Anleihen

US-Daten: Die aktuelle Auswirkung auf Renditen, Gold, Euro, Indizes

Wir berichteten vorhin schon darüber. Die US-Arbeitsmarktdaten fielen schwach aus (Details hier). Deutlich weniger neu geschaffene Stellen, und ein geringeres Lohnwachstum als im Vormonat. Das bedeutet: Der Inflationsdruck sinkt (minimal), und die Konjunkturängste nehmen zu. Damit verschärft sich die Diskussion, dass die Fed womöglich öfter und zügiger die Zinsen senken wird als bislang angenommen. Vor allem Gold reagiert darauf positiv.

Euro und Gold

Auf vermutlich mehrere und zügigere Zinssenkungen der Fed reagiert der US-Dollar aktuell schwach. Somit steigt EURUSD seit 14:30 Uhr um 60 Pips auf 1,1320. Damit setzt sich der tagelange Aufwärtstrend des Euro gegen den US-Dollar fort (vor einer Woche noch bei 1,11). Schwächelt der US-Dollar deutlich und steigt die Konjunkturangst, denkt man natürlich auch immer gleich an den „Sicheren Hafen“. Gold steigt seit 14:30 Uhr von 1.336 auf 1.343 Dollar. Im Chart haben wir Gold vs USD und Euro vs USD seit gestern früh übereinander gelegt.

Gold und EURUSD im Gleichschritt nach oben

Dow und US-Rendite

Wo die Zinsen sinken (tendenziell), werden Aktienanlagen attraktiver. Unternehmen können sich günstiger verschulden. Also hätte der Dow Jones eigentlich steigen müssen? Unterm Strich hat er sich seit 14:30 aber gar nicht bewegt. Erst jetzt direkt zum Start im Kassamarkt spring der Dow 80 Punkte nach oben. Und nun kommen wir zum wichtigsten Punkt. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen ist nach den Arbeitsmarktdaten vorhin von 2,10% auf 2,06% gefallen.

Das sieht zwar nicht nach viel aus. Aber es ist immerhin der tiefste Stand seit drei Jahren! Also, der Markt glaubt an sinkende Zinsen in den USA, und sendet Dollar und Renditen weiter nach unten. Alles was gegen den Dollar gehandelt wird, profitiert aktuell. Nur die Aktienindizes, die wissen nicht so recht wohin (Dax nur +15 Punkte seit 14:30 Uhr).

US-Rendite 10 Jahre Bonds



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3 Kommentare

  1. Hallo,
    zunächst mal vielen Dank für die tolle Arbeit die Sie hier abliefern.
    Frage: Wenn der Inflationsdruck sinkt, warum steigt Gold? bzw.
    liegt wohl am schwächeren USD?
    Der Dow schon wieder knapp unter der 26K
    was zählt ist das billige Geld

    1. @susiklatt, Sie beantworten Ihre Frage doch bereits selbst: Der USD schwächelt, somit muss XAUUSD steigen.
      Die richtige Frage wäre: Warum schießt der DOW schon wieder in Richtung ATH? Auch das haben Sie korrekt beantwortet. Wer sich quasi mit zinslosen Krediten und einmaligen Steuergeschenken selbst zurückkauft, sorgt für höhere Kurse. Fehlen Anlage- und Vorsorgealternativen (und laut neuesten Berichten bzw. Kommentaren ein gewisses Bildungsniveau), kann es in Gesellschaften mit verwöhnten und überfetteten, überalterten, vertikalen und somit völlig unflexiblen Hierarchien nur zu solchen Börsenreaktionen führen.

  2. Zinssenkung! Zinssenkung! Zinssenkung! Läuft doch wieder alles wie am Schnürchen, der Powell Put hat gewirkt, die Märkte im „ewigen Rallyemodus“ und mit QE nächstes Jahr geht es dann im S&P über die 3.500 Punkte.

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