Folgeanträge auf ein Dreijahres-Tief zurückging. Kann man also für die heute anstehenden offiziellen US-Arbeitsmarktdaten optimistisch sein im Sinne vieler neu geschaffener Arbeitsstellen? Der KI-Boom könnte in einigen Bereichen derzeit reichlich neue Jobs zur Verfügung stellen, zum Beispiel bei Infrastruktur, Energie, Bau, Transport.
Erwartungen für heutige Meldung
Für die heutige offizielle Meldung der US-Arbeitsmarktbehörde BLS wird erwartet, dass im September 90.000 neue Arbeitsplätze in den USA geschaffen wurden. Bei 69 Ökonomen, die eine Schätzung abgegeben haben, liegt die Spanne zwischen dem niedrigsten Wert von +35.000 neuen Jobs und dem höchsten Wert von +180.000 neuen Jobs. Im Vormonat war es ein Anstieg um 162.000 Jobs. Die durchschnittlichen Stundenlöhne dürften im Monatsvergleich unverändert um 0,3 % gestiegen sein, im Jahresvergleich wie im Vormonat um 3,1 %. Und die Arbeitslosenquote wird unverändert bei 4,1 % erwartet.
Bedeutung für Märkte
Starke Beschäftigungs- und Lohndaten könnten die Erwartungen einer restriktiven Geldpolitik der Fed verstärken und Aufwärtsdruck auf die Renditen am kurzen Ende der US-Zinskurve ausüben, während schwächere Zahlen den gegenteiligen Effekt haben könnten. Sofern die heutigen US-Arbeitsmarktdaten jedoch keine große Überraschung bereithalten – etwa ein NFP-Wert unter Null oder über 200.000 – könnte sich das längere Ende der US-Renditekurve weiter abschwächen, da die Nachfrage nach sicheren Anlagen in den Vordergrund rückt und die Korrektur an Dynamik gewinnt, so kommentiert es aktuell Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst beim Broker Swissquote.
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