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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Erschlaffung in einzelnen Branchen

Claudio Kummerfeld

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Die US-Arbeitsmarktdaten wurden vorhin veröffentlicht mit 157.000 neuen Stellen im Juni, was deutlich schlechter war als erwartet. Im Staatssektor wurden 13.000 Stellen gestrichen. Somit gibt es also 170.000 neu geschaffene Stellen im US-Privatsektor, was immer noch deutlich weniger wäre als die Erwartung von insgesamt +190.000. Von den 170.000 wiederum stammen 52.000 neue Stellen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Im Untersektor Bergbau gingen 4000 Stellen verloren, und auf dem Bau wurden 19.000 neue Stellen geschaffen. 37.000 neue Stellen stammen aus der Industrie – vor allem Metall, Maschinenbau und Autoteile bringen dieses Wachstum.

US-Arbeitsmarktdaten
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Beim Sektor Dienstleistungen wurden mit +118.000 relativ wenig neue Stellen geschaffen. Das liegt unter anderem am Einzelhandel mit nur 7100 neuen Stellen. Hier sieht man, dass alleine der Untersektor „Sporting goods, hobby, book, and music stores“ 31.000 Stellen im Juli gestrichen hat. Dafür schaffen Supermärkte ect 14.100 neue Stellen. Auch die Transportbranche verliert 1300 Stellen, die Finanzbranche ist mit -5000 dabei.


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Der Sektor Bildung und Pflege wächst äußerst schwach mit nur 22.000 neuen Stellen. Freizeit und Bewirtung schafft einen „normalen“ Zuwachs von 40.000 neuen Stellen. Was zeigen uns die heutigen Daten? Es gibt erstaunliche Schwächen in einigen Bereichen. Entweder erlahmt die Konjunktur in den USA, oder die Vollbeschäftigung ist in einigen Bereichen des Arbeitsmarkts inzwischen so weit fortgeschritten, dass die Betriebe keine neuen Mitarbeiter mehr finden.


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Konjunkturdaten

Aktuell: Aufträge langlebiger US-Wirtschaftsgüter schwächer

Markus Fugmann

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Die US-Aufträge langlebiger Wirtschaftsgüter (Durable Goods Orders; August) sind mit +0,4% schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war +1,5%; Vormonat war +11,4%, nun jedoch auf +11,7% nach oben revidiert).

In der weniger volatilen und daher mehr beachteten Kernrate (ohne Transport und Verteidigung) liegen die Aufträge bei +0,4% (Prognose war +1,2%; Vormonat war +2,6%, nun auf +,% nach en revidiert).

Ohne Verteidigung liegen die Aufträge bei +1,8% (Vormonat war +2,5%)

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Europa

Exporte: Die Stimmung ist prächtig! Alles eitel Sonnenschein?

Claudio Kummerfeld

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Viele deutsche Exporte laufen über den Hamburger Hafen

Die deutschen Exporte sind ein Hort der Glückseligkeit, zumindest wenn man nach den aktuellen Exporterwartungen der deutschen Industrie geht. Heute ganz frisch für den Monat September veröffentlichte Umfragedaten vom ifo-Institut (2.300 befragte Unternehmen) zeigen, dass der Index der Exporterwartungen aktuell bei einem Wert von +10,4 liegt, nach +5,5 im August. Im absoluten Tief der Coronakrise im April war es ein Wert von -49,6. Der Chart, der bis 2014 zurückreicht, zeigt den Verlauf der Erwartungen an die Exporte sehr gut. Das Tal ist in V-Form durchschritten, und die Erwartungen steigen weiter an. Die Stimmung ist so gut wie seit Oktober 2018 nicht mehr. Der Aufschwung der Industrieproduktion in vielen wichtigen Abnehmerländern kommt der deutschen Exportwirtschaft dabei zu Gute, so das ifo-Institut.

Diese prima Stimmung bei den Erwartungen an die Exporte ist schon erstaunlich, so möchten wir anmerken, bei den aktuellen Massenentlassungen bei den Auto-Zulieferern (hier eine kleine Übersicht). Und auch die großen Autohersteller selbst bauen weiter ab, siehe aktuell MAN und Daimler. Hier weitere aktuelle Detailaussagen vom ifo-Institut im Wortlaut:

In der Chemischen Industrie erwarten deutlich mehr Unternehmen im vierten Quartal, dass ihre Exporte zunehmen. Gleiches gilt für die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen. Auch die Automobilbranche rechnet mit Umsatzzuwächsen beim Auslandsgeschäft. Der Maschinenbau hingegen erwartet vorerst keine größeren Sprünge, dort zeigen sich die Unternehmen eher zurückhaltend. Mit deutlichen Einbußen beim Export rechnen die Hersteller von Bekleidung, Lederwaren und Schuhen.

Chart zeigt Erwartungen an die deutschen Exporte

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Konjunkturdaten

Aktuell: Verkäufe neuer US-Häuser extrem stark

Redaktion

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am

Von

Die Verkäufe neuer US-Häuser (New Homes Sales; August) sind mit +4,8% auf eine Jahresrate von 1.011 Millionen deutlich besser ausgefallen als erwartet (Prognose war -0,1% auf eine Jahresrate von 895.000; Vormonat war +13,9% auf eine Jahresrate von 901.000, nun jedoch auf +14,7% auf eine Jahresrate von 965.000 nach oben revidiert).

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