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Devisen

US-Dollar vs Yen – Korrektur jetzt schon abgeschlossen?

Agata Janik

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Ist die Korrektur des US-Dollar zum Yen schon abgeschlossen? Ein Chart ist die Realität und kann mindestens 1000 Erkenntnisse aufzeigen. Daher lohnt es sich, stets einen Chart genauer zu betrachten. Die allgemeine Stärke beim US-Dollar der letzten Wochen war und ist auch eine Flucht in den vermeintlich sicheren Hafen.

Dies hat auch mit der erstaunlichen Politik von US-Präsident Donald Trump zu tun: Einerseits möchte dieser ein starkes Land haben, aber andererseits soll aber die eigene Währung schwach sein, damit viel exportiert werden kann. Zwei Dinge, die nicht zusammenpassen – und auch nie gleichzeitig möglich sein werden.

Der letzte Anstieg des Dollars gegenüber dem Jen war heftig – und wohl auch zu stark. Es ist daher auch nichts Außergewöhnliches, wenn eine größere Korrektur nach so einer Entwicklung folgt. Viele Entwicklungen der asiatischen Währungen haben natürlich auch mit dem COVID-19 Virus zu tun. Das Vertrauen in den Wirtschaftsraum Asien ist stark erschüttert, schon durch die vermutlich bevorstehende Konkurswelle der chinesischen mittelständischen Firmen, die aktuell nicht mehr produzieren dürfen. Nach Schätzung der Chinesischen Vereinigung Kleiner und Mittlerer Firmen (CASME), sind die Rücklagen der 18 Millionen Unternehmen aufgebraucht. Selbst die hohen Finanzspritzen der People`s Bank of China konnten dies nicht verhindern.

Japan ist aber nicht China, trotzdem liegt es ebenfalls in Asien, daher ist das Land der aufgehenden Sonne ebenfalls schwer getroffen. Es wird wohl auch noch härter werden. Diese Pandemie steht erst am Anfang und erfahrungsgemäß dauern solche Entwicklung, siehe SARS, über ein Jahr an. Das wissen alle Experten, nur sagen darf es keiner.

Bis vor kurzem galt der Yen noch als die heimliche Fluchtwährung. Die Politik ist konstant, das Wirtschaftswachstum zwar schwach, aber positiv. Dies hat sich aber nun gänzlich geändert. Die neue Fluchtwährung ist seit einigen Wochen jetzt der US-Dollar. Es ist daher kein Wunder, dass aktuell sehr hohe Summen wieder in den US-Dollar wandern. Es gibt auch gar nicht so viele Möglichkeiten, um in starke Währungen zu konvertieren. Der Rubel ist es nicht und die Unsicherheit für den Euro und das Pfund ist durch den Brexit zu hoch geworden.

So kann es für den US-Dollar gegen Yen weiter gehen

Wie schon angesprochen, folgte auf den raschen Anstieg des USD/JPY auch der heftige Abstieg. Betrachtet man die vorangegangene Seitwärtsbewegung im Chart, dann hat sich der Kurs nicht sehr viel bewegt. Es ist aber normal, dass neue Trends mit solch heftigen Bewegungen beginnen. Investmentfonds treffen eine strategische Entscheidung. Bauen eine Position auf, und wenn diese groß genug ist, dann fällt die Nachfrage aus und es gibt Kurskorrekturen. Aktuell hat sich aber die Lage geändert. Die Korrektur korrigiert sich gewissermaßen jetzt wieder. Aus technischer Sicht sind die ersten Kaufsignale (siehe rote Kreise) entstanden, ein klares Ziel ist das letzte Hoch bei 112, 20. Davor gibt es aber noch ein paar Widerstände zu brechen. Man muss schon genau hinsehen, da durch die schnelle Abwärtsbewegung, fast kein charttechnischer Abschnitt zu bemerken ist. Dennoch sollte die Marke von 111,59 eine wichtige Rolle spielen. Wird diese signifikant genommen, dann ist der Weg nach oben frei.

Dennoch sollte auch bei einer starken Meinung nie das worst case Szenario außer Acht gelassen werden. Zuviel kann auf dieser Welt passieren, besonders in der aktuellen Lage durch das Coronavirus passieren. Sollte der Kurs wider erwarten die südliche Richtung einschlagen, dann befindet sich die erste starke Unterstützung bei ca. 109,61. Diese ist deshalb so stark, da der EMA 420 (Magenta Linie) und die Untergrenze der vorangegangenen Seitwärtsbewegung zusammentreffen.
Summa summarum: US-Dollar vs JPY ist ein Long – und der präzisere Einstieg sollte in einem kleineren Zeitfenster gesucht werden.

Der US-Dollar dürfte zum Yen zu einer Erholungsbewegung ansetzen

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

Der US-Dollar ist derzeit der sichere Hafen schlechthin

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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Devisen

Aktuell: Türkische Lira fällt schnell und kräftig auf Rekordtief – hier der Grund

Claudio Kummerfeld

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt seit einigen Minuten schnell und kräftig in den Keller gegen US-Dollar und Euro. US-Dollar gegen Lira steigt seit 13 Uhr von 7,80 auf aktuell 7,97 – ein neues Rekordtief für die Lira. Und der Euro steigt aktuell gegen die türkische Lira von 9,22 auf 9,43 – das ist ebenfalls ein neues Rekordtief für die türkische Währung.

