Soeben wurde der US-Einkaufsmanagerindex für die USA (S&P Global PMI für März) veröffentlicht – einer der besten Gradmesser für die Wirtschaft der USA:
Gesamtindex: 51,4 (Vormonat war 51,9). Ein 11-Monatstief.
Dienstleistungen: 51,1 (Prognose war 52,0 / Vormonat war 51,7). Ein 11-Monatstief.
Verarbeitendes Gewerbe: 52,4 (Prognose 51,5 / Vormonat war 51,6) Ein 2-Monatshoch.
Dazu kommentiert Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence (eigene Übersetzung): „Die vorläufigen PMI-Umfragedaten für März deuten auf eine unerwünschte Kombination aus verlangsamtem Wachstum und steigender Inflation nach dem Ausbruch des Krieges im Nahen Osten hin.
Unternehmen berichten von einem Nachfragerückgang aufgrund der zusätzlichen Unsicherheit und der Auswirkungen auf die Lebenshaltungskosten, die
durch den Konflikt verursacht werden. Probleme in den Bereichen Reisen, Transport und Tourismus werden durch die Nervosität an den Finanzmärkten und
Erschwinglichkeitsprobleme verschärft, darunter insbesondere die Sorge über die Auswirkungen höherer Zinsen, steigender Energiepreise und Verzögerungen in der Lieferkette.
„Unternehmen bauen unterdessen Sicherheitsbestände auf, da sie befürchten, dass der Krieg zu länger anhaltenden Lieferengpässen und Preisanstiegen führen könnte, während sie gleichzeitig Personal abbauen, um die Gemeinkosten zu senken.
„Die PMI-Daten deuten auf ein BIP-Wachstum von nur 1,0 % auf Jahresbasis hin, wobei für das erste Quartal insgesamt ein bescheidenes Wachstum von 1,3 %
signalisiert wird. Die Preismessgrößen der Umfrage deuten unterdessen darauf hin, dass sich die Verbraucherpreisinflation wieder auf rund 4 % beschleunigt, was auf ein wachsendes Risiko hindeutet, dass die USA in ein Umfeld der Stagflation „Die Fed wird daher diese sich verschärfenden Aufwärtsrisiken für die Inflation gegen das wachsende Risiko abwägen müssen, dass die Wirtschaft an Wachstumsdynamik verliert, wobei vieles von der Dauer des Krieges und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise sowie die globalen Lieferketten abhängt.“
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Vielleicht erinnert sich ja der 47. US-Präsident Donald John Trump an die Tatsache, daß das Konsumklima für die US-Volkswirtschaft einen entsprechenden Stellenwert besitzt, verbunden mit einem iranpolitischen Kurswechsel. Ich glaube allerdings nicht so recht daran.
Die Zinsen sind zu hoch.