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Konjunkturdaten

US-Arbeitsmarktdaten: Quantität statt Qualität

Markus Fugmann

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am

Das klang natürlich gut: 288.000 neue Stellen, deutlich mehr als die Prognose. Auch die Arbeitslosenquote fällt auf nun 6,1% – prognostiziert war 6,3%. Aber es ist die Qualität der neu geschaffenen Stellen, die die Jubelmeldungen eigentlich verstummen lassen sollten. Denn die Zahl der Vollzeitjobs ist deutlich zurück gegangen, während die Teilzeitjobs deutlich gestiegen sind:

USArbeitsmarkt1

Gleichzeitig stieg auch die Zahl derjenigen, die dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung stehen:

US-Arbeitsmarkt2

Die participation rate, also die Quote derjenigen, die offenkundig die Jobsuche aufgegeben hat, bleibt auf historischem Tiefstand bei 62,8%.

Fazit: Viel Schein, wenig Sein. Aber das kennt man ja vom großen Bruder Amerika… Jedenfalls nutzten die US-Märkte den Schein, um neue Allzeithochs zu erreichen. Merke: in den USA ist Quantität wichtiger als Qualität!

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    Frank

    3. Juli 2014 21:44 at 21:44

    Hallo, interessant aber ist es bei uns anders? Viele Leute sind in Arbeit, aber wieviele von Ihnen können sich von ihrer Hände Arbeit selbst ernähren. Auch der neue Mindestlohn wird daran nichts ändern, denn er ist ein WITZ! und sollte ausschliesslich für Bundestagsabgeordnete angewandt werden! Frank

  2. Avatar

    Nachfrage

    4. Juli 2014 20:19 at 20:19

    „Die participation rate, also die Quote derjenigen, die offenkundig die Jobsuche aufgegeben hat, bleibt auf historischem Tiefstand bei 62,8%.“

    Müsste es nicht „Höchststand“ heißen???

  3. Markus Fugmann

    Markus Fugmann

    5. Juli 2014 09:24 at 09:24

    @Nachfrage, die participation rate ist der Anteil derjenigen, die Arbeit suchen; je niedriger also die participation rate ist (derzeit 62,8%, das sind Werte, die Ende der 70er-Jahre im Gefolge der Ölkrise in den USA zuletzt erreicht wurden), desto schlechter – um so mehr Leute suchen also nicht mehr nach Arbeit..

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Europa

ZEW Index etwas besser als erwartet – Exporterwartungen verbessert

Redaktion

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Von

Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Januar) ist mit +61,8 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +60,0; Vormonat war +55,0).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber liegt bei -66,4 (Prognose war -68,5; Vormonat war -66,5) – damit sehen wir weiterhin eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage.

Laut ZEW sind es vor allem die verbesserten Exporterwartungen, die den Index nach oben gezogen haben!

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Europa

Autozulassungen in EU: Dezember-Zahlen glänzen, vor allem in Deutschland – warum wohl…

Claudio Kummerfeld

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Autos auf Parkplatz

Was für ein Schritt nach vorne. Wie der europäische Automobilverband ACEA heute früh meldet, haben die Autozulassungen im Dezember einen kräftigen Satz nach oben gemacht mit 1.031.070 PkW. Im November waren es noch 897.692 gewesen. Im Jahresvergleich zu Dezember 2019 ist es nur noch ein Minus von 3,3 Prozent! Und dieser Vergleich zum Vorjahr ist wohl der Entscheidende bei den Autozulassungen. Damit scheint die Krise optisch überwunden zu sein, nachdem der Autoabsatz in den letzten Monaten dank Corona brutal zusammengebrochen war.

Gesenkte Mehrwertsteuer half Deutschland im Dezember bei den Autozulassungen

Vor allem die Autozulassungen in Deutschland stechen positiv hervor. Von Dezember 2019 zu Dezember 2020 sehen wir sogar einen Zuwachs von 9,9 Prozent, von 283.380 auf 311.394 PkW. Gerade für Deutschland ist die Lösung dieses Rätsels sehr einfach. Im Dezember galt noch letztmalig die reduzierte Mehrwertsteuer. Gerade Käufer von hochpreisigen Produkten konnten somit nochmal auf den letzten Drücker nette Summen bei der Mehrwertsteuer sparen. Und so haben wohl zahlreiche Kunden ihre für 2021 geplanten Autokäufe noch schnell in den Dezember 2020 vorgezogen, und haben die Absatzzahlen nach oben gedrückt. Vermutlich dürften in Deutschland dann die Zahlen in den ersten Monaten 2021 mau ausfallen, weil diese Käufer dann fehlen?

Italien und Frankreich haben mangels Sondereffekten im Dezember nicht so geglänzt wie Deutschland. Hier waren die Autozulassungen im Jahresvergleich rückläufig mit -14,9 Prozent und -11,8 Prozent. Schauen wir mal auf den Gesamtjahresvergleich von 2019 auf 2020. Da lag die Gesamt-EU mit 23,7 Prozent im Minus. Deutschland lag bei -19,1 Prozent, Italien bei -27,9 Prozent, und Frankreich bei -25,5 Prozent.

Grafik zeigt Autozulassungen in der EU im Dezember 2020 und Gesamtjahr

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Europa

Gastgewerbe: So stark fiel der Umsatz im letzten Jahr

Claudio Kummerfeld

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Leere Stühle bei der Außengastronomie eines Restraurants

Das Gastgewerbe (Hotels, Restaurants, Catering) ist neben Reisebüros, Fluggesellschaften und anderen wohl mit am Schlimmsten betroffen von der Coronakrise. Heute hat das Statistische Bundesamt eine erste Schätzung veröffentlicht, wie stark die Umsätze im Gastgewerbe im Gesamtjahr 2020 eingebrochen sind. Es ist ein Rückgang von 38 Prozent gegenüber 2019.

Für den Monat November liegen gesicherte Zahlen vor. Dazu drei Vergleiche: Im November 2020 fiel der Umsatz im Gastgewerbe gegenüber Oktober 2020 um 52,3 Prozent. Der Umsatz lag 67,4 Prozent unter dem Niveau vom Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2019 war der Gastgewerbeumsatz 67,9 Prozent geringer.

Die Grafik ist aufschlussreich. Man sieht den ersten Absturz aus dem Frühjahr, von einem Normalwert bei 105,4 runter auf 26,2 Indexpunkte. dann im Jahresverlauf nach dem ersten Lockdown die Erholung auf 82,8 Punkte im August. Und dann folgt der zweite Absturz bei den Umsätzen im Gastgewerbe ab Oktober, runter auf 34,4 Punkte im November.

Grafik zeigt Verlauf der Umsätze im Gastgewerbe seit dem Jahr 2013

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