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US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Spürbare Verschiebung hin zu mehr Jobs in der Industrie

Die US-Arbeitsmarktdaten hatten wir eben schon in ihren Headlinezahlen veröffentlicht. Wie immer ist die Anzahl neu geschaffener Stellen bei den US-Daten mit Abstand die wichtigste Zahl. Woher kommen die Stellen im einzelnen? Hier wie jeden…

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FMW-Redaktion

Die US-Arbeitsmarktdaten hatten wir eben schon in ihren Headlinezahlen veröffentlicht. Wie immer ist die Anzahl neu geschaffener Stellen bei den US-Daten mit Abstand die wichtigste Zahl. Woher kommen die Stellen im einzelnen? Hier wie jeden Monat die Detailinfos.

Von der Gesamtzahl von 228.000 neuen Stellen muss man zunächst einmal 7.000 neue Stellen abziehen. Die wurden nämlich im Staatssektor geschaffen. Verbleiben also 221.000 neue Stellen, die im November von der Privatwirtschaft geschaffen wurden. Davon entfallen 62.000 auf das produzierende Gewerbe. Eines muss man Donald Trump ja lassen. Alle die Jahre vorher lag die Zahl neuer Stellen in diesem Bereich der Wirtschaft immer fast bei Null, oder knapp drüber/drunter. Seit Trump Präsident ist, gibt es deutlich spürbaren Zuwachs in diesem Bereich. Eine gewisse Euphorie der Produzenten ist also durchaus statistisch messbar, ob man Trump nun mag oder nicht.

7.000 neue Stellen entstanden bei den Teilsegmenten Bergbau, Öl und Gas (weg mit Naturschutzgebieten, es muss gefrackt werden bis der Arzt kommt!). 24.000 Stellen entstanden auf dem Bau, und 31.000 in der Industrieproduktion, was der wichtigste Teilbereich überhaupt ist – hochwertige gut bezahlte Jobs, die viele weitere Jobs nach sich ziehen!

Trotz der 62.000 neuen Jobs im produzierenden Gewerbe stammt der größere Teil neuer Stellen nach wie vor aus der Dienstleistungsindustrie mit +159.000 neuen Stellen. Der Einzelhandel schafft 18.700 neue Stellen, wobei als Teilsegment Bekleidungsgeschäfte 5.600 Jobs abbauen (der Amazon-Effekt). Kaufhäuser legen um 6.800 Stellen zu. Der Teilsektor „Einfache Hilfsarbeiten“ (Administrative and support services) bringt 24.400 neue Stellen, der Bereich Gesundheit und Pflege legt um 40.500 zu!

Wie immer erwarteten wir auch für diesen Monat im Teilsegment „Freizeit und Bewirtung“ den größten Anstieg, aber nichts da. Nur 14.000 neue Stellen gab es in dem Bereich. Als Teilbereich davon gab es bei Kartenabreißern in Freizeitparks (vereinfacht ausgedrückt) sogar 5800 weniger Stellen, dafür aber +21.200 bei Bars und Restaurants. Ein schwacher Wert, wenn man die Zuwächse der letzten Jahre betrachtet. Denn hier wurden in der Vergangenheit schnell und einfach viele schlecht bezahlte Jobs geschaffen.

Quelle: US BLS

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Europa

Bruttoinlandsprodukt für 2020: Statistisches Bundesamt präsentiert erste Daten

Claudio Kummerfeld

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Deutschland Flagge

Laut vor wenigen Minuten vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland (anhand vorläufiger Berechnungen) im Gesamtjahr 2020 um 5,0 Prozent gesunken. Die deutsche Wirtschaft sei somit nach einer zehnjährigen Wachstumsphase im Corona-Krisenjahr 2020 in eine tiefe Rezession geraten, ähnlich wie zuletzt während der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Der konjunkturelle Einbruch fiel aber im Jahr 2020 den vorläufigen Berechnungen zufolge insgesamt weniger stark aus als 2009 mit -5,7 Prozent.

Grafik zeigt Bruttoinlandsprodukt im Verlauf seit dem Jahr 2005

BIP-Zahlrenreihen

Hier einige aktuelle Aussagen der Statistiker im Wortlaut:

Corona-Krise traf Industrie und Dienstleistungsbereiche hart – nur das Baugewerbe legte zu

Die Corona-Pandemie hinterließ im Jahr 2020 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Die Produktion wurde sowohl in den Dienstleistungsbereichen als auch im Produzierenden Gewerbe teilweise massiv eingeschränkt.

