Devisen

Warum der US-Dollar auf ein Zweijahreshoch steigt und Gold fällt

US-Dollar Geldscheine

Die wichtige Fed-Direktorin Lael Brainard hat gestern erklärt, dass die Federal Reserve ihr geldpolitische Straffung wahrscheinlich durch einen raschen Abbau ihrer großen Bestände an US-Staatsanleihen beschleunigen wird. Es geht um mehrere Zinsanhebungen und das bald einsetzende Abschmelzen der Fed-Bilanz. Brainard bekräftigt damit die anstehende geldpolitische Wende der Fed. So sagte sie auch, dass es von größter Bedeutung sei die Inflation zu drücken.

Diese Aussagen treiben einerseits die Renditen für US-Staatsanleihen nach oben, aber parallel auch den US-Dollar. Mittig im folgenden TradingView Chart sehen wir die gestrige Reaktion der Märkte auf die Brainard-Aussagen. US-Dollar und die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen steigen deutlich an, und gleichzeitig fällt Gold von 1.942 Dollar bis auf 1.918 Dollar heute früh. Mit aktuell 99,66 Indexpunkten hat der US-Dollar in Form des Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) den höchsten Stand seit zwei Jahren erreicht. Dies sieht man gut im zweiten Chart, der den Verlauf des Dollar-Index seit 2017 zeigt.

Während der US-Dollar zulegt, fällt Gold. Dies ist ein gutes exemplarisches Beispiel dafür, dass alle Werte die in US-Dollar gehandelt werden, derzeit durch seine Stärke unter Druck sind. Stand der Dollar-Index gestern vor der Brainard-Rede noch bei 98,87, so sind es jetzt 99,65 Indexpunkte. Die Rendite für zehnjährige US-Staatsanleihen machte einen Sprung von 2,45 Prozent auf 2,61 Prozent.

Vergleich von US-Dollar mit Gold und Anleiherenditen

Verlauf im US Dollar Index seit 2017



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