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Devisen

US-Dollar vs Schweizer Franken: Wie weit geht es noch mit der Erholung?

Agata Janik

Veröffentlicht

am

Schweiz Bergpanorama

Das mittelfristige 4 Stunden-Chartbild bei dem US-Dollar gegen den Schweizer Franken (siehe unten) zeigt deutlich, dass sich der Major seit langer Zeit schon in einem stabilen Abwärtstrend befindet. Die negativen Schlagzeilen und die täglich steigenden Sorgen (hier der aktuellste Kommentar von Markus Fugmann) – sowohl bei den Institutionellen als auch bei vielen Privatanlegern, die mit dem Coronavirus einhergehen, haben natürlich dem Schweizer Franken in der letzten Zeit noch zusätzlich an Kraft verliehen. Die Währung gilt nach wie vor als ein sicherer Hafen und wird gerade in den Krisenzeiten sehr gerne gekauft. Innerhalb der letzten Wochen, ist der Kurs von US-Dollar zum Schweizer Franken um fast 700 Pips gefallen. Das ist schon eine außergewöhnliche Entwicklung, die es klar bestätigt, dass die Rezessionsängste bei den Investoren weltweit groß sind. Es ist oft zu beobachten, dass zwischen dem Euro vs USD und dem Schweizer Franken vs USD häufig umgekehrte Korrelationen entstehen. Wenn man sich die beiden Charts genauer ansieht, dann zeigt sich der Kursverlauf bei den beiden Hauptwährungspaaren wie gespiegelt.

Steigt EUR/USD, dann fällt oft der USD/CHF. Da diese Entwicklung nichts Neues ist, haben gerade in der letzten Zeit viele Forex Trader davon profitiert und hoch Gewinne erzielt. US-Dollar zum Schweizer Franken gehört zu den Währungspaaren, die in Krisenzeiten viel und gerne gehandelt werden. Wer also am Devisenhandel interessiert ist, sollte vielleicht auf diesen Major nicht verzichten. Die Trends sind oft früh zu erkennen und können über eine längere Zeit anhalten. Natürlich ist die SNB (Schweizer Nationalbank) von der aktuellen Schweizer Franken-Stärke nicht begeistert und die bösen Zungen flüstern schon, dass es demnächst zu erneuten Interventionen von Seiten der Schweiz kommen kann. Die SNB ist dafür berühmt, dass sie den Schweizer Franken gerne in den richtigen Bahnen führt. Vor allem den Amerikanern gefallen diese Aktivitäten nicht und die Vorwürfe aus den USA sind oft zu hören.

Die 0,9400 Marke beim USD vs Schweizer Franken heute im Fokus

Aktuell (Mittwochvormittag) notiert der US-Dollar zum Schweizer Franken bei 0,9350. Der Angriff auf den signifikanten Widerstand bei 0,9400 ist gestern Abend gescheitert. Die Bullen haben es nicht geschafft, die „big figure“ zu brechen und der Kurs musste eine leichte Enttäuschung hinnehmen. In der asiatischen Session heute Nacht, konnte der Schweizer Franken ein wenig aufwerten und der Kurs von USD/CHF notierte im Tief bei 0,9324. So wie es momentan aussieht, scheint dieser Support stark genug zu sein, um den Kurs vor einem weiteren Fall noch zu schützen. Ob der Bereich aber auch in den Nachmittagsstunden, während der amerikanischen Session halten wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall wird die Entwicklung an den Wertpapiermärkten für den Schweizer Franken von großer Bedeutung sein.

