Konjunkturdaten

US-Konjunktur seit Mai viel schwächer als angenommen US-Arbeitsmarktdaten: Zwei Vormonate um 258.000 neue Stellen abwärts revidiert

Die aktuell gemeldeten US-Arbeitsmarktdaten für Juli zeigen: Seit Mai läuft die US-Konjunktur viel schlechter als gedacht!

USA-Flagge
Grafik: imrandk-Freepik.com

Die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten (für den Juli) sind da: Die Zahl der neuen Stellen liegt bei 73.000 und damit unter der Erwartung (Prognose war 107.000 Stellen, Vormonatswert war bisher bei 147.000 neuen Stellen).

Revision für die beiden vorigen Monate: Für Mai + Juni wurde die Zahl neu geschaffener Stellen jetzt um 258.000 Stellen nach unten revidiert. Das ist der Hammer, und stellt die schwache Juli-Zahl in den Schatten!!! Damit läuft die US-Konjunktur schon seit Mai viel schwächer, was wir aber erst jetzt so richtig sehen können!

Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 % (Prognose war 4,2%, Vormonat war 4,1%).

Die Stundenlöhne liegen bei +0,3 % zum Vormonat (Prognose war +0,3%; Vormonat war +0,2%) und bei +3,9 % zum Vorjahresmonat (Prognose war 3,8%, Vormonat war 3,7%).

Marktreaktion: US-Aktienfutures fallen etwas, Gold steigt. Die US-Anleiherendite für 10 Jahre Laufzeit fällt von 4,39 % auf 4,32 %.



Claudio Kummerfeld
Über den RedakteurClaudio Kummerfeld
Claudio Kummerfeld verfügt über langjährige Kapitalmarkterfahrung. Er berichtet als Finanzjournalist über aktuelle Marktereignisse. Dazu kommentiert er politische und wirtschaftliche Themen.
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6 Kommentare

  1. Und wie passt das Alles zusammen mit dem gestiegenen BIP, das neulich für die USA gemeldet wurde? Einerseits werden keine Leute mehr eingestellt oder entlassen, andererseits verdienen sich – zu mindestens die großen Konzerne, egal ob Tech oder Konventionell – dumm und dämlich. Ja und auch eine BMW oder VW kriechen nicht auf dem Zahnfleisch, trotz „Gewinneinbruch“.
    Irgendwie passt das alles nicht mehr zusammen. Entweder – Achtung, Verschwörungstheorie! – werden die Zahlen manipuliert, um das wahre Ausmaß zu verschleiern und/oder um damit Politik zu machen; oder die Wirtschaft und ihr Gefüge sind so Komplex geworden, dass gängige Modelle und Berechnungen nicht mehr adäquat sind.
    Aber letztlich wird das die Märkte kaum interessieren, weil die Notenbanken das System mit Geld geflutet haben und das muss ja irgendwo angelegt werden. Was ist eigendlich aus den Bilanzreduzierungen der Notenbanken geworden?

    Ach, ich weiß schon…. ;)

  2. Dollar knallt runter: die Zinssenkung könnte jetzt kommen.

    1. Zinssenkungen bei inflationären Tendenz. gute Idee. Erdogan lässt grüssen

  3. Reine Manipulation um Powell zu stürzen.

  4. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Schon längst wird die kreative Buchführung in den US – Statistiken bemängelt…

    Ständig müssen die Zahlen nachträglich nach oben oder unten korrigiert werden…

    Immer wie’s grade passt…

  5. wie Winston Churchill schon sagte, traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast.

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