Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für die USA (S&P Global PMI für Februar) veröffentlicht – einer der besten Gradmesser für die Wirtschaft der USA:
Gesamtindex: 50,4 (Vormonat war 52,7) – 17-Monatstief
Dienstleistungen: 49,7 (Prognose war 53,0; Vormonat war 52,9) – 25-Monatstief
Verarbeitendes Gewerbe: 51,6 (Prognose 51,3; Vormonat war 51,2) – 8-Monatshoch
Marktreaktion: Renditen tiefer, Dollar schwächer, US-Aktienmärkte verunsichert: sind schlechte Nachrichten gute Nachrichten? Im Gewerbesektor steigen die Preise stark (Zoll-Erwartung), während sie Service-Sektor kaum mehr steigen. Stagflation voraus?
Dazu schreibt S&P Global, das die Daten erhoben hat (eigene Übersetzung):
„Das Wachstum der US-Konjunktur kam im Februar fast zum Stillstand, wie aus den Daten der PMI®-Blitzumfrage hervorgeht, da ein erneuter Rückgang der Dienstleistungsproduktion das schnellere Wachstum im verarbeitenden Gewerbe ausglich. Auch das Wachstum der Auftragseingänge schwächte sich deutlich ab, und die Erwartungen der Unternehmen für das kommende Jahr gingen angesichts der zunehmenden Sorgen und Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Politik der Bundesregierung zurück. Der Produktionsanstieg im verarbeitenden Gewerbe war zum Teil auch mit der Vorverlegung von Zöllen verbunden, was darauf hindeutet, dass es sich nur um einen vorübergehenden Schub handelt.
Der Druck auf die Inputkosten stieg unterdessen sprunghaft an, vor allem im verarbeitenden Gewerbe, da die Zulieferer zollbedingte Preiserhöhungen weitergaben und der Lohndruck anhielt. Der sich verschärfende Wettbewerb trug jedoch dazu bei, die Weitergabe der Verkaufspreise im Dienstleistungssektor zu begrenzen, wo die Inflation auf ein Fünfjahrestief sank.“
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