Auch den Kursverlauf von Euro vs US-Dollar sollte man genau betrachten. Hält der Bereich bei 0,9324, kann sich auf der Oberseite eine neue Dynamik entwickeln. Als erstes Kursziel kann man den Widerstand bei 0,9371 nehmen. Wenn diese Hürde auch erobert wird, wartet auf den US-Dollar vs Schweizer Franken klar die 0,9400 Marke. Um diesen Widerstand aber zu erobern, wird der Markt viel Kraft benötigen. Wenn auf der anderen Seite die Unterstützung bei 0,9324 brechen sollte, wird sich wahrscheinlich der übergeordnete Abwärtstrend weiter fortsetzen. Viele Bären werden wieder nach dem Motto „the trend is your friend“ frische Short-Limits am Markt platzieren, was zu einer erneuten Dynamik führen kann. Auf der Unterseite befindet sich die erste wichtige Unterstützung bei 0,9302. Der Daily Pivot Point beim USD/CHF sitzt heute bei 0,9348. Wer heute gerne den Schweizer Franken handeln möchte, sollte auf alle Fälle die Wertpapiermärkte parallel beobachten.

US-Dollar vs Schweizer Franken im Chart

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Devisen

Türkische Lira steigt weiter – Zinsen und US-Dollar helfen

Claudio Kummerfeld

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am

Türkei Flagge

Die türkische Lira steigt dieser Tage immer weiter an. Zuletzt berichteten wir am Montag über die weiter steigende Inflation in der Türkei. Sie stieg von November auf Dezember von 14,03 Prozent auf 14,60 Prozent. Dennoch blieb die Lira robust. Und sie steigt bis heute weiter an. Dies liegt an der offenbar nachhaltigen Wirkung der letzten Zinsanhebung der türkischen Zentralbank vom 24. Dezember 2020. Insgesamt stieg der Leitzins in der Türkei seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent. Damit liegt er nun spürbar über der Inflationsrate.

Folglich werden Geldanlagen in der Türkei für ausländische Anleger wieder attraktiver. Und aktuelle Berichte zeigen, dass wirklich wieder Geld in die Türkei fließt. Dies stärkt natürlich die türkische Lira. Es gab im November und Dezember von ausländischen Finanzinstitutionen einen Zufluss in türkische Aktien und Anleihen in Höhe von 3,9 Milliarden Dollar.

Türkische Lira wertet seit November auf

Auch muss man sehen, dass der US-Dollar seit einiger Zeit klar im Abwärtstrend ist, auch wenn er sich heute etwas erholen kann. Die Dollar-Schwäche und die kräftige Zinsanhebung in der Türkei helfen derzeit dabei die türkische Lira nach oben zu pushen. Seit November hat der US-Dollar gegen die türkische Lira verloren von 8,57 bis auf 7,23 heute früh (aktuell 7,32). Wie gesagt, ganz aktuell steigt der Dollar-Index – also eine eigenständige Dollar-Stärke, welche die Lira schwächt. Aber die große Bewegung seit zwei Monaten zeigt klar eine Lira-Stärke! Jetzt kann man, wenn man denn auf eine weiter steigende türkische Lira setzt, nur noch hoffen, dass Präsident Erdogan nicht nach einigen Wochen wieder auf Zinssenkungen drängt, und dass der Leitzins weiter hoch bleibt – damit die Lira-Aufwertung sich verfestigen kann.

Im ganz großen Bild (Chart USDTRY seit dem Jahr 2011), da erkennt man wie desaströs die Abwertung für die türkische Lira in den letzten Jahren war. Denn vor zehn Jahren musste man für 1 Dollar weniger als 2 Lira aufbringen – heute sind es wie gesagt 7,32 Lira. Die aktuelle Aufwertung der türkischen Währung sieht man im Chart nur ganz am Ende als noch überschaubaren Rückfall im USDTRY.

Chart zeigt Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira seit 2011

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Goldpreis und US-Dollar: Wette auf Senatssieg für Demokraten

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Adler und US-Dollar

Der US-Dollar fällt aktuell weiter nach unten, der Goldpreis steigt weiter an. Im Chart sehen wir seit dem 28. Dezember den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar in Form des Dollar-Index. Gold steigt seit Silvester bis jetzt auf einen neuen Höchststand von 1.955 Dollar. Der Dollar-Index notiert mit einem Indexstand von 89,29 Punkten auf den tiefsten Niveau seit April 2018. Seit gestern ist er erneut ein Stück abgerutscht.

