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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten in der Detailanalyse: Umschichten von Stationär zu Amazon

Redaktion

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Die US-Arbeitsmarktdaten wurden vorhin veröffentlicht mit 134.000 neuen Stellen im September, was schlechter war als erwartet (185.000). Im Staatssektor wurden 13.000 Stellen geschaffen. Somit gibt es also 121.000 neu geschaffene Stellen im US-Privatsektor. 46.000 neue Stellen stammen aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Im Untersektor Bergbau wurden 5000 Stellen und auf dem Bau wurden 23.000 neue Stellen geschaffen. Die Industrie schafft 18.000 neue Stellen, wobei hier die einzelnen Untersektoren breit gestreut sind beim Stellenaufbau.

US-Arbeitsmarktdaten

Verbleiben somit 75.000 neu geschaffene Stellen bei den Dienstleistungen, was für die USA ein äußerst geringer Wert auf Monatsbasis ist. Man sieht auch schnell eines der Probleme. Der Einzelhandel hat nur im September 20.000 Stellen abgebaut. Dabei sieht man in der Detail-Statistik einen breiten Stellenabbau in allen Teilbereichen des Einzelhandels. Wie schon in den vorigen Monaten kann man hier einen direkten Bezug auf die Umwandlung der US-Volkswirtschaft durch Amazon herstellen. Stationäre Geschäfte schließen, Amazon baut auf bei Transport- und Lager-Jobs. So legt die Zahl der Beschäftigten im Bereich Logistik und Warenlager zu um 23.800 Stellen. 5100 neue Zusteller wurden eingestellt, und 8400 neue Mitarbeiterin Lagerhäusern. Noch anschaulicher als in diesem Monatsbericht der US-Arbeitsmarktbehörde könnte diese Umschichtung nicht sein (folgende Grafik).

US-Arbeitsmarktdaten

Bei sonstigen Dienstleistungen gab es besonders starke Zunahmen von Jobs für Zeitarbeit mit +17.700 und Hausmeister mit +6700. Der Bereich Bildung und Pflege, der normalerweise sehr viele neue Arbeitsplätze in den USA schafft, schwächelt diesen Monat auch auffallend stark. Bei der Bildung wurden sogar 12.000 Jobs gestrichen. Nur 29.800 neue Jobs entstanden im Pflegebereich (sehr wenig). Der Sektor „Freizeit und Bewirtung“ hat sogar 17.000 Jobs gestrichen, was für diesen Sektor wirklich desaströs ist. Dies kann aber wirklich an diversen Stürmen liegen, die das Geschäft zum Ende des Sommers an vielen Orten in den USA verhagelt haben (-18.200 Kellner-Jobs).

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Hinterfrager

    5. Oktober 2018 18:16 at 18:16

    Und was wird als Hauptgrund dafür herumgereicht? „Hurricane Florence“! Schon klar, wegen eines Wirbelsturms in den Carolinas fielen LANDESWEIT u.a. 20.000 Jobs im Einzelhandel und 12.000 Jobs im Bildungssektor weg. Vollkommen plausibel, nicht wahr…?!

    https://www.zerohedge.com/news/2018-10-05/here-reason-todays-big-jobs-miss

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Konjunkturdaten

Der gigantische Ansturm auf Immobilienkredite in den USA

Claudio Kummerfeld

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Enormer Ansturm auf Immobilienkredite - Häuser in den USA

Der gigantische Ansturm auf Immobilienkredite in den USA läuft weiter. Mehrmals in den letzten Monaten haben wir schon darüber berichtet. Eigentlich ist es ein Paradox. Die Coronakrise hat eine hohe Arbeitslosigkeit verursacht, und dazu noch viel Unsicherheit bei den Menschen, die noch einen Job haben. Aber es gibt mehrere Gründe, die am US-Immobilienmarkt für diesen Boom sorgen.