Im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging die preisbereinigte Wirtschaftsleistung gegenüber 2019 um 9,7 % zurück, im Verarbeitenden Gewerbe sogar um 10,4 %. Die Industrie war vor allem in der ersten Jahreshälfte von den Folgen der Corona-Pandemie betroffen, unter anderem durch die zeitweise gestörten globalen Lieferketten.

Besonders deutlich zeigte sich der konjunkturelle Einbruch in den Dienstleistungsbereichen, die zum Teil so starke Rückgänge wie noch nie verzeichneten. Exemplarisch hierfür steht der zusammengefasste Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe, dessen Wirtschaftsleistung preisbereinigt um 6,3 % niedriger war als 2019. Dabei gab es durchaus gegenläufige Entwicklungen: Der Onlinehandel nahm deutlich zu, während der stationäre Handel zum Teil tief im Minus war. Die starken Einschränkungen in der Beherbergung und Gastronomie führten zu einem historischen Rückgang im Gastgewerbe.

Ein Bereich, der sich in der Krise behaupten konnte, war das Baugewerbe: Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung nahm hier im Vorjahresvergleich sogar um 1,4 % zu.

Massiver Rückgang der in- und ausländischen Nachfrage

Auch auf der Nachfrageseite waren die Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich sichtbar. Anders als während der Finanz- und Wirtschaftskrise, als der gesamte Konsum die Wirtschaft stützte, gingen die privaten Konsumausgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 6,0 % zurück und damit so stark wie noch nie. Die Konsumausgaben des Staates wirkten dagegen mit einem preisbereinigten Anstieg von 3,4 % auch in der Corona-Krise stabilisierend, wozu unter anderem die Beschaffung von Schutzausrüstungen und Krankenhausleistungen beitrug.

Die Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten preisbereinigt mit -3,5 % den deutlichsten Rückgang seit der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009. Dabei legten die Bauinvestitionen entgegen diesem Trend um 1,5 % zu. In Ausrüstungen – das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge – wurden im Jahr 2020 dagegen preisbereinigt 12,5 % weniger investiert als im Vorjahr. Die Investitionen in sonstige Anlagen – darunter fallen vor allem Investitionen in Forschung und Entwicklung – fielen ersten Schätzungen zufolge preisbereinigt um 1,1 %.

Die Corona-Pandemie wirkte sich auch auf den Außenhandel massiv aus: Die Exporte und Importe von Waren und Dienstleistungen gingen im Jahr 2020 erstmals seit 2009 zurück, die Exporte preisbereinigt um 9,9 %, die Importe um 8,6 %. Besonders groß war der Rückgang der Dienstleistungsimporte, was vor allem am hohen Anteil des stark rückläufigen Reiseverkehrs lag.

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Europa

Industrieproduktion hat Corona-Lücke fast aufgeholt

Claudio Kummerfeld

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Zahnräder

Die Industrieproduktion in Deutschland (Produktion im Produzierenden Gewerbe) hat die Corona-Lücke fast aufgeholt. Sie ist im November im Vergleich zu Oktober um 0,9 Prozent gestiegen, wie das Statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Im Jahresvergleich ist es ein Minus von 2,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen infolge der Corona-Pandemie, war die Produktion im November 2020 saison- und kalenderbereinigt noch 3,8 Prozent niedriger. Der Chart, der bis 2012 zurückreicht, zeigt die Industrieproduktion als blaue Linie. Hier sieht man für Februar 2020 einen Indexwert von 102,9 Punkten, und im November von 99.

Chart zeigt Verlauf der Industrieproduktion seit 2012

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone Dezember: Fünfter Monat in Folge Deflation

Claudio Kummerfeld

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Geldmünzen mit Taschenrechner

Die Verbraucherpreise in der Eurozone wurden soeben für den Monat Dezember als Erstmeldung von Eurostat veröffentlicht. Sie sind um 0,3 Prozent rückläufig. Damit sehen wir auf europäischer Ebene nun den fünften Monat in Folge deflationäre Preise! Wie gestern auch in Deutschland, so sehen wir im Eurozonen-Gesamtschnitt heute auch eine kleinere Preissteigerung bei Lebensmitteln als in den Vormonaten. Jetzt sind es nur noch +1,4 Prozent, nach vorher +1,9 Prozent, 2,0 Prozent usw. Dies sorgt zusammen mit -6,9 Prozent bei den Energiepreisen für einen negativen Gesamtschnitt.

Details der Verbraucherpreise im Dezember

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