Goldpreis und US-Dollar mit Blick auf Wahl in Georgia

Daraus kann man ablesen, dass die Spekulanten derzeit an einen Wahlsieg der Demokraten in Georgia glauben (hier der aktuelle Kommentar von Markus Fugmann), womit die Sitze im Senat in Washington DC exakt gleich aufgeteilt würden, wodurch wiederum die neue Vizepräsidentin Harris den Ausschlag geben würde. Damit könnte Joe Biden in der Theorie durchregieren, auch wenn die Mehrheit nur hauchdünn ist. Noch ist die Wahl nicht entschieden, aber die Tendenzen deuten auf einen Sieg der Demokraten hin! Dieses Szenario zeigt eine weitere kräftige Staatsverschuldung für die USA.

Dies würde weiter schwächend auf den US-Dollar wirken, und somit stärkend auf alles, was in US-Dollar gehandelt wird – somit also auch für den Goldpreis. Das Edelmetall könnte auch im Sinne des „Fluchthafens“ vor Inflation dann wieder attraktiver werden, weil die Inflation in den USA zunehmen könnte – denn die Fed will bei steigenden Preisen erstmal nicht eingreifen.

Aber der Wahlausgang in Georgia ist auf der Kippe. Sollte eine der beiden Stimmen doch den Republikanern zufallen, könnte der US-Dollar womöglich plötzlich ansteigen, und der Goldpreis zurückfallen. Also, wir müssen heute im Tagesverlauf genau auf das Ergebnis aus Georgia schauen, wenn es denn heute schon verkündet werden kann.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis gegen den US-Dollar

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Devisen

Türkische Lira robust, obwohl die Inflation in der Türkei weiter anzieht

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira zeigt sich heute robust. Das ist für Lira-Bullen endlich mal eine positive Nachricht. Denn heute hat das türkische Statistikamt Daten zur Inflation im Dezember veröffentlicht. Die Verbraucherpreise in der Türkei stiegen im Jahresvergleich um 14,60 Prozent, während die Steigerungsrate im November noch bei 14,03 Prozent gelegen hatte. Da müsste die Lira jetzt eigentlich Schwäche zeigen?

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Nein, diesmal nicht. Denn wir schauen zurück auf letzte Woche. Wir berichteten über die am Heiligabend durchgeführte zweite Zinsanhebung der türkischen Zentralbank. Der Leitzins in der Türkei steigt somit seit dem 19. November von 10,25 Prozent auf satte 17 Prozent an. Aber so schnell kann der höhere Leitzins natürlich nicht wirken, und bremsend auf die Verbraucherpreise einwirken. Von daher sollte man wohl noch ein, zwei Monate schauen, ob sich da was tut?

Die Zentralbank in Ankara hat endlich geliefert, und auch von der politischen Seite kommen von Präsident Erdogan derzeit kaum bis gar keine Aussagen, die quer schießen und somit die Autorität der Zentralbanker in Frage stellen. Und so ist die türkische Lira in diesem Umfeld in den letzten Tagen gut gestiegen. US-Dollar vs Lira fiel seit Heiligabend von 7,64 auf aktuell 7,36. Seit Anfang November ist es ein Rückgang von 8,50. Also: Nach jahrelanger brutaler Abwertung scheint die türkische Lira derzeit wirklich Kraft zu tanken, dank der auch ziemlich kraftvollen Zinsanhebung deutlich über die Inflationsrate von jetzt 14,60 Prozent. Im Chart sehen wir seit Anfang 2020 den Verlauf von US-Dollar gegen türkische Lira. Man sieht den deutlichen Rückgang seit November, also somit eine ansteigende Lira.

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira seit Anfang 2020

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