Soeben wurde der US-Einkaufsmanagerindex für die USA (S&P Global PMI für Mai) veröffentlicht – einer der besten Gradmesser für die Wirtschaft der USA:
Gesamtindex: 51,7, (Vormonat war 54,5). Ein 11-Monatstief.
Dienstleistungen: 50,9(Prognose war 51,1 / Vormonat war 51,0). Ein 11-Monatstief.
Verarbeitendes Gewerbe: 55,3 (Prognose 53,8 / Vormonat war 53,1) Ein 2-Monatshoch.
Dazu kommentiert Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence (eigene Übersetzung):
„Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten werden in den Konjunkturumfragen immer deutlicher. Die vorläufigen PMI-Daten für Mai verzeichneten nur ein bescheidenes Wachstum der Geschäftstätigkeit, da die Nachfrageerneut durch einen weiteren Preisanstieg unter Druck geriet und Arbeitsplätze abgebaut wurden, weil die Unternehmen sich Sorgen über steigende Kosten und die wirtschaftlichen Aussichten machten.
„Nach einem verhaltenen Wert im April deuten die Daten darauf hin, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal Schwierigkeiten haben wird, ein annualisiertes BIP-Wachstum von deutlich über 1 % zu erreichen. Doch selbst dieses verhaltene Wachstumstempo dürfte nicht von Dauer sein. Im Durchschnitt der letzten drei Monate hat sich das Wachstum der Auftragsbestände auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren verlangsamt, und ein Aufschwung durch vorsorgliche Lagerauffüllungen aufgrund von Sorgen über weitere Preisanstiege und Lieferverzögerungen wird nicht ewig anhalten.
„Auch die Nachfrage dürfte sich als Reaktion auf steigende Preise weiter abkühlen. Die Kosten der Unternehmen sind in einem Tempo gestiegen, wie es seit dem Energiepreisschock von 2022 nicht mehr zu beobachten war, und werden in Form deutlich höherer Verkaufspreise an die Kunden weitergegeben. Die Preisindikatoren der Umfrage deuten daher darauf hin, dass die Inflation weiter steigen dürfte, gerade als sich die Wirtschaft abkühlt.“
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