Die US-Arbeitsmarktdaten für den Monat Februar wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 151.000 Stellen, womit die Erwartungen leicht unterschritten wurden (Prognose +160.000 / Vormonat +125.000). Die aktuelle Revision der Vormonate zeigt: In Dezember + Januar zusammengerechnet gab es insgesamt 2.000 weniger neue Stellen als bislang vermeldet.
US-Arbeitsmarktdaten: Blick auf Details
Hier der Blick in die Details für Februar: Es gab einen Aufbau von 11.000 Stellen beim Staat, 6.700 Stellen gingen bei der Bundesregierung verloren. Der große DOGE-Kahlschlag von Elon Musk wird also erst in vier Wochen sichtbar, wenn die März-Daten gemeldet werden? Abzüglich der Staatsjobs gab es im Februar einen Zuwachs von 140.000 Arbeitsplätzen im US-Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe in den USA gab es im Februar insgesamt eine Veränderung von +34.000, ein ordentlicher Zuwachs. Im Untersektor Bergbau gab es einen Aufbau von 5.000 Stellen. Auf dem Bau gab es 19.000 neue Stellen. In der Industrie gab es unterm Strich 10.000 neue Jobs.
Blick auf den Dienstleistungsbereich
Bei den neu geschaffenen Stellen im Februar sehen wir ohne Verarbeitendes Gewerbes einen Aufbau von 106.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Im Einzelhandel gab es einen Abbau von 6.300 Stellen. Lebensmittelgeschäfte bauten 15.000 Stellen ab. Kaufhäuser schufen aber 10.300 neue Arbeitsplätze. Im Transportwesen wurden im Februar 23.500 neue Stellen für Auslieferungsfahrer geschaffen. Im Bereich „Professional and business services“ wurden 2.000 Stellen gestrichen – im Untersegment „Kurzfristige Hilfstätigkeiten“ gingen 12.300 Jobs verloren, während bei Hausmeisterjobs 12.500 neu geschaffen wurden.
Der Bereich „Private Gesundheitsdienstleistungen und Bildung“ – ein stets wichtiger Joblieferant bei den US-Arbeitsmarktdaten – brachte im Februar einen Zuwachs von nur 73.000 neuen Stellen, ein ordentlicherWert. Hier entfiel wie meistens der Löwenanteil auf den Bereich Gesundheitsversorgung mit diesmal 63.100 neuen Jobs. Der oft größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Hotels, Bars, Freizeitparks etc. Der Abbau von 16.000 Jobs in diesem Sektor ist ein wirklich sehr schlechter Wert.
Einordnung
Die Entlassungen im Staatssektor aufgrund Elon Musk´s DOGE-Truppe könnten in den März-Daten, die in vier Wochen gemeldet werden, beim Staatssektor ein dickes Minus verursachen. Aber das ist ja auch gewünscht, die Trump-Regierung will den Staatsapparat schrumpfen. Der im Februar stattgefundene Arbeitsplatzabbau bei Einzelhandel, Hotel und Gastronomie könnte ein Vorbote sein für eine anstehende Konjunkturschwäche in den USA.
US-Arbeitsmarktdaten für Februar: Expertenkommentar
Hier zeigen wir die aktuelle Headline-Aussage der Ökonomen der Commerzbank zu den heutigen US-Arbeitsmarktdaten: Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich im Februar weiterhin recht stabil. Die Beschäftigung stieg um 151 Tsd, während die Arbeitslosenquote leicht stieg. Die heutigen Daten fallen damit eher unspektakulär aus. Sie sind aber schon etwas veraltet. Die Stellenstreichungen im öffentlichen Dienst und die wegen der erhöhten Unsicherheit möglicherweise geringere Bereitschaft der Unternehmen, Personal einzustellen, werden wohl erst in den nächsten Monaten stärker durchschlagen.
Daten und Grafiken: US BLS
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