Grund dafür ist die ganz frische Verkündung der türkischen Zentralbank, dass man den Leitzins unverändert bei 10,25 Prozent belässt. Rückblick: Am 24. September hatte die türkische Zentralbank überraschend den Leitzins um 200 Basispunkte angehoben, von 8,25 Prozent auf 10,25 Prozent. Für heute lagen die Markterwartungen bei einer weiteren Anhebung von 175 Basispunkten auf 12 Prozent. Nötig wäre das, um endlich die ständige Abwertung zu stoppen, der sich die türkische Lira seit geraumer Zeit ausgesetzt sieht.

Und dieser erste Zinsschritt vom 24. September schien nicht auszureichen, um am Devisenmarkt eine Kehrtwende für die Lira einzuläuten. Die jetzige Enttäuschung am Devisenmarkt über die ausgebliebene Zinserhöhung bringt die türkische Lira zu diesem schnellen Absturz (im Chart sehen wir den steigenden US-Dollar gegen die Lira in den letzten 30 Tagen – der letzte Aufwärtsbalken zeigt die ganz aktuelle Bewegung).

Chart zeigt US-Dollar gegen türkische Lira in den letzten 30 Tagen

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Anleihen

Woher die aktuelle Euro-Stärke kommt – ein Analyst gibt Hinweise

Claudio Kummerfeld

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Das Euro-Symbol

Der Euro steigt seit genau zwei Tagen gegen den US-Dollar spürbar an von 1,1700 auf aktuell 1,1865. Dafür könnte es einen interessanten Grund geben. Man schaue auf den gestrigen Tag. Quasi unbemerkt von der breiten medialen Öffentlichkeit hat die EU ihre erste eigene Anleihetranche am freien Anleihemarkt platziert. Laut Berichten (siehe beispielsweise Bondguide) sei die Attraktivität dieses Angebots an EU-Anleihen schwer zu übersehen gewesen. Denn Moody’s habe die EU-Anleihen mit „Aaa“ bewertet. Und der Emissionspreis sei so festgesetzt worden, dass die Emission vom Markt gut aufgenommen wurde. Eine Nachfrage von 233 Milliarden Euro traf auf gerade mal 17 Milliarden Euro Angebot! Das zeigt, wie groß die Nachfrage der Institutionellen nach den Anleihen der EU war. Und wo soll da noch das Risiko sein, wenn Brüssel selbst die Anleihen ausgibt, und nicht ein Einzelstaat?

EU-Anleihen als Grund für aktuell steigenden Euro?

Eben dieser Drang in ein neues Anleihevehikel, nämlich eine zentrale Emission von EU-Anleihen, könnte bei den großen global agierenden Investoren (Fonds, Versicherungen, Pensionskassen etc) einen verstärkten Drang in den Euro verursachen. Der Deutsche Bank-Analyst George Saravelos hat ganz aktuell einige sehr interessante Aussagen zum Euro veröffentlicht mit der Headline „Someone likes Europe“, also übersetzt „Irgendwer mag Europa“. Über das große Auftragsbuch im Vorfeld der Emission sei ausführlich berichtet worden, aber weniger über die große Nachfrage seitens der Notenbanken, so seine Aussage. Nahezu 40 Prozent der gestrigen zehnjährigen Emission der EU wurden laut George Saravelos von den Notenbanken aufgenommen, was fast doppelt so viel sei wie die durchschnittliche Inanspruchnahme bei früheren europäischen Emissionen.

Warum das wichtig sei? Erstens seien Notenbanken in der Regel nicht abgesicherte Investoren, so dass eine starke Nachfrage von dieser Seite nach den neuen EU-Anleihen eine direkte Nachfrage für den Euro gegenüber dem US-Dollar bedeute, so George Saravelos. Zweitens sei die hohe Nachfrage von Notenbanken für diese neuen EU-Anleihen ein Vertrauensvotum für den Euro als Reservewährung, insbesondere in einer Zeit, in der die dominierende Rolle des Dollars in Frage gestellt werde.

Aber George Saravelos sagt auch, dass dieses aktuelle Ereignis nicht als alleiniger Grund für die aktuelle Euro-Stärke gesehen werden soll. Es solle auch in den Kontext größerer struktureller Verschiebungen gestellt werden. Es gehe um einen extrem starken negativen Policy-Mix für den US-Dollar. Die großes US-Haushaltsdefizite, eine sehr lockere Geldpolitik der Fed und sich verschlechternde Außenhandelskonten der USA. Schon vor den Wahlen in den USA verschlechtern sich diese Trends, so George Saravelos. Schauen wir an dieser Stelle mal auf den Chart. Er zeigt Euro gegen US-Dollar im Verlauf der letzten 30 Tage. Ist das neue „Aufnahmevehikel“ der EU (meine Wortkreation) für internationale Investorengelder aktuell ein zusätzlicher Impuls, der den Euro-Anstieg befeuert? Gut möglich.

Chart zeigt Kursverlauf von Euro gegen US-Dollar

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