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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Restaurants und Bars wie üblich als stärkster Jobmotor

Von den 222.000 neuen Stellen entfallen 35.000 auf den Staatssektor. Bundesbehörden und Bundesstaaten haben effektiv keine neuen Stellen geschaffen. Der Zuwachs entfällt komplett auf neue Stellen in den…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die US-Arbeitsmarktdaten bringen diese Woche 222.000 neue Stellen. Das ist in den USA immer entscheidend, weit mehr als die Arbeitslosenquote, die gegenüber Mai (4,3%) im Juni auf 4,4% steigt. Von den 222.000 neuen Stellen entfallen 35.000 auf den Staatssektor. Bundesbehörden und Bundesstaaten haben effektiv keine neuen Stellen geschaffen. Der Zuwachs entfällt komplett auf neue Stellen in den Kommunen, also den Landkreisen. Alleine davon sind 13.600 Stellen im Bildungsbereich entstanden. Verbleiben unterm Strich 187.000 neue Stellen im Privatsektor.

Davon wiederum stammen 25.000 Jobs aus dem produzierenden Gewerbe. 8.000 stammen aus dem Sektor Bergbau und Öl, 16.000 aus der Bauindustrie, und netto +1.000 aus der Industrieproduktion. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass sich seit Trump´s Wahl beim produzierenden Gewerbe etwas getan hat. Während den Obama-Jahren gab es hier gerade in den letzten Jahren fast nur Rückgänge. Seit Trumps Wahl gibt es öfters positive Zeichen in Sachen neuer Jobs. An seiner echten realen Politik kann es noch nicht liegen, denn er hat ja noch gar keine echten Maßnahmen beschlossen oder Gesetze durch den Kongress gebracht. Gerade im Bergbau tut sich was, weil einfach eine Trump-Euphorie vorhanden ist.

Nach dem produzierenden Gewerbe verbleiben letztlich 162.000 neue Stellen, die auf den Dienstleistungssektor entfallen. Unglaublich aber wahr – sogar der Einzelhandel hat wieder neue Stellen geschaffen, insgesamt 8.100. Kaufhäuser als Teilsektor im Einzelhandel schufen sogar 12.200 neue Stellen – ein erstaunliches Plus nach dem Abbau der letzten Monate, der wohl größtenteils durch Amazon verursacht wurde.


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Im Bereich „Technische und Buchhalterische Dienstleistungen“ werden 18.800 neue Stellen geschaffen. Einfache Bürotätigkeiten, Hausmeisterdienste und Zeitarbeit schaffen 11.600 neue Jobs.


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Pflegeberufe und Krankenhäuser bringen zusammen 37.700 neue Stellen. Sozial-Assistensberufe wie Familienhilfe und Kindertagesbetreuung bringen insgesamt 22.600 neue Stellen. Wie fast immer der Spitzenreiter bei der Schaffnung neuer Stellen ist der Bereich Restaurants und Bars mit +29.300 Stellen. Die meisten der in diesem Artikel aufgelisteten Tätigkeiten mögen ehrenwert sein, aber sicherlich nicht gut genug bezahlt für ein normales Auskommen.


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Quelle: US BLS

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Aktuell: Aufträge langlebiger US-Wirtschaftsgüter schwächer

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Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; August) sind mit +0,4% schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,5%; Vormonat war +11,4%, nun jedoch auf +11,7% nach oben revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei +0,4% (Prognose war +1,2%; Vormonat war +2,6%, nun auf +,% nach en revidiert).

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Europa

Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

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Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

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Die Verkäufe neuer US-Häuser (New Homes Sales; August) sind mit +4,8% auf eine Jahresrate von 1.011 Millionen deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -0,1% auf eine Jahresrate von 895.000; Vormonat war +13,9% auf eine Jahresrate von 901.000, nun jedoch auf +14,7% auf eine Jahresrate von 965.000 nach oben revidiert).

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