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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Bau und Industrie boomen!

Die US-Arbeitsmarktdaten für für Februar wurden vor wenigen Minuten veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass insgesamt 313.000 Stellen neu geschaffen wurden. 26.000 davon entfallen auf den Staat – dabei hat Trumps Bundesregierung im Februar 7000 Stellen gestrichen, während auf kommunaler Ebene 31.000…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die US-Arbeitsmarktdaten für für Februar wurden vor wenigen Minuten veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass insgesamt 313.000 Stellen neu geschaffen wurden. 26.000 davon entfallen auf den Staat – dabei hat Trumps Bundesregierung im Februar 7000 Stellen gestrichen, während auf kommunaler Ebene 31.000 Stellen neu geschaffen wurden, und hier vor allem Lehrerstellen. Verbleiben ohne den Staat noch 287.000 neue stellen im Privatsektor.

Großer Treue Bonus von FMW

Neu geschaffene Stellen

Von diesen 287.000 Stellen wurden 100.000 im Verarbeitenden Gewerbe geschaffen. Das ist im Vergleich zu all den letzten Jahren ein gigantisch hoher Anteil, weil dieser Wert jahrelang bei 0 oder sogar im Minus lag! Bergbau, Öl und Gas bringen 8000 neue Jobs, die Industrie 31.000, und der Bausektor 61.000 neue Stellen. Laut den Detaildaten ist der Boom im Bausektor breit aufgestellt!

Zum Vergrößern bitte die jeweiligen Grafiken anklicken.

Verbleiben noch 187.000 neue Jobs bei den Dienstleistungen. Erstaunlich ist, dass sogar der Einzelhandel wieder neue Jobs schafft mit +50.000. Kaufhäuser haben 17.700 Menschen neu eingestellt, und 14.900 Jobs entstanden neu bei Bekleidungsgeschäften. Der Onlinehandel schuf nur 3400 neue Jobs. Der Transportsektor schuf 15.400 neue Jobs, was verständlich ist bei dem Fracking-Boom (Ölindustrie).

26.500 neue Stellen wurden bei einfachen befristeten Hilfstätigkeiten geschaffen. 29.100 Stellen schuf die Pflegebranche, einer der Jobmotoren in den USA (verständlich bei der Alterung der Gesellschaft). Der Sektor „Freizeit und Bewirtung“, der stets der Jobbringer schlechthin war (Kartenabreißer in Freizparks, Kellner etc), schuf im Februar nur 16.000 neue Stellen – eine wirklich schwache Zahl. Aber der Trend hin zu deutlich mehr besser bezahlten Jobs im Verarbeitenden Gewerbe ist natürlich positiv zu sehen.

Stundenlöhne

Hier nochmal die vorhin schon angesprochenen extrem wichtigen Stundenlöhne im Detail, die nicht so stark gestiegen sind wie erwartet (rot markiert die Stundenlöhne für Februar 2017 und Februar 2018 als Vergleich).

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Verkäufe bestehender Häuser

Redaktion

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Die Verkäufe bestehender US-Häuser (August) sind mit +2,4% auf eine Jahresrate von 6,0 Millionen ausgefallen wie erwartet (Prognose war +2,4% auf eine Jahresrate von 6,00 Millionen; Vormonat war +24,7% auf eine Jahresrate von 6,0 Millionen).
Die Daten aus dem August sind Transaktionen, die in der Regel im Juli abgeschlossen und dann im August finalisiert werden..

Die Verkäufe bestehender Häuser machen etwa 90% des amerikanischen Immobilienmarkts aus und sind daher von besonderer Bedeutung!

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Europa

Coronakrise: Löhne fallen in Deutschland stärker als in Finanzkrise

Markus Fugmann

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Die Coronakrise hat in Deutschland gravierende Folgen für die Löhne! Wie heute das Statistische Bundesamt mitteilte, fielen die Nominallöhne im 2.Quartal aufgrund der Coronakrise um -4,0% – und damit deutlich stärker als auf dem Hochpunkt der Finanzkrise im 2.Quartal 2009, als die Löhne nur um -0,7% gefallen waren. Entscheidender Grund für die Lohnrückgänge im 2.Quartal sind die verkürzten Arbeitszeiten aufgrund der Coronakrise, wie Destatis mitteilt. Die Kurzarbeit federt dabei die Einkommens-Rückgänge etwas ab. Stärker betroffen von Lohnrückgängen sind die unteren Einkommensgruppen in der Coronakrise – eine alarmierende Tendenz: schon bald dürfte daher ein starker Anstieg von Firmeninsolvenzen und Privatinsolvenzen folgen. Das gilt insbesondere für jene, die in von der Coronakrise am stärksten betroffenen Branchen tätig sind und ihren Job bald verlieren dürften.

