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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Grottige Daten bei Bau, Paketen, Pflege, Kellnern und Freizeitparks

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Die US-Arbeitsmarktdaten wurden vorhin veröffentlicht mit 20.000 neuen Stellen im Februar, was dramatisch schlechter ist als erwartet (+181.000). Im Staatssektor wurden 5.000 Stellen abgebaut. Somit gibt es also 25.000 neu geschaffene Stellen im US-Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe gingen insgesamt 32.000 Stellen verloren (Katastrophe). Im Untersektor Bergbau wurden 5.000 Stellen gestrichen, und auf dem Bau waren es -31.000. Die Industrie schuf 4.000 neue Stellen.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

US-Arbeitsmarktdaten

Verbleiben somit nur 57.000 neue Stellen im Dienstleistungssektor. Eine extrem schwache Monatszahl für die USA, selbst im Winter! Im Einzelhandel gingen 6.100 Stellen verloren, sehr schlecht! Selbst Kurierdienste und Lagerhäuser (Amazon) als Untersektion im Einzelhandel bauten mehr als 14.000 Stellen ab.

Der Bereich “Professional and business services” erreicht mit +42.000 einen relativ normalen Wert bei neuen Stellen. Der Bereich “Bildung und Pflege” schafft nur 4.000 neue Stellen, was wirklich ein extrem schwacher Wert ist! Aber am “Schlimmsten” zeigt sich der Bereich “Freizeit und Bewirtung” mit exakt 0 neuen Stellen. Normalerweise ist die Branche der Jobmotor schlechthin in den USA.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    leftutti

    8. März 2019 18:00 at 18:00

    Das Wetter war viel zu schlecht, der Boden viel zu hart, die Wildschweine haben irgendwelche Schweinereien zu fressen bekommen.

    Nächstes Mal sind es dann wieder 600K neue Stellen bei 15% höheren Stundenlöhnen, die Arbeitslosenquote wird unter 2% sinken, versprochen!

  2. Avatar

    Akimba

    9. März 2019 12:52 at 12:52

    ha ha….der Staat hat 5000 Stellen abgebaut….wahrscheinlicher ist wohl, dass 5000 Staatsbedienstete gekündigt haben während des Shut-Downs, weil sie einen besseren Job gefunden hatten. Solange Trump Präsident ist und dieses Mittel skrupelos zum Erreichen seiner eigenen Interessen einsetzt, wird die USA wohl noch Schwierigkeiten bekommen, überhaupt Personal zu finden im Bereich des Staatsdienstes.
    Einer Regierung laufen die Mitarbeiter weg !! Was für ein Szenario für das Land !

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Erstanträge und US-BIP

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Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 2,123 Millionen (offizielle Prognose war 2,1 Millionen, Vorwoche war 2,438 Millionen, nun aber auf 2,466 Millionen nach oben revidiert).

Damit sind alleine in den letzten sechs Wochen mehr als 40 Millionen Erstanträge gestellt worden!

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 21,052 Millionen unter der Erwartung (Prognose war 25,750 Millionen; Vorwoche war 25,073 Millionen, nun auf 24,912 Millionen nach unten revidiert)

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Das US-BIP (1.Quartal; 2.Veröffentlichung) liegt bei -5,0% (Prognose war -4,8%; 1.Veröffentlchung war -4,8%)

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Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; April) sind mit -17,2% etwas weniger schlimm ausgefallen als erwartet (Prognose war -19,0%; Vormonat war -14,4%, nun jedoch auf -16,6% nach unten revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei -7,4% (Prognose war -14,0%; Vormonat war -0,2%, nun auf -1,7% nach unten revidiert).

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Europa

Aktuell: Deutsche Verbraucherpreise Mai im kurzen Bild sogar schon in der Deflation!

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Taschenrechner, Geld, Kartoffel - Verbraucherpreise aktuell

Soeben hat das Statistische Bundesamt als Vorabschätzung die Verbraucherpreise für den Monat Mai veröffentlicht. Am 16. Juni gibt es dann die endgültigen Daten. Im Jahresvergleich zu Mai 2019 steigen die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent, nach +0,9 Prozent und +1,4 Prozent in den beiden Vormonaten. Im Vergleich zum Vormonat sind wir sogar schon in der Deflation angekommen mit -0,1 Prozent gegenüber April 2020.