Wie heute veröffentlichte Daten der Mortgage Bankers Association (MBA) zeigen, ist das gesamte Antragsvolumen für Immobilienkredite in den USA im Wochenvergleich um 6,8 Prozent gestiegen. Die Anträge um ein Haus zu kaufen stiegen im Wochenvergleich um 3 Prozent, aber im Vergleich zum Vorjahr liegen sie gigantische 25 Prozent höher. Und das bei dieser üblen Rezession!

Zwei Gründe sind dafür zu finden. Einmal sind es, wie die MBA schon mehrmals gesagt hat, die immer weiter sinkenden Zinsen für Immobilienkredite in den USA. Und wie die „National Association of Realtors“ anmerkt, suchen Hauskäufer derzeit größere und technisch modernere Häuser für Homeoffice und Home Schooling. Trotz knappem Angebot ist die Nachfrage vor allem nach höherpreisigen Objekten groß.

Die Hausverkäufe in den USA klettern auf Niveaus wie im Jahr 2006, in den absoluten Boomzeiten vor der Finanzkrise 2008. Was man nicht unterschätzen sollte: In vielen Großstädten in den USA findet derzeit eine Flucht statt, nämlich von der Stadt raus aufs Land. Jeder der es sich halbwegs leisten kann (vereinfacht ausgedrückt), packt die Koffer und zieht ins Sommerhaus im Grünen, oder kauft sich ein Haus weit draußen in einer Kleinstadt. Denn nicht nur das Coronavirus, sondern auch die Black Lives Matter-Proteste und der vielerorts stattfindende Rückbau der Polizei (siehe New York) sorgen für eine Fluchtbewegung raus aus den Städten in den USA. Wer bisher in einem Apartment-Tower in New York gewohnt hat, sucht jetzt ein Häuschen im Grünen.

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Aktuell: Öl-Lagerbestände -1,6 Mio Barrels (jetzt 494,4 Mio)

Claudio Kummerfeld

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Die wöchentlich vermeldeten Öl-Lagerbestände in den USA (Rohöl) wurden soeben mit 494,4 Mio Barrels veröffentlicht. Dies ist im Vergleich zur Vorwoche ein Minus von 1,6 Mio Barrels, wobei die Erwartungen zur Vorwoche bei -2,3 lagen.

Die Benzinbestände wurden im Vergleich zur Vorwoche mit -4 Millionen Barrels veröffentlicht. Die Erwartungen gegenüber der Vorwoche bei -0,6.

Die Dienstag Abend um 22:35 Uhr veröffentlichten API-Lagerbestände wurden mit +0,69 Mio Barrels beim Rohöl gemeldet (-4 erwartet).

Der Ölpreis (WTI) reagiert in den ersten Augenblicken nach Verkündung mit +7 Cents auf glatt 40,00 Dollar.


source: tradingeconomics.com

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Konjunkturdaten

Aktuell: US-Einkaufsmanagerindizes: „Risiken auf der Unterseite“

Redaktion

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Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für die USA (Markit PMI; September) veröffentlicht:

Verarbeitendes Gewerbe: 53,5 (Prognose war 53,1; Vormonat war 53,1)

Dienstleistung: 54,4 (Prognose war 54,7; Vormonat war 55,0)

Gesamtindex: 54,6 (Vormonat war 53,1)

Dazu schreibt Markit, das die Daten erhebt:

 

“US businesses reported a solid end to the third quarter, with demand growing at a steepening rate to fuel a further recovery of output and employment. “The survey data therefore add to signs that the economy will have enjoyed a solid rebound in the third quarter after the second quarter slump. “The question now turns to whether the economy’s strong performance can be sustained into the fourth quarter. Covid-19 infection rates remain a major concern and social distancing measures continue to act as a dampener on the overall pace of expansion, notably in consumer-facing services. Uncertainty regarding the presidential election has also intensified, cooling business optimism about the year ahead. Risks therefore seem tilted to the downside for the coming months, as businesses await clarity with respect to both the path of the pandemic and the election.”

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