In der Coronakrise fallen die Löhne stärker als ind er Finanzkrise

Grafik: Destatis

Zum Rückgang der Löhne aufgrund der Coronakrise schreibt das Statistische Bundesamt (Destatis) im Wortlaut:

„Der Nominallohnindex lag in Deutschland im 2. Quartal 2020 um 4,0 % niedriger als im Vorjahresquartal. Dieser Index bildet die Entwicklung der Bruttomonatsverdienste einschließlich Sonderzahlungen ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, legten die Verbraucherpreise im selben Zeitraum um knapp 0,8 % zu. Dies ergibt einen realen (preisbereinigten) Verdienstrückgang von 4,7 %. Es ist die historisch stärkste Abnahme der Nominal- und auch der Reallöhne im Vorjahresvergleich seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 2007 und somit stärker als in der Finanzmarktkrise 2008/2009.

Corona-Pandemie führt zu Verkürzung der Arbeitszeit

Der Einsatz von Kurzarbeit sowie die Geschäftsschließungen aufgrund der Corona-Pandemie führten zu einer starken negativen Lohnentwicklung im 2. Quartal 2020. Das Kurzarbeitergeld ist hierbei allerdings nicht berücksichtigt; es hat die Einkommensverluste für viele Beschäftigte abgefedert. Bezogen auf die Nominallöhne ist erstmalig seit dem 2. Quartal 2009 wieder eine negative Entwicklung in Deutschland festzustellen, die mit -4,0 % noch deutlicher als zu Zeiten der Finanzmarktkrise ausfällt (2. Quartal 2009: -0,7 %). Der Hauptgrund liegt hier vor allem in der stärkeren Verkürzung der Arbeitszeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im 2. Quartal 2020 die bezahlte Wochenarbeitszeit in der Gesamtwirtschaft um 6,2 % auf durchschnittlich 36,8 Stunden. Im 2. Quartal 2009 hatte der Rückgang bei 2,1 % gelegen.

Stärkere Verdiensteinbußen in den unteren Leistungsgruppen

Die unteren Leistungsgruppen waren vom Rückgang der Arbeitszeit und somit von geringeren Verdiensten im 2. Quartal 2020 am stärksten betroffen. Bei den un- und angelernten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in Vollzeit sanken die bezahlten Arbeitsstunden um 9,8 % beziehungsweise 9,4 %. Die Verdienste gemessen am Nominallohnindex reduzierten sich für diese beiden Leistungsgruppen um 7,4 % beziehungsweise 8,9 %. Im Vergleich dazu gingen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in leitender Stellung sowohl die Verdienste gemessen am Nominallohnindex (-2,0 %) als auch die Wochenarbeitszeit (-3,0 %) unterdurchschnittlich zurück. Da die unteren Leistungsgruppen im Durchschnitt weniger verdienen, fällt ihr eigentlich dominanterer Arbeitszeit- und Lohnrückgang für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der Nominallöhne weniger stark ins Gewicht.“

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Konjunkturdaten

Aktuell: Verbrauchervertrauen Uni Michigan – Demokraten optimistischer, Republikaner pessimistischer

Redaktion

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Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan (1.Veröffentlichung für September) ist mit 78,9 besser ausgefallen als erwartet (Prognose 75,0; Vormonat war 74,1). Das liegt am gestiegenen Optimismus von Sympathisanten der Demokraten, deren Zuversicht einer Abwahl Trumps offenkundig steigt (siehe unten)..

Die Einschätzung der aktuellen Lage liegt bei 87,9 (Vormonat war 82,9)

Die Konsumentenerwartung liegt bei 73,3 (Vormonat war 68,5)

Dazu schreibt Richard Curtin, der die Umfrage verantwortet:

„Consumer sentiment improved in early September, reaching the top of the range it has traveled since April. While the recent gain was consistent with an unchanged flat trend, the data indicated that the election has begun to have an impact on expectations about future economic prospects. The Michigan surveys have traditionally asked consumers which candidate they thought would win the election, not whom they favored or how they intended to vote. The data from July to September indicate a virtual tie. This question has been asked since Carter ran against Ford in 1976, and in every presidential election, consumers correctly chose the winner, save one: when Trump ran against Clinton in 2016, two-thirds of consumers expected a Clinton victory. In one other election had the data been as close as now–in the 1980 election that had Reagan over Carter by one percentage point. Note that the September gains were primarily in the outlook for the economy, and it was Democrats that posted gains in economic prospects while optimism about the economy weakened among Republicans. When consumers were directly asked which candidate would be better for the economy and for their personal finances, Trump was chosen over Biden as more likely to benefit the economy and their finances, although most consumers said there was no difference with regard to their own finances. Over the next several months, there are two factors that could cause volatile shifts and steep losses in consumer confidence: how the election is decided and the delays in obtaining vaccinations. While the end of the recession will depend on these non-economic factors, the hardships endured by consumers can only be offset by renewed federal relief payments.“

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