Das aktuelle Datenblatt der Statistiker zeigt es ganz klar. Die Verbraucherpreise für Energie (Ölrpeis-Crash) fallen im Jahresvergleich immer deutlicher ab, mit jetzt -8,5 Prozent, nach -5,8 Prozent und -0,9 Prozent in den Vormonaten. Die Nahrungsmittelpreise halten den Schnitt noch etwas weg von der Deflation. Sie steigen im Jahresvergleich um 4,5 Prozent nach +4,8 Prozent im April. Aber Rettung naht für alle, die Angst vor einer echten Deflation haben. Man sieht ja, wie sich der Ölpreis die letzten Wochen erholt hat. Dauert es mal wieder ein paar Wochen, und die Preisrückgänge für die Verbraucher bei Benzin im Jahresvergleich werden kleiner? Dann kann sich auch die Inflation wieder vorsichtig nach oben entwickeln.

Verbraucherpreise Mai

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verbrauchervertrauen schwächer; Verkäufe neuer Häuser steigen wundersamerweise

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Die Verkäufe neuer US-Häuser (April) sind mit +0,6% auf eine Jahresrate von 623.000 deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -21,9% auf eine Jahresrate von 490.000; Vormonat war -15,4% auf eine Jahresrate von 627.000, nun auf -13,7% auf eine Jahresrate von 619.000 nach oben revidiert).

Im April unter totalem lockdown haben also die Amerikaner mehr Häuser gekauft als im März mit nur halbem lockdown – ein Wunder ist geschehen!

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Das US-Verbrauchervertrauen (Conference Board; Mai) ist mit 86,6schwächer ausgefallen als ohnehin befürchtet (Prognose war 88,0; Vormonat war 86,9).

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 71,1 (Vormonat war 73,0).

Die Erwartungen liegen bei 96,9 (Vormonat war 94,3)

Dazu schreibt das Conference Board, das die Daten erhebt:

“Following two months of rapid decline, the free-fall in Confidence stopped in May,” says Lynn Franco, Senior Director of Economic Indicators at The Conference Board. “The severe and widespread impact of COVID-19 has been mostly reflected in the Present Situation Index, which has plummeted nearly 100 points since the onset of the pandemic. Short-term expectations moderately increased as the gradual re-opening of the economy helped improve consumers’ spirits. However, consumers remain concerned about their financial prospects. In addition, inflation expectations continue to climb, which could lead to a sense of diminished purchasing power and curtail spending. While the decline in confidence appears to have stopped for the moment, the uneven path to recovery and potential second wave are likely to keep a cloud of uncertainty hanging over consumers’ heads.”

Consumers’ assessment of current conditions declined further in May. The percentage of consumers claiming business conditions are “good” decreased from 19.9 percent to 16.3 percent, while those claiming business conditions are “bad” increased from 45.3 percent to 52.1 percent. Consumers’ appraisal of the job market was mixed. The percentage of consumers saying jobs are “plentiful” decreased from 18.8 percent to 17.4 percent, however those claiming jobs are “hard to get” decreased from 34.5 percent to 27.8 percent.

Consumers, however, were moderately more optimistic about the short-term outlook. Those expecting business conditions will improve over the next six months increased from 39.8 percent to 43.3 percent, while those expecting business conditions will worsen decreased, from 25.1 percent to 21.4 percent.

Consumers’ outlook for the labor market was mixed. The proportion expecting more jobs in the months ahead declined from 41.2 percent to 39.3 percent, however those anticipating fewer jobs in the months ahead also decreased, from 21.2 percent to 20.2 percent. Regarding their short-term income prospects, the percentage of consumers expecting an increase declined from 17.2 percent to 14.0 percent, however the proportion expecting a decrease declined from 18.4 percent to 15.0 percent.”

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